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Saudi-Arabien verteidigt Massenhinrichtung



Saudi-Arabien hat die umstrittene Hinrichtung von 47 Menschen wegen Terrorismusvorwürfen verteidigt. Die Angeklagten hätten faire und gerechte Verfahren ohne Berücksichtigung ihrer religiösen Zugehörigkeit gehabt.

So hiess es am Montag in einer Erklärung der saudiarabischen Vertretung bei den Vereinten Nationen. Das Königreich bedauere zutiefst, dass UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sich besorgt über die Vorwürfe gegen die Delinquenten und die Prozesse geäussert habe.

Saudi Arabia's King Salman (C) attends a session of Saudi Shura Council in Riyadh, December 23, 2015. REUTERS/Bandar al-Jaloud/Saudi Royal Court/Handout ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO SALES.

Salman ibn Abd al-Aziz, König von Saudi-Arabien, mit Gefolge. 
Bild: HANDOUT/REUTERS

Die Massenhinrichtung am Wochenende hat zu schweren Spannungen in der Golfregion geführt. Unter den im sunnitischen Saudi-Arabien Exekutierten war auch der prominente schiitische Geistliche und Kritiker des Königshauses, Nimr al-Nimr. Dessen Tod hatte insbesondere im schiitischen Iran heftige Proteste ausgelöst.

Nachdem aufgebrachte Demonstranten die saudiarabische Botschaft in Teheran gestürmt hatten, brach Saudi-Arabien seine diplomatischen Beziehungen zum Iran ab. Die beiden Länder ringen um die Vormachtstellung in der Region.

Iranian demonstrators burn representations of the U.S. and Israeli flags during a demonstration in front of the Saudi Arabian Embassy in Tehran, Iran, to protest the execution of Saudi Sheikh Nimr al-Nimr, a prominent opposition Shiite cleric, seen in posters, Sunday, Jan. 3, 2016. Saudi Arabia announced the execution of al-Nimr on Saturday along with 46 others. The execution drew condemnation from Shiites across the region. (AP Photo/Vahid Salemi)

Proteste in Teheran vor der saudischen Botschaft am 3. Januar.
Bild: Vahid Salemi/AP/KEYSTONE

UNO-Sicherheitsrat verurteilt Angriff auf saudiarabische Botschaft

Der UNO-Sicherheitsrat hat den Angriff auf die saudiarabische Botschaft in Teheran verurteilt. In einer am Montag (Ortszeit) in New York veröffentlichten Erklärung des Gremiums wird der Iran nachdrücklich aufgefordert, «diplomatisches und konsularisches Eigentum und Personal zu schützen und den internationalen Verpflichtungen auf diesem Gebiet voll nachzukommen».

Zugleich rief der Sicherheitsrat alle Seiten zum Dialog und zum Abbau der Spannungen in der Region auf. Die Hinrichtung des schiitischen Geistlichen, der den Sturm wütender Demonstranten auf die Botschaft ausgelöst hatte, wurde in der Erklärung nicht erwähnt.

Gegensätzliche Interessen in Syrien und Jemen

Die gegensätzlichen Interessen Saudi-Arabiens und Irans zeigen sich derzeit vor allem in den Konflikten in Syrien und im Jemen: Teheran unterstützt im Gegensatz zu Riad in Syrien Machthaber Baschar al-Assad und im Jemen die schiitischen Huthi-Rebellen, die wiederum von einer von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition bekämpft werden.

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Der Jemen, das Armenhaus der Arabischen Halbinsel, leidet unter dem Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten.
Bild via Anna Riedweg

Wegen der verschärften Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran wird befürchtet, dass die jüngsten Friedensbemühungen für Syrien und den Jemen zum Erliegen kommen.

Dazu sagte der saudiarabische UNO-Botschafter Abdallah al-Muallimi am Montag vor Journalisten in New York: «Von unserer Seite aus soll es keine Auswirkungen geben. Wir werden weiter sehr hart arbeiten, um die Friedensbemühungen für Syrien und den Jemen zu unterstützen.»

Gleichzeitig warf er dem Iran aber vor, die Bemühungen um einen Frieden in Syrien bislang nicht besonders unterstützt zu haben. Am 25. Januar sollen in Genf Gespräche zwischen den syrischen Konfliktparteien beginnen.

Saudi Arabiens Waffengeschäfte 2014

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Saudi Arabiens Waffengeschäfte 2014
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(sda/reu/afp/dpa/phi)

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