bedeckt
DE | FR
14
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
International
Migration

So hält Marokko Migranten von der Überfahrt nach Europa ab

«Illegale Deportation»: So hält Marokko Migranten von der Überfahrt nach Europa ab

12.08.2018, 02:4712.08.2018, 10:08

Marokkanische Sicherheitskräfte haben in den vergangenen Tagen hunderte Migranten nahe der Mittelmeerküste aufgegriffen und in den Süden des Landes gebracht. Offenbar sollten sie dadurch von der Überfahrt über das Mittelmeer nach Europa abgehalten werden.

Ein Behördenvertreter in der Hafenstadt Tanger sprach am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem «Einsatz im Rahmen des Kampfes gegen illegale Migration». Rund 1600 bis 1800 Migranten seien in Orte gebracht worden, «in denen bessere Lebensbedingungen herrschen».

In this photo taken on Friday, July 27, 2018, migrants rest onboard Spain's Arcturus Maritime Rescue Service boat at the port of Tarifa, southern Spain, after being rescued by Spain's Maritime Rescue  ...
Menschenrechtler verurteilen das Vorgehen gegen die Flüchtlinge scharf. Bild: AP/AP

Marokkanische Menschenrechtler sprachen hingegen von illegalen Deportationen. Migranten würden seit Dienstag in Bussen von Nador und Tanger in die Stadt Tiznit nahe Agadir gebracht, sagte Omar Naji von der Marokkanischen Menschenrechtsvereinigung (AMDH) in Nador. Auch am Samstag sei diese Praxis fortgesetzt worden.

Flüchtlingskrise zeigt sich an den Kanalufern von Paris

Video: srf

Die Migranten würden in ihren Camps im Norden Marokkos aufgegriffen und dann über hunderte Kilometer nach Süden verfrachtet, sagte Naji. Dies geschehe ohne Rechtsgrundlage. Naji machte neben den marokkanischen Behörden auch Spanien und die EU für das Vorgehen verantwortlich.

Immer mehr Migranten, vor allem aus afrikanischen Ländern, machen sich von Marokko aus auf den Weg über das Mittelmeer nach Europa. Sie versuchen nach Spanien zu gelangen, seit Italien sich weigert, Flüchtlinge aufzunehmen. Seit Jahresbeginn kamen mehr als 23'000 Migranten über das Mittelmeer nach Spanien.

Spanien will in Verhandlungen mit Marokko erreichen, dass das Land die Flüchtlinge an der Ausreise hindert. (sda/afp)

Immer weniger Ausländer kommen in die Schweiz

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

14 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Nelson Muntz
12.08.2018 10:11registriert Juli 2017
Wenn das ganze Geld, dass den Schleppern bezahlt wird, doch nur in die ursprüngliche Heimst investiert werden würde....
613
Melden
Zum Kommentar
avatar
derEchteElch
12.08.2018 09:58registriert Juni 2017
Richtig so.

Diese Menschen haben kein Recht, einfach so nach Europa zu reisen, nur weils ihnen hier besser gefallen würde und sie von Sozialleistungen träumen. Sollen sie doch ihr eigenes Land aufbauen und arbeiten, wie die Europäer vor Hunterted von Jahren auch. Die industrielle Revolution kam nicht von der Hand hinhalten und nichtstun!
7821
Melden
Zum Kommentar
avatar
dding (@ sahra)
12.08.2018 10:52registriert Juni 2017
Europa müsste eigentlich mit jedem Afrikanischen Land, Verhandlung führen, das die Behörden die illegale Migration schon an den Wurzeln bekämpfen. Familienplanung muss bei der Entwicklungshilfe der wichtigste Punk werden.
577
Melden
Zum Kommentar
14
Twitter erfährt laut Experten beispiellosen Anstieg von Hassreden
Elon Musk ist ein ausgesprochener Vertreter der freien Meinungsäusserung: Nach seiner Twitterübernahme hat er direkt entsprechende Regellockerungen auf der Plattform vorgenommen. Mit Folgen ...

Ende Oktober schloss Elon Musk den 44 Milliardendeal mit Twitter ab und wurde zu dessen Besitzer. Knapp einen Monat später kündigte er an, zuvor gesperrte Twitter-Accounts wieder freischalten zu wollen.

Zur Story