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Migrants walk near the road after they left their hiding spot at the Eurotunnel site early in the morning as lorries queue to embark on shuttles at the Eurotunnel terminal in Calais, northern France, July 29, 2015. A migrant died trying to cross to Britain from France early on Wednesday, French police said, adding to a number of recent deaths in the Channel Tunnel as British ministers and security chiefs were to meet over the crisis in Calais. There were about 1,500 attempts by migrants to access the tunnel on Tuesday night, a Eurotunnel spokesman said, after 2,000 attempts the previous night.    REUTERS/Pascal Rossignol

Jede Nacht versuchen Dutzende bis Hunderte Flüchtlinge in Calais, zum Areal des Eurotunnel vorzustossen, um einen Zug nach Grossbritannien zu erwischen. Bild: PASCAL ROSSIGNOL/REUTERS

Flüchtlingsabwehr: Briten und Franzosen schicken weitere Polizisten zum Eurotunnel



Die Regierungen in London und Paris wollen ihre Polizeipräsenz am Eurotunnel aufstocken. Damit sollen Flüchtlinge am Versuch gehindert werden, durch den Tunnel nach Grossbritannien zu gelangen.

Das britische Innenministerium gab in der Nacht zum Donnerstag die Bildung eines gemeinsamen Einsatzzentrums in der französischen Stadt Calais bekannt. Die Zentrale diene der Verfolgung «organisierter Krimineller», die versuchten, Migranten illegal nach Nordfrankreich und durch den Ärmelkanal nach Grossbritannien zu schmuggeln, teilte das britische Innenministerium am Donnerstag in London mit.

Das gemeinsame Kommandozentrum soll demnach die Zusammenarbeit der Polizeien beider Länder intensivieren und gleichberechtigt von einem britischen und einem französischen Chef geleitet werden. Zur Zahl der dortigen Beamten wurden keine Angaben gemacht. Die Innenminister beider Länder wollen die Arbeit des von ranghohen Polizisten beider Länder geleiteten Zentrums am Vormittag gemeinsam erläutern.

Die gemeinsame Kommandozentrale ist eine der Massnahmen, die die britische Innenministerin Theresa May und ihr französischer Kollege Bernard Cazeneuve am Donnerstag bei einem Treffen in Calais in einem Abkommen vereinbaren wollen. 

Vorgesehen sind auch die Stationierung weiterer französischer Polizeieinheiten am Ärmelkanal, zusätzliche Fracht-Durchsuchungen, die Installation von Überwachungskameras und Flutlichtanlagen und der Einsatz von Infrarot-Technik. Neben der Sicherheitszusammenarbeit und dem Kampf gegen Schleuserbanden geht es darin auch um humanitäre Hilfe.

Bis zu 4000 Menschen im «Dschungel»

In Calais sind tausende Flüchtlinge gestrandet, die auf ein besseres Leben in Grossbritannien hoffen. Die meisten von ihnen leben unter miserablen Bedingungen in einem selbst errichteten Zeltlager, das als «Neuer Dschungel» bekannt ist. Hilfsgruppen erwarten, dass die Zahl der Bewohner des Lagers bis Monatsende auf 4000 anwächst.

Täglich versuchen Flüchtlinge, in Calais auf die Züge durch den Eurotunnel oder auf die Fähren über den Ärmelkanal zu kommen, um so nach Grossbritannien zu gelangen. Ende Juli eskalierte die Situation mit mehr als 2000 Versuchen pro Nacht, auf das Gelände des Eurotunnels zu gelangen. Seitdem neue Zäune um das Gelände am Eurotunnel-Eingang errichtet wurden, ging die Zahl der Fluchtversuche allerdings auf etwa 150 pro Nacht zurück. (trs/sda/afp/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 20.08.2015 14:31
    Highlight Highlight Die Slowakei möchte keine muslimischen Flüchtlinge aufnehmen. Warum denn nur Christen und keine Muslime? Gibt es da etwa Gründe? Solche etwa:
    (focus-krawall-in-fluechtlingsheim-50-fluechtlinge-attackieren-polizisten-mit-steinen-und-eisenstangen)

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