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Karl Andree, Saudi-Arabien, Peitschenschläge

Dem 74-jährigen Briten Karl Andree drohen 350 oder 360 Peitschenhiebe. 
Bild: Screenshot Youtube

Peitschenhiebe für Alkoholbesitz: Familie bittet um Gnade für 74-jährigen Briten in Saudi-Arabien



Die Familie eines 74-Jährigen, dem in Saudi-Arabien Peitschenhiebe wegen illegalen Alkoholbesitzes drohen, hat die saudischen Behörden öffentlich um Gnade gebeten. «Ich kann nicht glauben, dass sie das an einem alten Mann vollstrecken, denn er würde es nicht überleben», sagte seine Tochter am Dienstag der BBC.

Der Mann war zu einer einjährigen Haftstrafe und Peitschenhieben verurteilt, weil er mit selbstgekeltertem Wein erwischt worden war. Die Gesetze im ultrakonservativen Saudi-Arabien basieren auf der islamischen Scharia. Der Brite lebt seit 25 Jahren in der Golfmonarchie und war in der Ölbranche tätig.

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Die Angehörigen befürchten, der 74-Jährige werde die drakonische Strafe nicht überleben.
Bild: Screenshot Youtube

350 oder 360 Peitschenhiebe

Viele Anwälte wollten den Fall nicht übernehmen, weil Alkohol im Spiel sei. Nach verschiedenen Angaben britischer Medien drohen dem siebenfachen Grossvater 350 oder 360 Peitschenhiebe.

Die britische Botschaft stehe dem Inhaftierten bei, sagte ein Sprecher des Aussenministeriums in London. Mitarbeiter besuchten den Mann regelmässig, um zu sehen, wie es ihm gehe, und ermöglichten Kontakt mit Anwälten und der Familie.

Bereits ein Jahr Haft abgesessen

«Wir arbeiten aktiv daran, dass er so schnell wie möglich entlassen wird», sagte der Sprecher, äusserte sich aber auf Nachfrage nicht zum Strafmass. Aus Saudi-Arabien waren keine offiziellen Angaben zu dem Fall verfügbar.

Der Familie zufolge war der 74-Jährige vergangenes Jahr festgenommen und neben den Peitschenhieben auch zu 12 Monaten Haft verurteilt worden, die er inzwischen abgesessen habe. Anders als zunächst angenommen sei nun doch zu befürchten, dass auch die körperliche Strafe vollstreckt werde. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • rare_pepe 13.10.2015 17:39
    Highlight Highlight Also die Strafen aufgrund von Drogenbesitzes sind in vielen Ländern sehr viel härter. Alkohol ist letztendlich eine Droge und Drogen sind nun in fast allen Ländern der Welt verboten. In z.B. Thailand wird die Todesstrafe aufgrund von Drogenbesitz immernoch vollzogen. Ebenso lebt dieser Mann nun schon 25 Jahre dort und er hat wissentlich dieses Gesetz gebrochen. Er verdient es bestraft zu werden, doch wie die Strafe ausfällt haben wir nicht zu entscheiden. Jedoch hätte ich persönlich, auch 1'000 Peitschenhiebe lieber als den Tod.
    • Paraflüger 13.10.2015 18:13
      Highlight Highlight Ich glaube sehr stark daran, dass 1000 Peitschenhiebe gleizusetzen sind mit dem Tot. Nur halt langsamer und schmerzhafzer
  • zombie woof 13.10.2015 15:18
    Highlight Highlight Jeder der in Saudi arbeitet, weiss dass Alkohol strengstens verboten ist und die Strafen sehr hart sind. Wenn der Mann aber nach 25 Jahren das Gefühl hat, er muss mit Alkohol im Auto in der Gegend rumfahren, so ist ihm beim besten Willen nicht mehr zu helfen! Kommt noch dazu, dass er höchstens eine Stunde mit dem Auto fahren muss und dann ist er in Bahrain, wo er sich ohne Probleme volllaufen lassen kann!
    • 足利 義明 Oyumi Kubo 13.10.2015 18:30
      Highlight Highlight Sind 25 Jahre bei den Saudis nicht wie lebenslänglich?
    • zombie woof 13.10.2015 19:08
      Highlight Highlight Man gewöhnt sich an alles
  • Blutgruppe 13.10.2015 14:40
    Highlight Highlight Warum lässt der Westen dieses menschenverachtende Unrechtsregime gewähren, macht sogar mit ihnen Geschäfte, während wir uns die Menschenrechte auf die Flagge schreiben?
    • Mox 13.10.2015 14:59
      Highlight Highlight $$$
    • Qui-Gon 13.10.2015 15:10
      Highlight Highlight Wäre ich ein Zyniker, würde ich sagen, dass er auch bereit war für das lukrative ÖIgeschäft im Mittelalter zu leben...
    • Against all odds 13.10.2015 15:21
      Highlight Highlight http://www.middleeasteye.net/sites/default/files/main-images/Bush%20Abdullah.jpg

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