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Moody's stellt Zahlungsausfall Russlands fest – Kreml-Sprecher: «Nicht unser Problem»

Die neuesten Entwicklungen im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine im Überblick.
28.06.2022, 04:57
  • Die Gefechte in der Ukraine konzentrieren sich auf den Osten und den Süden des Landes. Vereinzelt bombardiert die russische Armee auch Ziele in anderen Landesteilen.
  • Im Osten verzeichnen die russischen Angreifer in der Oblast Luhansk Erfolge. Im Süden versuchen die ukrainischen Streitkräfte, sich der Stadt Cherson zu nähern.
  • Die Waffenlieferungen der westlichen Staaten in die Ukraine halten an.
  • Innerhalb der Ukraine sind 7,1 Millionen Menschen auf der Flucht. 8 Millionen Menschen aus der Ukraine sind nach UNO-Angaben ins Ausland geflüchtet.
  • In der Schweiz wurden bislang über 57'000 geflüchtete Menschen aus der Ukraine registriert.
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10:19
G7-Staaten wollen an Preisdeckel für russisches Öl arbeiten
Deutschland und die anderen G7-Staaten wollen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Mechanismen für einen Preisdeckel für russisches Öl prüfen. Die zuständigen Minister sollten entsprechend angewiesen werden, bestätigten mehrere Diplomaten am Dienstag kurz vor dem Abschluss des G7-Gipfels im bayerischen Elmau. (sda/dpa)
9:44
Gouverneur: Noch 36 Vermisste nach Angriff auf Einkaufszentrum
epa10037750 Firefighters clean the rubble of the destroyed Amstor shopping mall in Kremenchuk, Poltava Oblast, Ukraine, 28 June 2022. At least eighteen people died and at least 58 others were injured following Russian airstrikes on the crowded shopping mall, the State Emergency Service (SES) of Ukraine said in a Telegram post. The one-story building of a shopping center was hit by Russian rockets in the afternoon.  EPA/OLEG PETRASYUK
Bild: keystone
Nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ukraine mit mindestens 18 Toten dauert die Suche nach möglichen weiteren Opfern an.

36 Menschen galten am Dienstagmorgen noch als vermisst, wie der Gouverneur des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin, im Nachrichtendienst Telegram schrieb. Hunderte Einsatzkräfte seien vor Ort. Lunin veröffentlichte zudem Bilder, die zeigen, wie schwere Metallplatten von einem Kran angehoben werden.

Bei dem Angriff am Montag wurden laut ukrainischen Angaben mindestens 18 Menschen getötet. Die Ukraine machte Russland dafür verantwortlich. Das lässt sich nicht überprüfen. Die Attacke wurde international scharf verurteilt.

Die Rakete war am Nachmittag in das Gebäude eingeschlagen. Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte zufolge sollen bei dem Angriff Luft-Boden-Raketen des Typs X-22 eingesetzt worden sein. Diese seien von Tu-22-Langstreckenbombern aus dem russischen Gebiet Kursk abgefeuert worden, hiess es.

Vor dem Angriff war Luftalarm ausgelöst worden. Innenminister Denys Monastyrskyj ging davon aus, dass sich trotz Alarms noch 200 bis 1000 Menschen in dem Einkaufszentrum aufgehalten hätten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zunächst gesagt, dass mehr als 1000 Menschen in den Gebäude waren. (sda/dpa)
7:42
Russische Bürgerrechtler: Oppositionspolitiker Jaschin festgenommen
In der russischen Hauptstadt Moskau ist der prominente liberale Politiker Ilja Jaschin nach Angaben von Bürgerrechtlern festgenommen worden. Er sei auf eine Polizeistation gebracht worden, teilte das Bürgerrechtsportal Owd-Info in der Nacht zum Dienstag mit. Sein Anwalt habe zunächst keinen Zugang zu dem Oppositionspolitiker bekommen. Der 38-Jährige soll Forderungen eines Polizeibeamten nicht nachgekommen sein, wie Owd-Info die Journalistin Irina Bablojan zitierte, die mit Jaschin vor der Festnahme spazieren war. Im Frühjahr war gegen ihn laut Medienberichten wegen angeblicher Verunglimpfung der russischen Armee während Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine ermittelt worden. (sda/dpa)
Ilya Yashin, Russian opposition activist and a municipal deputy of the Krasnoselsky district of Moscow, gestures speaking during a session in a courtroom in Moscow, Russia, Wednesday, May 25, 2022. Yashin, a municipal council member in one of Moscow's districts, has been fined for actions discrediting the Russian military operation in Ukraine. (AP Photo/Alexander Zemlianichenko)
Ilya Yashin
Bild: keystone
4:12
Moody's stellt Zahlungsausfall Russlands fest
Die Ratingagentur Moody's hat wegen nicht fristgemäss beglichener Schulden bei internationalen Investoren einen Zahlungsausfall Russlands festgestellt. Konkret gehe es um Zinszahlungen zweier Staatsanleihen, die auch nach Ablauf einer Verzugsfrist von 30 Tagen nicht bei Gläubigern angekommen seien, teilte das US-Unternehmen am Montag (Ortszeit) in New York mit.

Russlands letzter Zahlungsausfall bei Auslandsschulden liegt über Hundert Jahre zurück. Das letzte Mal, dass das Land seine Rechnungen bei internationalen Gläubigern nicht beglich, war 1918 nach der bolschewistischen Revolution.

Um eine Pleite im eigentlichen Sinne handelt es sich diesmal nicht. Russlands Staatskassen sind gut gefüllt. Doch wegen der westlichen Sanktionen aufgrund des Kriegs gegen die Ukraine hat der Kreml Probleme, Schulden im Ausland zu begleichen. «Dass unsere Zahlungen wegen Sanktionen blockiert sind, ist nicht unser Problem», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag laut Agentur Interfax.

Angesichts der bekannten Probleme aufgrund der Sanktionen kommt der Zahlungsausfall wenig überraschend. An den Finanzmärkten galt das Risiko schon seit Monaten als fest einkalkuliert und überschaubar. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, bezeichnete das Engagement internationaler Banken in Russland bereits im März als definitiv nicht systemrelevant. (sda/dpa)
Die Ratingagentur Moody's hat Deutschland weiterhin ein Top-Rating bescheinigt - trotz Coronavirus-Krise. (Archivbild)
Bild: sda
3:33
Raketenangriff in Ostukraine: Acht Tote in Schlange für Trinkwasser
In einer Schlange vor einem Tankwagen mit Trinkwasser in der ukrainischen Stadt Lyssytschansk sind bei einem russischen Raketenangriff nach Behördenangaben acht Menschen getötet worden. Weitere 21 wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebiets Luhansk, Serhij Hajdaj, am Montag beim Nachrichtendienst Telegram schrieb. Lyssytschank ist die letzte grosse Stadt in der Region, die noch unter ukrainischen Kontrolle ist, nachdem das russische Militär das benachbarte Sjewjerodonezk eroberte.

In der Stadt Charkiw wurden nach Angaben der regionalen ukrainischen Befehlshabers Oleg Sinegubow bei russischem Beschuss 5 Zivilisten getötet und 22 weitere verletzt. Unter den Verletzten seien fünf Kinder, schrieb Sinegubow bei Telegram. (sda/dpa)
3:05
Selenskyj bekräftigt Forderung nach Luftabwehr-Technik
Nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ostukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj den Westen mit Nachdruck um moderne Luftabwehr-Systeme ersucht. Die Ukraine habe schon vor dem Krieg und direkt nach der russischen Invasion darum gebeten, betonte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache in der Nacht zum Dienstag. «Die Leute im Einkaufszentrum in Krementschuk verdienten die gleiche Sicherheit wie Leute in jedem Einkaufszentrum der Welt, ob irgendwo in Philadelphia oder Tel Aviv, oder in einer Einkaufspassage in Dresden.»

Bei der Attacke wurden nach ukrainischen Angaben mindestens 15 Menschen getötet und rund 60 weitere zum Teil schwer verletzt. Die Ukraine macht Russland verantwortlich. Der Angriff wurde international scharf verurteilt. So sprachen die Teilnehmer des G7-Gipfels im bayerischen Elmau in ihrer Erklärung von Kriegsverbrechen und drohten Kremlchef Wladimir Putin mit Konsequenzen.

Selenskyj bezeichnete Russland nach dem Angriff als «grösste Terrororganisation der Welt». Das müsse auch rechtlich festgestellt werden. «Und jeder auf der Welt muss wissen, dass es bedeutet, Terroristen Geld zu geben, wenn man russisches Öl kauft oder transportiert, Kontakte mit russischen Banken unterhält oder dem russischen Staat Steuern oder Zollabgaben zahlt», sagte Selenskyj. (sda/dpa)
Ukraine President Volodymyr Zelenskyy attends a press conference in Kyiv, Thursday, June 16, 2022. The leaders of four European Union nations visited Ukraine on Thursday, vowing to back Kyiv's bid to become an official candidate to join the bloc in a high-profile show of support for the country fending off a Russian invasion. (Ludovic Marin, Pool via AP)
Bild: keystone
23:04
Baykar spendet weitere Drohnen
Der türkische Drohnenhersteller Baykar spendet der Ukraine drei ihrer berüchtigten Bayraktar-Drohnen. Nachdem der ukrainische Comedian und Politiker Serhiy Prytula zu einem Crowdfunding aufgerufen hatte, kamen innert kürzester Zeit 20 Millionen US-Dollar zusammen. Die Drohnen-Firma will das Geld jedoch nicht annehmen, spendet stattdessen drei Drohnen - unter der Bedingung, dass das gesammelte Geld der ukrainischen Bevölkerung zu Gute kommt.
18:28
Scholz: Im Verhältnis zu Russland kann es kein Zurück geben
Bundeskanzler Olaf Scholz erwartet wegen des russischen Kriegs gegen die Ukraine lang anhaltende und tiefe Einschnitte in den internationalen Beziehungen. Russland habe alle Vereinbarungen über die Zusammenarbeit von Staaten gebrochen, betonte der SPD-Politiker am Montag nach Beratungen der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Die G7 seien sich einig, dass das die Beziehungen lange prägen werde. «Im Verhältnis zu Russland kann es kein Zurück geben in die Zeit vor dem russischen Überfall auf die Ukraine», sagte Scholz beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern.

Alle G7-Staaten seien bereit, die notwendigen Entscheidungen zu treffen. Die Veränderung könne jedoch am besten gemeistert werden, wenn man eng und vertrauensvoll zusammenarbeite. Selenskyj habe die Lage in der Ukraine eindringlich geschildert, sagte Scholz. Zugleich habe er sich dankbar gezeigt für die internationale Unterstützung, die noch lange nötig sein werde. «Wir alle werden die Ukraine in ihrer Verteidigung gegen Russland weiterhin unterstützen», sagte Scholz zu. (sda/dpa)
epa10036320 German Chancellor Olaf Scholz greets guests attending the outreach program on the second day of the three-day G7 summit at Elmau Castle, in Kruen, Germany, 27 June 2022. Germany is hosting the G7 summit at Elmau Castle near Garmisch-Partenkirchen from 26 to 28 June 2022.  EPA/Thomas Lohnes / POOL
Bild: keystone
17:16
Einkaufszentrum in Ukraine nach Raketenangriff in Flammen
Nach einem Raketenangriff ist ein belebtes Einkaufszentrum in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk in Brand geraten.

«Die Besatzer haben mit Raketen auf ein Einkaufszentrum geschossen, in dem mehr als Tausend Zivilisten waren», schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag beim Nachrichtendienst Telegram. Die Feuerwehr sei im Einsatz.

In einem Video, das Selenskyj verbreitete, war das brennende Gebäude mit dicken dunklen Rauchwolken zu sehen. Dem stellvertretenden Leiter des Präsidentenbüros, Kyrylo Tymoschenko, zufolge sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere 20 seien verletzt worden.

«Der Raketenangriff auf das Einkaufszentrum mit Menschen in Krementschuk ist ein weiteres Kriegsverbrechen der Russen», schrieb der Gouverneur des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin. Die Zahl der Opfer war zunächst unbekannt. In unmittelbarer Nähe des Einkaufszentrums befindet sich eine Fabrik für Strassenbaumaschinen.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Monaten gegen eine russische Invasion. Die Vereinten Nationen haben bisher über 4700 zivile Todesopfer erfasst, geht aber wie die Regierung in Kiew von weitaus höheren Opferzahlen aus. (sda/dpa)
16:33
Kreml: Putin will an G20-Gipfel im Herbst teilnehmen
Russian President Vladimir Putin reads a paper as he waits Belarusian President Alexander Lukashenko for the talk in St. Petersburg, Russia, Saturday, June 25, 2022. (Maxim Blinov, Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP)
Bild: keystone
Russlands Präsident Wladimir Putin will am G20-Gipfel im Herbst in Indonesien teilnehmen. «Ja, wir haben bestätigt, dass unsere Teilnahme vorgesehen ist», sagte Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow am Montag der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge.

Unklar blieb, ob der Kremlchef persönlich anreisen will oder per Video zugeschaltet sein wird. «Ich weiss es nicht. Sie haben dazu eingeladen, persönlich teilzunehmen, aber es ist noch viel Zeit. Ich hoffe, dass die Pandemie es erlauben wird, dieses wichtige Forum persönlich abzuhalten», sagte Uschakow.

Unter Verweis auf die Corona-Pandemie nahm Putin in den vergangenen Monaten an vielen Veranstaltungen nur im Online-Format teil. An diesem Dienstag wird er seine erste öffentlich bekannte Auslandsreise seit Kriegsbeginn in der Ukraine vor rund vier Monaten nach Tadschikistan in Zentralasien unternehmen.
15:58
Moskau: Mehr als 40 ukrainische Soldaten bei Angriff getötet
Russische Truppen haben bei Angriffen auf die Region Mykolajiw im Südosten der Ukraine nach eigenen Angaben mehr als 40 ukrainische Soldaten getötet.

In der Nähe des Dorfes Wyssunsk sei am Sonntag zudem Militärtechnik zerstört worden, teilte das russische Verteidigungsministerium am Montag in Moskau mit. Zudem seien in mehreren Gebieten insgesamt 24 Kommandoposten zerstört worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Moskau bestätigte unterdessen auch Raketenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew vom Sonntag - bestritt aber, ein Wohnhaus getroffen zu haben. Der Angriff habe der Rüstungsfabrik Artem gegolten. Die Ukraine habe vermutlich Luftabwehrraketen eingesetzt, wovon eine dann wohl in ein Wohnhaus gestürzt sei, hiess es aus Moskau. Die ukrainische Seite wiederum hatte russische Raketen verantwortlich gemacht und von mehreren verletzten Hausbewohnern sowie einem Toten gesprochen.

Russland führt seit mehr als vier Monaten Krieg gegen die Ukraine. Mittlerweile konzentrieren sich die russischen Streitkräfte auf Kämpfe im Osten des Nachbarlandes. Der Angriff auf Kiew am Sonntag war der erste seit drei Wochen. (sda/dpa)
13:53
G7 besorgt über Lieferung atomwaffenfähiger Raketen an Belarus
This photo taken from video provided by the Russian Defense Ministry Press Service on Saturday, Feb. 19, 2022, shows a Russian Iskander-K missile launched during a military exercise at a training ground in Russia. The Russian military on Friday announced massive drills of its strategic nuclear forces. Russian President Vladimir Putin will personally oversee Saturday's exercise, which will involve multiple practice launches of intercontinental ballistic missiles and cruise missiles, the Defense Ministry said. (Russian Defense Ministry Press Service via AP)
Bild: keystone
Die G7-Staats- und Regierungschefs haben sich besorgt über die von Russland angekündigte Lieferung atomwaffenfähiger Raketen an Belarus gezeigt.

In einem gemeinsamen Statement, das am Montag auf dem G7-Gipfel im bayerischen Elmau veröffentlicht wurde, heisst es, man sei angesichts dieser Ankündigung ernsthaft besorgt.

Russland will Boden-Raketen vom Typ Iskander nach Belarus verlegen, die auch mit atomwaffenfähigen Raketen bestückt werden können. Das versprach Präsident Wladimir Putin dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko. Die Verlegung werde in den nächsten Monaten erfolgen, sagte Putin der Staatsagentur Tass zufolge am Samstag bei einem Treffen mit Lukaschenko in St. Petersburg. Belarus ist ein enger Verbündeter Russlands. (sda/dpa)
13:41
Selenskyj hofft bei G7-Schalte auf Kriegsende in diesem Jahr
epa10019920 A handout photo made available by the Ukrainian Presidential Press Service shows Ukrainian President Volodymyr Zelensky during a working visit to the Black Sea port city of Mykolaiv, southern Ukraine, 18 June 2022. During his visit to the Mykolaiv region, President Zelenskyy held a meeting concerning the current situation in the region, the presidential office said in a statement. He met with representatives of the regional military command to discuss the situation on the 'war zone on land and in the Black Sea.'  EPA/UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SERVICE HANDOUT -- MANDATORY CREDIT: UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SERVICE -- HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft auf ein Ende des Kriegs mit Russland noch in diesem Jahr. Beim G7-Gipfel verwies er Teilnehmerkreisen zufolge auf die Härte des Winters, die Gefechte erschwere.

Zum Jahresende hin würden etwa Positionen gefrieren. Selenskyj war am Montag zu einer Arbeitssitzung der Staats- und Regierungschefs der G7-Länder auf Schloss Elmau in Bayern zugeschaltet worden. Der Präsident bedankte sich dabei auch für die Entscheidung, der Ukraine den Kandidatenstatus für den EU-Beitritt zu erteilen, wie es aus Teilnehmerkreisen hiess.

Laut einer Mitteilung von Selenskyjs Büro im Nachrichtendienst Telegram bedankte sich der Präsident bei der Videoschalte auch für die finanzielle und militärische Unterstützung der G7. «Die Ukraine hat die Unterstützung der Staaten der »grossen Sieben« gespürt», sagte er demnach. Für Kiew sei eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland wichtig. Hervorgehoben wurde die diskutierte Deckelung des Preises für exportiertes russisches Erdöl.

Der Gipfel der sieben wichtigen demokratischen Industriestaaten hatte am Sonntagmittag begonnen und dauert noch bis Dienstag. Zur G7 gehören neben Deutschland und den USA auch Kanada, Grossbritannien, Frankreich, Italien und Japan. Zudem nehmen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel am Gipfel teil. (sda/dpa)
13:15
Nato will Zahl der schnellen Eingreifkräfte drastisch erhöhen
FILE - NATO Secretary General Jens Stoltenberg speaks during a media conference after a meeting of NATO defense ministers at NATO headquarters in Brussels, Thursday, June 16, 2022. Three back-to-back summits over the next week will test Western resolve to support Ukraine and the extent of international unity as rising geopolitical tensions and economic pain cast an increasingly long shadow. (AP Photo/Olivier Matthys, File)
Bild: keystone
Die Nato will die Zahl ihrer schnellen Eingreifkräfte auf mehr als 300 000 erhöhen. Das kündigte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag vor dem Gipfeltreffen der 30 Mitgliedstaaten in Madrid an.

Bislang umfasst die Nato-Eingreiftruppe NRF rund 40 000 Soldatinnen und Soldaten. Der geplante Umbau der NRF ist Teil eines neuen Streitkräfte-Modells für das gesamte Bündnisgebiet. Dieses sieht mehr Kräfte in hoher Bereitschaft vor. Zudem sollen Kräfte auch bestimmten Gebieten zugeordnet werden. Damit könnten deutsche Soldaten etwa fest dafür eingeplant werden, litauische Truppen im Fall eines russischen Angriffs zu unterstützen.

Die Truppen sollen in Friedenszeiten in der Regel unter nationalem Kommando stehen, könnten dann aber im Ernstfall vom Oberbefehlshaber der Nato-Streitkräfte in Europa (Saceur) angefordert werden. Für die Truppen würden zudem feste Zeiten für die Einsatzbereitschaft vorgegeben. Im Gespräch ist, dass manche Einheiten innerhalb von höchstens 10 Tagen verlegebereit sein müssten, andere in 30 oder 50 Tagen.

Details für den Ernstfall sollen in neuen regionalen Verteidigungsplänen festgelegt werden, die im kommenden Jahr fertig sein sollen. (sda/dpa)
13:06
USA wollen Ukraine Raketenabwehrsystem Nasams liefern
Die US-Regierung will der Ukraine einem Medienbericht zufolge ein modernes Boden-Luft-Raketenabwehrsystem zukommen lassen. Der Sender CNN berichtete am Montag, die USA wollten noch in dieser Woche bekanntgeben, dass sie das System mit der Bezeichnung Nasams der Rüstungskonzerne Kongsberg (Norwegen) und Raytheon (USA) für die Ukraine gekauft hätten. Ukrainische Regierungsvertreter hätten um die Waffe gebeten, weil sie Ziele in einer Entfernung von mehr als 100 Meilen (rund 160 Kilometer) treffen könne.

Vermutlich würden die USA in dieser Woche noch weitere militärische Unterstützung ankündigen, darunter zusätzliche Artilleriemunition und Radargeräte.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert immer wieder die Lieferung von Raketenabwehrsystemen. Allein am Samstag habe Russland 62 Raketen auf die Ukraine abgefeuert, sagte er in seiner Videoansprache am Sonntagabend. Jede Verzögerung von Waffenlieferungen an die Ukraine sei eine Einladung an Russland, weiter zuzuschlagen.

Der Kreml in Moskau reagierte verhalten auf den CNN-Bericht. Noch gebe es dazu keine Mitteilung aus den USA, sagte Sprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Russland ergreife ständig Massnahmen zum Schutz seiner Interessen. (sda/dpa)
10:33
Weizenpreis fällt auf tiefsten Stand seit vier Monaten
epa10030716 Ukrainian farmers load grain of barley and wheat at a magazine after harvest in Odesa area, Southern Ukraine, 23 June 2022. The Food and Agriculture Organization (FAO) of the United Nations said in its 10 June note assessing the risks emanating from the conflict in Ukraine that 'the current war raises concerns over whether crops will be harvested. It has already led to the closures of ports and oilseed crushing operations, affecting products intended for the export markets. These are taking a toll on the country's exports of grains and vegetable oils. On 24 February Russian troops entered Ukrainian territory starting a conflict that has provoked destruction and a humanitarian crisis.  EPA/STR
Bild: keystone
Der Preis für Weizen ist in der Nacht zu Montag auf den tiefsten Stand seit vier Monaten gefallen. Zeitweise wurde ein Scheffel (etwa 27 Kilogramm) an der Börse in Singapur für 9,26 US-Dollar gehandelt.

So niedrig war der Weizenpreis zuletzt Ende Februar, als Russland den Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine begonnen hat. Marktbeobachter verwiesen zur Begründung für den aktuellen Preisrückgang auf Meldungen aus Ägypten. Demnach plant das Land, die Weizenimporte zu senken.

Nach Angaben eines ägyptischen Regierungsvertreters will das Land den Import von Weizen um 500 000 Tonnen pro Jahr senken. Das nordafrikanische Land ist ein wichtiger Importeur für Weizen aus der Kriegsregion. Durch die Folgen des Krieges sind Lieferungen ausgeblieben und es kam zu einem starken Anstieg der Weltmarktpreise. Im Mai wurde ein Scheffel Weizen zeitweise für bis zu 12,85 Dollar gehandelt.

Russland und die Ukraine zählen zu den wichtigsten Anbauländern von Weizen weltweit. Beide Länder haben vor dem Krieg zusammen etwa ein Viertel des weltweiten Weizenhandels abgedeckt. (awp/sda/dpa)
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Das grösste Nato-Manöver seit dem Kalten Krieg

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Das grösste Nato-Manöver seit dem Kalten Krieg
quelle: epa/us navy / petty officer 2nd class lyle wil / handout
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«Überlassen die Leichen den Hunden» – BBC-Reportage zeigt prekäre Situation in Charkiw

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