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Liveticker

Lukaschenko droht dem Westen: «Nehmen eure Hauptstädte ins Visier»

Die neuesten Entwicklungen im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine im Überblick.
02.07.2022, 12:5202.07.2022, 22:15
  • Die Gefechte in der Ukraine konzentrieren sich auf den Osten und den Süden des Landes. Vereinzelt bombardiert die russische Armee auch Ziele in anderen Landesteilen.
  • Im Osten verzeichnen die russischen Angreifer in der Oblast Luhansk Erfolge. Im Süden versuchen die ukrainischen Streitkräfte, sich der Stadt Cherson zu nähern.
  • Die Waffenlieferungen der westlichen Staaten in die Ukraine halten an.
  • Innerhalb der Ukraine sind 7,1 Millionen Menschen auf der Flucht. 8 Millionen Menschen aus der Ukraine sind nach UNO-Angaben ins Ausland geflüchtet.
  • In der Schweiz wurden bislang über 57'000 geflüchtete Menschen aus der Ukraine registriert.
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22:43
Selenskyj fordert internationale Hilfe für Wiederaufbau
Angesichts der massiven Zerstörungen in der Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj nach mehr als vier Monaten Krieg internationale Hilfe beim Wiederaufbau seines Landes gefordert. «Es ist notwendig, nicht nur alles zu reparieren, was die Besatzer zerstört haben, sondern auch eine neue Grundlage für unser Leben zu schaffen: sicher, modern, komfortabel, barrierefrei», sagte er in einer Ansprache in der Nacht zum Sonntag.

Dies erfordere «kolossale Investitionen, Milliarden, neue Technologien, bewährte Verfahren, neue Institutionen und natürlich Reformen».
Bild: sda
Selenskyj bei einer früheren Medienkonferenz.

Der ukrainische Staatschef verwies in diesem Zusammenhang auch auf ein Treffen von 40 potenziellen Geberländern an diesem Montag im schweizerischen Lugano. Die ukrainische Regierung will bei der Veranstaltung erstmals ihre Prioritäten für den Wiederaufbau des kriegszerstörten Landes vorstellen.

Selenskyj erinnerte zudem daran, dass der Krieg noch lange nicht vorbei sei. «Seine Brutalität nimmt mancherorts zu.» Er appellierte an seine Landsleute, sich freiwillig für Kriegsopfer zu engagieren.

(sda/dpa)
22:13
Lukaschenko droht dem Westen
Mehr als vier Monate nach Beginn des Kriegs in der Ukraine hat der russlandtreue Machthaber der Ex-Sowjetrepublik Belarus, Alexander Lukaschenko, dem Westen gedroht. Sollte es einen Angriff auf Belarus geben, werde sein Land sofort reagieren, sagte Lukaschenko der staatlichen Nachrichtenagentur Belta zufolge am Samstag in einer Rede zum bevorstehenden Unabhängigkeitstag des Landes.

Hier gehts zur ausführlichen Story.
18:21
Prorussische Hacker attackierten angeblich Bund
Ein vertraulicher Bericht des Schweizer Nachrichtendienstes (NDB), der dem «SonntagsBlick» vorliege, soll zeigen, dass russische Cyberkriminelle das Aussendepartement in Bern mit Phishing-Mails attackierten. Laut dem Bericht seien die E-Mails erkannt und unschädlich gemacht worden.

Was genau die Hacker vorhatten, sei unklar, schreibt die Zeitung.

Das sagt der Bund
Vom Aussendepartement in Bern hiess es: «Das EDA nimmt die Bedrohung durch Cyberattacken sehr ernst und misst der Sicherheit seiner Informatikinfrastruktur eine hohe Bedeutung zu. Dies gilt auch und besonders im Kontext des Kriegs in der Ukraine und der damit einhergehenden Aktivitäten im Cyberraum.» Aus Sicherheitsgründen will das EDA aber keine Details zu den Angriffen und zu deren Herkunft bekanntgeben.

Beim Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) wollte man nichts von einer «qualifizierten» Attacke wissen. Eine Sprecherin sagte: «Das NCSC hat seit dem Beginn des Ukraine-Konflikts keine gezielten Cyberangriffe gegen den Bund beobachtet, welche eindeutig mit dem Kontext des Konflikts in Verbindung gebracht werden konnten.»

Das Thema sei heikel – und der Zeitpunkt noch heikler, wird auf blick.ch kommentiert. Just am Montag würden hochrangige Politikerinnen und Politiker aus der ganzen Welt nach Lugano TI reisen. Dort finde die Ukraine-Wiederaufbaukonferenz statt.

(dsc/sda, via blick.ch)
18:10
Demonstration in Genf für Ende des Kriegs
«Freie Ukraine, freies Russland, Putin weg!» Mit diesen Slogans fand am Samstag in Genf eine Demonstration für ein Ende des Ukraine-Konflikts statt, wie srf.ch schreibt. Die Demonstranten hätten auch einen Gefangenenaustausch zwischen Widerstandskämpfern in Mariupol und russischen Soldaten gefordert.
epa10047721 Protesters lay flowers during a demonstration against the Russian invasion of Ukraine in front of the Palais des Nations during a Russian demonstration against the war in Ukraine in Geneva, Switzerland, 02 July 2022.  EPA/MARTIAL TREZZINI
Bild: keystone
Demonstrierende vor dem Palais des Nations.
Unter den Teilnehmenden waren zahlreiche ukrainische Frauen, die auf Einladung des «Comité Ukraine Genève» und der Genfer Sektion der «Schweizerischen Ukrainischen Gesellschaft» auf die Strasse gingen.

Gefangenenaustausch gefordert
Die Demonstrierenden hätten auch den verstärkten russischen Beschuss ukrainischer Städte fernab der Frontlinie angeprangert und Russland aufgefordert, die Genfer Konventionen einzuhalten und internationalen Organisationen Zugang zu den Inhaftierten zu gewähren.

Mehr als 2000 ukrainische Kämpfer in Mariupol riskieren ihrer Meinung nach die Todesstrafe.

(dsc, via srf.ch)
18:07
Ukrainer in Kriegsgefangenschaft sollen gefoltert worden sein
Ukrainische Kriegsgefangene haben gemäss einem aktuellen Medienbericht ihre Erfahrungen mit Folter und Misshandlung in den Händen russischer Streitkräfte detailliert beschrieben, während ihre Familien wochenlang nicht wussten, ob ihre Lieben tot oder lebendig waren.

Das US-Medium The Hill sprach mit ehemaligen Kriegsgefangenen und ihren Familien darüber, wie das Leben der von russischen Streitkräften Gefangengenommenen seit Beginn der Invasion Moskaus in der Ukraine war.

Ein ehemaliger Kriegsgefangener, Igor Kurayan, 55, sagte, er sei während der Wochen in russischer Gefangenschaft geschlagen und mit Elektroschocks gefoltert worden. Andere Gefangene seien so schlimm geschlagen worden, dass sie starben.

(dsc, via theguardian.com)
18:03
Ukrainische Armee sagt, Lysychansk sei «nicht eingekreist»
Die ukrainische Armee hat Behauptungen zurückgewiesen, dass von Russland unterstützte Separatisten und russische Streitkräfte die wichtige östliche Stadt Lysychansk umzingelt hätten. Dies schreibt der «Guardian».

Demnach soll Ruslan Muzytchuk, ein Sprecher der ukrainischen Nationalgarde, im ukrainischen Fernsehen gesagt haben: «Kämpfe toben um Lysychansk. (Aber) zum Glück wurde die Stadt nicht eingekreist und steht unter der Kontrolle der ukrainischen Armee.»

(dsc, via theguardian.com)
12:48
Russlands Militär meldet Zerstörung von Waffenlagern in Ukraine
Die russische Armee hat nach eigenen Angaben bei Luftangriffen in der Ukraine zahlreiche militärische Ziele getroffen. Unter anderem seien zwei Waffenlager nahe der Grossstadt Mykolajiw im Süden des Landes zerstört worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Samstag in Moskau der Agentur Tass zufolge. Im Osten sei ein Waffenlager in einem Traktor-Depot bei Charkiw getroffen worden, der zweitgrössten Stadt des Landes. Die Ukraine habe «hohe Verluste an Menschen und Material» erlitten, behauptete Konaschenkow.

Die Angaben aus Kampfgebieten lassen sich von unabhängiger Seite kaum überprüfen. Auf ukrainische Vorwürfe, Russland habe über der inzwischen geräumten Schlangeninsel im Schwarzen Meer Phosphorbomben abgeworfen, ging der Ministeriumssprecher dem Tass-Bericht zufolge nicht ein. Auch zu Vorwürfen, mit verbotener Streumunition Wohnhäuser zu beschiessen, äusserte er sich demzufolge nicht. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert inzwischen mehr als vier Monate. (sda/dpa)
10:14
Kiew: Russische Angriffe auf breiter Front
Im Osten der Ukraine setzt Russland nach Angaben aus Kiew seine Angriffe auf breiter Front fort. Im Raum Charkiw versuche die russische Armee, mit Unterstützung der Artillerie verlorene Positionen zurückzuerobern, teilte der ukrainische Generalstab am Samstag mit. Zahlreiche Orte würden beschossen, um die ukrainische Armee dort zu binden. In der Region Donezk sei eine russische Attacke abgewehrt worden, hiess es. Aus dem Raum Awdijiwka wurden russische Luftangriffe gemeldet. Im Schwarzen Meer wiederum blockiere Russland weiterhin die Seeverbindungen der Ukraine.

Die Angaben aus den Kampfgebieten lassen sich unabhängig kaum überprüfen. Der russische Angriffskrieg auf das Nachbarland dauert inzwischen schon mehr als vier Monate. (sda/dpa)
epaselect epa10033764 A business center building damaged by recent shelling in Kharkiv, Ukraine, 25 June 2022. In the last few days Russian troops increased their shelling of Kharkiv, Ukraine's second-largest city. Kharkiv's Institute of Physics and Technology reported damage to their neutron source nuclear facility, but the radiation is at normal level, organisation officials said. On 24 February Russian troops entered Ukrainian territory starting a conflict that has provoked destruction and a humanitarian crisis.  EPA/SERGEY KOZLOV
Bild: keystone
10:13
Bürgermeister: Russisches Militär benutzt bei Angriffen Streumunition
Russland soll bei Raketenangriffen auf die Stadt Slowjansk im Osten der Ukraine mit mindestens vier Toten nach ukrainischen Angaben verbotene Streumunition eingesetzt haben. Dabei seien in der Nacht zum Samstag zivile Bereiche getroffen worden, in denen es keine Militäranlagen gebe, berichtete Bürgermeister Wadym Ljach am Samstag im Online-Messengerdienst Telegram. Vier Menschen seien getötet, sieben Menschen verletzt worden.

Als Streumunition werden Raketen und Bomben bezeichnet, die in der Luft über dem Ziel bersten und viele kleine Sprengkörper freisetzen. Ihr Einsatz ist völkerrechtlich geächtet. Aus dem Raum Charkiw und Mykolajiw wurden am Samstagmorgen zudem Explosionen gemeldet. Details waren zunächst unklar. Die Angaben aus Kampfgebieten lassen sich von unabhängiger Seite kaum überprüfen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert inzwischen schon mehr als vier Monate. (sda/dpa)
6:35
US-Professor sieht Schweiz in einer Vorbildrolle
Die Schweiz kann laut dem Wirtschaftsnobelpreisträger Roger Myerson mit ihrem föderalen System und ihrer bewaffneten Neutralität ein Vorbild für die Ukraine nach dem Krieg sein.

Die Ukraine könne ihre Unabhängigkeit künftig nur bewahren, wenn sie auch nach dem Krieg eine starke Armee behalte, sagte Myerson in einem Interview mit dem «Blick». Sie dürfe aber gegenüber Russland nicht bedrohlich wirken, sonst drohe der nächste Konflikt.

Beim Politiksystem habe die Ukraine ihre Institutionen schon in den letzten Jahren in Richtung Föderalismus umgebaut. Sie habe mehr Macht an die lokalen Bürgermeister übertragen. Darauf müsse beim Wiederaufbau Wert gelegt werden.

Bei der Vermittlung zwischen der Ukraine und Russland könne die Schweiz eine wichtige Rolle spielen. Die Schweiz sei nie Teil der Nato gewesen, habe in der Vergangenheit nie Positionen für oder gegen Russland bezogen. Das sichere ihr eine hohe Glaubwürdigkeit.

Wenn die Schweiz Lösungsvorschläge mache, wirke das nicht wie ein Nato-Komplott. Diese Rolle - diese Verantwortung - sollte die Schweizer Regierung sehr ernst nehmen, sagt Myerson, der an der Universität Chicago Konfliktforschung lehrt und zur Spieltheorie forscht. (sda)
4:53
Argentinien plädiert im Ukraine-Krieg für Diplomatie
Argentinien setzt zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verstärkt auf Diplomatie. «Ich hatte ein Telefongespräch mit (dem ukrainischen Präsidenten) Wolodymyr Selenskyj, bei dem ich meine Unterstützung für alle Verhandlungen zur Beendigung der Feindseligkeiten und zum Erreichen eines endgültigen Friedens zum Ausdruck brachte», schrieb Fernández auf Twitter am Freitag (Ortszeit). «Lateinamerika lehnt den Einsatz von Gewalt ab und fördert den Dialog zur Konfliktlösung.»

Argentinien hat derzeit den Vorsitz der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) inne und war als Gast zum G7-Gipfel in Bayern eingeladen.

Chiles Präsident Gabriel Boric schrieb auf Twitter, er habe Selenskyj seine Solidarität zum Ausdruck gebracht. «Ich habe ihm auch gesagt, dass er mit der Unterstützung Chiles in humanitären Fragen rechnen kann. Die Ukraine hat einen Freund in Südamerika.» Selenskyj schrieb auf Twitter, er baue weiterhin Beziehungen zu einer wichtigen Region auf - Lateinamerika.

Anfang Februar waren Fernández wie auch der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro zu Besuchen in Moskau gewesen und hatten dem russischen Staatschef Wladimir Putin angeboten, die Beziehungen zu vertiefen. Argentinien könne Russland beim Markteintritt in Lateinamerika helfen, sagte Fernández damals im Kreml. Ausserdem dankte er Putin für die Lieferung von Corona-Impfstoffen. Den Angriff der russischen Streitkräfte auf das Nachbarland Ukraine verurteilte Argentinien. (sda/dpa)
1:46
USA: Russischer Schlangeninsel-Abzug Zeichen für Stärke der Ukraine
Die US-Regierung sieht die Rückeroberung der Schlangeninsel als Erfolg für das ukrainische Militär an. Die Behauptung Russlands, der Abzug sei eine Geste des guten Willens gewesen, sei unglaubwürdig, sagte ein ranghoher Vertreter des US-Verteidigungsministeriums am Freitag. «Die Ukrainer haben es den Russen sehr schwer gemacht, ihre Operationen dort aufrechtzuerhalten», erklärte er dem Pentagon zufolge. Das sei der Grund, warum die Russen die Insel verlassen hätten.

Russland hatte die Schlangeninsel kurz nach dem Angriff auf die Ukraine am 24. Februar besetzt. Dass davor die wenigen ukrainischen Soldaten dem später gesunkenen russischen Kreuzer «Moskwa» in obszönen Worten empfahlen, sich zum Teufel zu scheren, machte das kleine Eiland berühmt und stärkte die Moral der Ukrainer. Damit ist die Rückeroberung der Insel für sie auch ein symbolischer Erfolg. Die russische Armee hatte am Donnerstag den Abzug angekündigt. (sda/dpa)
epa09824185 A handout satellite image made available by Maxar Technologies shows a vessel identified by Maxar as a Ropucha-class landing ship off Zmiinyi Island, or Snake Island, in the Black Sea, 13 March 2022 (issued 14 March 2022). The image is providing a view on the island with clear skies.  EPA/MAXAR TECHNOLOGIES HANDOUT -- MANDATORY CREDIT: SATELLITE IMAGE 2022 MAXAR TECHNOLOGIES -- THE WATERMARK MAY NOT BE REMOVED/CROPPED -- HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
Bild: keystone
22:02
Ukraine exportiert 2021/22 trotz Krieg mehr Getreide
Trotz des russischen Angriffskriegs hat die Ukraine in dem Ende Juni ausgelaufenen Wirtschaftsjahr 2021/22 acht Prozent mehr Getreide und Hülsenfrüchte exportiert als im Jahr davor. Nach 44,7 Millionen Tonnen (2020/21) seien 48,5 Millionen Tonnen ausgeführt worden, teilte das Agrarministerium in Kiew am Freitag mit.

Im Kriegsmonat Juni lag die Ausfuhr wegen des ausgefallenen See-Exports jedoch mit 1,4 Millionen Tonnen 44 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Weizenausfuhr lag im Wirtschaftsjahr 2021/22 mit 18,7 Millionen Tonnen mehr als zwölf Prozent über dem Vorjahreswert. Allerdings wurde im Juni fast 80 Prozent weniger Weizen exportiert als 2020/21.

Vor allem beim wichtigen Brotgetreide fürchten internationale Hilfsorganisationen wegen kriegsbedingt fehlender ukrainischer Exporte einen weiteren Anstieg der Lebensmittelpreise. Besonders für Afrika und Asien werden Hungersnöte befürchtet. Ein Wirtschaftsjahr geht im Agrarbereich vom 1. Juli bis zum 30. Juni des Folgejahres.

Kiew wirft Russland seit dem russischen Überfall Ende Februar eine Seeblockade vor. Moskau weist dies zurück - ukrainische Verminungen der eigenen Häfen seien die Ursache für den eingestellten Schiffsverkehr. Die Ukraine gehört zu den fünf wichtigsten Agrarexporteuren der Welt und exportiert aktuell nur auf dem Landweg. (awp/sda/dpa)
epa10030716 Ukrainian farmers load grain of barley and wheat at a magazine after harvest in Odesa area, Southern Ukraine, 23 June 2022. The Food and Agriculture Organization (FAO) of the United Nations said in its 10 June note assessing the risks emanating from the conflict in Ukraine that 'the current war raises concerns over whether crops will be harvested. It has already led to the closures of ports and oilseed crushing operations, affecting products intended for the export markets. These are taking a toll on the country's exports of grains and vegetable oils. On 24 February Russian troops entered Ukrainian territory starting a conflict that has provoked destruction and a humanitarian crisis.  EPA/STR
Bild: keystone
Bild: Ukrainische Bauern verladen Getreidekörner in einem Magazin in der Region Odessa.
21:27
Kiew wirft Russland Attacke auf Schlangeninsel mit Phosphorbomben vor
Die Ukraine hat der russischen Armee den Abwurf von Phosphorbomben auf die Schlangeninsel im Schwarzen Meer vorgeworfen. Mit Kampfflugzeugen des Typs Su-30 seien von der von Russland 2014 annektierten Halbinsel Krim zwei Angriffe mit Phosphorbomben geflogen worden, teilte der Oberkommandierende der ukrainischen Armee, Walerij Saluschnyj, im Nachrichtendienst Telegram am Freitag mit.

Dazu präsentierte der 48-Jährige eine Videoaufnahme, welche die Bombardierung belegen soll. «Das Einzige, worin der Gegner konsequent ist, ist die unveränderte ‹Treffgenauigkeit›, betonte er ironisch mit Hinweis auf anscheinend verfehlte Abwürfe.

Tags zuvor war das russische Militär von der Insel abgezogen. Moskau hatte das als «Geste des guten Willens» dargestellt. Kiew betrachtet den Abzug von dem am zweiten Kriegstag durch die Russen eroberten Eiland als Sieg infolge häufiger Angriffe. Die Schlangeninsel liegt knapp 35 Kilometer vor dem Donaudelta und war schon vor Kriegsbeginn als Grenzaussenposten militärisches Sperrgebiet. Russland hatte die Ukraine Ende Februar überfallen. (sda/dpa)
21:20
Selenskyj: Beschuss von Wohnhaus bei Odessa war gezielter Angriff
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen russischen Raketentreffer eines Wohnhauses im südukrainischen Gebiet Odessa als nicht versehentlich bezeichnet. «Das ist ein gezielter Raketenschlag Russlands, Terror Russlands gegen unsere Städte und Dörfer, gegen unsere Menschen, Erwachsene und Kinder», sagte Selenskyj laut Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine am Freitag nach einem Treffen mit dem norwegischen Regierungschef Jonas Gahr Støre in Kiew. Die eingesetzte Rakete sei eigentlich für die Bekämpfung von Flugzeugträgern und anderen Kriegsschiffen konzipiert worden.

In der Nacht zum Freitag hatten drei russische Raketen knapp 40 Kilometer südwestlich der Hafenstadt Odessa ein Wohnhaus und ein Erholungsheim getroffen. Dem Zivilschutz zufolge wurden dabei mindestens 21 Menschen getötet und 39 verletzt.

Seit Kriegsbeginn habe Russland etwa 3000 Raketen auf die Ukraine abgeschossen, sagte Selenskyj. «Eine solche Grausamkeit unterstreicht nur, wie richtig die Entscheidungen unserer Partner für die Unterstützung der Ukraine sind.» Kein Staat sollte alleingelassen werden, «wenn es ein solches Übel gibt», sagte der Präsident. (sda/dpa)
Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy, right, holds a press conference with Norwegian Prime Minister Jonas Gahr Store, in Kyiv, Ukraine, Friday, July 1, 2022. (AP Photo/Nariman El-Mofty)
Bild: keystone
Bild: Selenskyj und Støre in Kiew.
17:53
Transparency International warnt vor Korruption bei Wiederaufbau
Transparency International warnt vor Korruption nach der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz von kommender Woche in Lugano. Das osteuropäische Land sei trotz beachtlicher Fortschritte seit 2014 nicht gefeit vor Kleptokraten, dafür seien die Institutionen noch zu schwach.

Organisierte kriminelle Gruppen und korrupte Beamte in der Ukraine würden eine unwiderstehliche Gelegenheit sehen, wenn auf einmal grosse Geldmengen in Umlauf seien, die eigentlich als Wiederaufbauhilfe aus dem Ausland kommen, schreibt die Nichtregierungsorganisation (NGO) mit Sitz in Berlin in einer Mitteilung vom Freitag.

Zusammen mit dem Basel Institute on Governance schätzt Transparency International den finanziellen Bedarf für die Beseitigung der Kriegsschäden und den Wiederaufbau in der Ukraine gegenwärtig auf mindestens eine Billion US-Dollar. Dies nach gut vier Monaten Krieg, den der russische Präsident Wladimir Putin am 24. Februar mit dem Befehl zum Überfall auf das Nachbarland ausgelöst hatte.

Transparency International rät der Ukraine, vorwärts zu machen bei der Besetzung der leitenden Stellen in Anti-Korruptionsbehörden, die meisten seien derzeit unbesetzt. Bei der Beschaffung von im Ausland versteckten Vermögen mahnt die NGO zu mehr Transparenz und rät bei der Wiedererlangung von durch Korruption gestohlenen Werten zu mehr Effizienz, damit diese Mittel für den Wiederaufbau verwendet werden können.(sda)
15:20
Putin preist Russland vor Indien als verlässlichen Partner an
FILE - Russian President Vladimir Putin, left, and Indian Prime Minister Narendra Modi greet each other before their meeting in New Delhi, India on Dec. 6, 2021. India on Thursday said it would ramp up its production of military equipment, including helicopters, tank engines, missiles and airborne early warning systems, to offset any potential shortfall from its main supplier Russia. Former Lt. Gen. D.S. Hooda said that during a visit to India last year by Russian President Vladimir Putin the two sides decided to shift some manufacturing to India to meet its requirements. (AP Photo/Manish Swarup, File)
Vladimir Putin,Narendra Modi
Bild: keystone
Bild: Der russische Präsident Wladimir Putin und Indiens Premierminister Narendra Modi.

In einem Telefonat mit Indiens Premierminister Narendra Modi hat Kremlchef Wladimir Putin Russland als zuverlässigen Dünge-, Lebensmittel- und Energielieferanten angepriesen.

Der Weltmarkt für Lebensmittel sei durch die Fehler einiger Länder und die «illegalen Sanktionen gegen Russland» ins Wanken geraten, doch «Russland war und bleibt ein zuverlässiger Produzent und Lieferant von Getreide, Düngemitteln und Energieträgern, darunter auch für die indischen Partner», heisst es in einer Kreml-Mitteilung vom Freitag.

Indien hat in den vergangenen Wochen die Einfuhr russischen Öls deutlich ausgebaut. So sollen im Juni täglich 1 bis 1,2 Millionen Barrel russischen Rohöls nach Indien gegangen sein. Das ist das rund 50-fache der Menge, die Indien vor dem Krieg gekauft hat. Laut der Mitteilung ist auch der Austausch von landwirtschaftlichen Produkten deutlich angestiegen.

Modi war Gast beim G7-Gipfel, als die führenden demokratischen Industrienationen um seine Zustimmung für einen Preisdeckel auf russisches Öl warben. Der indische Premier gab selbst keine Stellungnahme zu dem Thema ab.

Zugleich gibt es zwischen Russland und dem Westen Streit über die Schuld an einer drohenden Hungerkrise aufgrund der steigenden Lebensmittelpreise. Die westlichen Staaten sehen den russischen Angriff auf die Ukraine und die Blockade der ukrainischen Getreidelieferungen als einen Hauptgrund. Putin wiederum macht westliche Sanktionen dafür verantwortlich. (sda/dpa)
15:11
Ukraine: Mindestens 20 Tote bei Angriffen nahe Odessa
Bild: keystone
Bild: Russischer Raketenangriffe in Bilhorod-Dnistrowskyj.

Die Zahl der Toten infolge russischer Raketenangriffe nahe Bilhorod-Dnistrowskyj im Süden der Ukraine nahe der Grossstadt Odessa ist nach ukrainischen Angaben auf mindestens 20 gestiegen. Dies teilte der Zivilschutz am Freitag mit.

Zunächst war von zehn Todesopfern die Rede gewesen. Mindestens 38 Menschen wurden weiter in Krankenhäusern behandelt.(sda/dpa)
15:00
Moskau erwägt Abbruch diplomatischer Beziehungen mit Bulgarien
Prime Minister of Bulgaria Kiril Petkov speaks to media prior to the extraordinary meeting of EU leaders to discuss Ukraine, energy and food security at the Europa building in Brussels, Monday, May 30, 2022. European Union leaders will gather Monday in a fresh show of solidarity with Ukraine but divisions over whether to target Russian oil in a new series of sanctions are exposing the limits of how far the bloc can go to help the war-torn country. (AP Photo/Geert Vanden Wijngaert)
Bild: keystone
Bild: Der bulgarische Premierminister Kiril Petkov.

Nach der angekündigten Ausweisung 70 russischer Diplomaten aus Bulgarien erwägt Moskau den kompletten Abbruch der diplomatischen Beziehungen.

Russlands Aufforderung an Bulgarien, die bislang grösste Diplomaten-Ausweisung in dem EU-Land zurückzunehmen, sei ignoriert worden, kritisierte Russlands Botschafterin in Sofia, Eleonora Mitrofanowa, am Freitag der Agentur Interfax zufolge. Deshalb werde nun die Schliessung der gesamten russischen Botschaft diskutiert. Das wiederum würde «unweigerlich» auch das Ende für die Arbeit von Bulgariens Botschaft in Moskau bedeuten, so Mitrofanowa.

Bulgarien hatte am Dienstag die Ausweisung von 70 russischen Diplomaten bis Ende dieser Woche angekündigt. Ein Grossteil der Diplomaten habe «direkt für fremde Dienste» gearbeitet, hiess es zur Begründung. Der einstige Ostblockstaat hat in der Vergangenheit immer wieder russische Diplomaten wegen Spionagevorwürfen des Landes verwiesen – seit 2019 waren es insgesamt 21.

Das EU- und Nato-Land Bulgarien verurteilt den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zudem hat sich Sofia geweigert, für russisches Gas in Rubel zu bezahlen. Deswegen stellte der russische Energiekonzern Gazprom bereits die Gaslieferungen nach Bulgarien ein. (sda/dpa)
14:46
Ukrainisches Parlament setzt neuen Menschenrechtsbeauftragten ein
Nach der Entlassung der umstrittenen Menschenrechtsbeauftragten Ljudmyla Denissowa hat das ukrainische Parlament den Posten neu besetzt.

Der Abgeordnete Dmytro Lubinez wurde am Freitag mit einer deutlichen Mehrheit gewählt, meldete das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Der 40-Jährige hatte zuvor den Menschenrechtsausschuss des Parlaments geleitet. Der gelernte Historiker und Jurist stammt aus dem von russischen Truppen eroberten Wolnowacha im ostukrainischen Gebiet Donezk.

Denissowa war Ende Mai nach vier Jahren Amtszeit entlassen worden. Der 61-Jährigen wurde vorgeworfen, sich zusammen mit ihrer Tochter Geschichten von Kindesvergewaltigungen durch russische Soldaten ausgedacht zu haben. Da sie keine Beweise vorlegen konnte, habe das dem Ansehen der Ukraine geschadet, so der Vorwurf. Kiew wehrt seit mehr als vier Monaten eine russische Invasion ab und fordert unter Verweis auf russische Menschenrechtsverstösse internationale Hilfe. (sda/dpa)
12:51
Ukraine-Krieg: Orban räumt Isolierung Ungarns in West-Allianzen ein
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat eingeräumt, dass sein Land mit seiner Haltung zum russischen Krieg gegen die Ukraine in den westlichen Bündnissen isoliert ist.

«Wir bräuchten keine Sanktionen (gegen Russland), sondern eine sofortige Waffenruhe und sofortige Friedensverhandlungen», erklärte der rechtsnationale Politiker am Freitag im staatlichen Rundfunk. Ausser Ungarn vertrete jedoch niemand anderes in der Nato und der EU diesen Standpunkt, fügte er hinzu. «Vorerst stimmt ausser uns niemand diesen Ton an.»
Hungary President Viktor Orban arrives at the NATO Heads of State summit in Madrid, Thursday, June 30, 2022. North Atlantic Treaty Organization heads of state are meeting for the final day of a NATO summit in Madrid on Thursday. (Bertrand Guay, Pool via AP)
Bild: keystone
«Jeder steht auf der Seite der Ukrainer, denn der Mensch pflegt auf der Seite des Angegriffenen zu stehen und drückt dem Angegriffenen die Daumen», führte Orban weiter aus. Doch zugleich müsse man den «militärischen Realitäten» ins Auge sehen. Russlands Übermacht führe dazu, dass «die Kriegszone viel schneller an Ungarn heranrücken wird, als die meisten Ungarn denken». Ungarn, das seit 1999 der Nato und seit 2004 der EU angehört, grenzt im Nordosten an die Ukraine.

Die gegenwärtigen Kriegsschauplätze sind mehr als 1000 Kilometer von der ungarisch-ukrainischen Grenze entfernt. Orban, der ein gutes Verhältnis zu Kremlchef Wladimir Putin pflegt, hatte die russische Invasion in die Ukraine anfangs nur halbherzig verurteilt. Bei der Verhängung des jüngsten Sanktionspakets der EU hatte er mit seiner Vetodrohung erreicht, dass russische Erdöllieferungen an Ungarn vom Erdöl-Lieferboykott der EU ausgenommen bleiben. (sda/dpa)
12:50
Russlands Militär meldet Kontrolle über Ölraffinerie
Russlands Militär rückt in der schwer umkämpften ostukrainischen Stadt Lyssytschansk eigenen Angaben zufolge immer weiter vor.

Mittlerweile sei die Ölraffinerie der Grossstadt im Luhansker Gebiet unter russischer und prorussischer Kontrolle,
sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau, Igor Konaschenkow, am Freitag. Die ukrainische Seite hingegen bezeichnete das Raffineriegelände am Morgen weiter als umkämpft.

Die Ukrainer erlitten in und um Lyssytschansk hohe Verluste, sagte Konaschenkow. Zuletzt seien pro Tag rund 200 gegnerische Soldaten getötet worden. «Es ist ein unorganisierter Abzug einzelner Einheiten der ukrainischen Streitkräfte aus Lyssytschansk zu beobachten.» Unabhängig überprüfen liessen sich diese Angaben nicht.

Lyssytschansk ist der letzte grosse Ort im Gebiet Luhansk, den die ukrainischen Truppen noch halten. Die Eroberung des Gebiets ist eines der erklärten Ziele Moskaus in dem bereits seit mehr als vier Monaten andauernden Krieg. In der vergangenen Woche hatte das ukrainische Militär die nur durch einen Fluss von Lyssytschansk getrennte Grossstadt Sjewjerodonezk aufgeben müssen. (sda/dpa)
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