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UNICEF: Mehr als 900 Kinder bei Kämpfen im Jemen getötet



Seit Beginn des Bürgerkriegs im Jemen sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 900 Kinder getötet und 1300 weitere verletzt worden. Rund 50 Mal wurden im Konflikt Schulen angegriffen.

In this Thursday, March 17, 2016 photo, ten-month-old Amal Hamid, suffering from chronic malnutrition, is held by her mother at Al-Sabeen hospital, in Sanaa, Yemen. Hunger has been the most horrific consequence of Yemen’s conflict and has spiraled since Saudi Arabia and its allies, backed by the U.S., launched a campaign of airstrikes and a naval blockade a year ago. (AP Photo/Hani Mohammed)

Eine Mutter mit ihrem Kind in einem Hospital in Sanaa.
Bild: Hani Mohammed/AP/KEYSTONE

Seit dem Start des von Saudi-Arabien angeführten Militäreinsatzes vor einem Jahr wurden jeden Tag rund sechs Kinder getötet oder verletzt, wie das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF am Dienstag mitteilte. UNICEF dokumentierte zudem 1560 schwere Menschenrechtsverletzungen an Kindern.

Im Jemen kämpfen seit September 2014 die Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi gegen die schiitischen Huthi-Rebellen und andere Gruppen, die dem ehemaligen Präsidenten Ali Abdallah Saleh die Treue halten.

Seit März 2015 fliegt eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Luftangriffe auf die Rebellen. Nach UNO-Angaben wurden in dem Konflikt seit dem saudiarabischen Eingreifen etwa 6300 Menschen getötet.

FILE -- In this March 5, 2016 file photo, a young boy who lost his leg in the Yemen war uses a prosthetic limb at a government-run rehabilitation center in Sanaa, Yemen.  Hunger has been the most horrific consequence of Yemen’s conflict and has spiraled since Saudi Arabia and its allies, backed by the U.S., launched a campaign of airstrikes and a naval blockade a year ago. (AP Photo/Hani Mohammed, File)

Ein Knabe in der Rehabilitation in Sanaa.
Bild: Hani Mohammed/AP/KEYSTONE

Die Ausweitung des Konflikts habe auch dazu geführt, dass immer mehr Kinder und Jugendliche als Soldaten oder Kämpfer rekrutiert und zum Beispiel als Wärter an Kontrollpunkten eingesetzt worden seien, erklärte UNICEF. Betroffen seien auch Kinder unter zehn Jahren.

Der Konflikt habe ausserdem schwere Folgen für die zivile Infrastruktur und die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern wie Öl, Wasser, und Nahrung, heisst es in dem Bericht. UNICEF schätzt, dass allein im vergangenen Jahr rund 10'000 Kinder in Jemen an vermeidbaren Krankheiten starben, weil die Gesundheitsversorgung nicht mehr funktioniert, Impfungen nicht vorgenommen und lebensgefährlicher Durchfall nicht behandelt werden konnten.

Nach Schätzungen von UNICEF sind im Jemen inzwischen zehn Millionen Kinder auf humanitäre Hilfe angewiesen – darunter rund 320'000 Kinder, die von schwerer akuter Mangelernährung bedroht sind. Von den für 2016 benötigten Hilfsgeldern für den Jemen hat UNICEF nach eigenen Angaben jedoch erst 18 Prozent erhalten.

(sda/afp)

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«Für mich sieht der Fall Khashoggi sehr orchestriert aus»

Die Affäre um den ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi beschäftigte die Welt in den letzten Wochen. Im Gespräch mit watson erzählt die Menschenrechtsaktivistin und Politikwissenschaftlerin Elham Manea ihre Einschätzung und kritisiert Saudi-Arabien scharf.

Frau Manea, die Ermordung des Journalists Khashoggi löste weltweit Empörung aus. Was war Ihre erste Reaktion?Elham Manea: Ich war überrascht, im Gegensatz zu anderen Experten.

Überrascht?Ja, die Ermordung eines Journalisten ist ein neues Ausmass, welches ich so noch nicht beobachten konnte. Es war bekannt, dass Saudi-Arabien Dissidenten entführt, aber nicht so brutal ermordet wie jetzt Khashoggi. Das ist eine neue Stufe. Ausserdem erstaunt es mich, wie er nun in den Medien dargestellt wird.

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