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Former U.S. President George W. Bush pauses as he gives an answer to a question on stage during the Symposium on Invisible Wounds at the Invictus Games in Orlando, Florida, U.S., May 8, 2016.  REUTERS/Carlo Allegri

Lässt sich keines Besseren belehren: Alt-Präsident George W. Bush.
Bild: CARLO ALLEGRI/REUTERS

«Zutiefst dankbar»: George W. Bush hält Entscheidung zu Irak-Krieg nach wie vor für richtig

Der frühere US-Präsident George W. Bush sieht sich durch den kritischen Bericht einer britischen Untersuchungskommission nicht zu einer Neubewertung seiner Entscheidung für den Irak-Krieg veranlasst. Beim britischen Ex-Premier Tony Blair bedankte er sich.



«Bush glaubt nach wie vor, dass es für die ganze Welt besser ist, dass Saddam Hussein nicht mehr an der Macht ist», erklärte ein Sprecher des früheren Staatsoberhaupts am Mittwoch (Ortszeit).

Bush sei weiterhin «zutiefst dankbar» für den Einsatz der US-Truppen und ihrer Verbündeten im Krieg gegen den damals von Hussein geführten Irak. «Und es gab keinen stärkeren Verbündeten als das Vereinigte Königreich unter der Führung von Premierminister Tony Blair», fügte der Sprecher hinzu.

Am Mittwoch hatte eine britische Untersuchungskommission nach jahrelanger Arbeit eine Bewertung zu Grossbritanniens Rolle im Irak-Krieg vorgelegt. Darin heisst es, Blair sei den USA blind gefolgt und habe sein Land in einen schlecht geplanten und zudem rechtlich fragwürdigen Krieg geführt.

Blair hatte nach Vorlage der Befunde sein Bedauern geäussert, aber seine Kriegsentscheidung verteidigt. «Ich denke, wir haben die richtige Entscheidung getroffen», sagte Blair. Die Welt sei ohne den irakischen Staatschef Saddam Hussein «besser und sicherer».

epa05410203 (FILE) A file photo dated 16 April 2004 showing then US President George W. Bush (R) shaking hands with then British Prime Minister Tony Blair in the Oval Office at the White House, Washington, USA. The report by Sir John Chilcot on whether it was right and neccessary to invade Iraq concluded 06 July 2016 the invasion and subsequent war against Iraq was 'not the last resort'. Chilcot also said US and British policy on Iraq based on 'flawed intelligence and assessments'.  EPA/SHAWN THEW *** Local Caption *** 00173267

Tony Blair zu Gast im Weissen Haus: Aufnahme aus dem Jahr 2004.
Bild: SHAWN THEW/EPA/KEYSTONE

Obama trägt Folgen

Die US-Regierung äusserte sich zurückhaltend zum britischen Bericht. Ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama erklärte, dessen Ablehnung der Irak-Invasion sei seit langem bekannt. Obama habe «in seiner gesamten Präsidentschaft mit den Folgen dieser schicksalhaften Entscheidung zu tun gehabt, und vermutlich wird dies auch für künftige Präsidenten gelten».

Ein Sprecher des US-Aussenministeriums betonte, die Bemühungen der Regierung gälten nun einer Befriedung der Lage im gegenwärtigen Irak und in Syrien. Das Verteidigungsministerium in Washington wollte sich zu dem Bericht überhaupt nicht äussern.

Australien verteidigt Rolle

Auch Australien verteidigte am Donnerstag seine Beteiligung am Irak-Krieg. Die Politiker hätten aufgrund der besten damals zur Verfügung stehenden Geheimdiensterkenntnisse gehandelt, sagte Aussenministerin Julie Bishop am Donnerstag in einem Fernsehinterview.

Sie war 2003 nicht im Amt, aber in leitender Rolle der konservativen Partei der Liberalen, die die Regierung führte. «Ich erinnere mich sehr wohl an die Informationen, die uns damals präsentiert wurden», sagte sie. Sie betonte, dass auch die oppositionelle Labor-Partei sich für eine Beteiligung ausgesprochen hatte.

Die Irak-Invasion war heftig umstritten, auch weil sie ohne klares Mandat des UNO-Sicherheitsrats erfolgte. Angebliche Massenvernichtungswaffen wurden nie gefunden. Bereits 2004 kam ein britischer Untersuchungsbericht zu dem Schluss, dass Blair die «Beweise» der Geheimdienste für die Existenz dieser Waffen im Parlament aufbauschte. (cma/sda/afp/dpa)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Toerpe Zwerg 12.07.2016 10:25
    Highlight Highlight Der Iraq Krieg war falsch und die Begründung dafür erlogen.

    Die Annahme, ohne den Iraq Krieg würde die Region wesentlich anders ausschauen, ist allerdings mehr als nur gewagt. Der Iraq wäre auch ohne Intervention von aussen in einem Bürgerkrieg oder in einem neuen Krieg mit dem Iran zusammengebrochen, meine ich.

    Solange Shiia und Sunna sich bekämpfen, wird die Region nicht zur Ruhe kommen und das kann dauern, siehe hierzu Katholizismus vs. Protestantismus. Von aussen kann man das nicht lösen.
  • Pasch 11.07.2016 17:38
    Highlight Highlight Vorsicht terroristische Bretzel im Anflug!!!
  • Ninahinze 08.07.2016 04:07
    Highlight Highlight Tja, ich frage mich wie er heute den Angriffskrieg rechtfertigt....
    Man weiss er hatte keine Atomwaffen und bestimmt nichts zu tun mit 9/11 ...
    Aber wer weiss das besser als er selbst!!!
  • Luca Brasi 07.07.2016 09:58
    Highlight Highlight Man fragt sich einfach, warum Herr Bush dann nicht auch andere Diktaturen beseitigt hat. Z.B. Nordkorea. Oder gab es doch andere Gründe für die Invasion. Hm...
    • C0BR4.cH 07.07.2016 10:09
      Highlight Highlight Nordkorea hat nicht so viele Bodenschätze, munkelt man : P
    • Fabio74 08.07.2016 08:37
      Highlight Highlight Nordkorea hat China im Rücken. Die Chinesen werden keine US-Truppen in der Nähe ihrer Grenzen haben wollen.
    • C0BR4.cH 08.07.2016 10:13
      Highlight Highlight Die Beziehungen zwischen den beiden, war auch schon besser. Aber ja, China wird die USA nicht gern in der Nähe haben.

      Zudem ist Russland auch immer für ein Spässchen zu haben. Outta nowhere : P
  • rodolofo 07.07.2016 08:19
    Highlight Highlight Es ist jetzt, wie's ist.
    Ich weine dem grössenwahnsinnigen Diktator Saddam Hussein jedenfalls keine Träne nach!
    Dass versprengte Reste seines Terror-Régimes jetzt im Islamischen Staat aktiv sind, zeigt auch, dass diese Leute weder harmlos waren und sind, noch ihr Handwerk verlernt haben, noch gewillt sind, ihren Militaristen-Traum von der "Mutter aller Schlachten" aufzugeben.
    Ebenso klar ist aber, dass kolonialistische Einmischungen von Leuten, die von den Verhältnissen vor Ort keine Ahnung haben und die nur an Bodenschätzen interessiert, der "westlichen Demokratie" einen Bärendienst erweisen
  • Der Kritiker 07.07.2016 07:41
    Highlight Highlight Die Welt ist besser und sicherer? Jubeln die Linken ihrem Tony heute auch wieder zu, wenn er solchen Schwachsinn von sich gibt? Bush + Blair = ISIS! Das ist die verdammte Gleichung. Und zuvor schon 100'000e unschuldige Opfer in einem illegalen Krieg.
    • karl_e 07.07.2016 10:14
      Highlight Highlight Welche Linken haben dem Tony wann zugejubelt? Bitte präzisieren.
    • Fabio74 08.07.2016 08:40
      Highlight Highlight blödsinn. Bush und Blair plus andere Verbündete. Plus das keine Pläne haben. Bzw nach dem die Minderheit die Mehrheit unterdrückt hat, hat es sich danach umgedreht.
      In Syrien spielen Iran und die Saudis mit. Die Türken spielen ihr Spiel...
  • wetra48 07.07.2016 07:28
    Highlight Highlight Genau, das war der "Startschuss" zur jetzigen Flüchtlingskrise in Europa. Vielen Dank lieber Dabelju!

«Wollte ihm in den Arsch treten» – Churchills Enkel rechnet mit Boris Johnson und Co. ab

Sir Nicholas Soames ist ein in der Wolle gefärbter Konservativer. Doch weil er sich gegen Boris Johnons No-Deal-Brexit stellte, warfen ihn die Tories aus der Partei. Nun findet der Enkel des legendären Kriegspremiers Winston Churchill deutliche Worte.

Der 71-Jährige galt als graue Eminenz der Konservativen Partei: Seit 37 Jahren vertrat Nicholas Soames die Tories im britischen Unterhaus. Er hat die Eliteschule Eton absolviert, diente in der Armee und war in den neunziger Jahren Staatssekretär im Verteidigungsministerium.

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