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Mindestens 35 Tote bei schweren Gefechten mit Islamisten in Ägypten



Bei schweren Gefechten mit islamistischen Kämpfern sind in Ägypten nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens 35 Soldaten und Polizisten getötet worden. Die Sicherheitskräfte wurden während einer Razzia südlich der Hauptstadt Kairo angegriffen.

Wie Ärzte und Vertreter der Sicherheitsbehörden am Freitag mitteilten, lieferte sich die Sicherheitskräfte in der Baharia-Oase, 370 Kilometer südwestlich von Kairo, Gefechte mit den Islamisten. Aufständische hätten aus einem Hinterhalt mit Panzerfäusten und Sprengsätzen auf einen Konvoi der Sicherheitskräfte geschossen, sagte ein Insider. Es sei damit zu rechnen, dass die Zahl der Toten steige.

Das Innenministerium in Kairo bestätigte die Kämpfe, machte aber keine Angaben zu den Todesopfern auf Seiten der Sicherheitskräfte. Mehrere «Terroristen» seien getötet worden, hiess es von Regierungsseite.

Zunächst bekannte sich niemand zum Anschlag. Ein von mehreren Medien und dann in den sozialen Netzwerken verbreitetes angebliches Bekennerschreiben der Extremistengruppe Hasm erwies sich als Fälschung. Der Twitter-Kanal, über den die Gruppe in der Regel ihre Erklärungen verbreitet, ist seit dem 2. Oktober nicht mehr aktiv.

Auf dem Weg zu Haus von Terroristen

Die Sicherheitskräfte hatte einen Hinweis erhalten, nach dem sich mehrere Mitglieder der Aufständischengruppe Hasm in der Wüste nahe der Oase in der Region Gizeh versteckt halten sollten. Die Oase liegt im ägyptischen Teil der Libyschen Wüste und ist auch ein Anziehungspunkt für Touristen.

Die Sicherheitskräfte seien auf dem Weg zu einem Haus in der Wüste gewesen, hiess es aus Sicherheitskreisen. Die Gruppe Hasm hatte sich zu mehreren Anschlägen rund um die Hauptstadt Kairo seit vergangenem Jahr bekannt.

Die Regierung in Kairo wirft Hasm vor, der bewaffnete Arm der islamistischen Muslimbruderschaft zu sein, die seit 2013 verboten ist. Die Muslimbruderschaft weist das zurück.

In den vergangenen Wochen hatte es zahlreiche Angriffe auf Sicherheitskräfte in Ägypten gegeben. Diese gingen wiederum in Razzien verstärkt gegen Islamisten und mutmassliche Terroristen vor. Vor allem von der Sinai-Halbinsel im Nordosten Ägyptens werden immer wieder Gefechte gemeldet. Dort ist ein Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) aktiv. (sda/afp/reu/dpa)

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