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FILE PHOTO: Deposed President Mohamed Mursi greets his lawyers and people from behind bars at a court wearing the red uniform of a prisoner sentenced to death, during his court appearance with Muslim Brotherhood members on the outskirts of Cairo, Egypt, June 21, 2015.  REUTERS/Amr Abdallah Dalsh/File photo

Mohammed Mursi (Archivbild, Juni 2015)
Bild: © Amr Dalsh / Reuters/REUTERS

Lebenslänglich für Ägyptens Ex-Staatschef Mursi wegen Geheimnisverrats



Ein Strafgericht in Kairo hat Ägyptens Ex-Präsidenten Mohammed Mursi wegen des Verrats von Staatsgeheimnissen zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Richter sah es als erwiesen an, dass der Islamist heikle Informationen an das Emirat Katar weitergegeben hatte.

Zugleich bestätigte der Richter am Samstag die Todesstrafe gegen zwei ebenfalls angeklagte Journalisten des arabischen Nachrichtenkanals Al-Dschasira sowie vier weitere Beschuldigte.

Das Gerichte hatte diese Strafe bereits Anfang Mai vorläufig verhängt und das Urteil zur Überprüfung an Ägyptens Grossmufti Schauki Allam überwiesen. Dieser gab als höchste religiöse Instanz des Landes eine Stellungnahme ab.

Mursi wurde bereits zum Tode verurteilt

Die beiden Al-Dschasira-Mitarbeiter und eine weitere angeklagte Journalistin wurden in Abwesenheit verurteilt, da sie sich ausserhalb des Landes aufhalten. Der Nachrichtenkanal Al-Dschasira wird von Katar finanziert. Die Regierung in Kairo wirft dem Sender vor, die in Ägypten verbotenen islamistischen Muslimbrüder zu unterstützen.

Gegen die Urteile kann Berufung eingelegt werden. Mursi hatte bereits 2015 wegen Verschwörung zu einem Gefängnisausbruch während der arabischen Aufstände vor fünf Jahren die Todesstrafe erhalten. Der 64-Jährige war der erste frei gewählte Präsident Ägyptens. Im Sommer 2013 hatte das Militär Mursi nach Massenprotesten gegen ihn gestürzt. (sda/dpa)

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