International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Polizei geht nach Tod von Avicii nicht von Verbrechen aus

Schocknachricht zum Weekend-Auftakt: DJ Avicii ist am Freitagnachmittag in Muskat gestorben. Der Schwede begeisterte mit seinen Megahits «Wake me up» oder «Levels» Millionen Musikfans. 

21.04.18, 06:59 21.04.18, 16:28


Der frühe Tod des schwedischen Star-DJs Avicii hat weltweit Bestürzung ausgelöst. Der Elektromusiker, der mit Liedern wie «Wake Me Up» und «Hey Brother» Welthits landete, starb am Freitag im Alter von 28 Jahren im Golfstaat Oman, wie sein Management mitteilte.

Musikerkollegen sowie Vertreter der schwedischen Regierung und des Königshauses würdigten den Verstorbenen. Avicii zählte zu den erfolgreichsten DJs der Welt. Mit dem Song «Levels» gelang ihm im Jahr 2011 der Durchbruch.

«Levels»

Video: YouTube/AviciiOfficialVEVO

2012 und 2013 schaffte er es im Ranking des «DJ Magazine» jeweils auf den dritten Platz der besten DJs. Er arbeitete unter anderem mit Madonna, der britischen Rockband Coldplay sowie dem französischen DJ und Musikproduzenten David Guetta zusammen.

Keine weiteren Erklärungen

Der Musiker, mit bürgerlichem Namen Tim Bergling, wurde in Omans Hauptstadt Muskat tot aufgefunden, wie sein Management mitteilte. Die Todesursache wurde allerdings nicht mitgeteilt.

Laut Medienberichten handle es sich bei der Todesursache aber nicht um ein Verbrechen. Das soll ein Polizeisprecher im Oman Journalisten des schwedischen Nachrichtenportals SVT News bestätigt haben. «Wir haben alle Informationen, wir wissen, was geschah, aber wir werden es nicht an die Öffentlichkeit geben», wurde ein Polizeisprecher am Samstag von SVT zitiert. Es werde auch nicht nach Verdächtigen gesucht.

«Die Familie ist am Boden zerstört, und wir bitten alle, ihr Bedürfnis nach Schutz der Privatsphäre in dieser schwierigen Zeit zu beachten», hiess es. Weitere Erklärungen werde es nicht geben.

Das letzte Bild von Avicii

Der Sohn der prominenten schwedischen Schauspielerin Anki Linden war einer der ersten DJs, der es schaffte, mit elektronischer Tanzmusik in den Mainstream vorzudringen. Aviciis Megahit «Wake me up» mit dem Soul-Sänger Aloe Blacc war 2013 in Europa die Nummer eins. Sein mit elektronischer Musik unterlegter Remix von Coldplays «A Sky Full of Stars» (2014) wurde ein weiterer Hit. Als Produzent war er für Madonnas Album «Rebel Heart» (2015) tätig.

2015 legte Avicii sogar bei der Hochzeitsfeier des schwedischen Prinzen Carl Philip und dessen Frau Sofia auf. «Wir haben ihn als Künstler und als wunderbarer Mensch, der er war, bewundert», erklärte das Paar. Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven nannte Avicii «einen der grössten Namen der Musik in Schweden in der modernen Zeit».

«Wake me up»

Video: YouTube/AviciiOfficialVEVO

Zu früh gegangen

Madonna veröffentlichte auf der Online-Plattform Instagram ein Foto von sich und Avicii und schrieb dazu: «So tragisch. Auf Wiedersehen lieber süsser Tim. Zu früh gegangen.» David Guetta erklärte auf Twitter, die Welt habe «einen unglaublich talentierten Musiker verloren». «Danke für deine schönen Melodien und für die Zeit, die wir gemeinsam im Studio verbracht haben.» Popstar Charlie Puth twitterte, Avicii sei «ein Genie und ein Musikerneuerer, und ich kann es nicht fassen, dass er nicht mehr unter uns ist».

Ein Beitrag geteilt von Madonna (@madonna) am

Avicii hatte in den vergangenen Jahren offen über seine Gesundheitsprobleme gesprochen – unter anderem über eine zum Teil durch exzessiven Alkoholkonsum verursachte Entzündung der Bauchspeicheldrüse. 2014 hatte er einige Live-Auftritte abgesagt, weil er sich die Gallenblase und den Blinddarm entfernen liess.

Mehr Zeit für Privates

2016 waren seine Fans sprachlos, als er sich – gerade mal 26 Jahre alt – von ihnen verabschiedete. Diese Tour sei seine letzte, schrieb er damals und kündigte an, dass er mehr Zeit für sein Privatleben haben wolle. «Diese Szene ist nichts für mich», sagte er damals dem Magazin «Billboard». Nicht die Auftritte seien das Problem gewesen, sondern das Drumherum. «Alles, was noch dazu gehört, wenn man ein Künstler ist.» Er sei im Grunde eher ein introvertierter Mensch, sagte er. «Es war immer sehr hart für mich.»

Avicii arbeitete weiter im Studio, im vergangenen Jahr produzierte er mehrere Stücke mir der britischen Sängerin Rita Ora.

Der Name Avicii stammt aus dem Sanskrit und geht auf den Buddhismus zurück. Das Wort Avici bezeichnet die tiefste Ebene der Hölle. Aus stilistischen Gründen fügte der Künstler ein zusätzliches «i» hinzu. (viw/sda/afp)

«Hey Brother»

Video: YouTube/AviciiOfficialVEVO

Das könnte dich auch interessieren:

«Ich habe keine devote Ausstrahlung»: Tonia Maria Zindel über MeToo, Tod und Rätoromanisch

Bruthitze und Megadürre –  Die Katastrophe von 1540 war schlimmer als der Hitzesommer 2003

Ronaldo verzückt die neuen Teamkollegen: «Es ist gar nicht möglich, mit ihm mitzuhalten»

«Die Frage ist nur noch: Wann haben wir die Schmerzgrenze erreicht?»

Scheidungen sind out – und das hat seine Gründe

So (böse) freuen sich Eltern, dass die Kinder wieder in die Schule müssen

1 Hanfsamen provoziert ein Gerichtsverfahren – eine Amtsschimmel-Komödie in 3 Akten

Wie das Geschwür am Hintern des Sonnenkönigs zum Trend wurde

Hipster-Bärte bedrohen die Rasierklingen-Industrie

So viel Geld macht Ferrari pro Auto – und so viel legt Tesla drauf

Bauern wie zu Gotthelfs Zeiten? Per Initiative ins landwirtschaftliche Idyll

Endlich «Weltklasse»: Wie Schalkes Max Meyer bei Crystal Palace statt Barça landete

7 Mehrtageswanderungen, die sich richtig lohnen 

präsentiert von

Migros und Coop sind im Fitnessfieber – und die kleinen Studios leiden

Die Erde ist bei Google Maps keine flache Scheibe mehr – das ist wichtiger, als du denkst

Blutgräfin Báthory, die ungarische Serienmörderin

Blochers Zeitungsimperium druckt seinen eigenen Artikel gegen «fremde Richter»

Wie die Migros das Label-Chaos beseitigen will – und dafür kritisiert wird

Sie waren vor 10 Jahren unsere grössten Hoffnungen – das wurde aus ihnen

In Liverpool muss Schnäppchen-Shaqiri beweisen, dass er der Königstransfer ist

So will eine deutsche Architektin das Meer von Plastik-Müll befreien

Das sagt Osama Bin Ladens Mutter über ihren Sohn, den Terrorfürsten

Die Frau, die weltbekannt wurde, ohne es zu wissen

Wenn ich noch einen alten Kerl mit einer jungen Frau vögeln sehe ...

Die 8 grössten Kraftwerke zeigen das riesige Potential von erneuerbaren Energien

Aufgepasst, Männer! So vermeidet ihr «mansplaining»

18 lustige Fails, die dich alles um dich herum vergessen lassen

Nach Rausschmiss von «Guardians of the Galaxy»-Regisseur: Darsteller droht Disney

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

8
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Emanzipator 21.04.2018 18:50
    Highlight
    Ich kann nicht ganz nachvollziehen was auf Watson für eine unmenge an Titeln auf diese Person bezugnehmend zu finden sind, während für Musiker die an seinem Geburtsjahr bereits 30 Jahre Musikgeschichte geschrieben hatten, nach kurzen Artikeln und Erwähnungen in anderen themenverwanten Artikeln abgehakt waren....

    Lemmy, Bowie, Cohen, Berry....

    Offenbar habe ich da was GAAAAANZ grosses verpasst!

    Und Marusha, Moby und Co. hat wohl der Schreiber hier verpasst... 😒 («...einer der ersten DJs, der es schaffte, mit elektronischer Tanzmusik in den Mainstream vorzudringen...»)
    47 14 Melden
  • Gubbe 21.04.2018 10:43
    Highlight Sieht auf dem sogenannt letzten Foto abgemagert aus...
    Sein "Hey Brother" war schon gut. Er ging viel zu jung.
    RIP, ha det bra
    72 10 Melden
  • Roman Stanger 21.04.2018 09:12
    Highlight "... war einer der ersten DJs, der es schaffte, mit elektronischer Tanzmusik in den Mainstream vorzudringen."

    Ja genau - die 90er muss ich mir wohl eingebildet haben.
    379 22 Melden
    • Supermonkey 21.04.2018 11:09
      Highlight Genau dasselbe gedacht... 🤣
      88 2 Melden
    • stereo 21.04.2018 12:50
      Highlight dann schmeiss ich nun meine original Robert Miles - Children 12“ Single weg.......die 90er waren nur ein traum!!
      102 3 Melden
    • Mia_san_mia 21.04.2018 17:34
      Highlight Das habe ich mir auch gedacht...
      32 0 Melden
    • Bluesight 21.04.2018 17:39
      Highlight Und im Genre House war es sowieso David Guetta..
      13 44 Melden
  • Kartofffelkoenig 21.04.2018 08:26
    Highlight Das zweite i bei Avicii ist da nicht aus "stilistischen Gründen", sondern tatsächlich deshalb, weil "Avici" bei MySpace schon vergeben war. (Wie übrigens bei meinem Username das dritte f)
    176 5 Melden

Tina Turners Sohn nimmt sich das Leben

Tina Turners Sohn Craig Raymond Turner ist tot. Er starb am Dienstag 59-jährig an einer Schussverletzung, die er sich in seinem Haus im kalifornischen Studio City selber beigebracht hat. Das bestätigten die Behörden von Los Angeles gegenüber «pagesix.com».

Craig wurde geboren, als Tina 18 war, sein biologischer Vater Raymond Hill spielte Saxofon in der Band Kings of Rhythm. Tinas zweiter Mann Ike adoptierte den Jungen später. Mit Ike hat Tina Turner einen zweiten Sohn, den 57-jährigen Ronnie …

Artikel lesen