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Ukraine-Krieg: Baerbock bei G20 direkt an Lawrow: Beenden Sie den Krieg

epa11069617 A guard of honor holds the national flag at the funeral ceremony for Ukrainian serviceman Maksym Kryvtsov at St Michael's Golden-domed monastery in Kyiv, Ukraine 11 January 2024. Maks ...
Beerdigung des gefallenen ukrainischen Soldaten Maksym Krywtsow in Kiew, 7. Januar 2024.Bild: keystone
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Baerbock wendet sich direkt an Lawrow +++ Russland umgeht Sanktionen auch über Türkei

Die aktuellsten News zum Ukraine-Krieg im Liveticker.
22.02.2024, 01:48
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  • Im Februar 2022 befahl der russische Präsident, Wladimir Putin, einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zunächst wurde das gesamte Staatsgebiet der Ukraine angegriffen, mittlerweile konzentrieren sich die Kampfhandlungen auf den Osten des Landes.
  • Die ukrainische Gegenoffensive, um besetztes Gebiet zu befreien, steckt fest. Die russische Armee schlägt zurück. Besonders unter Druck steht die ukrainische Armee im östlichen Donezker Gebiet bei der Stadt Awdijiwka.
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3:22
Klitschko dankt Deutschland – und fordert Taurus-Raketen
Zwei Jahre nach der russischen Invasion in der Ukraine hat Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko die deutsche Militärhilfe gewürdigt, aber gleichzeitig weitere Waffensysteme gefordert. Für sein Land sei «eine der wichtigsten Fragen», ob Deutschland die erbetenen Marschflugkörper vom Typ Taurus liefere, sagte Klitschko in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Wir verteidigen unser Land. Und deswegen brauchen wir Taurus. Wir können damit die Militärlogistik der Russen zerstören.» Er erwarte von der Bundesregierung eine positive Entscheidung.

Bundestag berät über Militärhilfe für Ukraine

Die Ukraine hat die Taurus-Marschflugkörper mit hoher Treffsicherheit und einer Reichweite von 500 Kilometern bereits im Mai vergangenen Jahres bei der Bundesregierung erbeten. Sie will damit russische Stellungen und Materiallager weit hinter der Frontlinie treffen.

Im Oktober lehnte Kanzler Scholz eine Lieferung vorläufig ab. Dahinter steckt die Befürchtung, dass die Raketen russisches Territorium treffen und Deutschland damit in den Konflikt hineingezogen werden könnte. Am Donnerstag befasst sich der Bundestag mit dem Thema.

Klitschko betonte erneut, dass die Ukraine nicht nur für ihre eigene Existenz, sondern auch für Europa kämpfe. «Jeder muss verstehen: Wir verteidigen jeden von euch. Putin geht so weit, wie wir es ihm erlauben zu gehen. Die Gefahr ist da, die Gefahr ist gross.»
16.02.2024, Bayern, München: Vitali Klitschko (M), Bürgermeister von Kiew, und sein Bruder, der Sportler Wladimir Klitschko (r), kommen zur Münchner Sicherheitskonferenz in den Bayerischen Hof. Zur 60 ...
Bild: keystone
Vitali Klitschko an der Münchner Sicherheitskonferenz.

Kiews Bürgermeister äusserte sich anerkennend, dass Deutschland bei der militärischen Hilfe inzwischen sehr viel für die Ukraine tue. «Endlich ist Deutschland mal aufgewacht und hilft uns sehr», sagte er. Es sei aber mehr Hilfe nötig. «Wir kämpfen für euch und wir verteidigen euch und jeder muss das auch verstehen», sagte er.

Der frühere Box-Weltmeister appellierte auch an alle anderen Verbündeten, der Ukraine weiterhin zur Seite zu stehen. «Jeder Finger ist ziemlich stark. Aber wenn alle Finger zusammenkommen, werden wir zig Mal stärker.» Die Hängepartie im US-Kongress bei der Bewilligung weiterer Militärhilfen für die Ukraine bezeichnete er als «riesige Gefahr für die Demokratie». «Wir dürfen nicht verlieren. Weil sonst verliert die ganze demokratische Welt.» (sda/dpa)
1:46
Baerbock wendet sich direkt an Lawrow: Beenden Sie jetzt den Krieg
Die deutsche Aussenministerin Annalena Baerbock hat sich beim Treffen der G20-Aussenminister der führenden Wirtschaftsmächte direkt an ihren russischen Kollegen Sergej Lawrow gewandt und ein Ende des Krieges in der Ukraine verlangt. «Wenn Ihnen Menschenleben am Herzen liegen, wenn Ihnen Ihr eigenes Volk am Herzen liegt, russische Kinder und Jugendliche, müssen Sie diesen Krieg jetzt beenden», sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch im brasilianischen Rio de Janeiro direkt an Lawrow gewandt, der drei Plätze links von ihr sass. «Wenn Russland diesen Krieg jetzt beenden würde, wäre morgen der Weg zum Frieden und zur Gerechtigkeit weit offen», fügte sie hinzu.

Lawrow sass in der G20-Runde rechts von seinem saudi-arabischen Kollegen Prinz Faisal bin Farhan al-Saud und links von der mexikanischen Aussenministerin Alicia Bárcena Ibarra platziert. Neben der Mexikanerin sass der Vertreter Italiens, dann kam Baerbock.
Germany's Foreign Minister Annalena Baerbock attends the G20 foreign ministers meeting in Rio de Janeiro, Brazil, Wednesday, Feb. 21, 2024. (AP Photo/Silvia Izquierdo)
Bild: keystone
An die anderen Mitglieder der Runde gerichtet appellierte Baerbock: «Wenn wir eine «gerechte Welt» aufbauen wollen, müssen wir Kriege und Krisen gemeinsam angehen. Entschlossen, respektvoll und mit der Bereitschaft zur Selbstreflexion.» Sie respektiere die unterschiedlichen Perspektiven zum Krieg in der Ukraine. Ein Land, das 10'000 Kilometer von Kiew entfernt sei, empfinde eine andere Bedrohung der Sicherheit als ein Land in Europa.
Foreign Ministers, from left, Mexico's Alicia Barcena, Russia's Sergei Lavrov and Saudi Arabia's Prince Faisal bin Farhan Al-Saud attend the G20 foreign ministers meeting in Rio de Jane ...
Bild: keystone
Aber «Russlands Aggression ist mehr als ein regionaler Konflikt», mahnte Baerbock. Der russische Angriffskrieg «fordert uns alle auf, die Grundprinzipien, die uns alle schützen, entschlossen zu verteidigen: die Charta der Vereinten Nationen, das Völkerrecht und die Menschenrechte. Diese Prinzipien schützen alle Nationen, egal wie gross oder klein.» (sda/dpa)
21:43
Selenskyj lobt Luftwaffe für Abschuss von sieben russischen Kampfjets
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Luftwaffe des Landes für den Abschuss von sieben russischen Kampfjets gewürdigt. Innerhalb einer Woche seien die Suchoi-Kampfflugzeuge abgeschossen worden, sagte der Staatschef in seiner am Mittwoch in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. «Ich bin unserer Luftwaffe und allen, die unseren Luftraum schützen, dankbar», sagte Selenskyj. Zu den wichtigsten Aufgaben in dem Krieg gehöre der Schutz des Luftraums und der Positionen an der Front vor russischen Luft- und Raketenschlägen.
epa11166127 A handout picture made available by the Presidential Press Service shows President of Ukraine Volodymyr Zelensky during his visit to the battalion command post of the 14th separate mechani ...
Bild: keystone
Vor dem zweiten Jahrestag des Kriegsbeginns kündigte Selenskyj auch neue bedeutende Sicherheitsabkommen mit den Verbündeten der Ukraine an. Es gehe unter anderem um Verteidigungshilfen für die Soldaten und sehr konkrete finanzielle Garantien für den Staat, sagte Selenskyj. Details nannte er zunächst nicht. Zuletzt hatte die Ukraine mit Grossbritannien, Deutschland und Frankreich Sicherheitsabkommen geschlossen. Weitere sollten in den kommenden Wochen folgen, kündigte der Präsident an.

Die Ukraine gedenkt an diesem Samstag des zweiten Jahrestages des Beginns des russischen Angriffskrieges. (sda/dpa)
17:55
Wegen Bauernblockade: Selenskyj schickt Regierung an polnische Grenze
Nach tagelangen Protesten polnischer Bauern will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nun Regierungschef Denys Schmyhal und weitere Kabinettsmitglieder zu Verhandlungen an die blockierten Grenzübergänge schicken. Das gelte vor allem für Verteidigungsminister Rustem Umjerow, sagte Selenskyj in einer am Mittwoch auf Ukrainisch und Polnisch veröffentlichten Videoansprache. Das solle noch vor dem zweiten Kriegsjahrestag am Samstag geschehen. «Denn diese Blockade an der Grenze gefährdet leider die Waffenlieferungen für unsere Jungs an der Front», sagte er.

Selenskyj richtete sich auch an den polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk und Polens Staatspräsidenten Andrzej Duda. «Und ich bitte dich, Donald, Herr Ministerpräsident, ebenso an die Grenze zu fahren. Andrzej, Herr Präsident, ich bitte dich ebenso, diesen Dialog zu unterstützen», appellierte er an die polnische Führung. Es gehe um die nationale Sicherheit der Ukraine. «Wir können das nicht hinauszögern», unterstrich Selenskyj. Er sei auch bereit, selbst an die Grenze zu fahren. Zugleich wandte der Präsident sich an die Europäische Kommission. Diese solle ebenfalls Vertreter zu dem gewünschten Treffen schicken.
epa11167920 A road sign is pictured as Polish farmers with their tractors take part in a protest between the towns of Zakrzewo and Dabrowa, on the Poznan-Lawica transport junction, in the Greater Pola ...
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Seit Tagen versuchen polnische Bauern, vor allem Lastkraftwagen mit ukrainischem Getreide an der polnisch-ukrainischen Grenze zu blockieren. Mehrere Tausend Lkw sollen sich an den Grenzübergängen stauen. Der Unmut der polnischen Landwirte richtet sich gegen die EU-Agrarpolitik, aber auch gegen die Einfuhr günstiger Agrarprodukte aus der Ukraine. Am Dienstag waren erstmals auch Busse und Güterzüge aus der Ukraine Ziel der Proteste gewesen.

Trotz wieder möglicher Seetransporte bleiben die Routen über Polen für die von Russland angegriffene Ukraine lebenswichtig – auch für den ohnehin stockenden Nachschub an Waffen und Munition. (sda/dpa)
17:53
Russischer Aussenminister Lawrow zu G20-Treffen in Rio eingetroffen
Der russische Aussenminister Sergej Lawrow ist am Mittwoch vor einem Treffen der G20-Minister in Rio de Janeiro mit seinem brasilianischen Amtskollegen Mauro Vieira zusammengekommen. Nach einer freundlichen Begrüssung sei über eine Reihe von bilateralen und internationalen Themen gesprochen worden, teilte das russische Aussenministerium mit.
Russian Foreign Minister Sergey Lavrov takes part in the presentation of a collection of archive documents republished to mark the tenth anniversary of Russia's annexation of Crimea from Ukraine, ...
Bild: keystone
Bei dem zweitägigen Aussenministertreffen der Gruppe der führenden und aufstrebenden Wirtschaftsmächte (G20) in der brasilianischen Küstenmetropole dürfte es kurz vor dem zweiten Jahrestag des russischen Einmarschs auch um den Ukraine-Krieg gehen. Vor seiner Reise nach Brasilien hatte Lawrow bereits die mit Russland verbündeten Länder Kuba und Venezuela besucht.

Brasilien setzt sich seit Langem für Friedensverhandlungen ein, um den russischen Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat angekündigt, er werde die G20-Präsidentschaft für weitere Friedensbemühungen nutzen. Ähnlich wie andere linke Staatschefs in Lateinamerika hat Lula den russischen Überfall auf die Ukraine zwar kritisiert, hält sich mit deutlichen Worten gegenüber Moskau aber zurück. Viele Länder in der Region sind vor allem wegen der wirtschaftlichen Folgen des Krieges auf die Weltwirtschaft und die Lieferketten besorgt. (sda/dpa)
15:58
Polens Regierung: Bauernproteste könnten von Moskau unterwandert sein
Polens Regierung hat vor einer möglichen russischen Unterwanderung der Bauernproteste im Land gewarnt.
Farmers driving in a heavy-duty tractor into the western city of Poznan as part of a nationwide farmer protest against European Union's agrarian policy and imports of cheap Ukraine produce, which ...
Bild: keystone
«Nach unserer Einschätzung sind die anti-ukrainischen Slogans, die während der jüngsten Bauernblockaden aufgetaucht sind, ein Versuch der Übernahme der Bewegung durch Gruppen von aussen, die möglicherweise vom russischen Geheimdienst beeinflusst werden», teilte das Aussenministerium in Warschau am Mittwoch mit. Man sehe mit grösster Besorgnis, dass bei den Protesten auch Plakate aufgetaucht seien, die Russlands Präsidenten Wladimir Putin und den von ihm geführten Krieg verherrlichten.

Die Proteste polnischer Bauern richten sich gegen die EU-Agrarpolitik, aber auch gegen die Einfuhr günstiger Agrarprodukte aus der Ukraine. Am Dienstag hatten die Landwirte landesweit Verkehrsknotenpunkte blockiert und am Grenzübergang Medyka Getreide aus ukrainischen Güterwaggons abgelassen.

Die Warnung der Regierung bezieht sich auf Bilder aus dem schlesischen Ort Gorzyczki, die von mehreren polnischen Medien veröffentlicht wurden. Die Aufnahmen zeigten einen Traktor mit einer sowjetischen Fahne und einem Plakat mit der Aufschrift: «Putin, räum' auf mit der Ukraine, mit Brüssel und mit unseren Regierenden.»

Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen den Landwirt wegen «Propaganda für Faschismus, Kommunismus oder eine andere autoritäre Herrschaftsform» und Aufruf zum Hass.

Polen ist politisch und militärisch einer der engsten Verbündeten der von Russland angegriffenen Ukraine. Das EU- und Nato-Land hat rund eine Million Schutzsuchende von dort aufgenommen. (sda/dpa)
15:44
Studie: Russland umgeht Sanktionen über Zentralasien, Türkei und China
Russland umgeht laut einer neuen Studie die westlichen Wirtschaftssanktionen über frühere Sowjetrepubliken, China und einen Nato-Staat: die Türkei.



Zu diesem Schluss kommen die Wirtschaftsforscher von Münchner Ifo-Institut und Econpol in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Grundlage der Auswertung ist eine Analyse der russischen Handelsströme. Demnach haben sich die russischen Importe bedeutender Wirtschaftsgüter und militärisch wichtiger Bauteile aus diesen Nachbarregionen in den vergangenen Jahren vervielfacht.

«Armenien, Kasachstan, Usbekistan, Kirgisistan und die Türkei haben im Jahr 2022 fünfzigmal mehr Güter nach Russland exportiert, die kritisch für die russische Wirtschaft oder wichtig für die Militärindustrie sind, als sie 2019 an allgemeinen Gütern in alle Zielländer exportiert haben», sagte Feodora Teti, die stellvertretende Leiterin des Ifo Zentrums für Aussenwirtschaft. «Dies deutet mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit auf Sanktionsumgehung hin.»

Die EU hat in zwei Listen festgelegt, welche wirtschaftlich bedeutenden Güter (economically critical goods) und militärisch wichtige Bauteile (common high priority items) nicht mehr nach Russland exportiert werden dürfen. Die erste Liste umfasst unter anderem Maschinen, Motoren, Kräne, Schaufellader oder Betonmischer, um nur einige Beispiele zu nennen.

Mit der zweiten Liste sanktioniert die EU den Export elektronischer, elektrischer und mechanischer Bauteile, die die russische Rüstungsindustrie etwa für den Bau von Raketen oder Kampfhubschraubern benötigt. Darunter fallen beispielsweise Halbleiter, Speicherchips, Navigationstechnologie, aber auch elektrische Stecker, Kugellager und optische Bauteile.

So importiert Russland laut Studie mittlerweile viele Halbleiter aus Hongkong. In Zentralasien spielt den Autoren zufolge Kasachstan die Hauptrolle bei der Umgehung der Sanktionen. Exorbitant angestiegen sind demnach seit 2022 unter anderem die russischen Einfuhren von Datenverarbeitungsgeräten aus Kasachstan.

Politisch brisant ist vor allem die Einschätzung der Autoren, dass die Türkei bei der Umgehung der Sanktionen eine Rolle spielt. Über den Nato-Staat laufen demnach hauptsächlich Exporte von Gütern der ersten Liste, darunter mechanische und elektrische Maschinen. (sda/dpa)
15:25
EU verhängt zu Jahrestag von Kriegsbeginn neue Russland-Sanktionen
Vertreter der 27 Mitgliedstaaten verständigten sich am Mittwoch in Brüssel auf eine erhebliche Erweiterung der Liste mit Personen und Einrichtungen, deren in der EU vorhandene Vermögenswerte eingefroren werden müssen. Zudem sollen auch weitere Unternehmen sanktioniert werden, die zur militärischen und technologischen Stärkung Russlands oder zur Entwicklung seines Verteidigungs- und Sicherheitssektors beitragen. An sie dürfen aus der EU dann keine militärisch nutzbaren Güter und Technologien mehr verkauft werden.
FILE - European Union flags wave in the wind as pedestrians walk by EU headquarters in Brussels, on Sept. 20, 2023. The European Union said Monday Dec. 18, 2023 that it has imposed fresh sanctions on  ...
Bild: keystone
Zuletzt hatte die EU mit diesem Instrument beispielsweise auch Unternehmen ins Visier genommen, die in Hongkong, Usbekistan, dem Iran und in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässig sind und die an der Umgehung von EU-Strafmassnahmen beteiligt sein sollen. Die neuen Massnahmen sollen unter anderem auch Firmen mit Sitz in der Türkei, Serbien, Indien und China. Zudem sind auch weitere Ausfuhrbeschränkungen für Güter vorgesehen, die von Russland zur Produktion von Drohnen verwendet werden könnten.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilte mit, sie begrüsse die Einigung auf das mittlerweile 13. Sanktionspaket gegen Russland. Ziel sei es, die Kriegsmaschinerie von Präsident Wladimir Putin weiter zu degradieren. Mit Strafmassnahmen gegen mittlerweile rund 2000 Personen und Organisationen halte man den Druck auf den Kreml hoch. Zudem schränke man Russlands Zugang zu Drohnen weiter ein.

Die Einigung der Vertreter der Mitgliedsstaaten muss nun noch in einem schriftlichen Verfahren formalisiert werden, wie die belgische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte. Danach soll die Liste mit den zusätzlich betroffenen Personen und Unternehmen bis zum Jahrestag des Kriegsbeginns an diesem Samstag im EU-Amtsblatt veröffentlicht werden. Das Sanktionspaket gilt vor allem als Symbol zum Jahrestag, weil es keine neuen weitreichenden Wirtschaftssanktionen enthält.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur werden die neuen Massnahmen insgesamt etwa 200 Personen, Unternehmen und Organisationen treffen. Gelistete Personen sind nicht nur von Vermögenssperren betroffen. Mit ihnen dürfen auch keine Geschäfte mehr gemacht werden und sie dürfen auch nicht mehr in die EU einreisen. Dies soll bis zum Jahrestag an diesem Samstag geschehen.

Das bislang letzte EU-Sanktionspaket gegen Russland umfasste unter anderem das Verbot, Diamanten und Diamantschmuck aus Russland in die Europäische Union einzuführen. Schon länger gibt es unter anderem ein weitreichendes Einfuhrverbot für Rohöl, Kohle, Stahl, Gold und Luxusgüter sowie Strafmassnahmen gegen Banken und Finanzinstitute.

EU-Beamte in Brüssel verweisen zudem darauf, dass erst kürzlich die Abschöpfung von Erträgen aus der Verwahrung eingefrorener russischer Zentralbank-Gelder für die Ukraine beschlossen wurde. Das vereinbarte Verfahren sieht vor, in einem ersten Schritt dafür zu sorgen, dass die ausserordentlichen Erträge aus der Verwahrung von Vermögen der russischen Zentralbank gesondert aufbewahrt werden.

In einem zweiten Schritt ist dann geplant, einen Teil der Gelder an die Ukraine weiterzuleiten. Dafür müssen allerdings noch weitere Rechtstexte ausgearbeitet werden.

Schätzungen zufolge könnte jährlich eine Summe in Milliardenhöhe anfallen, da in der EU nach Kommissionsangaben mehr als 210 Milliarden Euro der russischen Zentralbank eingefroren wurden und die Erträge aus der Verwahrung des Kapitals laufend steigen. (sda/dpa)
7:45
Putin dementiert russische Atompläne im Weltall
Russlands Präsident Wladimir Putin dementierte Anschuldigungen aus den USA zu angeblichen Plänen für den Einsatz von Atomwaffen im Weltraum. «Unsere Position ist klar und deutlich: Wir waren immer kategorisch gegen die Stationierung von Atomwaffen im Weltall und sind es auch jetzt», sagte der Kremlchef der Nachrichtenagentur Interfax zufolge bei einem Treffen mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu.

US-Medien hatte in der vergangenen Woche über atomare Ambitionen Russlands im All spekuliert. Das neue nukleare Potenzial solle sich gegen Satelliten im All richten und könne damit eine Bedrohung für die nationale wie die internationale Sicherheit darstellen, hiess es. Die US-Regierung erklärte daraufhin, Russland entwickle militärische Fähigkeiten zum Einsatz gegen Satelliten im Weltall. Zur spezifischen Art dieser Bedrohung wurden keine Angaben gemacht.

Putin gratulierte Schoigu zudem zur Eroberung der ostukrainischen Stadt Awdijiwka vor einigen Tagen. Er forderte den Minister auf, den Erfolg auszubauen und weitere Gebiete zu besetzen. (sda/dpa)
FILE - In this photo released by Sputnik news agency on Friday, Feb. 9, 2024, Russian President Vladimir Putin gestures while speaking during an interview with former Fox News host Tucker Carlson at t ...
Bild: keystone
5:15
Baerbock an Putin: Die Welt wird nicht vergessen
Die deutsche Aussenministerin Annalena Baerbock hat vor einem Treffen der Gruppe der führenden und aufstrebenden Wirtschaftsmächte (G20) an die Verantwortung von Russlands Präsident Wladimir Putin für die weltweiten Folgen des Angriffskriegs auf die Ukraine erinnert. «Wenn Putin glaubt, dass die Welt nach zwei Jahren irgendwann vergessen würde, wer für den Krieg in der Ukraine und seine dramatischen globalen Folgen die Verantwortung trägt, hat er sich geirrt», erklärte die Grünen-Politikerin am Dienstag vor dem Abflug zu Beratungen der G20-Aussenminister im brasilianischen Rio de Janeiro.
Germany's Foreign Minister Annalena Baerbock speaks with the media as she arrives for a meeting of EU foreign ministers at the European Council building in Brussels, Monday, Feb. 19, 2024. Europe ...
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«Wir werden die Grundprinzipien der Vereinten Nationen niemals aufgeben und stehen fest an der Seite der Ukraine – so lange wie nötig und bis ihre Menschen wieder in Frieden und Freiheit leben können», ergänzte Baerbock.

Kurz vor dem zweiten Jahrestag des russischen Einmarschs in die Ukraine am 24. Februar sollen bei dem G20-Treffen die Ukraine, der Gaza-Krieg sowie der drohende Flächenbrand im Nahen Osten eine wichtige Rolle spielen. Der G20-Gruppe gehören neben Deutschland, Frankreich und den USA unter anderem auch Russland und China an. Die G20 steht für etwa 80 Prozent der weltweiten Wirtschaftskraft und 60 Prozent der Weltbevölkerung. Brasilien hat aktuell den Vorsitz.

Aus Russland wird Aussenminister Sergej Lawrow in Rio erwartet.

Baerbock betonte vor dem Treffen: «Der Ruchlosigkeit von Akteuren wie der russischen Regierung, denen es nur um das Recht des Stärkeren geht, setzen wir unsere Menschlichkeit und unseren Einsatz für das internationale Recht entgegen.» Die ganze Welt habe etwas davon, «wenn sich alle an die Regeln halten, die wir gemeinsam vereinbart haben». An diesem Freitag will Baerbock bei den Vereinten Nationen in New York in der UN-Vollversammlung und im Weltsicherheitsrat zu dem Jahrestag des Angriffs Reden halten. (sda/dpa)
0:32
Bericht: Westliche Bauteile in russischen Raketen aus Nordkorea verbaut
An Russland gelieferte Raketen aus Nordkorea sind einem Bericht zufolge mit etlichen Bauteilen aus westlichen Ländern konstruiert worden. Das ergab die Analyse der Trümmer einer in der ukrainischen Stadt Charkiw niedergegangenen ballistischen Rakete aus nordkoreanischer Produktion, wie die Organisation Conflict Armament Research mitteilte.



Demnach waren in der Rakete 290 elektronische Teile verbaut, die nicht aus dem ostasiatischen Land stammen. Viele davon konnten demzufolge Firmen mit Hauptsitz in den USA, aber auch der Schweiz, Deutschland und anderen Ländern zugeordnet werden.

Ein grosser Anteil der Komponenten sei zudem mit einem Datum versehen gewesen und in den vergangenen drei Jahren produziert worden, hiess es weiter. Das könne bedeuten, dass die Waffe erst nach dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 nach Russland gelangt sei. Das zeige, dass es Nordkorea gelinge, die UN-Sanktionen gegen das Land für Komponenten von ballistischen Raketen zu umgehen, so der Bericht weiter.

Gleichzeitig sei es aber auch ein Hinweis darauf, wie sehr das Land auf Importe aus dem Ausland angewiesen sei. Es geht dem Bericht zufolge vor allem um Teile, die im Navigationssystem der Raketen verbaut waren. Neben den USA, der Schweiz und Deutschland seien auch Teile aus Singapur, Japan, China, den Niederlanden und Taiwan gefunden worden.

Die Organisation Conflict Armament Research mit Sitz in London, deren Arbeit teilweise von der EU finanziert wird, untersucht Waffensysteme in Kriegsgebieten auf die Lieferketten, mit deren Hilfe sie hergestellt wurden. (sda/dpa)
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Das grösste Nato-Manöver seit dem Kalten Krieg
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Das grösste Nato-Manöver seit dem Kalten Krieg
50'000 Teilnehmer aus über 30 Nationen werden bis 23. November 2018 an der NATO-geführten Militärübung in Norwegen erwartet. Soldaten proben hier unter schwierigen Bedingungen den Ernstfall. Im Bild ein Luftkissen-Boot der Assault Craft Unit 4 (ACU 4) am 1. November 2018.
quelle: epa/us navy / petty officer 2nd class lyle wil / handout
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«Überlassen die Leichen den Hunden» – BBC-Reportage zeigt prekäre Situation in Charkiw
Video: watson
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749 Kommentare
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dmark
09.04.2022 12:32registriert Juli 2016
Ich hoffe mal, dass nun einige Marder, Geparde und Leos, incl. entsprechender Anzahl an Munition auf ukrainisches Gebiet gebracht werden... Diese Systeme sind funktionell und recht wehrhaft.
Auch habe ich vernommen, dass wohl einige Ukrainer, seitens der US-Streitkräfte an sog. Kamikaze-Drohnen ausgebildet werden/wurden... hoffe das sind keine Gerüchte.
Ein weiteres Ziel sollte auch maritimes Material sein.
Alles, was die Russen aufhalten und schwächen kann muss da nun geliefert werden.
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John Galt
17.04.2022 10:30registriert November 2014
Würde ich, als Ukrainischer Soldat in Mariupol, den russischen Zusicherungen glauben, dass sie die Genfer Konventionen einhalten, wenn ich mich ergebe?
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Liebu
17.04.2022 18:25registriert Oktober 2020
Zuvor hatte Moskau ein Ultimatum gestellt und den Soldaten im Fall einer Kapitulation zugesichert, sie würden am Leben bleiben.

Genau so, wie sie die Ukraine nicht angreifen, Zivilisten verschonen usw. Aber ja, diesmal halten sie sich an die Versprechen. Klar.
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Pakistan steht vor Regierungsbildung mit Sharif als Ministerpräsident

Knapp zwei Wochen nach dem überraschenden Wahlausgang steht Pakistan vor der möglichen Bildung einer Koalitionsregierung mit dem früheren Ministerpräsidenten Shehbaz Sharif an der Spitze. Die Muslimliga PML-N der Polit-Dynastie Sharif und die Volkspartei PPP um Ex-Aussenminister Bilawal Bhutto Zardari haben nach eigenen Angaben ausreichend Stimmen für eine Regierungsbildung zusammen. Das gaben die beiden Parteien bei einer Pressekonferenz am späten Dienstagabend Ortszeit bekannt. Die PML-N stelle den künftigen Premierminister. «Shehbaz Sharif wird der Kandidat für das Amt des Premierministers sein», teilte Zardari mit. Mehrere kleine Parteien und unabhängige Kandidaten hatten angekündigt, die Koalition unterstützen zu wollen.

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