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Hungarian police inspect a barbed wire fence on the border with Serbia, in Roszke, Hungary, Saturday, Aug. 29, 2015. Migrants fearful of death at sea in overcrowded and flimsy boats have increasingly turned to using a land route to Europe through the Western Balkans. (AP Photo/Darko Bandic)

Bild: Darko Bandic/AP/KEYSTONE

Der Flüchtlings-Zaun an Ungarns Grenze zu Serbien ist fertig – die Flüchtlinge kommen trotzdem

30.08.15, 02:07 30.08.15, 08:34


Der umstrittene Zaun an der 175 Kilometer langen Grenze Ungarns zu Serbien ist fertiggestellt. Dies meldete die staatliche Nachrichtenagentur MTI am Samstagabend unter Berufung auf das Verteidigungsministerium.

Die Grenzsperre sei somit zwei Tage früher errichtet worden als ursprünglich geplant. Ungarns rechts-konservative Regierung erhofft sich davon, dass weniger Flüchtlinge als derzeit durch Südosteuropa und Ungarn reisen.

Nochmal ein Zaun soll Flüchtlinge abhalten

Die letzten Tage, in denen der Stacheldrahtzaun bereits weitgehend fertig war, bestätigten diese Erwartungen nicht. Allein am Freitag griff die Polizei 2822 Flüchtlinge auf, die über die grüne Grenze aus Serbien gekommen waren. Am Mittwoch waren es sogar 3241 Menschen gewesen.

Die Regierung plant deshalb die Errichtung eines weiteren, bis zu vier Meter hohen Maschendrahtzauns, der bis Ende Oktober fertig sein soll. 

Internierung der Flüchtlinge soll möglich werden

Darüber hinaus will das Parlament kommende Woche ein Gesetzespaket verabschieden, das die Internierung der Flüchtlinge in einem 60 Meter breiten Streifen unmittelbar an der Grenze vorsieht und das Beschädigen des Zauns zu einer Straftat erklärt, für die bis zu fünf Jahre Gefängnis drohen. (trs/egg/sda/dpa)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 30.08.2015 11:36
    Highlight Die Skepsis der Osteuropäer ist nicht ganz unverständlich. Ist es nun reine Fremdenangst, oder ein weitsichtiges Denken, das seine Inspiration aus der Beobachtung der Ablaufschemen in den westeuropäischen Ländern schöpft?
    Hier wie da ist die Angst der Bevölkerung vor Ausdünnung der eigenen Identität etwa gleich gross.
    Schon als Transitländer wollen sie nicht in Erscheinung treten. Erst recht keinen einzigen Flüchtling über ein unabweisbares Mass aufnehmen. Dafür sind dann andere zuständig.
    1 1 Melden

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