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76'000 Migranten und Flüchtlinge überschreiten US-Südgrenze – hat Trump doch recht?



RETRANSMISSION WITHOUT OVERLAY GRAPHIC - In this Thursday, Feb. 7, 2019, aerial image released by the U.S. Customs and Border Protection, migrants, apprehended after illegally crossing along the U.S.-Mexico border near Lukeville, Ariz., gather together. A group of 325 Central Americans surrendered to agents on Thursday after entering the United States illegally. Mexico is at the top of the image, beyond the border fence. (U.S. Customs and Border Protection via AP)

Die US-Grenzwache setzt Migranten und Flüchtlinge in der Nähe von Lukeville, Arizona fest (Archivbild). Bild: AP/U.S. Customs and Border Protection

Mehr als 76'000 Flüchtlinge und Migranten sind im Februar ohne die nötigen Papiere über die Grenze zu Mexiko in die USA eingereist. Das sind mehr als doppelt so viele wie im selben Monat des Vorjahres, wie aus einer am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Statistik des US-Grenzschutzes hervorgeht.

«Wir stehen vor einer humanitären Krise und einer nationalen Sicherheitskrise entlang unserer Südwestgrenze», sagte Behördenchef Kevin McAleenan in einer Mitteilung.

US-Präsident Donald Trump will die Einwanderung über die Grenze zu Mexiko mit dem Bau einer Mauer stoppen. Zu deren Finanzierung hatte Trump im Februar den Nationalen Notstand ausgerufen. Im US-Senat deutet sich aber ein Mehrheitsvotum gegen den Notstand an, nachdem auch Senatoren von Trumps Republikanern Unterstützung für eine solche Resolution signalisiert hatten.

Die wachsende Zahl der Familien und Kinder, die in grösseren Gruppen und in entlegenen Gegenden über die Grenze kämen, stelle die Einrichtungen des Grenzschutzes sowie Nicht-Regierungsorganisationen vor eine «einzigartige Herausforderung», sagte McAleenan.

Honduran Delia Romero, 24, sits with her children in their sleeping area at a sheltered in Piedras Negras, Mexico, Tuesday, Feb. 5, 2019. A caravan of about 1,600 Central American migrants camped Tuesday in the Mexican border city of Piedras Negras, just west of Eagle Pass, Texas. The governor of the northern state of Coahuila described the migrants as

Eine Mutter aus Honduras sitzt mit ihren Kindern in Negras, Mexiko. Bild: AP/The San Antonio Express-News

Familien und unbegleitete Kinder machen derzeit rund 60 Prozent aller Festnahmen an der Grenze aus. Die meisten Zuwanderer stammen aus den zentralamerikanischen Staaten Guatemala, Honduras und El Salvador. Sie fliehen vor Hunger und Gewalt in ihren Heimatländern.

Um den Anstieg zu bewältigen, hat der Grenzschutz nach eigenen Angaben zusätzliche medizinische Versorgung für die Menschen angeordnet, die von den Behörden festgehalten werden.

Jüngst hatte es mehrere Todesfälle von Menschen im Gewahrsam des US-Grenzschutzes gegeben. Nach dem Tod zweier Kinder aus Guatemala im Dezember war im Februar ein 45 Jahre alter Mann aus Mexiko in der Obhut der Behörden gestorben. (sda/dpa/afp)

Die Probleme mit Trumps Mauer

Video: watson

Die Grenze zwischen Mexiko und den USA

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    Alle Leser-Kommentare
  • P. Meier 06.03.2019 20:37
    Highlight Highlight Leider geht aus dem Artikel nicht hervor, wo die Flüchtlinge die Grenze überquert haben. Ist es im Gebiet der geplanten Mauer oder in Grenzabschnitten, welche nicht im Mauerplan aufgeführt sind? Die nicht näher differnzierte Zahl eignet sich für Interpretationen im eigenen Interesse und kann objektiv gesehen nicht wirklich ernst genommen werden.
  • gjonkastrioti 06.03.2019 17:30
    Highlight Highlight Na klar hat er recht. Alle Amerikaner tun jetzt so scheinheilig, als wäre die Mauer ein kompletter Bruch mit der bisherigen Immigrationspolitik. Dabei ist die Mauer einfach eine Weiterführung von Systemen, die bereits existieren. Die Wahrheit ist, dass die USA ein grosses Problem hat mit illegalen Immigranten und das etwas dagegen getan werden muss. Dabei darf aber auch nicht vergessen werden, dass ca. 40 Prozent der illegalen Immigranten Leute sind, die nach Ablauf des Visums im Land bleiben.
  • Ferdinend 06.03.2019 17:19
    Highlight Highlight Wer keine Flüchtlinge will sollte nicht absichtlich Länder destablisieren (siehe interventionismus der USA in Lateinamerika)
    • P. Silie 06.03.2019 17:53
      Highlight Highlight @ Ferdinend: Diese Zeiten sind seit Ende der 80er vorbei. Es gibt keinen Interventionismus mehr..
  • Kampfsalami 06.03.2019 16:58
    Highlight Highlight Lösungsvorschlag: Akzeptieren, dass es Leute gibt welche wie Sie und Ich in Wohlstand leben wollen oder aber an die Grenze gehen und alle erschiessen welche rein wollen.
    Ich kann niemanden töten oder verurteilen dass er auf ein besseres Leben hofft. Können Sie es??
  • JackMac 06.03.2019 16:28
    Highlight Highlight Ach kommt schon Leute. Die Grenzer lassen alle rüber in diesen Wochen, damit POTUS recht bekommt und die Mauer bauen kann.
    Sind doch alles Trumplfans da unten im Süden.
    Howdeee
  • P. Silie 06.03.2019 16:21
    Highlight Highlight Das Problem sind die Zentral- und Südamerikanischen Länder. Die haben überhaupt kein Interesse irgendetwas in ihren maroden Staaten zu verbessern. Weshalb auch? Die Remittances der Salvadorianer aus den USA betragen 17% des Bruttosozialprodukts! Weshalb sollte man da Schulen bauen oder in die Infrastruktur investieren, wenn die eigenen Leute abhauen und noch mehr Geld zurückschicken..
  • eigiman 06.03.2019 15:36
    Highlight Highlight Das sind ca. 0.25 Promille der Einwohner der USA, sprich einen Migranten auf 4000 Einwohner. Diese Zahl gegenüber dem Finanziellen Aufwand für eine Mauer sollte jedem klar machen, dass die Mauer nicht die richtige Lösung sein kann.
    • Paradise 06.03.2019 16:38
      Highlight Highlight Es geht ja nicht darum niemanden reinzulassen. Sondern die richtigen reinlassen und die falschen draussen halten zu könne.
      Egal wie sehr ich trump hasse.
      Das hat was.
      Obwohl die smartwall genau so effektiv gewesen wäre
    • Bündn0r 06.03.2019 16:59
      Highlight Highlight Die 6 Mia $ für die Mauer entspricht 0.3 Promill des BIPs (19.4 Billionen). Es sollte kein Problem sein diese zu finanzieren, solbst wenn sie 50 Mia kostet.

      Kosten sind kein gutes Argument gegen die Mauer, Nutzen hingegen schon. Die Mauer hält wohl keinen Flüchtling an der Grenze auf. Eine abschreckende Wirkung will ich jedoch nicht abstreiten.
    • eigiman 06.03.2019 17:07
      Highlight Highlight Da werde ich geblitzt wie wild. Ich sage ja nicht, dass einfach alle kommen sollen und dürfen. Ich disqualifiziere höchstens das Mittel der Mauer, weil es nicht im Verhältnis steht, aus rein ökonomischer Sicht. Auch wenn die Dunkelziffer höher ausfällt, bin ich dieser Meinung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amadeus 06.03.2019 14:44
    Highlight Highlight Wäre noch spannend zu wissen, warum die Flüchtlingszahlen gerade jetzt steigen. Gehts den Leuten schlechter in ihren Heimatländern (push-factor), oder wollen sie noch über die Grenze bevor die Mauer gebaut wird (pull-factor)? Oder vielleicht hats ja noch andere Gründe.
    • just sayin' (beleidigende user werden ignoriert) 06.03.2019 16:00
      Highlight Highlight das ist eine gute frage
    • loquito 06.03.2019 16:52
      Highlight Highlight Push... Vor lauter Venezuela hier veneuuela da vergisst man, dass in Zentralamerika und Karibik eine echte humanitäre Krise existiert...
    • Bronko 06.03.2019 17:05
      Highlight Highlight Könnte es auch sein, dass diese propagierten Zahlen (stimmen die? woher?) einzig der Propaganda dienen? Für Trump und für die Mauer natürlich...
  • chrisdea 06.03.2019 14:42
    Highlight Highlight Gestern in NY gesichtet...
    Benutzer Bild
  • pascii 06.03.2019 14:20
    Highlight Highlight Hallo watson. Das sind ja keine "News". Ich denke euer Argument ist falsch.

    ✅ Ja, es gibt ein Problem mit Mirgantenströmen und illegaler Einwanderung.

    😡 Nein, eine Mauer ist nicht die Lösung für das Problem.

    🕊 Gibt es erst, wenn der Gringo-Kapitalismus aufhört.
    • lucasm 06.03.2019 14:45
      Highlight Highlight Und alle rein lassen ist die lösung?
    • TheManoure 06.03.2019 15:11
      Highlight Highlight @lucasm Nein, aber eine Mauer die nicht überwacht werden kann bringt nichts. Eher bräuchte die USA genügen Ressourcen um die Grenze zu überwachen, Flüchtlinge aufzufangen, registrieren und gemäss Recht ihren Asylantrag zu prüfen. Ein Ausbau von offiziellen Übergänge würde helfen, mehr Personal und Richter an der Grenze würde helfen. Die Kosten für die Mauer sind verglichen mit dem Nutzen völlig überrissen.
    • Mr. Seven 06.03.2019 15:26
      Highlight Highlight Wie wärs mit langfristigen Lösungen?
      Amerikanischen Firmen verbieten, Bauern aus diesen Gegenden auszubeuten? Das Geld, dass in eine Mauer gesteckt werden soll, in Aufklärung, humanitäre Hilfe und Entwicklungsprogramme in der Region stecken? Ich könnte mir da viele Sachen vorstellen, die besser sind, als eine Mauer zu bauen..
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