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«Aquarius» mit 629 Flüchtlingen an Bord ist in Italien unerwünscht – Spanien übernimmt

11.06.18, 15:37


Erstmals hat Italien einem Rettungsschiff mit Flüchtlingen die Einfahrt in einen Hafen verwehrt. Die «Aquarius» von Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée harrte am Montag weiter im Mittelmeer zwischen Italien und Malta aus - an Bord Hunderte Flüchtlinge, die am Wochenende aus Seenot gerettet worden waren.

Die Machtdemonstration der neuen italienischen Regierung - allen voran der fremdenfeindliche Innenminister Matteo Salvini - soll beweisen, dass Italien in der Migrationskrise künftig harte Hand zeigen wird.

FILE - In this Monday, May 14, 2018 file photo, Leader of the League party, Matteo Salvini, addresses the media after meeting with Italian President Sergio Mattarella, at the Quirinale presidential palace, in Rome. The first group of migrants to arrive in Italy since a populist government took office is at the center of a spat between Italy's new interior minister and fellow EU member Malta. Some 230 African migrants landed in Calabria on Saturday after receiving authorization from the Interior Ministry. But before their ship docked, Interior Minister Matteo Salvini lashed out at Malta for allegedly denying the vessel permission to port. (Riccardo Antimiani/ANSA via AP)

Italiens Innenminister Matteo Salvini will weniger Migranten aufnehmen. Bild: AP/ANSA

Italien fühlt sich von seinen europäischen Partnern seit langem mit der Bewältigung der Flüchtlingskrise allein gelassen. Derzeit kommen zwar deutlich weniger Flüchtlinge in Italien an, der neuen Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega sind es aber immer noch zu viele.

Nachdem am Wochenende laut der Internationalen Organisation für Migration insgesamt rund 1420 Flüchtlinge im Meer gerettet worden waren, nahm die Regierung in Rom Malta am Sonntag in die Pflicht: Der Inselstaat müsse die «Aquarius» mit 629 geretteten Flüchtlinge in den Hafen von Valletta einlaufen lassen.

«Die Insel kann nicht weiter wegschauen, wenn es darum geht, internationale Übereinkommen zum Schutz von Menschenleben und Zusammenarbeit zwischen den Staaten einzuhalten», teilten das Innen- und Transportministerium mit.

Kaum Flüchtlinge auf Malta

Doch Malta lenkte zunächst nicht ein - und liess wissen, dass man der «Aquarius» keinen Hafen zuweisen werde. Dies zeige zum wiederholten Mal den Unwillen von Malta «und damit auch von Europa, einzuschreiten und sich des Notstands anzunehmen», schrieb der italienische Regierungschef Giuseppe Conte auf Facebook.

In der Tat kommen seit langem nur noch wenige im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge auf Malta an. Waren es laut UNHCR 2013 noch rund 2000 Menschen, ging die Zahl in den Folgejahren rapide nach unten. 2017 erreichte sie mit 23 Menschen einen Tiefstand.

Im gleichen Zeitraum landeten an Italiens Küsten unter Anweisung der zentralen Seenotrettungsleitstelle in Rom 119'310 Menschen an - und das, obwohl Malta näher an der Such- und Rettungszone vor Libyen liegt als Sizilien.

2016 flammten Spekulationen über einen «Geheimdeal» zwischen Rom und Valletta auf, wonach Italien vor Malta nach Öl bohren dürfe und im Gegenzug Migranten ins eigene Land bringe. Offiziell wurde nie erklärt, warum mittlerweile so gut wie keine Geretteten mehr nach Malta gebracht werden.

Allerdings ist die Insel weniger als halb so gross wie Berlin. Hilfsorganisationen fürchten, dass Aufnahmezentren nicht ausreichend ausgestattet sind für eine Ankunftswelle.

Jetzt springt Spanien ein

Spanien wird die 629 Flüchtlinge an Bord des von Italien abgewiesenen Rettungsschiffs «Aquarius» aufnehmen. Das teilte die Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez am Montag in Madrid mit.

«Es ist unsere Pflicht, dabei zu helfen, eine humanitäre Katastrophe zu verhindern», sagte der Spanier weiter. Den Flüchtlingen auf dem Schiff «Aquarius» solle ein «sicherer Hafen» angeboten werden, teilte die Regierung in Madrid in einer Erklärung weiter mit. Regierungschef Sánchez habe den Hafen der Stadt Valencia im Osten des Landes für die Aufnahme der Menschen bestimmt.

Das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und die EU-Kommission hatten Italien und Malta zuvor eindringlich aufgerufen, die auf dem Schiff ausharrenden Menschen rasch aufzunehmen.

Auch Minderjährige an Bord

Italien und Malta stritten seit Samstag über die Aufnahme der Flüchtlinge und Migranten an Bord des Schiffes, beide Länder sahen jeweils die andere Seite in der Verantwortung.

Unter dem neuen italienischen Innenminister Matteo Salvini von der fremdenfeindlichen Lega-Partei fährt Italien einen härteren Abschottungskurs.

Die von den Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée betriebene «Aquarius» harrte deshalb seit dem Wochenende im Mittelmeer zwischen Italien und Malta aus. SOS Méditerranée zufolge sind an Bord auch 123 unbegleitete Minderjährige, elf kleine Kinder sowie sieben Schwangere.

Rettungen auch vor Libyen und Spanien

Rettungsaktionen gab es am Wochenende auch andernorts im Mittelmeer: Die libysche Küstenwache fing nach eigenen Angaben am Samstag 152 Migranten auf zwei Booten vor der westlichen Küsten des Landes ab. Der Westen des chaotischen Bürgerkriegslandes Libyen ist bereits seit Jahren Startpunkt vieler Flüchtlinge auf ihrem Weg Richtung Italien.

Spanische Rettungskräfte brachten 300 Menschen in Sicherheit, die auf acht Booten von Marokko nach Spanien unterwegs waren. In einem Boot im Alborán-Meer wurden vier Leichen gefunden. (sda/dpa/afp)

«Die Totenzählung für 2018 hat soeben begonnen»

Video: srf

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99Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 13.06.2018 08:25
    Highlight Ich bedauere sehr, dass sich Watson zunehmend dem Rechtsnationalen mainstream anbiedert, beherzte "Linkspopulistische" Voten dagegen konsequent zensuriert.
    Eine offene und ehrliche Auseinandersetzung, die manchmal halt auch weh tut, wird so immer weniger möglich.
    Schade für ein weiteres "Failed Social Media"...
    4 4 Melden
  • Dä_Dröggo 12.06.2018 14:21
    Highlight Europa soll die Dublin-Verträge endlich neu verhandeln oder anfangen in Nordafrika sichere Transitzonen zu schaffen. Die Sicherung des Mittelmeerraumes funktioniert nun mal nicht ohne Nordafrika. Das ist seit der Blütezeit Roms bekannt. Und erzählt mir nicht, dass eine Süderweiterung der europäischen Wirtschaftszone keinen Sinn ergeben würde. Das ergibt auf jeden Fall mehr Sinn als eine Erweiterung Richtung Osten.

    Findet man in Nordafrika lebenswerte Zustände, sucht man sie nicht in Europa. Alle könnten profitieren und genau damit hat Europa ein Problem. Selbst Schuld.
    4 0 Melden
  • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 12.06.2018 00:22
    Highlight Es ist ganz einfach. Solange wir auf Kosten der Schwachen leben, haben sie das Recht ihr Glück hier zu versuchen.
    Ihr findet es unfair. Mit Billigtomaten und Schlachabfällen klein Bauern in den Ruin zu treiben, dass ist unfair. Diamaten, Öl und andere Bodenschätze zu rauben, dass ist unfair. Neue noch schlechtere Regierungen zu installieren, dass ist unfair.
    Solange wir über unsere Verhältnisse leben kann ich jeden verstehen, der seinen Kuchen zurück haben will. Wir zerstören den Planeten und nicht jene die nichts besitzen. Ihr wollt doch einfach das Leid nicht sehen, welches wir verursachen?
    5 15 Melden
    • mogad 12.06.2018 14:45
      Highlight Stimme Ihnen zu. Ich sehe die Ungerechtigung und kämpfe Zeit meines Lebens vergeblich dagegen an. Aber wenn jetzt halb Afrika in unsere Sozialsysteme einwandert, wird am Ende niemandem von uns allen geholfen sein. Nur jene, die dafür arbeiten, dass die Welt ungerecht bleibt werden noch reicher und mächtiger. Und nicht nur Afrika wird auf der Strecke bleiben, sondern auch Europa.
      9 1 Melden
    • Ueli der Knecht 12.06.2018 17:29
      Highlight Graustufe: Es ist gar nicht so, dass "jetzt halb Afrika in unsere Sozialsysteme einwandert". Es ist genau umgekehrt.

      Unsere Konsumwut und Gier zerstören die Sozialsysteme in Afrika, Asien und Südamerika. Wir schüren und finanzieren Kriege und Konflikte auf Kosten und auf dem Buckel der Ärmsten.

      Beispiel Kongo:

      "Der Kongo ist die Beute der Warlords": http://bit.ly/2JDEJHU

      "Wie Glencore Afrika ausnimmt": http://bit.ly/2y2GhtZ

      Insofern schürst du unberechtigte Ängste, um damit abscheuliches und Menschen verachtendes Verhalten zu rechtfertigen, das du angeblich Zeit deines Lebens bekämpfst.
      2 5 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 12.06.2018 18:00
      Highlight @Gaulstufe Rot

      Wir sind massgeblich für das Leid dieser Menschen verantwortlich und wollen nicht dafür grade stehen. Da liegt der Hase im Pfeffer.
      2 5 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 13.06.2018 02:11
      Highlight @Ueli der Knecht

      Graustufe Rot ist mitunter der einzige, der gegen Ungerechtigung kämpft. Was auch immer dies bedeuten mag, Ungerechtigkeit offensichtlich nicht.
      1 2 Melden
    • rodolofo 14.06.2018 06:34
      Highlight @ Graustufe Rot
      Siehst Du es tatsächlich nicht, oder erzählst Du hier absichtlich nur EINE Seite der Migrations-Geschichte?
      Natürlich ist es so, dass sehr viele Menschen aus Ländern mit Massen-Armut auswandern MÜSSEN.
      (Ca. 85% sind "Interne Flüchtlinge" vom Land in die Metropolen.)
      Auch die Schweiz war ja einmal ein armes Auswanderungsland!
      Heute hat sich die Schweiz aber zu einem Zentrum des globalen Finanz-Systems "gemausert" und beherbergt enorme Mengen an FLUCHTGELD, so wie damals das Raubgold der Nazis.
      Die Schweiz hat also doch ein Herz!
      Ein Herz für das Geld der Super-Reichen...
      3 2 Melden
  • Ueli der Knecht 11.06.2018 21:51
    Highlight Die Kaltherzigkeit vieler Kommentarschreiber finde ich erschreckend. Unter was für erbarmungs- und gefühlslosen Gräuelmonstern lebe ich hier?

    8 27 Melden
    • mogad 12.06.2018 14:39
      Highlight Es gibt hier viele differenzierte Kommentare. Bitte sorgfältig durchlesen, dann nachdenken, dann kommentieren. Sie sollten Menschen die eine andere und unbequeme Meinung haben nicht einfach als Gefühlsmonster beschimpfen. Das passt nicht zu jemandem wie Sie, der offenbar der bessere Mensch sein will.
      5 1 Melden
    • Ueli der Knecht 12.06.2018 15:47
      Highlight Du sagst ganz treffend:

      "Bitte sorgfältig durchlesen, dann nachdenken, dann kommentieren."

      1. Ich habe nicht bestritten, dass es auch differenzierte Kommentare gibt.

      2. Ich habe niemanden beschimpft.

      3. Ich habe nur mein Erschrecken darüber ausgedrückt, wie ich viele dieser Kommentare empfinde. Das ist keine Beschimpfung sondern meine ehrliche Meinung und mein ehrliches Empfinden.

      4. Dein Vorwurf der Beschimpfung ist bloss eine erniedrigende Unterstellung, die ich entschieden zurückweise.

      Bitte halte dich an deinen eigenen Rat: Zuerst sorgfältig lesen! Toleriere andere Meinungen!
      2 5 Melden
    • rodolofo 14.06.2018 06:40
      Highlight Lieber Ueli,
      auch ich arbeite als Knecht.
      Und ich freue mich sehr darüber, dass es Dich gibt!
      Mach weiter so!
      Auch ich werde in meinem Stil (Einige nennen es "Unkultiviertes Verhalten") weiter machen, weil ich es nicht anders kann und nicht anders will.
      JedeR von uns hat im Leben seine Bestimmung und sein Schicksal.
      Auch "Graustufe Rot" kann offenbar nicht anders.
      So viel verstehe ich inzwischen wenigstens.
      2 1 Melden
  • Sapientia et Virtus 11.06.2018 21:51
    Highlight 84 Generationen nach Marathon - 43 Generationen nach Poitiers - 11 Generationen nach dem Kahlenberg - kam unsere Generation und gab alles den Invasoren preis! An diese Schande wird man sich noch tausende von Jahren erinnern!
    14 7 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 12.06.2018 11:26
      Highlight Als die Türken von Wien (Kahlenberg) lagerten überrannten die Europäer das Land südlich der Sahara. Nehmen wir ein Beispiel, dass sich sogar im selben Jahr ereignete (Gross Friedrichsburg):

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Groß_Friedrichsburg_(Kolonie)

      Ausserdem vergleichen Sie Schutzsuchende mit Invasoren. Die einen hatten Waffen die anderen haben nichts.
      4 2 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 12.06.2018 15:14
      Highlight Erklärt mir weshalb ein Kommentar, wie jener von Sapientia et Virtus auch nur eine positive Bewertung hat.
      3 5 Melden
  • derEchteElch 11.06.2018 19:59
    Highlight Mit einer angedrohten Kriegserklärung und Streichung aller Hilfsgelder gegen die Länder Afrikas könnte Europa die nötigen Rückführungsabkommen erzwingen. Willigen die Länder nicht ein wird halt mit militärischen Mitteln etwas nachgeholfen. Man muss halt die eigenen Möglichkeiten nutzen..

    Nur so bringt man Afrika dazu, die eigenen Wirtschaftsflüchtlinge zurück zu nehmen und Rückführungsabkommen einzuhalten.
    24 6 Melden
    • Ueli der Knecht 12.06.2018 00:02
      Highlight Das Recht des Stärkeren ist stärkstes Unrecht.

      Es hat auch noch gar nie funktioniert, sondern immer nur zu noch mehr Elend geführt.

      Dein Vorschlag finden vermutlich viele verlockend, aber ich finde ihn unüberlegt, infantil und wirklich sehr dumm.

      Kriegserklärung androhen? Echt jetzt? Das ist keine nachhaltige Lösung.

      "Das Tor ist weit offen, und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; es sind viele, die darauf wandeln.
      Aber die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; nur wenige können ihn finden."
      -Matthäus 7,13.

      Du gehörst offenbar nicht zu den wenigen Findigen.
      5 14 Melden
    • mogad 12.06.2018 14:54
      Highlight @Ueli der Knecht. Sie täuschen sich darüber, wer hier der Stärkere ist. Für uns Europäer wird die Pforte eng. Weil wir kein Mittel haben gegen die Migrantenströhme. Jeder kann kommen und bleiben. Das will nicht einmal mehr die Linke z.B. in Deutschland. Weil es die Armutsprobleme der Welt nicht lösen wird. Es entstehen nur neue Probleme.
      7 1 Melden
    • Ueli der Knecht 12.06.2018 15:57
      Highlight Graustufe: Wenn derEchteElch sich nicht als der Stärkerer fühlen würde, dann käme er kaum auf die dumme Idee, mit Krieg zu drohen, um den Ländern in Afrika mit militärischen Mitteln seinen Willen aufzwingen zu wollen.

      Solche Gewaltandrohungen, wie sie derEchteElch vorschlägt, machen nur Sinn, wenn man kräftemässig deutlich überlegen ist.

      Insofern hinkt deine Fakten-Verdrehung, die über die tatsächlichen Verhältnissen und Möglichkeiten stolpert.

      Wer Kriege führen kann, der könnte ohne weiteres auch die Leute vor Ort anständig versorgen, damit sie gar keine Fluchtgründe mehr hätten.
      2 2 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 12.06.2018 18:09
      Highlight @Gaulstufe Rot

      In dem man niemanden rein lässt und dennoch weiter diese Länder all ihrer Schätze beraubt, erschaffen wir ein exploaionsfreudiges Himmelfahrtskommando. Wir helfen mit diesem Verhalten nur radikalen Strömungen.
      2 5 Melden
    • derEchteElch 12.06.2018 19:12
      Highlight @Djinn; es basiert alles auf Verträgen, das heisst, diese Personen und Länder haben die Einwilligung zur „Ausbeutung“, wie du es nennst, gegeben. Alles Verhandlungssachey
      4 1 Melden
    • rodolofo 14.06.2018 06:48
      Highlight @ derEchteElch
      Ich wünsche es weder Dir, noch mir.
      Aber ein Super-Gau in einem der veralteten Kernkraftwerke in Europa würde die heutigen Realitäten und Machtverhältnisse auf den Kopf stellen, bzw. UNS vom hohen Ross herunter katapultieren und voll rein ins allergrösste Elend.
      Bei einem Einzelnen reicht bereits ein Verkehrsunfall, den ich auch niemandem wünsche, der aber mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit eintreffen wird...
      "Hochmut kommt vor dem Fall!" sagt dazu eine bekannte Volks-Weisheit.
      2 2 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 14.06.2018 09:43
      Highlight @derEchteElch

      Manhattan hat man den Indianern auch für ein paar Glasperlen "abgekauft". Solche Verträge kann man machen, sie sind aber einfach nicht nett. Sie finden es also okay ein Land auszubeuten, solange man irgend einen Wisch unterzeichnet hat? Wer rhetorisch überlegen ist, hat also das Recht alles zu tun was er möchte. So kann man denken, es ist einfach nicht sehr nett.
      1 0 Melden
    • derEchteElch 14.06.2018 12:11
      Highlight @Djinn; sie sind auch froh, wenn sie etwas günstiger kaufen können, als es irgendwo anders verfügbar ist. Das ist das gute Recht und absolut selbstverständlich.
      1 0 Melden
    • Ueli der Knecht 14.06.2018 14:04
      Highlight derEchteElch: "es basiert alles auf Verträgen, das heisst, diese Personen und Länder haben die Einwilligung zur „Ausbeutung“, wie du es nennst, gegeben. Alles Verhandlungssachey"

      Jemanden mit der Pistole auf die Brust zu einem Vertrag zwingen hat nichts mit "Verhandlungssache" zu tun.

      Die Vertragsfreiheit hat auch Grenzen; zB.:
      https://www.vertragsrecht.ch/schranken-der-vertragsfreiheit/sittenwidrigkeit

      Diejenigen, die in Libyen auf dem Weg nach Europa sind, haben nichts verhandelt, und zu nichts eingewilligt. Wir haben es ihnen mit Gewalt und Drohung diktiert. Sitten- und rechtswidrig.
      1 1 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 14.06.2018 14:18
      Highlight @derEchteElch

      Ich sage es nun mit den Worten von Hans Jonas:

      „Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden.“
      1 0 Melden
  • Matti_St 11.06.2018 19:07
    Highlight Es ist nun mal eine Tatsache, dass die EU Italien wie Griechenland mit den Flüchtlingen alleine gelassen hat. Wäre das nicht passiert, hätte diese Regierung wahrscheinlich auch nicht die Wahlen gewonnen.
    15 2 Melden
  • Flughund 11.06.2018 18:37
    Highlight Es ist richtig die Schleuseraktivitären der NGO s zu unterbinden. Nach internationalem Recht sind Schiffbrüchige in den nächsten Hafen zz bringen, dürfte Libyen sein. Schiffbrüchige sind Peesonen, die unverschuldet in Not geraten. Das ist hier nicht der Fall, sondern gehört zum Geschäftsmodell.
    64 14 Melden
    • Ueli der Knecht 11.06.2018 21:39
      Highlight Flughund: Vermutlich solltest du die Rechtsgrundlage gründlicher studieren.

      Es geht also nach dem geltenden Seevölkerrecht nicht darum, die Geretteten in den „nächsten, sicheren Hafen“ zu bringen. Diesbezüglich verbreitest du Falschinformationen.

      Gemäss Internationales Übereinkommen über Seenotrettung (SAR), Ziffer 3.1.9, sowie übereinstimmend auch gemäss dem Internationalen Übereinkommen zum Schutz menschlichen Lebens auf See (SOLAS R. V/33, Abs, 1.1) sind sind die Geretteten innerhalb einer angemessenen Zeit an einen „sicheren Ort“
      zu bringen.

      Libyen gilt aber zZ. nicht als sicheren Ort.
      6 20 Melden
    • rodolofo 14.06.2018 06:51
      Highlight Das ist reine Symptombekämpfung.
      Aber sie verschafft uns wenigstens die Illusion, dass wir "etwas tun".
      Ebensogut könnten wir bei Hagel-Gefahr eine Hagelrakete in den Himmel schiessen.
      (Wurde auch schon oft gemacht von "Militärisch geschulten Machern")
      1 1 Melden
  • AlteSchachtel 11.06.2018 18:10
    Highlight
    7 26 Melden
  • happybeast 11.06.2018 15:47
    Highlight Weltweit bald 70Mil Flüchtlinge aus Konflikten. Europa ist erstaunt, dass davon ein geringer Prozentsatz nach Europa will. Rechtes Europa sieht nur Wirtschaftsflüchtlinge und keine einzel Schicksale! Es ist zum jammern. Wir haben keine Flüchtlingskriese, es ist immer noch eine Logistikkrise. Dabei dürfte die EU gerne die African Union in die Pflicht nehmen, wenn sie schon eine Art Schengen in Afrika am einrichten sind.
    49 94 Melden
  • Oh Dae-su 11.06.2018 15:17
    Highlight Mein Vorschlag wäre:

    - Konsequente Rückschaffung aller Bootsflüchtlinge nach Libyen
    - Einrichtung von Europäischen Auffangzentren in Libyen, die die Leute versorgen und ihnen eine freiwillige Rückkehr in ihre Heimatländer ermöglichen
    - Wiedereinführung des Botschaftsasyls
    - Einführung einer "Europäischen Green Card" für Afrikanische Staaten, welche ein Rückübernahmeabkommen unterzeichnet haben. Diese ist geknüpft an klare Vereinbarungen hinsichtlich wirtschaftlicher Unabhängigkeit und Integration.
    106 12 Melden
  • Enzasa 11.06.2018 15:02
    Highlight Es sind Menschen in größter Not, die eine lebensgefährliche Flucht ins Ungewisse wagen.
    Aber für uns ist lediglich die Abschottung wichtig.
    Bei Solidarität in Europa hätten wir kaum Flüchtlinge. Weil zunächst einmal alle fair verteilt würden und dadurch die Belastung der aufnehmenden Staaten extrem sinkt.
    Zum anderen könnte die EU als starke Gemeinschaft auftreten und dadurch die Fluchtursachen in den Heimatländern bekämpfen.
    Wir frönen lieber Geiz und Lobbyismus und verlieren darüber unsere Menschlichkeit. Diese 1400 Menschen waren am ertrinken. Sind uns 1400 Tote egal?
    48 136 Melden
    • mogad 11.06.2018 17:06
      Highlight Es kommen zu 80% junge Männer. Warum? Leben denn die jungen Frauen in Afrika in Saus und Braus und brauchen deshalb kein besseres Leben? Die Männer suchen sich als Ziel die reichsten Länder Europas aus: Deutschland, England, Frankreich, die Schweiz, die skandinavischen Länder. Wie lange wollen wir uns diese blauäugige, naive Betrachtungsweise noch leisten? Derweil wenden sich immer mehr Menschen rechten Parteien a la AfD zu.
      73 19 Melden
    • rodolofo 11.06.2018 17:07
      Highlight Europa ist für die Massen-Auswanderungen aus Afrika in grossem Ausmasse MIT VERANTWORTLICH!
      In der sogenannten "Hilfe für Afrika" reissen sich die Multinationalen Konzerne alle Reichtümer an fruchtbarem Land und an Bodenschätzen zum Schnäppchenpreis unter den Nagel, indem sie sich von einer jämmerlich korrupten "Einheimischen Elite" Landtitel und die Einhaltung aller Gesetze der jeweiligen Länder bestätigen lassen.
      So wurde nach der "Unabhängigkeit" Afrikanischer Länder in Tat und Wahrheit die Koloniale Ausplünderung perfektioniert...
      Und jetzt wollen viele AfrikanerInnen natürlich WEG!
      20 49 Melden
    • Enzasa 11.06.2018 19:01
      Highlight Graustufe Rot
      Männer werden zwangsrekrutiert
      Männer werden zum Töten gezwungen
      Männer werden angegriffen
      Männer sind die physisch stärkeren
      Männer sind dazu erzogen in der Außenwelt zu kommunizieren, die Frau regelt dort das Familienleben

      Seit 3 Jahren wird diese Thematik erklärt und dargelegt und trotzdem kommen immer noch die gleichen Fragen. Seit 3 Jahren sind viele Mitmenschen nicht in der Lage diesen einen Punkt zu erfassen, verlangen aber gleichzeitig von den Asylbewerbern Sprache, Gesetze, Gewohnheiten und Stil von uns zu erlernen
      5 16 Melden
    • Maracuja 11.06.2018 21:27
      Highlight @Graustufe Rot: Leben denn die jungen Frauen in Afrika in Saus und Braus und brauchen deshalb kein besseres Leben

      Ihnen ist anscheinend nicht klar, dass die Reise nicht erst auf dem Meer äusserst gefährlich ist. Auf dem Weg an die Küste müssen Gebiete durchquert werden, in denen brutale Banden herrschen. Männer und Frauen werden Opfer von Gewalttätern/Ausbeutern, bei Frauen kommt aber noch sexuelle Gewalt dazu. Ein Grund mehr, dass eine Familie lieber einen jungen Mann auf die Reise schickt.
      5 8 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 12.06.2018 07:34
      Highlight @Maracuja

      Graustufe Rot lebt in seiner eigenen Welt, in der man zwar das Christentum predigt, aber nicht leben muss.
      3 4 Melden
    • mogad 12.06.2018 08:16
      Highlight @Enzasa. Es gibt Viele, die sich daran stören, dass sich fast nur Männer auf die Suche nach einem besseren Leben machen. Entlarvend ist Ihre Aussage, dass der Mann nach aussen kommuniziere und die Frau für die Familie zuständig ist. In Afrika ist die Frau schlicht und einfach weniger Wert als der Mann. Und es gibt unzählige Beispiele von jungen Männern, die die Frau laufend schwängern (sie darf nicht verhüten) und sich dann aus dem Staub machen und die "Familie" allein lassen. Als guter Mensch sollte man auch fair und höflich widersprechen, wenn man anderer Meinung sind.
      6 5 Melden
    • rodolofo 12.06.2018 08:57
      Highlight @ Graustufe Rot
      Würdest Du es also begrüssen, wenn mehr FRAUEN aus Afrika zu uns nach Europa kämen?
      Dann brauchen wir das nur zu sagen und den Frauen sichere Einreise-Möglichkeiten anzubieten.
      Kein Problem!
      3 2 Melden
    • Maracuja 12.06.2018 09:17
      Highlight @Graustufe Rot: In Afrika ist die Frau schlicht und einfach weniger Wert als der Mann

      Behalten Sie Ihre rassistischen Vorurteile bitte für sich. In diversen afrikanischen Ländern ist die Matrilinearität sehr wichtig. Das Leben der gebildeten Afrikanerinnen in den Städten unterscheidet sich erheblich von gewissen rückständigen ländlichen Gebieten. Wenn ein längerer Aufenthalt in einem afrikanischen Land nicht drinliegt, dann empfehle ich in 1x ein Buch einer jungen afrikanischen Autorin zu lesen, um ihren Horizont zu erweitern.
      3 7 Melden
    • mogad 12.06.2018 13:17
      Highlight @rodolfo. Absolut einverstanden. Ich war schon vor Jahren für einen legalen Fluchtkorridor für Kriegsvertriebene. Dann würden auch mehr Frauen kommen. Frauen und Kinder leiden in den Lagern noch mehr als die Männer.
      @Maracuya. Ich schätze Ihre stets klugen Kommentare. Jetzt entäuschen Sie mich: sie sagen es sei rassistisch zu sagen in Afrika seien Frauen gegenüber den Männern benachteiligt. Feminismus = Rassismus! No further comment.
      5 1 Melden
    • mogad 12.06.2018 13:24
      Highlight @Maracuya. Es sind ja auch nicht alle afrikanischen Länder arm. Und Sie sprechen hier von ein paar hundert privilegierten Frauen in den Grossstädten. Und wie sieht es in den Slums aus, und auf dem Land! Indien hatte ja auch eine Frau als Staatschefin, dennoch wurden und werden die Wittwen nach dem Tod des Mannes bei lebendigem Leib verbrannt. Tolles Matriarchat.
      5 0 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 12.06.2018 15:12
      Highlight @Alarmstufe Rot

      Negative behaftete Verallgemeinerungen werden gemeinhin als Rassismus interpretiert. Mit dem Satz: "In Afrika ist die Frau schlicht und einfach weniger Wert als der Mann." Scheren Sie die Bewohner eines ganzen Kontinets über einen Kamm. Maracuja hat diese offensichtlich falsche Aussage korrigiert. Es hat rein gar nichts mit Feminismus zu tun, dass es auch gebildete Frauen gibt.

      Ausserdem wurde die Witwenverbrennung 1829 gesetzlich verboten und Frauen dürfen seit 1850 auch wieder heiraten.

      PS Anna Göldi wurde 1782 hingerichtet, ihr verbrechen war es eine Frau zu sein.
      1 3 Melden
    • mogad 12.06.2018 19:14
      Highlight @Djinn. Wittwenverbrennung ist in der Tat längst verboten. Wird aber trotzdem gemacht. Wo kein Kläger da kein Richter. Ich weiss das von indischen Nonnen die heute in CH-Klöstern leben. Diese Nonnen wurden übrigens von ihrem Bischof in die Schweiz geschickt um die Klöster am Leben zu halten.
      0 0 Melden
    • Maracuja 12.06.2018 21:38
      Highlight @Graustufe

      Wie Ihnen bereits Djinn erklärt hat, geht es um Ihre Verallgemeinerungen. Es geht um Ihre Ignoranz bzgl. der Vielfalt der Kulturen auf diesem Kontinent, Kulturen, die sich zum Teil stark unterscheiden (stärker als z.B. die finnische von der sizilianischen). Ignoranz gegenüber Bildungsanstrengungen in diversen afrikanischen Ländern, beschaffen Sie sich mal Zahlen wieviele junge Frauen aktuell in Afrika studieren - nein, es sind nicht nur ein paar 100. Ignoranz darüber, dass Familien lieber Söhne auf gefährliche Reise schicken als Töchter, weil letzteren auch sexuelle Gewalt droht.
      1 1 Melden
    • rodolofo 13.06.2018 07:47
      Highlight @ Graustufe Rot
      Ich weiss nur sehr wenig über die Verhältnisse in den vielen, sehr unterschiedlichen Afrikanischen Länder und Kulturen.
      Etwas besser kenne ich die Philippinische Kultur.
      Und so vermute ich gewisse Gemeinsamkeiten.
      Der Bruder meiner Philippinischen Frau arbeitete einige Jahre als Arzt in Nigeria und bewegte sich dort "wie ein Fisch im Wasser".
      In den Philippinen haben die Machos eine "grosse Röhre" und sind "fürs Grobe" zuständig.
      Als die eigentlich Starken, die alle lebenswichtigen Sachen organisieren und dominieren, habe ich aber die Frauen erlebt.
      Ohne sie geht NICHTS!
      1 0 Melden
  • mogad 11.06.2018 12:03
    Highlight Was ich nicht verstehe: Diese Armutsmigranten sollten doch wissen: Wenn jeden Monat Hunderttausende Richtung Europa aufbrechen, dass dieses Europa ihnen kein würdiges Leben bieten kann. Weil einfach zu viele kommen. Die denken wohl unsere Ressourcen seien unerschöpflich. Obwohl Viele ein Handy haben und informiert sein sollten über die Zustände in den Ankunftsorten, kommen sie trotzdem.
    Kein Wunder will Europa, insbesondere das im Stich gelassene Italien nun zu drastischen Massnahmen greifen. Auch die Einwohner Griechenlands sind langsam am Verzweifeln.
    133 23 Melden
    • Bits_and_More 11.06.2018 14:51
      Highlight Die Hoffnungen nach einem besseren Leben werden natürlich auch durch die Schlepper gestärkt. Die Schlepper sind auf neue "Kunden" angewiesen. Ob es den Flüchtlingen dann in Europa besser geht oder ob diese überhaupt Asyl kriegen, ist einem Schlepper ziemlich egal. Hauptsache die paar Tausend Dollar werden bezahlt.
      76 7 Melden
    • FrancoL 11.06.2018 15:13
      Highlight Ich würde mich einmal vor Ort etwas umsehen und dann würdest Du auch mit Scheuklappen merken dass selbst ein lausiges Leben in Europa noch viel besser ist als ein dahinsiechen in diesen Ländern. Ich kenne Flüchtlingsfamilien in Norditalien die in weniger als 6m2 pro Person hausen und dies als eine rechte Verbesserung zu ihrem ursprünglichen zu Hause empfinden. Und es ist nicht so dass zB diese Flüchtlinge etwas besseres in Italien erwartet haben. Man sollte die Realität sehen und nicht eine eigene erfinden.
      51 42 Melden
    • mogad 11.06.2018 16:31
      Highlight @Francol. Wo vor Ort waren Sie denn? Und wie siehts in Italien für die Flüchtlinge aus und in Griechenland, auf Lesbos? Massenelend. In den italienischen Städten kampieren die Leute zu Tausenden in Zelten, schutzlos Wind und Wetter ausgesetzt. Ohne sanitäre Anlagen, medizinische Versorgeung. Ohne Beschäftigung. In Paris campieren sie am Seineufer. Von dort sollen sie jetzt vertrieben werden. Riesiges Elend in Südspanien, wo die Flüchtlinge als Tagelöhner ausgebeutet werden. In der CH geht es den Leuten besser, einverstanden. Aber die Schweiz ist nicht Europa.
      32 6 Melden
    • mogad 11.06.2018 16:56
      Highlight @Francol. Sind Sie für offene Grenzen? Ja oder Nein? Wenn Ja stell ich Ihnen eine Quizfrage: Welche Entwicklung wird unseren Sozialstaat zuerst gebodigt haben: Der globale Neoliberalismus oder der Zustrohm von Armutsmigranten? Oder beschleunigen sich diese Entwicklungen gegenseitig? Bald kommen ja noch die Klimaflüchtlinge. Ja ich weiss, die Fluchtursachen müssten bekämpft werden. Nur wird das jetzt und in Zukunft nicht passieren. Vor 40 J. Haben wir eine neue Weltwirtschaftsordnung gefordert und wurden als linke Spinner ausgelacht.
      19 9 Melden
    • rodolofo 11.06.2018 17:12
      Highlight @ Graustufe Rot
      Dass Du versuchst, zu verstehen, ist schon mal sehr gut!
      Aber dann geh auch den Weg zum besseren Verständnis und beantworte Dir Deine GUTEN Fragen nicht gleich selber!
      An meinem Wohnort führe ich immer wieder Gespräche mit AsylbewerberInnen, z.B. aus Afghanistan, Eritrea, Elfenbeinküste, Tibet, usw.
      Die können wegen dem vom Bund angebotenen und verlangten Sprachkurs schon ziemlich gut Deutsch!
      Du kannst Deine Fragen stellen, und sie beantworten sie Dir. Kein Problem!
      12 22 Melden
    • FrancoL 11.06.2018 19:04
      Highlight @Graustufe: Ich kenne genügend Flüchtlingslager, jeder Qualität in Italien, kenne etliche Ländern im mittleren Gürtel in Afrika. Und ich behaupte mal dass selbst die schlechteren Unterkünfte in Italien für manchen Flüchtling immer noch besser sind als in seinem Heimatland. Es geht nicht nur um die Unterkunft, sondern auch um eine minimal bessere Sicherheit.
      Die Frage ist nicht wer den Sozialstaat bodigt, ganz und gar nicht, denn die Antwort lautet klar der neoliberale Gedanke, denn er fördert gerade auch die Armutsmigration.
      Die Armut ist die Frucht des neoliberalen Gedanken ohne Schranken!
      4 4 Melden
    • mogad 12.06.2018 08:28
      Highlight @Francol. Ich bin ja meist gleicher Meinung wie Sie. In dieser Frage nicht. Ich bedaure den gehässigen Ton unseres Austausches. Nur bei Kontroversen kommen alle Argumente auf den Tisch. Was mich stört am veröffentlichten "Mainstream" in dieser Frage ist die Blauäugigkeit. Nicht die Hälfte der Migranten sind verfolgt, verelendet usw.. Migration hat auch viel mit Abenteuerlust und Machotum zu tun. Man sieht es daran, wie sich viele von ihnen aufführen, wenn sie einmal die Papiere haben. Auch ich habe meine Erfahrungen gemacht!
      4 2 Melden
  • Edwin Schaltegger 11.06.2018 11:44
    Highlight Solche Rettungsaktionen sind auch beste Unterstützung für die kriminellen Machenschaften der Schlepperorganisationen.
    111 20 Melden
    • olga 11.06.2018 15:01
      Highlight ja stimmt, lassen wir sie doch versaufen!
      34 74 Melden
    • virus.exe 11.06.2018 17:30
      Highlight @ olga: nicht versaufen aber postwendend zurück. Wenn das kosequent so gemacht würde, würde sich das rumsprechen...
      43 7 Melden
    • ostpol76 11.06.2018 18:33
      Highlight @olga
      Vielleicht begreifst du es auch eines Tages. Man muss die Leute nicht ertrinken lassen sondern einfach an den Hafen zurück bringen von dem sie gekommen sind.
      37 7 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 11.06.2018 19:12
      Highlight @ostpol76

      Die Geretteten müssen an einen sicheren Ort gebracht werden. Als sicher gilt ein Ort dann, wenn man nicht gefoltert wird und Nahrung, Unterkunft sowie medizinische Versorgung erhält. All dies ist in Lybien nicht der Fall.

      https://www.zeit.de/amp/politik/ausland/2017-08/fluechtlinge-libyen-oxfam-bericht-vergewaltigung-zwangsarbeit

      Besser wir verteilen die Schwächsten der Welt auf die reichen Länder und nicht auf die Armen.
      1 11 Melden
    • olga 11.06.2018 23:25
      Highlight @ostpol: Vielleicht begreifst DU es mal, dass das Recht, Asyl zu beantragen Teil des internationalen Völkerrechts ist und die Länder, die die Leute einfach aufgreifen und in irgend ein Land zurückschiffen dagegen verstossen. Aber gäll, ist ziemlich mühsam, diese Menschenrechtsabkommen. Oh stimmt, deine Partei arbeitet ja eh grad dran, die zu künden.
      2 6 Melden
    • mogad 12.06.2018 15:06
      Highlight @olga. Es gibt keine Obergrenze für das Asyl, sagte einst Merkel. Stimmt. Dann sollte es aber auch keine Obergrenze für die Ausweisung von abgewiesenen Asylbewerber geben. Das sind die beiden Seiten ein und derselben Medaille. Aber genau das passiert bis auf wenige Ausnahmen nicht. Im Grunde findet Asylmissbrauch im grossen Stil statt. Amtlich bewilligt und am Volk vorbei.
      3 1 Melden
    • olga 12.06.2018 16:04
      Highlight Meine Güte, hast du IRGEND eine Ahnung von Gesetzen? Jeder einzige abgewiesene Asylbewerber, den man legal ausschaffen kann (weil es ein Rückübernahmeabkommen gibt), wird ausgeschafft! Ausserdem sprechen wir hier nicht von abgewiesenen Asylbewebern, sondern von AsylSUCHENDEN, denen ihr Recht, Asyl zu beantragen verweigert wird. Das ist einfach das Gesetz, nicht irgend eine Meinung. Sorry aber ich kann euch nicht ernst nehmen, wenn ihr einfach eine SVP-Meinung rumplärrt, ohne irgend eine Ahnung von den Fakten zu haben. Ausserdem: Einfühlungsvermögen gleich null. Das sind auch nur Menschen!
      2 1 Melden
  • Snowy 11.06.2018 09:21
    Highlight Vor allem von Deutschland unglaublich heuchlerisch, sich zuerst als Retter aller Migranten aufzuspielen und nun seit Jahren beim EU-Partnerland Italien keinerlei Solidarität zu zeigen.

    Vollkommen verständlich, dass sich Italien alleine gelassen und in zunehmenden Masse auch verarscht vorkommt. Dies hat nichts mit der Rechtsregierung zu tun: War auch schon vorher richtigerweise der Standpunkt von Italien.

    Und dass diese von den NGOs praktizierte Rettung von Menschen unmittelbar vor der libyschen Küste genau den gegenteiligen Effekt hat, sollte seit Sommer 2017 auch jedem klar sein.

    162 17 Melden
    • m. benedetti 11.06.2018 10:54
      Highlight Ja da hast du wohl recht. Und die Schlepper sparen auch noch dabei, denn statt eines richtigen Schiffs können sie nun Gummiboote einsetzen. Kommt günstiger.
      91 3 Melden
    • dontknow 11.06.2018 15:32
      Highlight Aus reiner Neugierde: Woher stammt diese Karte ?
      30 2 Melden
    • Enzasa 11.06.2018 19:08
      Highlight Snowy welche besondere Vereinbarung hat Deutschland mit Italien?

      Entscheidungen werden von der EU getroffen und nicht von Deutschland. Die gesamte EU hatte die Augen verschlossen und gehofft die Flüchtlinge werden sich nicht auf den Weg machen. Es ist unfair Italien und Griechenland gegenüber, da stimme ich dir zu.
      1 4 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 12.06.2018 01:10
      Highlight @dont know, die Karte stammt angeblich von Frontex, zumindest wird das andernorts so angegeben.
      4 0 Melden
    • Snowy 12.06.2018 09:12
      Highlight Gibt verschiedenste Quellen (die vertrauenswürdigste ist sicher Frontex).

      Vor allem aber haben die NGO´s selber letzten Sommer diese Praxis aufgrund des öffentlichen Drucks zugegeben, weswegen die Spendengelder einbrachen und praktisch alle Missionen eingestellt werden mussten.

      https://blamingtherescuers.org/report/

      2 0 Melden
    • Snowy 12.06.2018 09:17
      Highlight @Enzasa: Natürlich hätten auch die anderen EU-Länder mehr Solidarität zeigen müssen/sollen.

      Deutschland stand als wichtigstes EU-Land und v.a. wegen seiner eigenen Grenzöffnung und dem damit gesendeten Signal nach Afrika unter besonderer Pflicht.

      Völlig verständlich, dass Italien nach Jahren der nutzlos verhallten Hilferufe (währenddem Merkel sich als Flüchtlingsretterin aufspielte) nun die Nase voll hat.
      4 0 Melden
  • Madmessie 11.06.2018 09:20
    Highlight Der nächste Hafen an der Küste Libyens ist in Libyen.
    209 24 Melden
    • Ueli der Knecht 11.06.2018 21:44
      Highlight Das Seerecht (SAR und SOLAS) verpflichtet, die Geretteten innerhalb einer angemessenen Zeit an einen „sicheren Ort“ zu bringen. Von „nächstem Hafen“ ist überhaupt nicht die Rede.

      Libyen gilt in diesem Kontext nicht als „sicheren Ort“.
      2 10 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 12.06.2018 00:09
      Highlight @Ueli der Knecht

      Es freut mich stets, wenn die Antworten gut recherchiert sind.
      2 2 Melden
  • Fabio Haller 11.06.2018 08:11
    Highlight „Gegen eine Hafensperre spricht etwa das Nothafenrecht, wonach Schiffe in Not, etwa mit Schiffbrüchigen an Bord, Anspruch auf das Einlaufen in den Hafen haben.“

    Genau gleich hat Italien dass Recht auf Solidarität und Hilfe der anderen Staaten. Wenn niemand sie unterstützen will, kann Italien früher oder später nicht mehr alles tragen und die Häfen müssen geschlossen werden auf Kosten der Menschen. Nur weil andere Länder sich nicht pflichtig fühlen.
    64 5 Melden
  • Wilhelm Dingo 11.06.2018 05:51
    Highlight Die meisen Menschenleben würden gerettet wenn die Migranten klar ubd deutlich wüssten dass sie sofort wieder zurück müssten.
    277 55 Melden
    • Amboss 11.06.2018 08:02
      Highlight Ja natürlich... Als ob es so einfach wäre. Wäre es so einfach, dann wäre diese Problematik doch schon längst gelöst...
      33 93 Melden
    • Wilhelm Dingo 11.06.2018 11:34
      Highlight @Amboss: Ja, es ist nicht einfach aber möglich.
      70 16 Melden
    • Amboss 11.06.2018 13:21
      Highlight @Glaub ich nicht. Die wissen doch heute schon genau, dass sie keine Chance auf Asyl haben, und folglich wieder zurück müssen. Und die wissen auch, dass das Mittelmeer und die Sahara (wohl das x-fach grössere Massengrab als das Mittelmeer) dazwischen liegen.

      Europa kann doch rausposaunen so laut es will und in welcher Form auch immer, dass man imfall nicht bleiben darf, es wird nichts nützen, es wird sich nichts ändern.
      Weil das schon der Status quo ist.
      38 17 Melden
    • Snowy 11.06.2018 14:28
      Highlight @Amboss: Das Problem ist, dass mit vielen Ländern keine Rücknahmeabkommen bestehen (bei abgewiesenen Asylanträgen). HIer muss dringend Druck auf diese Länder ausgeübt werden.
      56 3 Melden
    • Amboss 11.06.2018 14:49
      Highlight @Snowy: Klar ist das so. Und das wissen auch die Migranten. Und genau deshalb nützt es ja auch nichts, wenn Europa sagt, sie müssten alle sofort zurück, wie Dingo das vorschlägt.

      In Dingos Träumereien ist es so einfach. Da sagt man einfach "ihr dürft nicht kommen" und gut ist.

      Die Realität ist leider komplizierter. Da geht es um solche öden Dinge wie Identitätsfeststellung, Rücknahmeabkommen und ja, auch um einen gewissen Anstand, medizinische Versorgung, Leben retten. Denn Rettung verweigern und die seeuntüchtigen Boote bewusst einfach absaufen zu lassen, das ist ja auch nicht die Lösung.
      22 36 Melden
    • Snowy 11.06.2018 14:58
      Highlight Klar.
      Aber man könnte z.B. aufhören NGOs zu unterstützen, welche direkt (!) vor der libyschen Küste Gummiboote abholen und teilweise sogar von Schleppern vorher informiert werden (oder die Motoren an den Gummibooten zur Wiederverwertung abmontieren lassen).

      Habe deshalb meinen jährlichen Spendenauftrag an MSF neu an klar definierte Projekte gebunden.
      MSF hat sich leider zuwenig deutlich von solchen "Rettungsmissionen" distanziert.
      44 9 Melden
    • FrancoL 11.06.2018 15:18
      Highlight Hast Du schon einmal mit diesen Flüchtlingen gesprochen? wohl kaum, denn sonst wüsstest Du dass ihnen schon die kleinste Möglichkeit gross genug erscheint um aus ihrem Elend zu flüchten. Alleine die Möglichkeit hier Untertauschen zu können genügt ihnen. Darum sollte man nicht so töricht sein und unsere Massstäbe anwenden, die sind da alles andere als gültig.
      Nur als Beispiel das mit Flüchtlingen nicht zu tun hat: Arbeiter aus Osteuropa zB Tschechien sind bereit bei uns in der Schweiz in feuchten Baustellen zu übernachten während sie hier ihre Arbeitsleistung erbringen, wieso?
      30 25 Melden
    • dding 11.06.2018 15:34
      Highlight Leider wird zuwenig unternommen um die Staaten die sich einem Rücknahmeabkommen verweigern unter Druck zu setzten.
      Hier herrscht in der EU und leider auch in der CH noch ein selbstgerechter Dünkel.
      25 5 Melden
    • Amboss 11.06.2018 15:44
      Highlight @Snowy: Diese Rettungsmissionen sind in der Tat äusserst störend.
      Respektive, die Missionen sind schon okay, müssten aber dazu führen, dass die Migranten wieder nach Libyen zurückgebracht werden.
      Dass 270km der 300km zwischen Libyen und Lampdusa durch die Rettungsmission zurückgelegt werden,, kanns ja wirklich nicht sein.

      Allerdings sollte man nicht erwarten, dass der Migrationsstrom deswegen zurückgeht
      31 3 Melden
    • Snowy 11.06.2018 15:54
      Highlight @FrancoL:
      Persönlich habe ich mit ein paar Dutzend Flüchtlingen (meist Eriteer) gesprochen.
      Etwas hat sich bei allen Gesprächen (u.a auch mit dem Leiter des Heims) klar gezeigt: Alle waren enttäuscht über den fehlenden wirtschaftlichen Support in der Schweiz. Bei allen hatte die Verwandtschaft zusammengelegt, dass der Junior Geld machen würde in der Schweiz... Leute aus Eritrea flüchten nicht in erster Linie aus bitterer Armut, sondern wegen Perspektivlosigkeit und weil sie der falschen Meinung sind, hier würde man schnell reich. Viele sind enttäuscht, dass ihnen kein Haus zugewiesen wird.
      36 5 Melden
    • Snowy 11.06.2018 16:08
      Highlight @Amboss: Doch. Um genau zu sein kommen 90% weniger Flüchtlinge an, seit die "Rettungsboote" sich zurückgezogen haben:

      "Die libysche Küstenwache führt den Rückgang vor allem auf intensivere Kontrollen im Mittelmeer zurück. Zudem hätten sich mehrere private Rettungsboote zurückgezogen, wodurch sich weniger Schmuggelboote auf den Weg machen würden, sagte ein Sprecher der libyschen Küstenwache."

      https://www.blick.ch/news/ausland/flaute-auf-der-mittelmeerroute-90-prozent-weniger-fluechtlinge-in-italien-id7215267.html

      Die Schlepper wissen genau, dass die NGO-Boote nun nicht mehr vor Ort sind...
      21 4 Melden
    • Amboss 11.06.2018 16:30
      Highlight @Snowy:
      Erstens: In deinem Zitat heisst es: "auf intensivere Kontrollen UND wegen dem Rückzug der privaten Rettungsboote"
      Also sicher nicht 90% Rückgang alleine deshalb, weil sich die Rettungsboote zurückziehen.

      Andererseits: Dass weniger in Italien ankommen heisst ja nicht, dass der Migrationsstrom zurückgeht. Vielleicht sind einfach mehr gestorben auf dem Mittelmeer. Oder sie warten in Libyen, bis sich die Schlepper neu organisiert haben und neue Wege sich auftun...
      Diese 90% Rückgang sind nicht fix in alle Ewigkeit. Das kann schnell wieder nach oben schnellen.
      5 2 Melden
    • mogad 11.06.2018 16:47
      Highlight @Francol. Was Sie schreiben ist nur ein Teil der Wahrheit. Es gibt Elend in Afrika, wer weiss das nicht! Es können aber unmöglich die Allerärmsten sein die zu uns kommen. Denn immerhin kann ihr Familienclan mehrere tausend Euro für die Flucht aufbringen. Viel Geld, wenn man bedenkt, dass man in Afrika mit 100 Euro im Monat eine Familie ernähren kann. Und viele Eritreer kommen hierher, weil eh schon das halbe Dorf aus dem sie kommen hier ist!

      14 7 Melden
    • rodolofo 11.06.2018 17:23
      Highlight Das mit den Rücknahme-Abkommen stellen sich Viele hier auch sehr einfach vor.
      Diese 3.Welt-Länder stehen Alle am Abgrund!
      Bald könnten sie "Failed States" werden, wie Somalia, der Yemen, oder Syrien.
      Solche 3.Welt-Länder können nur dank den regelmässigen Zuwendungen und Überweisungen von "overseas-workers" überleben!
      Beispiel Philippinen:
      Diktator Marcos konnte sein "Raubgold" auf vom Bankgeheimnis geschützte Schweizer Bankkonten transferieren.
      Die Arbeits-MigrantInnen (nach SVP-Jargon "Falsche Flüchtlinge") schicken von ihrem kleinen Lohn noch Geld an ihre Familien!
      DIE haben ein Herz!
      8 14 Melden
    • FrancoL 11.06.2018 19:10
      Highlight @Graustufe; Würdest Du für 10% mehr Lohn Dein Leben in Gefahr bringen? Die Meisten gehen aber eine grosse Gefahr ein, wieso? Weil es keine deutliche Verbesserung ist hier zu landen, selbst wenn die Unterkunft notdürftig ist?
      Wir haben in dieser Welt ein Riesen Gefälle zwischen Arm und Reich kreiert und nun beisst uns dieses Gefälle in den Hintern!
      Ich weiss zur Zeit auch keine Lösung, aber immer nur mit Abschotten werden wir nicht weit kommen, denn eines ist sicher, wenn die Massen sich bewegen werden dann werden wir den Kürzeren ziehen und dies aus vielen Gründen.
      4 5 Melden
    • dding 11.06.2018 21:01
      Highlight Herr Rodolpho
      Dies tönt mir Jetz etwas allzusehr nach einem einfachen bekifften Weltbild.
      5 3 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 12.06.2018 01:15
      Highlight Syrien ist zum guten Glück noch kein failed state.
      1 3 Melden
    • rodolofo 12.06.2018 08:42
      Highlight @ dding
      Es wird nicht einfacher, wenn Du "die andere Seite" kennst, aber es wird menschlicher.
      Und noch etwas: Ich kann nicht kiffen, weil ich Nichtraucher bin, und ich werde nie kiffen, weil ich Drogen nicht so gut bis abgrundtief schlecht finde.
      Bestätigen diese Zusatz-Informationen Dein SVP-Feindbild im Stil der naiven Bauernmalerei?
      Vermutlich nicht.
      Gegenmittel: Augen zu, Ohren zu, Nase zu...
      @ The Destiny
      Syrien ist so gescheitert, wie etwas überhaupt gescheitert sein kann.
      Gescheiter werden können aber nur diejenigen, die geflüchtet sind...
      2 6 Melden
    • Snowy 12.06.2018 09:05
      Highlight @rodolfo: Wie kommen Sie darauf, dass Syrien ein failed state ist?

      Weil sie Bilder des zerbombten Aleppo gesehen haben?

      Ein Freund von mir ist beruflich oft in Damaskus. Er erzählt mir von einem blühenden Damaskus und selbst in Aleppo ist bereits das Leben zurückgekehrt (zerstört ist nur ein kleiner Teil).

      Muss darum "The Destiny" recht geben. Auch wenn es für uns schwierig vorstellbar ist: Syrien ist kein "failed state"* im Sinne von Libyen oder Jemen. In grossen Teilen gibt es eine funktionierende staatliche Ordnung.

      *trotzdem sind natürlich grausamste Kriegsverbrechen begangen worden.
      5 1 Melden
    • rodolofo 13.06.2018 07:54
      Highlight @ Snowy
      Ich kann Dir leider keine Antwort geben, wenn die Watson-MeinungsgärtnerInnen meine Antworten "rausjäten".
      Ich lerne daraus:
      Es ist verboten, Syrien als "Failed State" zu bezeichnen.
      Die Aussage wird in den Katalog der "Üblen Nachreden" aufgenommen.
      Darf ich höflich fragen, ob es mir erlaubt ist, so etwas zu denken?
      (Vermutlich auch nicht...)
      1 4 Melden
    • Snowy 13.06.2018 09:57
      Highlight @watson:
      Nähme mich auch wunder, weswegen rodolofo seine Meinung zu Syrien nicht kundtun kann (die ich zwar nicht teile aber m.E. keineswegs zensurwürdig ist)?
      3 0 Melden

Flüchtlingsschiff «Aquarius» rettet 141 Menschen im Mittelmeer

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