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Scharfe Kritik aus der UNO: Angriffe im Jemen verstossen gegen das Völkerrecht



Die Luftangriffe der von Saudi-Arabien geführten Militärallianz im Jemen, verstossen nach Einschätzung des zuständigen Koordinators der Vereinten Nationen gegen internationales Recht.

«Die wahllosen Angriffe auf besiedelte Gebiete mit wie auch ohne vorherige Warnungen stellen einen Verstoss gegen das internationale humanitäre Völkerrecht dar», teilte der UNO-Koordinator für humanitäre Angelegenheiten im Jemen, Johannes van der Klaauw, am Samstag mit.

epa04732500 A black pall of smoke rises above a neighborhood following an alleged airstrike carried out by the Saudi-led alliance targeting the Sana’a International Airport in Sana'a, Yemen, 04 May 2015. The Saudi-led coalition carried out a new round of airstrikes on Houthi and allied military units in several cities in Yemen, including the capital Sana’a.  EPA/YAHYA ARHAB

Schwarzer Rauch über Sanaa nach einem Luftangriff der von Saudi-Arabien geführten Militärallianz Bild: YAHYA ARHAB/EPA/KEYSTONE

Viele Zivilisten seien in der Gegend wegen Treibstoffmangels quasi gefangen, sagte van der Klaauw weiter. Unzählige Zivilisten seien bedroht, wenn die Allianz die gesamte Region zum militärischen Ziel erkläre.

Residenz des Ex-Präsidenten bombardiert

Die internationale Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens bombardierte derweil nach Angaben von Augenzeugen die Residenz des früheren jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh. Zwei Luftangriffe hätten am Sonntagmorgen Salehs Haus im Zentrum von Sanaa getroffen. Berichten zufolge soll sich der frühere Präsident nicht in der Hauptstadt aufhalten.

Saleh war im Februar 2012 nach monatelangen blutigen Protesten nach drei Jahrzehnten an der Macht zurückgetreten. Ihm wird vorgeworfen, im derzeitigen Konflikt zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und der Regierung des gewählten Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi die Huthis zu unterstützen.

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition fliegt seit sechs Wochen Luftangriffe auf die Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Militäreinheiten von Saleh. Die Intervention soll den weiteren Vormarsch der Huthis stoppen und dem nach Saudi-Arabien geflohenen Präsidenten Hadi ermöglichen, an die Macht zurückzukehren. Die Angriffe haben grosse Zerstörungen angerichtet und zu einer humanitären Krise geführt, die Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten aber kaum zurückdrängen können. (sda/reu/dpa)

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