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Todesfälle durch Ersticken und Todesfälle durch Terror in Deutschland im Vergleich. Warum fürchten wir uns vor der weit unwahrscheinlicheren Todesursache trotzdem viel mehr? screenshot: youtube/tagesschau

Beim Essen zu ersticken ist deutlich wahrscheinlicher, als bei einem Terror-Anschlag zu sterben

Terror und Amokläufe sind in den Medien allgegenwärtig. Die Terrorangst wächst. In den Kommentarspalten fragen sich die watson-User zurecht, ob die Gewalt zugenommen hat oder ob die Medien einfach mehr darüber berichten. Ein Erklärungsversuch.



Entgegen anderslautenden Darstellungen ist der Terror in Europa kein neues Phänomen. Wir hatten ihn vergessen und verdrängt – und wir werden ihn wieder vergessen.

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In den 70er- bis 90er-Jahren ermordeten Terrorgruppen teils Hunderte Menschen jährlich in Westeuropa. Davon sind wir heute weit entfernt. YouTube/tagesschau

Die Wahrscheinlichkeit in Europa Opfer eines Terroranschlags zu werden, liegt bei 0,002 Prozent. In der Schweiz ist das Risiko noch geringer.

Befragungen zeigen immer wieder, dass die statistisch gesehen minimale Gefahr Opfer eines Anschlages zu werden, massiv überschätzt wird. Dafür gibt es eine plausible Theorie: Da Terroranschläge und Amokläufe die Menschen massiv mehr interessieren als «gewöhnliche» Unfälle oder Naturkatastrophen, informieren Medien ausgiebig über Attentate. Dies gilt um so mehr, wenn sie wie in Nizza und München in unserer Nähe stattfinden.

Spektakuläre Ereignisse wie 9/11 oder der Germanwings-Absturz bleiben zudem länger in Erinnerung, was uns das Risiko für Attentate oder einen Flugzeugabsturz überschätzen lässt. Umgekehrt unterschätzen wir die Gefahr, im Strassenverkehr, bei einem Berufsunfall oder durch einen Wespenstich zu sterben, da über unspektakuläre Ereignisse weniger informiert wird. Oder hast du gewusst, dass in China allein in diesem Monat über 300 Menschen bei Überschwemmungen gestorben sind – mehr als hundert davon am letzten Wochenende

Woher kommt die neue Angst vor dem Terror?

Ein watson-User stellt die Frage, die wir uns insgeheim in den letzten Tagen wohl alle gefragt haben:

Eine mögliche Antwort liefert ein anderer watson-User:

Soziale Medien wie Twitter und Facebook sowie Smartphones mit News-Apps bringen Terror und Amokläufe innert Sekunden ins Bewusstsein von Millionen Menschen. Medien haben die Pflicht zu informieren – auch über Unangenehmes. Sie spielen damit aber auch den Terroristen und Populisten in die Hände, die Angst und Hass verbreiten wollen.

Was Terroristen und Populisten gemeinsam haben

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Unreflektierte News über Terror schüren Ängste. Medienberichte hingegen, die die Geschehnisse (geschichtlich und gesellschaftlich) einordnen, können dem entgegenwirken.

Dazu kommt, dass Medien über Ereignisse, die wie in Nizza und München quasi vor der Haustüre stattfinden, weit ausführlicher berichten als über Ereignisse in Syrien, Afghanistan oder im Irak, wo Terroranschläge an der Tagesordnung sind. Nizza und München, aber auch der Mord an 19 Menschen in einem Behindertenheim in Japan, haben daher fast alle von uns mitbekommen. Diesen drei Bluttaten ist gemein, dass es sich um Ereignisse in wohlhabenden Ländern handelt, in denen man weniger mit Anschlägen rechnet, als in Konfliktregionen. Doch hast du gewusst, dass in Kabul fast gleichzeitig über 80 Menschen durch Selbstmordattentäter ihr Leben verloren haben? Oder dass es gestern in Mogadischu mehrere Tote bei einem Anschlag am Flughafen gab? Diesen beiden Attentaten ist gemein, dass es sich um Ereignisse in armen Ländern handelt, die zudem als klassische Krisenherde gelten.

Obwohl in Kabul über acht Mal mehr Menschenleben als in München ausradiert worden sind, wurde der Live-Ticker auf watson zu München weit über 100 (!) Mal öfter angeklickt, als mehrere Artikel zu Kabul zusammen. Selbst ein Push-Alarm zum blutigsten Anschlag in Afghanistan seit zehn Jahren konnte daran nichts ändern. Ob Kabul, Mogadischu oder Bagdad, das Interesse der Leser tendiert gegen Null, weil der Terror zum Alltag gehört.

Dieser Zusammenhang zwischen dem Wohlstand eines Landes und der Häufigkeit der Terrorberichterstattung bzw. dem Interesse der Leser lässt sich auch grafisch darstellen:

Das Bruttosozialprodukt eines Landes korreliert mit der Terror-Berichterstattung

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Die Grafik zeigt: Je reicher das vom Anschlag betroffene Land ist, desto eher berichtet die «New York Times» über einen Terroranschlag. Dieser Zusammenhang gilt mit höchster Wahrscheinlichkeit für die Medien im Allgemeinen. Die Folge: Wir überschätzen die Terrorgefahr bei uns und unterschätzen die Terrorgefahr andernorts.  grafik: fivethirtyeight

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kubod 28.07.2016 13:20
    Highlight Highlight Statitstik und ihre Anwendung. Auslegungssache, gell Watson.
    Die Rechnung geht doch eigentlich so.
    Zusätzlich zu den schon vorhandenen Risiken, gewaltsam frühzeitig aus dem Leben gerissen zu werden, kommt nun auch die Gefahr von Terroranschlägen dazu.
    Wenn man dazu noch weiss, dass islamische Neuzugänge aus Nordafrika, Afghanistan und Irak eine dreimal höhere Verbrechensrate bei Gewaltdelikten haben, können wir uns ausrechnen, ob wir uns diese Erhöhung der Gefahren im täglichen Leben wirklich leisten wollen.
    Es hilft nichts, sich das schönzureden, wie das watson so gerne tut.
  • legis 28.07.2016 10:20
    Highlight Highlight Vielen hier fehlt meiner Meinung nach einfach der Wille, diesen Artikel richtig einzuordnen:
    Es soll gezeigt werden, dass das Leben so oder so endlich ist! Sogar in einem westlichen Land kann man sterben, man staune! An ganz unterschiedlichen Sachen! Vom Essen, von einer herunterfallenden Kokosnuss, oder bei einem Anschlag.
    Das Leben ist nunmal endlich, jetzt in Panik zu verfallen, schränkt nur das Geniessen des Lebens jetzt ein, was sicher ist. Wie sicher ein Tod durch Terror ist, wurde im Artikel schon erläutert. Ich hoffe, ich konnte ein paar Geister erhellen! :)
  • Greet 28.07.2016 00:58
    Highlight Highlight Nicht jeder, der eine Statistik bemüht, hat was zu sagen.
  • atomschlaf 28.07.2016 00:35
    Highlight Highlight Ja, schön und gut Eure Statistiken.
    Aber:
    Essen muss man.
    Potentielle Islamisten nach Europa einreisen lassen muss man nicht.
  • Bowell 28.07.2016 00:26
    Highlight Highlight Die Wahrscheinlichkeit auf Watson schwachsinnige Artikel dieser Art zu lesen, scheint proportional mit Terroranschlägen und Amokläufen zuzunehmen...
    Wie hier krampfhaft schönrederisch irgendwelche Statistiken bemüht und Zahlen verglichen werden lässt mir die Zehennägel zurückrollen...
  • Turi 28.07.2016 00:19
    Highlight Highlight "Beim Essen zu ersticken ist deutlich wahrscheinlicher, als bei einem Terror-Anschlag zu sterben"
    Tolle Relativierung. Das ist in etwa wie wenn jemand sagen würde, öhm:
    "In einen Autounfall verwickelt zu werden ist deutlich wahrscheinlicher als vergewaltigt zu werden."
  • Steely Dan 27.07.2016 22:46
    Highlight Highlight In F und D werden durchschnittlich je 2 Menschen pro Tag getötet:

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Tötungsrate_nach_Ländern

    Wenn man über die Medien mit all diesen Fällen konfrontiert würde, hätte man wohl nicht eine derartige Fokussierung auf die eine Motivation, und würde die tatsächliche Gefährdung realistischer einschätzen. Wobei es ist zu befürchten, dass sich dann mehr Leute bewaffnen möchten.

    Die US Zahlen sind übrigens eindrücklich
  • ThePower 27.07.2016 20:38
    Highlight Highlight Ich denke den meisten macht weniger die Wahrscheinlichkeit zu schaffen, sondern das Unbehagen. Die bittere Wahrheit ist, dass wir versuchen müssen mit diesem Gefühl zu leben. Ich persönlich versuche das Risiko so gut es geht zu verdrängen und hoffe, dass der IS bald von den Amis & Co plattgemacht wird. Mag nicht die beste Lösung sein, aber es ist die Einzige die ich habe.
    • sägsali 27.07.2016 23:07
      Highlight Highlight Nur wird es schwierig die IS aus der Luft platt zu machen.
  • Bruno Wüthrich 27.07.2016 18:47
    Highlight Highlight Potz Blitz !!! 0,002 Prozent ??? Das ist aber ein extrem hoher Wert. Wo hat der Autor denn das abgeschrieben? Oder handelt es sich da um einen Verschreiber? Man rechne...

    Beim Essen ersticken vor allem alte Menschen. Bei ihnen soll dies - bin kein Experte - eine recht häufige Todesursache sein. Der Grund dafür hat etwas mit dem Öffnen bzw. Schliessen von Klappen bei der Luft-, und/oder Speiseröhre zu tun, welches im Alter bei einigen Leuten nicht mehr recht klappen will (entschuldigt die ungenaue Beschreibung).

    Ein Vergleich, der nichts bringt. Wahrscheinlich nicht mal eine korrekte Zahl.
  • Jol Bear 27.07.2016 18:36
    Highlight Highlight Und jetzt? Müssen wir nun Tote durch Terroranschläge als "gottgegebene" Begleiterscheinung hinnehmen und uns allenfalls mit der Medienberichterstattung, den Populisten und dem Bruttosozialprodukt als weitere Ursache begnügen? Seltsame VerdrängungsLogik...
    • Marc A. 27.07.2016 22:40
      Highlight Highlight Gut geschrieben. Ich mag diesen Artikel nicht. Solche Vergleiche sind nicht angemessen. Ich wehre mich dagegen, "taub" zu werden und beue Meldungen über Anschläge mit einem Schulterzucken und als gottgegeben hinzunehmen.
  • E7#9 27.07.2016 18:28
    Highlight Highlight Und was ist den dieser Vergleich wenn nicht populistisch? Macht er jetzt einen Terroranschlag weniger schlimm? Ist die überlebenswichtige Speiseaufnahme nun gefährlicher als Terror? Nein. Man könnte ja mal darüber eine Statistik zeigen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, eine Mahlzeit zu überleben im Vergleich zu einem Terroranschlag.

    Übrigens: Ich kenne etwas noch viel gefährliches. Das Leben. Leben ist in jedem Fall tödlich. Und zwar immer und für jeden.
  • Maracuja 27.07.2016 17:38
    Highlight Highlight Peinlicher Vergleich*. Auf's Essen können wir nicht verzichten, ohne Schaden zu nehmen, auf den Strassenverkehr genauso wenig, die Versorgung würde zusammenbrechen. Auf Terror hingegen können wir bestens verzichten, allenfalls verdiente die Sicherheitsbranche etwas weniger und die Clickrate bei gewissen Medien wäre kleiner. Als der Terror in den 70er Jahren von links kam, haben die Medien ihre Leser nicht mit solchen dämlichen Vergleichen belästigt.
    * Und wenn ihr schon Äpfel und Birnen vergleichen wollt, dann liefert bitte auch Zahlen, wieviele nach Vorfall schwerstbehindert bleiben.
    • Nausicaä 27.07.2016 18:34
      Highlight Highlight Nun: Auf Krebs könnten wir auch verzichten, das interessiert den aber genausowenig wie es die IS interessiert, dass wir auf den Terror verzichten könnten. Wir tun gut daran, ihn einfach so vehement und umsichtig wie möglich zu verhinderen. In einem gewissen Masse werden wir aber lernen müssen, mit ihm zu leben und ihn als das zu sehen, was er ist: Ein schlimmes Übel unter vielen...Ganz ehrlich; so richtige Problem haben wir, wenn die mit Massenvernichtungswaffen ankommen...Innerhalb ihrer Ideologie durchaus denkbar, dass die uns allesamt ausrotten würden, ohne mit der Wimper zu zucken...
    • Sillum 27.07.2016 18:48
      Highlight Highlight Der Begriff Peinlich ist noch sehr moderat gewählt. Ich würde eher sagen abscheulich. Was wird wohl noch alles erfunden um umsverrecken zu verhindern die Wahrheit sagen zu dürfen.
    • Gaspadin 27.07.2016 21:34
      Highlight Highlight @Saja: Nein! Wir müssen nicht mit dem Terror leben, wir können und sollen in ausrotten. Den Nazi-Terror der tausendfach schlimmer war, den konnte auch ausgerottet werden. Also sollte das für hier und jetzt mit dem Dschihadismus auch möglich sein. Man muss nur wollen. Den Dschihadismus fatalistisch zu dulden, ist das Gegenteil von ihn auslöschen zu wollen. Ich stufe das als Kollaboration ein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Iwan THE Zar 27.07.2016 16:29
    Highlight Highlight Da lest ihr besser den Lobo: «Deshalb sind Vergleiche der Sorte "Es ist in Mitteleuropa wahrscheinlicher an Blitzschlägen zu sterben als an einem Terroranschlag" auch zynischer, desinformierender Unfug.»
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/amoklauf-in-muenchen-social-media-ist-kontraproduktiv-a-1104899.html
  • wiisi 27.07.2016 16:14
    Highlight Highlight Ich denke wenn wir so viele Schreckensbilder und Videos über ersticken beim Essen sehen würden, hätten wir davor gleich viel Angst wie vor Terroranschlägen. 😉
  • Iwan THE Zar 27.07.2016 16:03
  • Angelo C. 27.07.2016 15:32
    Highlight Highlight Sorry, aber wenn wir etwas nicht brauchen, dann diese dümmlichen Beruhigungspillen, die am eigentlichen Problem einfältig vorbeizielen.

    Zwar stimmt der rein mathematisch-statistische Vergleich in etwa, doch hilft oder half er den vielen bisher in Europa auf tragische Weise ums Leben gekommenen, oder gar Jenen die künftg noch bestialisch ermordet werden 🙄 ?!

    Auch der einfach gestrickte Spruch, dass sowas (wie früher) "wieder vorbeigehen wird" halte ich für ebenso wenig tröstlich wie ergiebig - eine Nullnummer...

    Kann immerhin lange Jahre dauern, bis "es" vorbeigegangen ist - also bitte 🙃!
    • Sapere Aude 27.07.2016 18:36
      Highlight Highlight Dann sind die in diesem Artikel genannten Fakten nicht relevant? Es geht ja nicht darum einfach zu beruhigen, sondern kann uns einen Weg zeigen, wie wir mit unserer Angst umgehen können. Angst ist in der Regel ein schlechter Ratgeber, wenn es um die Lösung eines Problemes geht. Ausserdem zeigt es auch, dass unser Sicherheitsgefühl nicht alleine von der realen Gefahrenlage anhängig ist, sondern auch vom Medienkonsum und der Berichterstattung.
    • Angelo C. 27.07.2016 19:57
      Highlight Highlight Rechnerisch sind sie sicherlich relevant, dennoch sind solche Vergleiche zur Zeit nicht sehr populär.

      Aber auch rein intellektuell betrachtet, haftet solchen psychologischen Erwägungen in Medien immer etwas der Ruch des bewussten Herunterspielens an - und exakt das geht mir u.a. auf den Sack.

      Argumentativ gefällt mir unter den heutigen Kommentaren die gelungene Triologie von Lilie recht gut, sie beinhaltet mehrere gute Gründe um solche Artikel (zumindest momentan) nicht sonderlich zu goutieren. Und so wird sie m.E. zurecht von Stachanowist belobigt.
    • Sapere Aude 28.07.2016 07:48
      Highlight Highlight Ich empfinde solche psychologische Erwägungen nicht als herunterspielen, denn wenn sie dies wären, wären sie wirklich kontraproduktiv. Es geht doch darum, die Gefahr in einen realistischen Kontext zu stellen und dafür braucht es solche Vergleiche. (Ob der Vergleich mit dem Essen wirklich sinnvoll sei dahin gestellt) Die Punkte die lilie genannt hat sind sehr wichtig und erklären die Gründe für die Angst sehr gut. Aber genau deshalb braucht es auch den Realitätscheck, damit wir diese Angst auch einzuordnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 27.07.2016 15:30
    Highlight Highlight Teil 3:

    Und noch etwas muss man bedenken: Bei einem Terroranschlag kommen zwar "nur" vielleicht ein Duzend um, jedoch werden oft mehrere Dutend verletzt und etliche erleiden als Augenzeugen einen Schock. Denn das mutwillige Töten eines Mitmenschen ist weitaus schrecklicher als z.B. an einem Bröckchen zu ersticken, dass ja keine böse Absicht hat.

    Somit sind weitere Faktoren: Mutwilligkeit und die "Streuwirkung" eines Terroranschlags, die weitaus mehr Menschen in Mitleidenschaft zieht als ein "Erstickungsunfall".
    • Stachanowist 27.07.2016 17:02
      Highlight Highlight Danke lilie für alle drei Kommentare. Du hast meines Erachtens alle Schwachstellen dieses Artikels offengelegt.
  • lilie 27.07.2016 15:26
    Highlight Highlight Teil 2:

    2. Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Terroranschlag umzukommen, ist zwar kleiner als bei einem Autounfall ums Leben zu kommen, trotzdem fürchten wir das erstere mehr.

    Das hat aber nicht nur mit der Omnipräsenz in den Medien zu tun, sondern auch mit dem Gefühl der Kontrolle. Wenn einfach einer auf einmal wild um sich schiesst, ist man ausgeliefert, und das macht Angst.

    Beim Autofahren, Essen etc. hingegen hat man das Steuer (bzw. das Essen) buchstäblich selber in der Hand. So hat man das Gefühl, noch selber etwas ausrichten zu können im Falle eines Unfalls.

    (Teil 3 folgt)
    • Nausicaä 27.07.2016 17:18
      Highlight Highlight @ Also beim Essen gebe ich dir Recht, aber beim Autofahren ist die Kontrolle wohl eher eine Illusion, die durch Desensibilisierung entsteht.
    • lilie 27.07.2016 18:15
      Highlight Highlight @Saja: Ich spreche überhaupt nur von Gefühlen und subjektiven Einschätzungen. ☺
    • Nausicaä 27.07.2016 22:46
      Highlight Highlight @ja ich weiss, ich halte es nur für eine ziemlich schlechte Idee, diesen einfach so nachzugeben. Man kann mit rationalem Denken nämlich irrationalen Gefühlen auch entgegenwirken. Aber das ist wohl nicht besonders 'in', gerade, wenn man sich hier die Kommentare anschaut.
  • lilie 27.07.2016 15:20
    Highlight Highlight Der Artikel ist zwar gut gemeint, verpasst hingegen mM nach die beiden wichtigsten Punkte überhaupt:

    1. Die Nachrichten über Anschläge und Unglücksfälle in reicheren Ländern interessieren die Leser bei uns nicht deshalb mehr, weil die Gewalt im nahen Osten (warum erwähnt ihr eigentlich Afrika nicht?) "normal" ist - sondern weil wir uns betroffen fühlen!

    Viele von uns waren schon in Paris, München oder Amerika. Wir denken bei solchen Unglücksfällen deshalb sofort unbewusst: "Das hätte auch mich/einen Freund/eine Arbeitskollein etc. treffen können".

    (Teil 2 folgt)
  • ostpol76 27.07.2016 15:14
    Highlight Highlight Essen brauchen wir zum überleben, Religion nicht!
  • DerHans 27.07.2016 15:10
    Highlight Highlight Was für ein Schwachsinn! Sind wir schon soweit dass Terror verharmlost wird?
  • Steven86 27.07.2016 15:08
    Highlight Highlight Was wollt ihr damit sagen? Das der Terror gar nicht so schlimm ist? Das das Essen viiiiel gefährlicher ist?
  • Normi 27.07.2016 14:46
    Highlight Highlight Der Grosse Unterschied ist essen führe ich mir selber zu Terror Nicht

    und Essen bleibt mir nicht im Hals stecken weil ich an was "falschen" oder gar-nichts Glaube...
    • Seppels 27.07.2016 16:01
      Highlight Highlight Der grosse Unterschied ist, Menschen die an essen ersticken hab sich das garantiert auch nicht so ausgesucht
    • Normi 27.07.2016 16:57
      Highlight Highlight Doch erst kauen dan schlucken 😱
  • Gaspadin 27.07.2016 14:42
    Highlight Highlight Es ist schnurzpiepegal, wie wahrscheinlich eine bestimmte Todesart ist im Vergleich zu einer anderen. Derartige Vergleiche sind ohnehin absurd, weil sie sinnleere Zahlenhuberei sind.

    Worauf es ankommt, ist der Wille Terrorakte zu verhindern, bzw. die Todesfälle durch Essen, Verkehrsunfälle, Arbeitsunfälle, Krankheiten u.v.m.
    Gäbe es diesen Willen nicht, hätte man nie mit der Produktion von Antibiotika begonnen, nie die Gurttragpflicht eingeführt, nie eine Lebensmittelverordnung geschrieben.
    Es ist absurd, etwas nicht zu fürchten und nicht beseitigen zu wollen, nur weil es schlimmeres gibt
    • Herr Müller 27.07.2016 15:44
      Highlight Highlight Wow!
      Du hast es verstanden ...
    • Nausicaä 27.07.2016 16:10
      Highlight Highlight Schnurzpiepegal? Die Anzahl der Betroffenen ist immer eine politisch relevante Grösse...sei es bei Flüchtlingen, Terroropfern oder -geschädigten oder auch bei Behinderten. Das ist ja wohl grundsätzlich. Und das der Terrorismus so aufgeblasen wird ist ja wohl ein essentiell wichtiges Faktum und der Reflexion der eigenen Ansichten und Haltungen durchaus zuträglich, was ja noch lange nicht heisst, dass man nicht alles mögliche tun soll, um ihn zu verhindern.
    • Martin Frey 27.07.2016 16:32
      Highlight Highlight Du hast nichts verstanden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AirChicken 27.07.2016 14:29
    Highlight Highlight Man sollte den Import von Nahrungsmitteln wohl besser stoppen, damit weniger Nahrung.. äähm.. Gefahr in der Schweiz vorhanden ist.
  • Sanchez 27.07.2016 14:13
    Highlight Highlight Bitte nicht Watson! So ein Schwachsinn.. Äpfel mit Birnen vergleichen hmm? Zwischen einem Terroranschlag und dem Tod durch Verschlucken von irgendwas liegt ja wohl noch ein himmelweiter Unterschied. Wahrscheinlichkeiten hin oder her..
    Ich habe jedenfalls keine Angst vor dem ach so bösen Gipfeli, dass mir im Halse stecken bleiben könnte!
    • saukaibli 27.07.2016 14:45
      Highlight Highlight Aber du hast Angst vor einem Terroranschlag, obwohl du noch nie einen gesehen hast? Das ist in etwa so rational wie wenn Autofahrer Angst vor dem Fliegen haben.
    • legis 27.07.2016 15:03
      Highlight Highlight Vor dem Gipfeli hast du keine Angst, und wie sieht es mit dem Terroranschlag aus? Hast du davor auch keine Angst?
    • biosignalinator 27.07.2016 15:11
      Highlight Highlight @saukaibli, oder Fliegen vor einer Klatsche?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stachanowist 27.07.2016 14:09
    Highlight Highlight Hat Watson auch nach Bekanntwerden der NSU-Morde darüber geschrieben, dass man viel eher auf einer Bananenschale ausrutscht, als durch Terror zu sterben?
    • INVKR 27.07.2016 19:03
      Highlight Highlight Die NSU - Morde haben auch keine Massenhysterie ausgelöst...

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