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Liveticker

Russland vermeldet drei Tote bei Explosion in Grenzstadt +++ Lukaschenko droht dem Westen

Die neuesten Entwicklungen im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine im Überblick.
03.07.2022, 07:19
  • Die Gefechte in der Ukraine konzentrieren sich auf den Osten und den Süden des Landes. Vereinzelt bombardiert die russische Armee auch Ziele in anderen Landesteilen.
  • Im Osten verzeichnen die russischen Angreifer in der Oblast Luhansk Erfolge. Im Süden versuchen die ukrainischen Streitkräfte, sich der Stadt Cherson zu nähern.
  • Die Waffenlieferungen der westlichen Staaten in die Ukraine halten an.
  • Innerhalb der Ukraine sind 7,1 Millionen Menschen auf der Flucht. 8 Millionen Menschen aus der Ukraine sind nach UNO-Angaben ins Ausland geflüchtet.
  • In der Schweiz wurden bislang über 57'000 geflüchtete Menschen aus der Ukraine registriert.
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7:14
Gouverneur: Drei Tote nach Explosionen in russischer Grenzstadt
Bei Explosionen in der russischen Stadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine sind nach Angaben des Gouverneurs der Region drei Menschen ums Leben gekommen. Das schrieb Wjatscheslaw Gladkow am Sonntag laut Agentur Tass im Nachrichtendienst Telegram. Vier weitere Menschen seien verletzt worden, darunter ein zehnjähriges Kind. Darüber hinaus seien 50 Häuser beschädigt worden. Die Ursachen des Vorfalls würden untersucht, das Luftabwehrsystem werde voraussichtlich aktiviert. Die Angaben waren von unabhängiger Seite nicht überprüfbar.

Russland hat am 24. Februar einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine begonnen und beklagte seitdem wiederholt auch Angriffe auf sein eigenes Staatsgebiet. Neben Belgorod werfen auch andere russische Regionen - darunter Kursk und Brjansk - der ukrainischen Seite immer wieder Beschuss vor. Kiew äussert sich zu den Vorwürfen in der Regel nicht. (sda/dpa)
22:43
Selenskyj fordert internationale Hilfe für Wiederaufbau
Angesichts der massiven Zerstörungen in der Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj nach mehr als vier Monaten Krieg internationale Hilfe beim Wiederaufbau seines Landes gefordert. «Es ist notwendig, nicht nur alles zu reparieren, was die Besatzer zerstört haben, sondern auch eine neue Grundlage für unser Leben zu schaffen: sicher, modern, komfortabel, barrierefrei», sagte er in einer Ansprache in der Nacht zum Sonntag.

Dies erfordere «kolossale Investitionen, Milliarden, neue Technologien, bewährte Verfahren, neue Institutionen und natürlich Reformen».
Bild: sda
Selenskyj bei einer früheren Medienkonferenz.

Der ukrainische Staatschef verwies in diesem Zusammenhang auch auf ein Treffen von 40 potenziellen Geberländern an diesem Montag im schweizerischen Lugano. Die ukrainische Regierung will bei der Veranstaltung erstmals ihre Prioritäten für den Wiederaufbau des kriegszerstörten Landes vorstellen.

Selenskyj erinnerte zudem daran, dass der Krieg noch lange nicht vorbei sei. «Seine Brutalität nimmt mancherorts zu.» Er appellierte an seine Landsleute, sich freiwillig für Kriegsopfer zu engagieren.

(sda/dpa)
22:13
Lukaschenko droht dem Westen
Mehr als vier Monate nach Beginn des Kriegs in der Ukraine hat der russlandtreue Machthaber der Ex-Sowjetrepublik Belarus, Alexander Lukaschenko, dem Westen gedroht. Sollte es einen Angriff auf Belarus geben, werde sein Land sofort reagieren, sagte Lukaschenko der staatlichen Nachrichtenagentur Belta zufolge am Samstag in einer Rede zum bevorstehenden Unabhängigkeitstag des Landes.

Hier gehts zur ausführlichen Story.
18:21
Prorussische Hacker attackierten angeblich Bund
Ein vertraulicher Bericht des Schweizer Nachrichtendienstes (NDB), der dem «SonntagsBlick» vorliege, soll zeigen, dass russische Cyberkriminelle das Aussendepartement in Bern mit Phishing-Mails attackierten. Laut dem Bericht seien die E-Mails erkannt und unschädlich gemacht worden.

Was genau die Hacker vorhatten, sei unklar, schreibt die Zeitung.

Das sagt der Bund
Vom Aussendepartement in Bern hiess es: «Das EDA nimmt die Bedrohung durch Cyberattacken sehr ernst und misst der Sicherheit seiner Informatikinfrastruktur eine hohe Bedeutung zu. Dies gilt auch und besonders im Kontext des Kriegs in der Ukraine und der damit einhergehenden Aktivitäten im Cyberraum.» Aus Sicherheitsgründen will das EDA aber keine Details zu den Angriffen und zu deren Herkunft bekanntgeben.

Beim Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) wollte man nichts von einer «qualifizierten» Attacke wissen. Eine Sprecherin sagte: «Das NCSC hat seit dem Beginn des Ukraine-Konflikts keine gezielten Cyberangriffe gegen den Bund beobachtet, welche eindeutig mit dem Kontext des Konflikts in Verbindung gebracht werden konnten.»

Das Thema sei heikel – und der Zeitpunkt noch heikler, wird auf blick.ch kommentiert. Just am Montag würden hochrangige Politikerinnen und Politiker aus der ganzen Welt nach Lugano TI reisen. Dort finde die Ukraine-Wiederaufbaukonferenz statt.

(dsc/sda, via blick.ch)
18:10
Demonstration in Genf für Ende des Kriegs
«Freie Ukraine, freies Russland, Putin weg!» Mit diesen Slogans fand am Samstag in Genf eine Demonstration für ein Ende des Ukraine-Konflikts statt, wie srf.ch schreibt. Die Demonstranten hätten auch einen Gefangenenaustausch zwischen Widerstandskämpfern in Mariupol und russischen Soldaten gefordert.
epa10047721 Protesters lay flowers during a demonstration against the Russian invasion of Ukraine in front of the Palais des Nations during a Russian demonstration against the war in Ukraine in Geneva, Switzerland, 02 July 2022.  EPA/MARTIAL TREZZINI
Bild: keystone
Demonstrierende vor dem Palais des Nations.
Unter den Teilnehmenden waren zahlreiche ukrainische Frauen, die auf Einladung des «Comité Ukraine Genève» und der Genfer Sektion der «Schweizerischen Ukrainischen Gesellschaft» auf die Strasse gingen.

Gefangenenaustausch gefordert
Die Demonstrierenden hätten auch den verstärkten russischen Beschuss ukrainischer Städte fernab der Frontlinie angeprangert und Russland aufgefordert, die Genfer Konventionen einzuhalten und internationalen Organisationen Zugang zu den Inhaftierten zu gewähren.

Mehr als 2000 ukrainische Kämpfer in Mariupol riskieren ihrer Meinung nach die Todesstrafe.

(dsc, via srf.ch)
18:07
Ukrainer in Kriegsgefangenschaft sollen gefoltert worden sein
Ukrainische Kriegsgefangene haben gemäss einem aktuellen Medienbericht ihre Erfahrungen mit Folter und Misshandlung in den Händen russischer Streitkräfte detailliert beschrieben, während ihre Familien wochenlang nicht wussten, ob ihre Lieben tot oder lebendig waren.

Das US-Medium The Hill sprach mit ehemaligen Kriegsgefangenen und ihren Familien darüber, wie das Leben der von russischen Streitkräften Gefangengenommenen seit Beginn der Invasion Moskaus in der Ukraine war.

Ein ehemaliger Kriegsgefangener, Igor Kurayan, 55, sagte, er sei während der Wochen in russischer Gefangenschaft geschlagen und mit Elektroschocks gefoltert worden. Andere Gefangene seien so schlimm geschlagen worden, dass sie starben.

(dsc, via theguardian.com)
18:03
Ukrainische Armee sagt, Lysychansk sei «nicht eingekreist»
Die ukrainische Armee hat Behauptungen zurückgewiesen, dass von Russland unterstützte Separatisten und russische Streitkräfte die wichtige östliche Stadt Lysychansk umzingelt hätten. Dies schreibt der «Guardian».

Demnach soll Ruslan Muzytchuk, ein Sprecher der ukrainischen Nationalgarde, im ukrainischen Fernsehen gesagt haben: «Kämpfe toben um Lysychansk. (Aber) zum Glück wurde die Stadt nicht eingekreist und steht unter der Kontrolle der ukrainischen Armee.»

(dsc, via theguardian.com)
12:48
Russlands Militär meldet Zerstörung von Waffenlagern in Ukraine
Die russische Armee hat nach eigenen Angaben bei Luftangriffen in der Ukraine zahlreiche militärische Ziele getroffen. Unter anderem seien zwei Waffenlager nahe der Grossstadt Mykolajiw im Süden des Landes zerstört worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Samstag in Moskau der Agentur Tass zufolge. Im Osten sei ein Waffenlager in einem Traktor-Depot bei Charkiw getroffen worden, der zweitgrössten Stadt des Landes. Die Ukraine habe «hohe Verluste an Menschen und Material» erlitten, behauptete Konaschenkow.

Die Angaben aus Kampfgebieten lassen sich von unabhängiger Seite kaum überprüfen. Auf ukrainische Vorwürfe, Russland habe über der inzwischen geräumten Schlangeninsel im Schwarzen Meer Phosphorbomben abgeworfen, ging der Ministeriumssprecher dem Tass-Bericht zufolge nicht ein. Auch zu Vorwürfen, mit verbotener Streumunition Wohnhäuser zu beschiessen, äusserte er sich demzufolge nicht. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert inzwischen mehr als vier Monate. (sda/dpa)
10:14
Kiew: Russische Angriffe auf breiter Front
Im Osten der Ukraine setzt Russland nach Angaben aus Kiew seine Angriffe auf breiter Front fort. Im Raum Charkiw versuche die russische Armee, mit Unterstützung der Artillerie verlorene Positionen zurückzuerobern, teilte der ukrainische Generalstab am Samstag mit. Zahlreiche Orte würden beschossen, um die ukrainische Armee dort zu binden. In der Region Donezk sei eine russische Attacke abgewehrt worden, hiess es. Aus dem Raum Awdijiwka wurden russische Luftangriffe gemeldet. Im Schwarzen Meer wiederum blockiere Russland weiterhin die Seeverbindungen der Ukraine.

Die Angaben aus den Kampfgebieten lassen sich unabhängig kaum überprüfen. Der russische Angriffskrieg auf das Nachbarland dauert inzwischen schon mehr als vier Monate. (sda/dpa)
epaselect epa10033764 A business center building damaged by recent shelling in Kharkiv, Ukraine, 25 June 2022. In the last few days Russian troops increased their shelling of Kharkiv, Ukraine's second-largest city. Kharkiv's Institute of Physics and Technology reported damage to their neutron source nuclear facility, but the radiation is at normal level, organisation officials said. On 24 February Russian troops entered Ukrainian territory starting a conflict that has provoked destruction and a humanitarian crisis.  EPA/SERGEY KOZLOV
Bild: keystone
10:13
Bürgermeister: Russisches Militär benutzt bei Angriffen Streumunition
Russland soll bei Raketenangriffen auf die Stadt Slowjansk im Osten der Ukraine mit mindestens vier Toten nach ukrainischen Angaben verbotene Streumunition eingesetzt haben. Dabei seien in der Nacht zum Samstag zivile Bereiche getroffen worden, in denen es keine Militäranlagen gebe, berichtete Bürgermeister Wadym Ljach am Samstag im Online-Messengerdienst Telegram. Vier Menschen seien getötet, sieben Menschen verletzt worden.

Als Streumunition werden Raketen und Bomben bezeichnet, die in der Luft über dem Ziel bersten und viele kleine Sprengkörper freisetzen. Ihr Einsatz ist völkerrechtlich geächtet. Aus dem Raum Charkiw und Mykolajiw wurden am Samstagmorgen zudem Explosionen gemeldet. Details waren zunächst unklar. Die Angaben aus Kampfgebieten lassen sich von unabhängiger Seite kaum überprüfen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert inzwischen schon mehr als vier Monate. (sda/dpa)
6:35
US-Professor sieht Schweiz in einer Vorbildrolle
Die Schweiz kann laut dem Wirtschaftsnobelpreisträger Roger Myerson mit ihrem föderalen System und ihrer bewaffneten Neutralität ein Vorbild für die Ukraine nach dem Krieg sein.

Die Ukraine könne ihre Unabhängigkeit künftig nur bewahren, wenn sie auch nach dem Krieg eine starke Armee behalte, sagte Myerson in einem Interview mit dem «Blick». Sie dürfe aber gegenüber Russland nicht bedrohlich wirken, sonst drohe der nächste Konflikt.

Beim Politiksystem habe die Ukraine ihre Institutionen schon in den letzten Jahren in Richtung Föderalismus umgebaut. Sie habe mehr Macht an die lokalen Bürgermeister übertragen. Darauf müsse beim Wiederaufbau Wert gelegt werden.

Bei der Vermittlung zwischen der Ukraine und Russland könne die Schweiz eine wichtige Rolle spielen. Die Schweiz sei nie Teil der Nato gewesen, habe in der Vergangenheit nie Positionen für oder gegen Russland bezogen. Das sichere ihr eine hohe Glaubwürdigkeit.

Wenn die Schweiz Lösungsvorschläge mache, wirke das nicht wie ein Nato-Komplott. Diese Rolle - diese Verantwortung - sollte die Schweizer Regierung sehr ernst nehmen, sagt Myerson, der an der Universität Chicago Konfliktforschung lehrt und zur Spieltheorie forscht. (sda)
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Das grösste Nato-Manöver seit dem Kalten Krieg

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Das grösste Nato-Manöver seit dem Kalten Krieg
quelle: epa/us navy / petty officer 2nd class lyle wil / handout
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«Überlassen die Leichen den Hunden» – BBC-Reportage zeigt prekäre Situation in Charkiw

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