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Wüste Szenen in holländischer Kleinstadt: Hier drehen Tausende Flüchtlingsgegner total durch

In der niederländischen Kleinstadt Geldermalsen sind Proteste gegen die geplante Unterbringung von Flüchtlingen eskaliert. Randalierer stürmten eine Stadtratssitzung, die Polizei musste Warnschüsse abfeuern, um den Mob zu stoppen.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Der Stadtrat des niederländischen Ortes Geldermalsen wollte am Mittwochabend über die Unterbringung von rund 1500 Flüchtlingen entscheiden. Doch die Polizei musste die Sitzung abbrechen und den Versammlungssaal evakuieren. Hunderte Randalierer versuchten nämlich, das Gebäude zu stürmen.

Schliesslich mussten die Sicherheitskräfte sogar Warnschüsse abfeuern, um den Mob aus dem Stadtzentrum zu vertreiben. Randalierer – die meisten von ihnen Jugendliche – hatten zuvor Zäune niedergerissen, Polizisten mit Bierflaschen und Feuerwerkskörpern beworfen und ausländerfeindliche Slogans gerufen. Mehrere Personen wurden festgenommen.

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Hier reisst der wütende Mob die Zäune ein.
YouTube/Omroep Gelderland

Das Gemeindehaus von Geldermalsen sehe aus wie ein Schlachtfeld, sagten Augenzeugen. Bürgermeisterin Miranda de Vries äusserte sich geschockt über die Krawalle.

Nach Angaben des Fernsehsenders NOS beteiligten sich rund 2000 Menschen an den Ausschreitungen. In Geldermalsen bei Utrecht leben insgesamt etwa 27'000 Menschen.

Während der Sitzung des Gemeinderates sind Schüsse zu hören. 

Die Behörden sprachen von den bislang heftigsten Anti-Flüchtlingsprotesten in den Niederlanden. Der stellvertretende Justizminister Klaas Dijkhoff, der für die Einwanderungs- und Asylpolitik zuständig ist, nannte das Verhalten der Randalierer «un-niederländisch».

syd/Reuters

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    Alle Leser-Kommentare
  • djangobits 17.12.2015 11:45
    Highlight Highlight In Holland gibts auch genügend Politiker, die Hass und Angst schüren. Erst sollte man mal die zur Verantwortung ziehen.
    • sebjseb 17.12.2015 13:30
      Highlight Highlight
      Donald Trump will die Grenzen für Muslime schliessen, in Frankreich triumphiert der Front National, in Ungarn will Viktor Orbán ein „zentrales politisches Kraftfeld“ errichten, in Deutschland marschiert Pegida und es brennen Asylunterkünfte. Überall kriechen die Faschisten aus den Löchern. In Demokratien müsste die Bevölkerung an der Wahlurne für die Korrektur sorgen. Aber zu vielen Menschen fehlt die Fähigkeit, die Gefahr in dieser Entwicklung zu erkennen. Bildungssysteme und Medien wären die Instanzen, die den Menschen die Augen öffnen sollten, aber beide röcheln im neoliberalen Würgegriff.
    • sebjseb 17.12.2015 14:09
      Highlight Highlight Zitat von Linus Luchs
  • ferox77 17.12.2015 10:00
    Highlight Highlight Auch NL beginnt sich zu füllen mit Refugees.
    Daher der Trost für alle Herzensbürger: Die dumpfen Braunbacken werden es nie schaffen alle Flüchtlingsheime anzugreifen oder anzuzünden. Dafür sind es schon jetzt viel zu viele!
  • Bowell 17.12.2015 09:57
    Highlight Highlight Die Situation muss ja echt bedenklich sein, wenn das Ganze gleich so eskaliert.
    • Triesen 17.12.2015 12:04
      Highlight Highlight Ist sie so bedenklich oder wird diese Stimmung gezielt gefördert? Ich glaube kaum, dass wir das von hier aus entscheiden können...
    • Chlinae_Tigaer 17.12.2015 13:39
      Highlight Highlight Angst kann auch eine Schutzwirkung auslösen.

      Und für manche ist ein Schutz besser als Schaden.

  • 有好的中国老虎 friendly chinese Tiger 17.12.2015 09:52
    Highlight Highlight ich glaube das ist nur der Anfang. Bis jetzt hat der kleine Bürger nur die Faust im Hosensack gemacht. Aber sobald die Stimmung kippt, wird die Gewalt dann real. Hoffe wirklich nicht, das es soweit kommt.
  • Duweisches 17.12.2015 09:26
    Highlight Highlight Ganz ehrlich, da hilft nur das veröffentlichen der Bilder, die Videokameras werden ausgewertet und die Bilder veröffentlicht...

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