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Israel-Gaza-Krieg: Tote nach mutmasslich israelischen Angriffen in Syrien

Palestinians displaced by the Israeli air and ground offensive on the Gaza Strip walk through a makeshift tent camp in Rafah, Gaza, Friday, May 10, 2024. (AP Photo/Abdel Kareem Hana)
Ein Zeltlager für Flüchtlinge nahe der Stadt Rafah.Bild: keystone
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Tote nach mutmasslich israelischen Angriffen in Syrien +++ Hamas-Tunnelnetz zerstört

Am 7. Oktober 2023 attackierte die Hamas Israel und ermordete 1200 Menschen. Israel reagierte mit Bombenangriffen und die Armee drang in den Gazastreifen ein. Alle News im Liveticker.
28.05.2024, 22:2530.05.2024, 04:33
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  • Auslöser des Gaza-Kriegs war das beispiellose Massaker mit mehr als 1200 Toten, das Terroristen der Hamas und anderer Gruppen am 7. Oktober 2023 in Israel verübt hatten.
  • Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive, die laut Hamas-Angaben bereits über 30'000 Todesopfer gefordert hat. Es ist nicht bekannt, wie viele Hamas-Kämpfer darunter sind.
  • Bei dem Überfall hatten die islamistischen Terroristen mehr als 250 Menschen in den Gazastreifen verschleppt. Mehr als 100 waren bei einem früheren Austausch von Geiseln gegen Palästinenser in israelischer Haft im November freigekommen.
  • Mehr als 120 Geiseln befinden sich nach israelischer Zählung noch in der Gewalt der Islamisten. Dabei ist nicht klar, wie viele von ihnen tot sind.
  • Obwohl der Internationale Gerichtshof in Den Haag Israel angewiesen hat, den umstrittenen Militäreinsatz in Rafah zu beenden, hält Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an der Offensive fest.
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22:11
Aktivisten: Tote nach mutmasslich israelischen Angriffen in Syrien
Bei zwei mutmasslich israelischen Angriffen im Nordwesten Syriens sind Menschenrechtsaktivisten zufolge ein Kind sowie drei Mitglieder der Hisbollah-Miliz getötet worden. In der Hafenstadt Banijas hätten der Einschlag einer israelischen Rakete sowie eine syrische Abwehrrakete zu zwei Explosionen geführt, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Grossbritannien am Mittwochabend mit. Infolgedessen seien ein Mädchen getötet und zwölf Zivilisten verletzt worden. Syriens staatliche Nachrichtenagentur Sana sprach von einem getöteten Kind und zehn Verletzten.

Auch im Umland der Stadt Homs habe es einen israelischen Angriff gegeben, teilte die Beobachtungsstelle weiter mit. Dieser habe einen Militärstandort zum Ziel gehabt. Bei den dabei getöteten Mitgliedern der libanesischen Hisbollah-Miliz soll es sich den Angaben nach um Syrer handeln.

Israels Militär teilte auf Anfrage mit, die Berichte zu den Angriffen zu prüfen. (sda/dpa)
21:52
Ägyptischer Fernsehsender verneint Berichte
Der staatsnahe ägyptische Fernsehsender Al-Kahira News berichtete unter Berufung auf eine hochrangige Quelle, die Berichte über die Tunnel an der ägyptischen Grenze seien nicht wahr. Ägypten liess in der Vergangenheit allerdings bereits selbst Tunnel aus dem palästinensischen Küstengebiet fluten, da durch die unterirdischen Gänge auch Waffen aus dem Gazastreifen zu Extremisten in den Nord-Sinai gelangt sein sollen. Im Januar sagte ein ägyptischer Beamter, das Land habe innerhalb der vergangenen zehn Jahre 1500 Tunnel zerstört. (sda/dpa)
21:08
Israels Armee: Anderthalb Kilometer langes Hamas-Tunnelnetz zerstört
Israels Armee hat nach eigener Darstellung ein anderthalb Kilometer langes Tunnelsystem der Hamas nahe der Stadt Rafah zerstört. Der Eingang habe sich rund 100 Meter vom Grenzübergang zu Ägypten befunden und zu einer verzweigten unterirdischen Route geführt, teilte Armeesprecher Daniel Hagari am Mittwochabend mit. Mitglieder der Hamas hätten das Tunnelsystem im südlichen Gazastreifen genutzt, um Soldaten anzugreifen und Waffen zu transportieren. In den unterirdischen Gängen unterschiedlicher Tiefe hätten die Einsatzkräfte Raketen, Sprengsätze und weitere Waffen gefunden. Es gab dort demnach auch Räume und Badezimmer. (sda/dpa)
Israeli Armed Forces chief spokesman Daniel Hagari, ISRAELS ARMED FORCES 06 5 2024, Israel Espana Aton 898481 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: FUERZASxARMADASxDExISRAEL
Bild: www.imago-images.de
19:33
Berichte: Gazas Grenzbereich zu Ägypten unter israelischer Kontrolle
Israels Militär hat im Gazastreifen israelischen Medienberichten zufolge die Kontrolle über den gesamten Abschnitt entlang der Grenze zu Ägypten übernommen. Im Grossteil des als Philadelphi-Korridor bekannten Bereichs seien israelische Truppen stationiert, berichteten mehrere Medien unter Berufung auf die Armee am Mittwochabend. Das Militär teilte auf Anfrage mit, die Berichte zu prüfen.

In dem etwa 14 Kilometer langen Bereich gebe es rund 20 Tunnel, die nach Ägypten führten, hiess es in den Berichten weiter. Die Hamas hat Tunnel genutzt, um etwa Waffen in den Küstenstreifen zu schmuggeln. Einige der Tunnel wurden den Berichten zufolge zerstört. Israel habe auch sein Nachbarland Ägypten darüber informiert.

Insgesamt sollen sich den Angaben zufolge 82 Tunnelschächte in der Gegend befinden. Israels Militär habe entlang des Philadelphi-Korridors zudem Dutzende Raketenwerfer der Hamas entdeckt. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. (sda/dpa)
19:00
Nach Streit um Gaza-Krieg: Brasilien zieht Botschafter aus Israel ab
Nach einer diplomatischen Auseinandersetzung über den Gaza-Krieg hat die brasilianische Regierung ihren Botschafter in Israel offiziell abgezogen. Federico Meyer werde Brasilien künftig bei der Genfer Abrüstungskonferenz vertreten, hiess es am Mittwoch im Amtsblatt des südamerikanischen Landes. Damit wird die brasilianische Botschaft in Israel nur noch von einem Geschäftsträger geführt.

Meyer war bereits im Februar zu Konsultationen nach Brasilien beordert worden, nachdem die Auseinandersetzungen über die Bewertung des Gaza-Kriegs eskaliert waren. Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hatte den israelischen Militäreinsatz in Gaza mit dem Holocaust verglichen. Daraufhin erklärte ihn Israels Aussenminister Israel Katz zur unerwünschten Person und zitierte Botschafter Meyer in die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Dies wurde von der brasilianischen Regierung als öffentliche Demütigung verstanden. (sda/dpa)
18:34
Schweiz «äusserst besorgt» über Spirale der Gewalt in Nahost
Die Schweiz hat im Uno-Sicherheitsrat den jüngsten Raketenbeschuss auf Israel durch die Hamas und die Angriffe Israels auf ein Lager für Vertriebene in Rafah im Gazastreifen scharf verurteilt. Die Schweiz sei äussert besorgt über die Gewaltspirale, die am Wochenende eine neue Stufe erreicht habe, sagte die Schweizer Uno-Botschafterin Pascale Baeriswyl am Mittwoch in New York.
Pascale Baeriswyl äusserte sich schon mehrmals für die Schweiz im UN-Sicherheitsrat.
Bild: John Minchillo/AP
Der Bevölkerung in Gaza mangele es dringend an Schutz, nachdem sie bereits vertrieben wurde, einer drohenden Hungersnot ausgesetzt sei und weiterhin unter den Feindseligkeiten leide, hiess es in einer vom Aussendepartement verbreiteten Stellungnahme. Auch der «wahllose Raketenbeschuss» Israels durch die Hamas verstosse gegen das humanitäre Völkerrecht.

Die Schweiz appellierte erneut an alle Parteien, den Verpflichtungen aus dem humanitären Völkerrecht nachzukommen. Sie müssten diese Vorsichtsmassnahmen treffen, um die Zivilbevölkerung zu schützen und Schäden an zivilen Objekten zu vermeiden. (sda)
14:43
Israels Sicherheitsberater: Krieg mindestens bis Ende des Jahres
Israeli soldiers drive a tank near the Israeli-Gaza border, in southern Israel, Wednesday, May 29, 2024. (AP Photo/Tsafrir Abayov)
Bild: keystone
Der Gaza-Krieg wird nach Einschätzung von Israels Nationalem Sicherheitsberater mindestens bis Ende des Jahres andauern. «Auch in diesem Jahr erwarten uns noch mindestens sieben Monate der Kämpfe», sagte Tzachi Hanegbi am Mittwoch dem israelischen Kan-Sender.

Dies sei notwendig, um die Herrschaft der islamistischen Hamas und ihre militärischen Fähigkeiten zu zerstören. Die Armee habe 2024 in ihren Plänen als «Jahr der Kämpfe» definiert. «Wir brauchen einen langen Atem und Durchhaltevermögen.»

Israel werde vermutlich längerfristig die Sicherheitskontrolle bewahren, weil es keine anderen «Freiwilligen» gebe, sagte Hanegbi weiter. Man wolle jedoch keine zivile Herrschaft Israels in dem Küstenstreifen, sondern hoffe auf eine neue palästinensische Führung. Dies sei jedoch erst am «Tag nach Hamas» möglich. (sda/dpa)
11:56
Explosion in Rafah: Drei israelische Soldaten getötet
Drei israelische Soldaten sind nach Medienberichten vom Mittwoch bei der Explosion einer Sprengfalle in einem Gebäude in Rafah im südlichen Gazastreifen getötet worden. Die israelische Armee teilte am Mittwoch nur mit, am Vortag seien drei Soldaten der Infanteriebrigade Nachal bei Kämpfen im südlichen Gazastreifen gefallen.

Israelische Soldaten gehen bei dem Einsatz in dem Küstenstreifen unter anderem von Haus zu Haus auf der Suche nach Waffen. Viele Gebäude sind nach Militärangaben mit tödlichen Sprengfallen präpariert.

Mit dem Vorfall am Dienstag sind seit Beginn des Gaza-Kriegs am 7. Oktober nach Angaben der Armee auf israelischer Seite 639 Soldaten und Soldatinnen gefallen und mehr als 3600 weitere verletzt worden. Nach Angaben der von der islamistischen Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde sind bisher mehr als 36'000 Palästinenser getötet. Die Behörde unterscheidet nicht zwischen Zivilisten und Kämpfern. Die Zahlenangaben können derzeit nicht unabhängig überprüft werden. (sda/dpa)
10:22
Hamas-Extremisten schiessen vom Westjordanland aus auf Israel
Bewaffnete Kämpfer der palästinensischen Terrororganisation Hamas haben vom Westjordanland aus einen israelischen Grenzort beschossen. Ein am Mittwoch verbreitetes Video der Hamas zeigte drei Männer mit Schnellfeuergewehren, die mehrere Salven abgaben.

Der israelische Armeesender berichtete, es habe in dem Ort Bat Chefer nahe der Sperranlage zwischen Israel und dem besetzten Westjordanland keine Opfer, aber Sachschaden gegeben. Es sei bereits der zweite Vorfall dieser Art. Die Angreifer, die Hamas-Stirnbänder trugen, stammten demnach aus einem Flüchtlingsviertel in der palästinensischen Stadt Tulkarem.

In Tulkarem und anderen palästinensischen Städten des Westjordanlands gibt es immer wieder Razzien der israelischen Armee. Seit Beginn des Gaza-Kriegs nach dem Hamas-Massaker am 7. Oktober hat sich die Lage auch im besetzten Westjordanland noch einmal zugespitzt. Rund 500 Palästinenser wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Westjordanland seitdem bei israelischen Militäreinsätzen, Konfrontationen oder eigenen Anschlägen getötet. Zugleich gingen israelische Siedler auch gewaltsam gegen Palästinenser vor. (sda/dpa)
4:46
UN-Sicherheitsrat: Gaza-Resolutionsentwurf verlangt Ende von Offensive
Nach dem verheerenden Luftangriff mit etlichen Todesopfern in einem Flüchtlingslager in Rafah verlangt ein neuer Resolutionsentwurf im Weltsicherheitsrat ein sofortiges Ende der israelischen Militäroffensive. Ausserdem müsse es eine sofortige und von allen Seiten respektierte Waffenruhe im Gazastreifen geben, heisst es in der von Algerien erstellten Beschlussvorlage, die er Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die islamistische Hamas wird zudem zur Freilassung aller Geiseln aufgefordert. Der Text erinnert auch an das Urteil des Internationalen Gerichtshofs, das Israel zuletzt verpflichtete, den Militäreinsatz in Rafah sofort zu beenden.

Mehrere Diplomaten hatten der Deutschen Presse-Agentur nach einem Treffen des mächtigsten UN-Gremiums hinter verschlossenen Türen am Dienstag gesagt, dass einige Ratsmitglieder ein Votum schon am Mittwoch anstrebten. Es wurde gemutmasst, die USA könnten bei einer Abstimmung ein Veto einlegen. (sda/dpa)
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Staatsanwaltschaft: Neuer Weinstein-Prozess mit mehr Opfer-Aussagen

Bei einem neu aufgerollten Prozess gegen den früheren Filmmogul Harvey Weinstein in New York könnten nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft deutlich mehr betroffene Frauen aussagen als noch im ersten Verfahren. «Einige Menschen, die 2020 nicht bereit waren, auszusagen, scheinen jetzt bereit, das 2024 zu tun», sagte die stellvertretende Staatsanwältin Nicole Blumberg am Mittwoch bei einer Anhörung vor einem Gericht in New York, bei der auch der 72-jährige Weinstein im Rollstuhl sitzend selbst anwesend war, wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichteten.

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