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Polizei: «Empire»-Star Jussie Smollett hat Prügelattacke selbst inszeniert

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Hat Smollett den Angriff erfunden? Bild: Richard Shotwell/Invision/AP/Invision



Vom Opfer zum Beschuldigten: US-Schauspieler Jussie Smollett aus der Fernsehserie «Empire» hat einen gegen ihn gerichteten rassistischen und homophoben Angriff laut Polizei erfunden.

Nach der mutmasslichen Falschaussage gegenüber Ermittlern wurde er festgenommen und sollte am Donnerstag vor Gericht erscheinen. Smollett habe «den Schmerz und die Wut im Zusammenhang mit Rassismus missbraucht, um seine Karriere voranzutreiben», sagte Polizeichef Eddie Johnson.

Falschaussagen gegenüber der Polizei sind strafbar. Bei einer Verurteilung könnte Smollett eine Höchststrafe von bis zu drei Jahren Gefängnis drohen. Die Anwälte des 36-Jährigen kündigten an, ihn «aggressiv» zu verteidigen und eine eigene Untersuchung des umstrittenen Falls zu starten.

Der afroamerikanische und schwule Schauspieler hatte Ende Januar bei der Polizei in Chicago erklärt, er sei von Unbekannten angegriffen und rassistisch und homophob beleidigt worden. Die beiden hätten ihm eine Schlinge um den Hals gebunden und eine chemische Substanz auf ihn gekippt. Smollett, bekannt aus der Serie «Empire» und dem Science-Fiction-Film «Alien: Covenant», hatte auch öffentlich über die angebliche Attacke gesprochen.

Zwei Männer für fiktiven Angriff bezahlt

Ermittler gehen nun davon aus, dass er zwei Männern 3500 Dollar (3100 Euro) für den fiktiven Angriff zahlte. Zuvor soll er bereits verärgert gewesen sein über einen an ihn adressierten Drohbrief, dem der Sender Fox ihm zufolge nicht genügend Aufmerksamkeit schenkte. Die Polizei vermutet, dass Smollett auch diesen Brief selbst verschickte. «Smollett inszenierte diesen Stunt, weil er mit seinem Gehalt unzufrieden war», sagte Johnson.

Auch Präsident Donald Trump schaltete sich ein. Er kritisierte Smollett am Donnerstag auf Twitter und schrieb, der Schauspieler habe viele Millionen Menschen mit seinen «rassistischen und gefährlichen» Bemerkungen beleidigt.

«Diese Lüge ist so schädlich», hatte die feministische Autorin Roxane Gay vor einigen Tagen getwittert. Ihr sei unerklärlich, warum Smollett Menschen das Leben erschwere, die tatsächlich Opfer von Hassverbrechen werden. Zuvor hatten sich Prominente wie Ex-Vizepräsident Joe Biden, Schauspielerin Emma Watson und Sänger John Legend hinter Smollett gestellt.

Über die «erfundene Attacke» sei wochenlang landesweit diskutiert worden, sagte Johnson. «Prominente, Kommentatoren in den Nachrichten und sogar Präsidentschaftskandidaten bezogen Stellung zu etwas, das von einem Schauspieler choreographiert wurde.» Er wünsche sich, dass Waffengewalt in Chicago und die davon betroffenen Familien so viel Aufmerksamkeit bekommen würden. (tam/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Slavoj Žižek 22.02.2019 11:01
    Highlight Highlight 😂🤣
    Benutzer Bild
  • Bene86 22.02.2019 09:50
    Highlight Highlight Ein herber Rückschlag für die ganzen wut-toleranten Blender, welche sich schon ausgiebig in Talkshows, Foren, etc. über den "weissen Rassismus" mokierten und teilweise bereits einen Zusammenhang mit Trump angedichtet haben. Die warten jetzt vermutlich einfach geiernd auf den nächsten Fall und schenken Diesem keine Beachtung mehr.

    Ich finde es ja irgendwie amüsant.
  • Trompete 22.02.2019 09:45
    Highlight Highlight 3500 Dollar und eine Geschichte, die Relotius nicht packender hätte erfinden können. Der gute Herr hat den "Qualitätsmedien" ganz schön die Hosen runtergelassen.
  • Dr. Unwichtig 22.02.2019 09:40
    Highlight Highlight Willkommen in der Welt der neuen Hysterie. Natürlich wird ein schwarzer Schauspieler von Trump-Anhängern angegriffen - wie könnte es auch anders sein. Genauso, wie Linksextreme einen AfD-Politiker mit dem Kantholz niederprügeln und fast umbringen. Entspannung wäre das Mittel der Stunde - stattdessen wird die Schraube an allen Ecken weiter angezogen....
  • DemonCore 22.02.2019 09:04
    Highlight Highlight Er ist Schauspieler. Es ist sein Beruf, den Leuten etwas vorzumachen. Gebt ihm einen Preis für sein Lebenswerk und gut ist. Ein mal mehr haben die Medien versagt. Unkritisch wurde die Story geglaubt und man hat sich gemeinsam in Empörung und Selbstgerechtigkeit gesuhlt.

    Ich weiss nicht ob das gut ist, wenn die Medien bereits vor der nächsten Trump Kampagne ihr eigene Glaubwürdigkeit sabotieren.
  • Hypnos350 22.02.2019 03:02
    Highlight Highlight Sollten die Vorwürfe stimmen sind die 3jahre Gefängnis sicher angemessen
  • Fumia Canenero 21.02.2019 22:46
    Highlight Highlight Das ist unter aller Sau!
  • Muselbert Qrate 21.02.2019 22:24
    Highlight Highlight Leute wie er machen sich die heutige Welt der Empörungs-Snowflakes zu nutze. Durch unkritische Mainstream-Medien entstehen sie dann, die Fake-News.
  • the elder 21.02.2019 22:17
    Highlight Highlight Allen Interessierten kann ich CWBChicago empfehlen, eine gut informierte lokale Organisation welche über Kriminalität berichtet und mehrere Artikel zum Fall Smollett eröffentlicht hat. Auch Rafer Weigel (twitter) von Fox 32 Chicago hat den Fall von Anfang an begleitet und viele seiner Informationen wurden später bestätigt.

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