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Mexikanische Polizei nimmt hochrangigen italienischen Mafioso fest

Ein hochrangiger Mafioso ist in Mexiko nach fast 20 Jahren Flucht gefasst und an die Behörden in Italien übergeben worden. Auf die Schliche kamen ihm die Ermittler über ein falsches Facebook-Profil.

10.03.17, 22:48 11.03.17, 11:48


Am Freitagabend landete Giulio Perrone am Flughafen Fiumicino bei Rom und wurde von Polizisten abgeführt, wie ein am Samstag veröffentlichtes Video der Polizei zeigt. Er war im Osten Mexikos verhaftet worden.

Der 65-Jährige war der italienischen Polizei zufolge in den 80er und 90er Jahren ein bedeutsamer Kopf der Mafia in Neapel und in internationalen Kokain-Schmuggel verwickelt. In Italien droht ihm nun eine lange Haftstrafe.

Bild: EPA/Mexican General Prosecutor's Off

Im Januar 1993 war Perrone der Polizei zufolge schon einmal festgenommen worden, weil er gemeinsam mit seiner Frau und einem weiteren Komplizen über Deutschland mehr als 16 Kilogramm Kokain nach Italien geschmuggelt hatte. Die Ware war für den Verkauf durch Familien des Auftrag gebenden Camorra-Clans vorgesehen.

Der Mafioso wurde zu einer mehr als 20-jährigen Haftstrafe verurteilt, dann gelang ihm aber die Flucht. In Mexiko hielt er sich illegal auf und verschaffte sich eine neue Identität. Diese machten die italienischen Ermittler auf Facebook aus.

In dem sozialen Netzwerk nannte er sich Saverio Garcia Galiero – Galiero sei in Wirklichkeit der Nachname seiner Mutter, teilte die Polizei mit. Bis zu seiner Festnahme lebte er mit einer neuen Ehefrau und Kindern in Tampico im Bundesstaat Tamaulipas, der als Hochburg der mexikanischen Kartelle gilt. (sda/dpa)

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Brikne, 20.7.2017
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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 11.03.2017 00:03
    Highlight Wieso sich ein italienischer Mafioso nach Mexico absetzt, ist mir ein Rätsel.

    Der ist ja nicht mehr ganz dicht.

    4 13 Melden
    • Nosgar 11.03.2017 10:19
      Highlight Macht Sinn. Riesiges Land, eine Menge Verstecke. Und die Polizei ist beschäftigt. Hat ihn wohl jemand verpfiffen, sonst hätten die ihn kaum gefunden.
      10 0 Melden
    • Spooky 11.03.2017 19:06
      Highlight @Jaing

      "Hat ihn wohl jemand verpfiffen..."

      Genau so ist es. Darum mein Kommentar.

      Ich denke, die mexikanischen Drogenbosse waren nicht daran interessiert, einen mittelprächtigen italienischen Mafioso , der von der Interpol (oder von wem auch immer) gejagt wird, zu unterstützen, indem sie ihm Schutz gewähren. Sie machen sich damit nur selber verwundbar und zur Zielscheibe von Ermittlungen.



      0 0 Melden

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