bedeckt
DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
International
Naher Osten

In Zürich treffen sich gerade 500 Staatsanwälte aus aller Welt – dieser hier soll selbst verhaftet werden

In Zürich treffen sich gerade 500 Staatsanwälte aus aller Welt – dieser hier soll selbst verhaftet werden

16.09.2015, 15:0516.09.2015, 15:32

Ein britisch-bahrainischer Doppelbürger hat in Bern Klage gegen den Generalstaatsanwalt Bahrains eingereicht. Laut der Nachrichtenagentur Reuters behauptet Jaafar Al-Hasabi, 2010 gefoltert worden zu sein und impliziert Ali Bin Fadhul Al-Buainain in dem Verbrechen. Der betreffende Spitzenbeamte weilt dieser Tage in Zürich, wo der internationale Verband der Staatsanwälte seine Jahreskonferenz abhält.

Christoph Scheurer von der Staatsanwaltschaft Bern hat den Eingang der Klage bestätigt. «Wir werden das genau prüfen und die nötigen Schritte einleiten», wird er von Reuters zitiert. Ob es eine Befragung Al-Buainains durch Schweizer Beamte gegen wird, liess er offen. Die Staatsanwaltschaft werde keine Verfahrenschritte über die Medien ankündigen.

Zur gleichen Zeit wird Bahrain vom UN-Menschenrechtsstaat in Genf scharf kritisiert. 33 Länder, darunter die USA und Grossbritannien, äusserten sich besorgt über die Menschenrechtslage in dem Königreich am Persischen Golf und forderten, das Recht auf friedliche Versammlungen zu respektieren und Foltervorwürfen nachzugehen.

In Bahrain ankert die Fünfte Flotte der US-Marine. 2011 kam es im Rahmen des Arabischen Frühlings zu Unruhen. Die schiitische Bevölkerungsmehrheit fühlt sich von der sunnitisch beherrschten Regierung diskrminiert. Diese weist die Anschuldigungen zurück und bezichtigt die schiitische Opposition, Bahrain im Auftrag des Iran zu destabilisieren. (kri)

Dir gefällt diese Story? Dann like uns doch auf Facebook! Vielen Dank! 💕

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
BBC-Reporter in China verhaftet und von Polizei misshandelt – Proteste dauern an
Ein über regierungskritische Demonstrationen in Shanghai berichtender BBC-Reporter ist festgenommen und nach eigenen Angaben von der chinesischen Polizei misshandelt worden. Derweil dauern die Proteste gegen die Covid-Politik an.

«Die BBC ist extrem besorgt über die Behandlung unseres Journalisten Ed Lawrence, der festgenommen und in Handschellen gelegt wurde, während er über die Proteste in Shanghai berichtete», sagte ein Sprecher des britischen Senders.

Zur Story