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International
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Ukraine-Ticker: Grossbesuch aus dem Norden und dem Baltikum in Kiew

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Nordischer Grossbesuch in Kiew +++ Gazprom kürzt Gaslieferungen an Moldau doch nicht mehr

Die aktuellsten News zum Ukraine-Krieg im Liveticker.
27.11.2022, 21:3528.11.2022, 15:50
  • Die Gefechte in der Ukraine konzentrieren sich auf den Osten und den Süden des Landes. Die russische Armee bombardiert in vielen Teilen des Land hartnäckig die Energieinfrastruktur.
  • Die Ukraine leidet aufgrund dessen an mangelnder Versorgung mit Strom und Wasser. Sie fordert mehr Luftabwehr für die Verteidigung gegen russische Raketen.
  • Russlands Armee hat sich aus der Gebietshauptstadt Cherson zurückgezogen.
  • Laut der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR hat der Ukraine-Krieg zur grössten Vertreibung von Menschen seit Jahrzehnten geführt. Über 14 Millionen Menschen in der Ukraine wurden vertrieben, rund 7,9 Millionen haben im Ausland Schutz gesucht.
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15:53
Weiter Stromabschaltungen in Kiew nach russischen Raketenangriffen
Fünf Tage nach massiven russischen Raketenangriffen hat die ukrainische Hauptstadt Kiew weiter mit unangekündigten Notabschaltungen bei der Stromversorgung zu kämpfen.
epa10300427 A view of the Moon shining through clouds behind a non-illuminated area of Kyiv (Kiev), Ukraine, 11 November 2022, as blackouts continue in the Ukrainian capital. Mayor Vitali Klitschko as ...
Bild: keystone
55 Prozent der Haushalte seien davon betroffen, teilte die Militärverwaltung der Dreimillionenstadt am Montag über Telegram mit. Die Notabschaltungen sollten dabei nicht länger als fünf Stunden dauern. Vorher hatte der örtliche Versorger angekündigt, jedem Kunden zumindest vier Stunden Strom täglich zu ermöglichen. Die Reparaturen der Schäden dauern an.

Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, die Probleme mit der Stromversorgung würden noch bis zum Frühling anhalten. In Kiew gibt es seit dem Beginn massiver russischer Raketenangriffe auf die Energieinfrastruktur Mitte Oktober in vielen Stadtteilen nur noch stundenweise Strom. (sda/dpa)
14:54
Sieben Aussenminister nordischer und baltischer Staaten besuchen Kiew
Sieben Aussenminister der nordischen und baltischen Staaten sind am Montag gemeinsam in die von Russland angegriffene Ukraine gereist.

«Wir, die Aussenminister von Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen und Schweden, sind heute in Kiew in voller Solidarität mit der Ukraine. Trotz Russlands Bombenhagel und barbarischer Brutalität wird die Ukraine gewinnen», erklärten mehrere Chefdiplomaten der sieben Staaten im Nordosten Europas wortgleich über Twitter. Dazu stellten sie ein Gruppenbild am Bahnsteig vor einem Zug.

Nach Angaben von Estlands Aussenminister Urmas Reinsalu soll mit dem Besuch ein Zeichen der Solidarität gesendet werden. «Wir werden die Ukraine weiterhin militärisch, wirtschaftlich und politisch unterstützen», sagte er. Die nordischen und baltischen Staaten arbeiten in vielen Bereichen eng zusammen und stimmen sich regelmässig in bestimmten Politikfeldern ab. (sda/dpa)

14:36
Kreml: Kein Abzug aus ukrainischem AKW Saporischschja geplant
Gegenstand der Kriegspropaganda: Bei Saporischschja steht das grösste AKW Europas.
Bild: keystone
Der Kreml hat Gerüchte über einen angeblich bevorstehenden Abzug russischer Truppen aus dem besetzten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja zurückgewiesen.

«Es sollte nicht nach irgendwelchen Zeichen gesucht werden, wo keine sind und keine sein können», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Auch die russische Besatzungsverwaltung des im September völkerrechtswidrig annektierten Gebiets Saporischschja sprach von Falschinformationen.

Am Wochenende hatte der Chef des ukrainischen Atomkonzerns Enerhoatom, Petro Kotin, einen baldigen Abzug des russischen Militärs aus dem AKW in Aussicht gestellt. «In den vergangenen Wochen haben wir Informationen erhalten, dass sie möglicherweise vorhaben, das Atomkraftwerk Saporischschja zu verlassen», sagte Kotin im ukrainischen Fernsehen. «Man hat den Eindruck, dass sie ihre Koffer packen und alles stehlen, was sie finden können», sagte er. Unabhängig überprüfen liessen sich diese Aussagen allerdings nicht.

Seit Monaten kommt es infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine immer wieder zu Beschuss des AKW-Geländes. Moskau und Kiew machen sich dafür stets gegenseitig verantwortlich. Die Internationale Atombehörde (IAEA) hat beide Seiten dazu aufgerufen, auf Angriffe zu verzichten. Eine von der Ukraine geforderte Demilitarisierung von Saporischschja ist allerdings nicht in Sicht. (sda/dpa)
12:10
Gazprom kürzt Gaslieferungen an Republik Moldau doch nicht weiter
FILE- Russia's Sudzha gas pumping station is seen, Sunday, Jan. 11, 2009. Russian energy giant Gazprom has threatened to reduce natural gas supplies through the last pipeline heading to Europe via Ukr ...
Bild: keystone
Entgegen vorheriger Drohungen wird der russische Staatskonzern Gazprom seine Gaslieferungen an die Republik Moldau vorerst eigenen Angaben zufolge nicht weiter kürzen. Das moldauische Energieunternehmen Moldovagaz habe Zahlungsrückstände beseitigt - darunter auch für grössere Gasmengen, die nach Moskauer Darstellung zu Unrecht im Transitland Ukraine einbehalten worden seien.

Zugleich drohte Gazprom damit, die Lieferungen durch die Ukraine in Richtung Moldau doch noch zu kürzen oder sogar komplett einzustellen, sollte es zu weiteren Zahlungsausfällen kommen.

Ungeachtet des bereits seit mehr als neun Monaten andauernden russischen Angriffskriegs leitet die Ukraine weiter Gas aus Russland in Richtung Westen - wenn auch mit täglich etwas mehr als 40 Millionen Kubikmeter deutlich weniger als vor Kriegsbeginn. Auch die Lieferungen an die in die EU strebende Republik Moldau hat Russland Anfang Oktober gedrosselt. Statt der bestellten 8,06 Millionen Kubikmeter pro Tag liefert der Konzern nur 5,7 Millionen, angeblich aufgrund von Transitproblemen durch die Ukraine.

Den russischen Vorwurf, eigentlich für das kleine Nachbarland Moldau vorgesehenes Gas einfach einbehalten zu haben, weist Kiew zurück. Sowohl die ukrainische als auch die moldauische Seite betonen, es handele sich um einen so genannten und völlig legalen «virtuellen Reverse Flow». Dabei werde in gegenseitigem Einverständnis ein Teil der Lieferungen als ukrainische Gasreserve für den Winter eingespeichert. Angesichts gezielter russischer Angriffe auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine ist die Strom- und Heizversorgung in vielen Teilen des kriegsgebeutelten Landes zu Beginn der eisigen Jahreszeit instabil oder ganz ausgefallen. (awp/sda/dpa)
9:16
London: Russische Artillerie beschiesst Cherson täglich
Ein BM-21 Grad-Mehrfachraketenwerfer der russischen Armee. In der Donbass-Region kommt immer mehr schwere Artillerie zum Einsatz.
Bild: Russian Defence Ministry/TASS/imago-images-bilder
Nach dem Rückzug aus Cherson beschiessen russische Truppen die südukrainische Grossstadt nach britischen Angaben täglich mit Artillerie.

Am Sonntag sei die Rekordzahl von 54 Angriffen gemeldet worden, teilte das Verteidigungsministerium in London am Montag unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse mit. Allein am vergangenen Donnerstag seien zehn Menschen getötet worden.

«Die Stadt ist verwundbar, weil sie in Reichweite der meisten russischen Artilleriesystem liegt, die nun vom Ostufer des Flusses Dnipro aus von der Rückseite neu konsolidierter Verteidigungslinien feuern», hiess es in London. Die meisten Schäden richteten Mehrfachraketenwerfer etwa vom Typ BM-21 Grad an.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will die britische Regierung sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine Desinformationskampagne vor. (sda/dpa)
22:13
Selenskyj stellt Ukrainer auf harten Winter ein
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Landsleute auf einen harten Winter mit heftigen russischen Angriffen eingestellt. «Solange sie Raketen haben, werden sie nicht ruhen», sagte Selenskyj in seiner Videoansprache am Sonntagabend über die russischen Soldaten. Die ukrainische Armee bereite sich auf die Abwehr von weiterem Beschuss vor. «Russland versucht in diesem Winter, die Kälte gegen die Menschen einzusetzen», sagte Selenskyj zudem mit Blick auf die gezielten Angriffe Moskaus auf ukrainische Strom- und Wärmekraftwerke.

Er rief die Ukrainer auf, hilfsbedürftige Mitmenschen in der kalten Jahreszeit besonders zu unterstützen. Nun sei Zusammenhalt gefragt. «Zusammen werden wir alles überstehen», betonte der Staatschef.

Mehr als neun Monate nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs toben unter anderem in der ostukrainischen Region Donezk besonders heftige Kämpfe. Auch die kürzlich befreite Stadt Cherson im Süden wird von Russlands Armee immer wieder beschossen. Viele ukrainische Haushalte sind bei eisigen Temperaturen zeitweise oder sogar komplett ohne Heizung, Strom und Wasser. (sda/dpa)
Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy attend a news conference during "The inaugural International Summit of the initiative Grain from Ukraine" in Kyiv, Ukraine, Saturday, Nov. 26, 2022. ( ...
Bild: keystone
21:15
Ukraine meldet Fortschritte bei Stromversorgung von befreitem Cherson
Die Ukraine hat weitere Fortschritte bei der Stromversorgung der kürzlich befreiten Gebietshauptstadt Cherson im Süden ihres Landes gemeldet. Mittlerweile seien rund 17 Prozent der Haushalte wieder ans Elektrizitätsnetz angeschlossen, teilte Gebietsgouverneur Jaroslaw Januschewytsch am Sonntagabend mit. Der Vizechef des Präsidialamtes, Kyrylo Tymoschenko, veröffentlichte auf Telegram ein im Dunkeln aufgenommenes Foto, auf dem einzelne erleuchtete Häuserfenster zu sehen sind.

Nach mehreren Monaten unter russischer Besatzung hatte die ukrainische Armee die Stadt Cherson und weitere Orte des gleichnamigen Gebiets Mitte November zurückerobert. Seitdem ist die Stadt mit ihren einst 300'000 Einwohnern nicht nur heftigen russischen Angriffen ausgesetzt, sondern kämpft auch mit massiven Problemen bei der Strom-, Wärme- und Wasserversorgung. Angesichts der schwierigen Lage hat die ukrainische Regierung vor wenigen Tagen damit begonnen, Zivilisten in andere Landesteile zu fahren, wo sie den Winter verbringen sollen. (sda/dpa)
Elderly residents are evacuated from the southern city of Kherson, Ukraine, Sunday, Nov. 27, 2022. Shelling by Russian forces struck several areas in eastern and southern Ukraine overnight as utility  ...
Bild: keystone
18:03
Färöer verlängern Fischereiabkommen mit Russland
Die Färöer-Inseln haben ihr Fischereiabkommen mit Russland entgegen Kritik und Warnungen aus Kopenhagen und Brüssel um ein weiteres Jahr verlängert. Das gab der Fischereiminister der autonomen, zu Dänemark gehörenden Atlantikinseln, Árni Skaale, am Samstag bekannt.

Skaale rechtfertigte den Schritt gegenüber der dänischen Tageszeitung «Jyllandsposten» mit der immensen wirtschaftlichen Bedeutung der Quoten für Dorsch, Schellfisch, Flunder und Shrimps in der Barentssee für sein Land. Sein Land verurteile aber selbstverständlich jede Form von Krieg, auch jenen in der Ukraine, so Skaale.

Das Fischereiabkommen zwischen den Färöer-Inseln und Russland existiert seit 1977 und wird jedes Jahr erneuert. Im Gegenzug für die Fangquoten der färöischen Fischereiflotte in der Barentssee dürfen russische Schiffe in färöischen Gewässern fischen und dort auch Lasten umladen.

Sowohl dänische als auch EU-Politiker hatten die Färöer aufgefordert, von der Verlängerung des Abkommens angesichts des Krieges Moskaus gegen die Ukraine Abstand zu nehmen. Vereinzelte Kritik gab es auch im eigenen Land. Letztlich stimmte im Parlament in Torshavn aber nur ein Abgeordneter von 33 gegen die Verlängerung des Abkommens. (sda/apa)
14:28
Kreml wirft Europaparlament Hass auf Russland vor
Bild
Bild: keystone
Als Reaktion auf die Verurteilung Russlands als staatlichen Unterstützer von Terrorismus hat der Kreml dem Europaparlament eine «ungezügelte Russophobie und Hass auf Russland» vorgeworfen. Es gebe im EU-Parlament ein «riesiges Defizit an Professionalität», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Sonntag laut Agentur Itar-Tass im russischen Staatsfernsehen. Die Parlamentarier seien von Emotionen geleitet. Ohnehin sei die Resolution rechtlich nicht bindend und Moskau nehme sich die Verurteilung «nicht zu Herzen».

Eine grosse Mehrheit der Abgeordneten des Europaparlaments hatte am Mittwoch einer Resolution zugestimmt, die Russland als einen «terroristische Mittel einsetzenden Staat» bezeichnet.

Bisher kennt das europäische Recht keine Kategorie oder Liste für Staaten, die Terrorismus unterstützen. Das EU-Parlament hatte auch gefordert, die diplomatischen Beziehungen zu Russland weiter einzuschränken. Zudem werden in der Resolution weitere Strafmassnahmen wie ein Embargo gegen russische Diamanten gefordert. Russland hatte vor gut neun Monaten einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine begonnen. (sda/dpa)
11:55
Militärgouverneur: Massive russische Angriffe auf Cherson – wieder Strom in Kiew
Ukrainian servicemen shoot towards Russian positions in the frontline near Kherson, southern Ukraine, Wednesday, Nov. 23, 2022. The Russian withdrawal from the only provincial capital it gained in nin ...
Bild: keystone
Russland hat die von ukrainischen Truppen kürzlich zurückeroberte Stadt Cherson und deren Umgebung nach Angaben der ukrainischen Behörden massiv beschossen. Bei mehr als 50 Angriffen seien auch Wohnhäuser von Granaten getroffen worden, berichete Militärgouverneur Jaroslaw Januschewitsch am Sonntag im Nachrichtenkanal Telegram. Demnach gab es mindestens einen Toten und zwei Verletzte. Die Ukraine warf Russland zum wiederholten Male Terror und gezielte Angriffe auf Zivilisten vor. Die Angaben waren zunächst nicht unabhängig zu überprüfen.

Unter dem Druck ukrainischer Angriffe hatten russische Truppen Cherson nach mehr als acht Monaten Besatzung Mitte November geräumt. Die Lage in der Stadt mit einst etwa 300'000 Einwohnern ist auch wegen der Zerstörungen der Stromleitungen und der Infrastruktur kritisch. Die Behörden der Hauptstadt Kiew vermelden unterdessen gute Nachrichten: Die Versorgung mit Strom, Wasser, Wärme und Mobilnetz in der Drei-Millionen-Metropole sei nahezu vollständig wiederhergestellt, teilte die Militärverwaltung mit.

Die Hauptstadt war vier Tage lang wegen russischer Angriffe auf die Energie-Infrastruktur ohne Strom. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko deswegen ungewöhnlich offen kritisiert. Der ehemalige Box-Weltmeister warnte daraufhin vor politischem Streit. Der «Bild am Sonntag» sagte Klitschko: «Der Schlüssel des Erfolgs der Ukraine nach dem Angriff Russlands auf unser Land ist der Zusammenhalt, sowohl national als auch international.»
10:55
Russland mit schweren Verlusten in Region Donezk
Ukrainian MLRS Multiple Launch Rocket System takes a position in the frontline at an undisclosed location in the Donetsk region, Ukraine, Thursday, Nov. 24, 2022. (AP Photo/Roman Chop)
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Russland hat nach Einschätzung britischer Geheimdienste in der schwer umkämpften Region Donezk viele Gefallene zu beklagen. Rund um die Städte Pawliwka und Wuhledar im Süden der Region habe es in den vergangenen zwei Wochen intensive Kämpfe mit schweren Verlusten für die russische Marineinfanterie gegeben, hiess es am Sonntag in einem Bericht des britischen Verteidigungsministeriums. London wertet die Kämpfe auch als Zeichen dafür, dass Russland die Region als möglichen Startpunkt einer Offensive Richtung Norden sieht.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will die britische Regierung sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine Desinformationskampagne vor. (sda/dpa)
9:33
Luftalarm in der Ukraine – Raketen treffen Stadt Krywyj Rih
epa10272512 The sun rises behind a construction site in Dnipro, Ukraine, 29 October 2022. According to a report issued by the Kyiv School of Economics, as of September 2022 the total amount of documen ...
Bild: keystone
Bei einem russischen Raketenangriff ist nach ukrainischen Angaben die Grossstadt Krywyj Rih im Süden des Landes getroffen worden. Zwei Raketen hätten am Sonntagmorgen eine Verkehrsinfrastruktureinrichtung zerstört, teilte Militärgouverneur Walentyn Resnitschenko im Nachrichtenkanal Telegram mit. Einzelheiten nannte er nicht. Die Militärverwaltung rief die Bevölkerung auf, sich in Luftschutzkellern in Sicherheit zu bringen. In der Stadt sei es zu Explosionen gekommen. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

In mehreren Gebieten im Osten und Süden der Ukraine wurde Luftalarm ausgelöst. Auch der Bezirk Nikopol nördlich des Flusses Dnipro wurde nach ukrainischen Angaben mit Granaten und schwerer Artillerie beschossen. In der Nacht zum Sonntag trafen ausserdem zwei Raketen einen landwirtschaftlichen Betrieb in einem Vorort der südukrainischen Stadt Saporischschja, wie das Militär mitteilte. Tote oder Verletzte habe es nicht gegeben.

Am Samstag waren bei erneuten russischen Raketenangriffen auf die ukrainische Industriestadt Dnipro nordöstlich von Krywyj Rih laut Militärgouverneur Resnitschenko, mindestens 13 Menschen verletzt worden. sda/dpa)
6:28
Estlands Verteidigungsminister: Russland wird militärisch lernen
Estlands Verteidigungsminister Hanno Pevkur sieht Russland nach neun Monaten Krieg in der Ukraine nicht entscheidend geschwächt. «Wir müssen ehrlich und klar sein: Die russische Marine und die russische Luftwaffe sind mehr oder weniger so gross wie vor dem Krieg», sagte Pevkur der Deutschen Presse-Agentur bei einem Besuch in Berlin. Zwar hätten die russischen Landstreitkräfte deutlich an Kraft verloren, würden aber «eher früher als später» den Umfang vor dem 24. Februar haben oder sogar grösser sein.

Er erwarte zudem, dass Russland aus dem Kriegsverlauf lernen wird. «Das bedeutet, sie werden in den kommenden Jahren mehr in die Fähigkeiten investieren, die aus ihrer Perspektive in der Ukraine erfolgreich waren», sagte Pevkur. «Wir haben keinen Grund zur Annahme, dass die Gefahr durch Russland irgendwie geringer oder die Bedrohung für die Nato reduziert ist.»
epa10251531 Estonian Defense Minister Hanno Pevkur delivers remarks during a meeting with US Secretary of Defense Lloyd Austin at the Pentagon in Arlington, Virginia, USA, 18 October 2022. Pevkur and  ...
Bild: keystone
Estlands Verteidigungsminister Hanno Pevkur.

Estland, ein eher kleines Nato-Land, will nach den Worten des Ministers im kommenden Jahr 2,84 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung ausgeben. Im Jahr 2024 soll der Betrag auf 3,2 Prozent steigen. Etwa 1 Prozent des eigenen Bruttoinlandsproduktes sei schon für die militärische Unterstützung der Ukraine gegen den russischen Angriff gegeben worden.

«Wir müssen alle mehr tun», sagte Pevkur. Die Ukraine teile die Werte der Freiheit, einer regelbasierten Welt und der Menschenrechte. Besonders brauche sie derzeit Systeme der Flugabwehr sowie schwere Artillerie und Munition.

Pevkur warnte vor «Kriegsmüdigkeit» westlicher Staaten. «Genau das will Russland erreichen, und darum sagen wir, dass sie es nicht eilig haben. Definitiv ist Russland bereit, länger zu leiden.» Er gehe davon aus, dass Russland «von der Mentalität her zu einem langen Krieg bereit ist». Allerdings wolle die Führung in Moskau angesichts schwerer Verluste bei den Landstreitkräften – womöglich inzwischen 50 Prozent – «eine Art Pause», um Kräfte neu zu sammeln. Erst im Frühling kommenden Jahres werde erkennbarer, wie lange der Krieg dauern könne. Pevkur: «Werden es Jahre? Schwer zu sagen.» (sda/dpa)
6:25
Stoltenberg lobt Deutschlands Hilfe für die Ukraine
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die deutsche Unterstützung für die Ukraine in deren Abwehrkrieg gegen Russland gelobt. «Deutschlands starke Unterstützung macht einen entscheidenden Unterschied», sagte Stoltenberg zu «Welt am Sonntag». Die Waffenlieferungen aus Deutschland retteten Leben, sagte der frühere norwegische Regierungschef zwei Tage vor dem Treffen der Nato-Aussenminister in Bukarest. «Wir alle müssen unsere Unterstützung für die Ukraine aufrechterhalten und verstärken.»

Deutschland hat der Ukraine bisher das moderne Luftabwehrsystem Iris-T geliefert, drei weitere sollen im kommenden Jahr folgen. Angesichts der ständigen russischen Raketen- und Drohnenangriffe benötigen die ukrainischen Streitkräfte in erster Linie weitere Luftabwehr-Waffen.

Zur aktuellen Lage in der Ukraine meinte Stoltenberg, dass der russische Präsident Wladimir Putin «mit mehr Brutalität» auf Niederlagen reagiere. Mit Einzug des Winters habe Moskau angefangen, die Energieversorgung der Ukraine zu bombardieren, um das Land in die Knie zu zwingen. «Putin versucht, den Winter als Waffe zu nutzen. Aber er wird damit keinen Erfolg haben», sagte Stoltenberg. (sda/dpa)
epa10326862 Secretary General of the North Atlantic Treaty Organization (NATO) Jens Stoltenberg gives a press conference ahead of a two-day NATO Ministers of Foreign Affairs meeting; at NATO headquart ...
Bild: keystone
21:51
Selenskyj sagt armen Ländern grosse Getreidelieferungen aus Ukraine zu
An Ukrainian woman who lives in Lebanon waves national Ukrainian flag as trucks being filled with Ukrainian corn from the ship AK Ambition, sailing under the flag of Panama at Tripoli seaport, in Trip ...
Bild: keystone
Die Ukraine will nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mit Hilfe der westlichen Industriestaaten Getreide für 150 Millionen Dollar an die ärmsten Länder der Erde liefern. «Ernährungssicherheit ist eines der Schlüsselelemente globaler Stabilität», sagte der 44-Jährige am Samstag in seiner täglichen Videoansprache. Das Programm «Getreide aus der Ukraine» präsentierte er als wichtigen Schritt zur Bekämpfung der weltweiten Lebensmittelkrise.

Nach dem Ende der russischen Seeblockade habe die Ukraine über ihre Schwarzmeerhäfen bereits 12 Millionen Tonnen Lebensmittel in 40 Länder verschifft. «Davon sind mehr als 2,5 Millionen Tonnen für Länder bestimmt, die nicht nur von Nahrungsmittelknappheit, sondern auch von einer schweren Krise betroffen sind», berichtete Selenskyj. Mit der neuen Getreideexportinitiative sollen seinen Angaben nach diese Lieferungen ausgebaut werden. Laut dem ukrainischen Präsidenten bereitet das Land 60 Getreideschiffe für arme Länder vor. Finanziell unterstützt werde Kiew dabei von mehr als 20 Ländern, die bereits 150 Millionen Dollar für die Lieferungen zugesagt hätten.

Die Initiative dient offenbar dazu, die bislang im Ukrainekrieg weitgehend neutralen Staaten Afrikas und Asiens auf Kiews Seite zu ziehen. Moskau seinerseits hatte zuletzt dem Westen die Schuld an der weltweiten Lebensmittelkrise gegeben. Seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine stellte Kremlchef Wladimir Putin als Abwehr westlicher Hegemonieansprüche dar. Russland versucht nach Experteneinschätzungen so, sich an die Spitze der Antikolonialbewegung zu setzen und die Sympathien der ärmeren Länder zu gewinnen. Die meisten dieser Länder haben - im Gegensatz zum Westen - noch nicht eindeutig Stellung bezogen in dem Krieg. (sda/dpa)
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Das grösste Nato-Manöver seit dem Kalten Krieg

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Das grösste Nato-Manöver seit dem Kalten Krieg
quelle: epa/us navy / petty officer 2nd class lyle wil / handout
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«Überlassen die Leichen den Hunden» – BBC-Reportage zeigt prekäre Situation in Charkiw

Video: watson

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