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ARCHIV - Der Popsaenger und Castingshow-Sieger 13.03.2015, Nordrhein-Westfalen, Koeln: Daniel Kueblboeck tanzt mit der südafrikanischen Profitänzerin  Mabuse (nicht im Bild) in der achten Staffel der RTL-Tanzshow «Let's Dance». (zu dpa:

Daniel Küblböck bei einem TV-Auftritt im Jahr 2015. Bild: dpa

«Alles daran gesetzt, die Reise zu verhindern» – das sagt Küblböcks Familie zum Todesfall

13.09.18, 19:19 14.09.18, 16:17


Nachdem die Familie von Daniel Kaiser-Küblböck gestern bereits auf der Website des Sängers eine Abschiedserklärung veröffentlicht hat, folgt heute ein neues Statement. Darin gehen die Angehörigen auf die Umstände des mutmasslichen Suizids des Sängers und Schauspielers ein.

Küblböck war am Sonntagmorgen vor der Küste Kanadas vom Deck des Kreuzfahrtschiffes Aidaluna gesprungen. Am Montagmittag wurde die Suche nach ihm eingestellt.

«Er reiste alleine»

«Entgegen allen Gerüchten ist Daniel alleine und ohne Begleitung an Bord der Aidaluna gegangen. Er wollte diese Reise alleine unternehmen», heisst es in dem Statement.

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Gemäss Küblböcks Vater Günther war Daniel nicht depressiv, aber er habe  seit kurzem psychische Probleme gehabt, die man «wohl am besten mit einer Art Psychose» beschreiben kann. Er könne für sich zu hundert Prozent ausschliessen, dass Daniel einen Suizid geplant habe, oder vorhatte, sein Leben zu beenden. Dies könne er nur in einem Ausnahmezustand getan haben, ohne sich wirklich im Klaren darüber zu sein, was er tut und welche Folgen das haben werde, wird Günther Küblböck zitiert.

Die Familie habe sich durch Daniels plötzliche Wesensveränderung, die sich in den letzten Wochen in vielen Facetten gezeigt hat, grosse Sorgen gemacht. «Ich habe alles daran gesetzt, diese Reise zu verhindern», so Günther Küblböck. Durch die schwierige Gesetzeslage in Deutschland sei es jedoch, nach Auskunft der Aida-Gesellschaft, nicht möglich gewesen, ihm die gebuchte Reise zu verwehren, schreibt der Vater: «Ich hatte daher schon im Vorfeld die Verantwortlichen des Schiffes darum gebeten, ein besonderes Auge auf Daniel zu haben.»

«Nie gewünscht, eine Frau zu sein»

Die Wesensveränderung zeichnete sich laut Küblböcks Familie in vielen Teilen ab, bis er sich zuletzt als Frau zeigte. «Ich kann ganz klar sagen, dass Daniel seit seiner Jugend niemals auch nur ansatzweise erwähnt hat, er würde sich wünschen eine Frau zu sein», so Günther Küblböck. Das könne jeder bestätigen, der ihn näher gekannt hat: «Im Gegenteil, er hat in den letzten Jahren immer auf ein sehr männliches Auftreten geachtet.»

Daniel Küblböck

Für die Familie sei auffällig gewesen, dass sich Daniels Zustand massiv mit der intensiven Vorbereitung auf die Frauenrolle, die er zu seinem Abschlussstück an der Schauspielschule spielen sollte, verändert habe. Er habe diese Ausbildung sehr ernst genommen und sehr viele Pläne für die Zeit nach dem Studium gehabt. Dieses wollte er noch in diesem Jahr als staatlich anerkannter Schauspieler beenden wollte.

Die Familie, Eltern, Stiefmutter, Adoptivmutter und enge Freunde seien zu jeder Zeit für Daniel da gewesen und hätten alle versucht ihm zu helfen und ihm auch die nötige Hilfe zukommen zu lassen.

«Keine weiteren Spekulationen»

Die Familie hoffe, mit diesen Zeilen einige Spekulationen zu beenden. Sie bittet «im Namen aller Betroffenen und in Gedenken an Daniel darum, von weiteren Spekulationen ohne fundiertes Wissen Abstand zu nehmen». Man werde sich nochmals zu Wort melden, wenn alle Fakten der Aidaluna und der ermittelnden Polizei vorliegen

Daniel sei ein liebenswerter und vielschichtiger Mensch gewesen. «Wir bitten die Medien das zu respektieren und seinen Nachruf entsprechend zu wahren», heisst es am Ende der Erklärung. (cbe) 

Warum sprang Daniel Küblböck vom Schiff?

Video: watson

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ueliroe 14.09.2018 11:35
    Highlight Könnte man dieses offenbar immens wichtige Ereignis nun endlich abhacken.
    3 3 Melden
  • Der Rückbauer 14.09.2018 11:24
    Highlight Hier wird immer von Respekt vor seiner Entscheidung geschrieben. Respekt hin oder her, Daniel ist tot. Es geht doch um das Umfeld. Das Umfeld hegt Schuldgefühle. Ein Selbstmord ist höchste Verzweiflung, ein Abschied durch den Hinterausgang. Das fällt auf die lebenden betroffenen Personen zurück.
    19 7 Melden
  • Helona 14.09.2018 01:14
    Highlight Vielleicht wäre es eine Frage des Respekts, wenn man die Entscheidung dieses Mannes Mannes, vom Schiff zu springen, akzeptieren würde. Es ist doch auch völlig respektlos, jedes Detail seines Lebens an die Öffentlichkeit zu zerren. Daniel Kübelböck hat eine, seine höchst private, Entschiedung getroffen. Fertig. Der Rest geht keinen etwas an.
    103 8 Melden
  • Realo 13.09.2018 21:19
    Highlight Es ist meiner Meinung nach einfach:
    Daniel hat eine Wahl getroffen, welche alle zu respektiren haben.
    Punkt.
    71 3 Melden
  • BossAC 13.09.2018 20:28
    Highlight Das Video bringt sehr gut auf den Punkt wie ein tragisches Ereignis wiedermal von den Medien hemmungslos ausgeschlachtet wurde. Denke man sollte das Thema endlich ruhen lassen und sich auf die Berichterstattung gesicherter Fakten beschränken.

    35 1 Melden

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