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Er spielte in Stripclubs und Auditorien: Grammy-Gewinner Dr. John stirbt mit 77 Jahren



Der einflussreiche Sänger und Grammy-Gewinner Dr. John («Right Place, Wrong Time») ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Der Pianist aus New Orleans sei am frühen Donnerstag an einem Herzinfarkt gestorben, teilte seine Familie über den Twitter-Account Dr. Johns mit.

epa07631566 (FILE) - US musician Dr John performs on the stage of the Auditorium Stravinski at the 48th Montreux Jazz Festival, in Montreux, Switzerland, 14 July 2014 (reissued 07 June 2019). US blues singer Dr John died at the age of 77 after a heart attack on 06 June 2019, according to reports.  EPA/VALENTIN FLAURAUD   EDITORIAL USE ONLY

Dr. John 2014 in Montreux. Bild: EPA/KEYSTONE

Der Sänger, der es in die Rock and Roll Hall of Fame schaffte, wurde für seine Mischung auf verschiedenen Musikstilen wie Blues, Pop, Jazz oder Rock bekannt. In seiner jahrzehntelangen Karriere gewann er mit seinem einzigartigen Stil insgesamt sechs Grammys.

Er habe eine einzigartige Musik kreiert, die seine Heimatstadt New Orleans in ihrem Kern trage, so wie er sie immer in seinem Herzen getragen habe, schreibt die Familie. Details zur Beerdigung Dr. Johns, der mit bürgerlichem Namen Malcolm John Rebennack hiess, würden bald bekanntgegeben.

Der Musiker mit der rauen Stimme war ein gern gesehener Gast bei Jazzfestivals in aller Welt. Er trat auch mehrere Male an Schweizer Festivals auf, darunter am Montreux Jazz Festival, an der Baloise Session in Basel und am Luzerner Blue Balls Festival.

Von Voodoo fasziniert

Seine Musik wird als eine Mischung aus verschiedenen musikalischen Stilen beschrieben, darunter R'n'B, Blues und Rock. Voodoo und okkulte Mystik faszinierten ihn. Seine gruseliges Debüt «Gris-Gris» kombinierte R'n'B mit psychedelischem Rock und erschreckte Hörer mit unheimlichen Andeutungen von ausserweltlicher Magie. Sein Song «Right Place, Wrong Time» schaffte es unter die besten zehn in den Charts.

«Right Place, Wrong Time»:

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Video: YouTube/Matchless48

Als Teenager spielte Dr. John Gitarre und Keyboard in einer Reihe von Bands und machte das legendäre Studio Cosimo Matassa zu seiner zweiten Heimat. Nachdem er die Highschool verlassen hatte, widmete er sich ausschliesslich der Musik. Drogen und Kleinkriminalität waren ihm vertraut, sein Leben war rasant. Er spielte in Stripclubs, Auditorien und Raststätten. Als junger Mann sass er ihm Gefängnis. Bei einem Vorfall mit einer Schusswaffe 1961 in Jacksonville, Florida, verlor er seinen linken Ringfinger.

Auftritte mit grossen Künstlern

Er spielte mit seiner Band The Grateful Dead in Martin Scorceses Dokumentation «The Last Waltz», jammte auf dem Rolling-Stones-Album «Exile on Main Street» und arbeite mit vielen anderen Künstlern zusammen, darunter Earl King, Van Morrison und James Booker.

Seit Ende 2017 wurde er nicht mehr häufig in der Öffentlichkeit gesehen. Damals sagte er einige Auftritte ab. Seine Pressesprecherin Karen Beninato hatte im vergangenen Jahr in einem Interview gesagt, er ruhe sich in seinem Haus in New Orleans aus. Die Familie dankte allen, «die seine einzigartige musikalische Reise begleitet» hatten, und bat um Privatsphäre. (sda/dpa/afp/apa/ap)

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mr.mot 07.06.2019 09:48
    Highlight Highlight Die Musik und die einzigartige Stimme von Dr. John hat mich über Jahrzehnte begleitet und immer wieder von Neuem fasziniert. Leider konnte ich den grossen Musiker nie live erleben.

    Ein trauriger Tag, aber seine Musik lebt ja weiter...
  • Paradiddle 07.06.2019 08:15
    Highlight Highlight Mach's gut,.Dr. John, deine Musik wird weiterleben!
    Play Icon
  • Herr Je 07.06.2019 07:48
    Highlight Highlight Einer meiner allergrössten Flügelhelden...
  • drjayvargas 07.06.2019 06:57
    Highlight Highlight Ein ganz Grosser ist gegangen. RIP du verrückter Typ!
  • pamayer 07.06.2019 06:51
    Highlight Highlight R. I. P.
    Einer meiner Top Favoriten.

    Dr John spielte im 'The Last Waltz' mit, aber Greatful Dead hatte nix damit zu tun.

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