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UNO warnt erneut vor Hungersnot im Jemen



A public sector employee waits to receive his salary at a post office in Sanaa, Yemen January 25, 2017. Picture taken January 25, 2017. REUTERS/Khaled Abdullah

Angestellte im öffentlichen Dienst warten am 25. Januar in Sanaa auf die Auszahlung ihres Gehalts. Bild: KHALED ABDULLAH/REUTERS

Die UNO hat vor einer Hungersnot im Jemen gewarnt. Nothilfekoordinator Stephen O'Brien sagte am Donnerstag vor dem Sicherheitsrat in New York, derzeit sei der militärische Konflikt in dem arabischen Land der «Hauptantrieb» für die grösste Nahrungsmittelkrise der Welt.

epa05717321 Yemeni children wait to receive treatment at a health center in Sana'a, Yemen, 14 January 2017. According to reports, the United Nations has estimated that more than 370,000 children are at risk of starvation in Yemen and are in urgent need of care due to a 21 month-conflict between the Saudi-backed Yemeni government and the Houthi rebels.  EPA/YAHYA ARHAB

Kinder in einem Hospital in Sanaa am 14. Januar. Bild: YAHYA ARHAB/EPA/KEYSTONE

«Wenn nicht umgehend gehandelt wird, ist eine Hungersnot für das Jahr 2017 ein mögliches Szenario.» O'Briens Angaben zufolge sind derzeit fast 80 Prozent der jemenitischen Bevölkerung auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen, mindestens zwei Millionen Menschen benötigen dringend Hilfe, um zu überleben.

Besonders hart sei die Situation für die Kinder, sagte der Nothilfekoordinator der UNO. Derzeit seien 2,2 Millionen Kinder akut unterernährt – das sind 53 Prozent mehr als Ende 2015.

epa05703861 Yemeni women sit at a roadside in the old city of Sana'a, Yemen, 07 January 2017. Yemen has been experiencing a power struggle between the Houthi rebels and the Saudi-backed Yemeni government since March 2015.  EPA/YAHYA ARHAB

Strassenszene in Sanaa am 7. Januar. Bild: YAHYA ARHAB/EPA/KEYSTONE

Insgesamt sei die Not der Kinder gross, sagte O'Brien. «Alle zehn Minuten stirbt ein Kind unter zehn Jahren an Gründen, die vermeidbar wären.» Das Land ist fast vollständig von Importen abhängig. Besonders der während des Konflikts zerstörte Hafen von Hudaida und der geschlossene Flughafen der Hauptstadt Sanaa erschweren die Lage.

Im Jemen kämpfen die Truppen des sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi seit September 2014 gegen die schiitischen Huthi-Rebellen und andere Gruppen, die dem ehemaligen Präsidenten Ali Abdallah Saleh die Treue halten. Seit März 2015 fliegt eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Luftangriffe auf die Rebellen.

Die UNO fordert eine Waffenruhe, damit dringend benötigte humanitäre Hilfe ins Land gelangen kann. Zudem dringt sie auf politische Gespräche über ein Ende des Konflikts.

(sda/afp)

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