International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

145 Verletzte am zweiten Tag gewaltsamer Proteste in Beirut



epa08142010 Lebanese riot police sprays water at protesters during continuous anti-government protests outside of the Lebanese Parliament building in downtown Beirut, Lebanon, 19 January 2020. Police used water cannons and fired tears gas and rubber bullets to disperse demonstrators outside the Parliament building. Clashes with security forces erupted again after protests against the Lebanese caretaker government and the demonstrators' demands to form a legitimate government.  EPA/WAEL HAMZEH

Ein Demonstrant wird von einem Wasserwerfer von den Beinen gerissen, 19. Januar. Bild: EPA

In der libanesischen Hauptstadt Beirut ist es den zweiten Abend in Folge zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen regierungskritischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Laut dem libanesischen Roten Kreuz wurden am Sonntag 145 Menschen verletzt.

Von diesen mussten 45 Menschen in Krankenhäusern behandelt werden. Bereits am Samstag mussten mindestens 377 Menschen medizinisch versorgt werden. Es handelte sich um den gewalttätigsten Tag seit Beginn der Proteste vor drei Monaten.

Anti-government protesters use their Laser ray lights as they clash with the riot police, during ongoing protests against the political elites who have ruled the country for decades, in Beirut, Lebanon, Sunday, Jan. 19, 2020. Lebanese security forces used tear gas, water cannons and rubber bullets in clashes with hundreds of anti-government protesters outside the country's Parliament on Sunday, as violence continued to escalate in a week of rioting in the capital. (AP Photo/Hassan Ammar)

Demonstranten richten Laser gegen Einsatzkräfte. Bild: AP

Am Sonntagabend versammelten sich erneut hunderte Demonstranten im Zentrum von Beirut. Sie riefen «Revolution, Revolution» und warfen mit Steinen und Knallkörpern auf eine Strassensperre der Sicherheitskräfte. Polizisten feuerten Gummigeschosse ab und setzten Wasserwerfer und Tränengas ein.

Laut der amtlichen Nachrichtenagentur ANI berief Präsident Michel Aoun angesichts der Eskalation der Gewalt für Montag ein «Sicherheitstreffen» ein, an dem die Minister für Verteidigung und Inneres teilnehmen sollen.

Nach Angaben eines Komitees von Anwälten wurden etwa 40 Demonstranten am Samstag vorübergehend festgenommen. «Die Mehrheit» von ihnen sei Opfer von «exzessiver Gewalt» gewesen, einige der Demonstranten hätten Verletzungen «am Kopf, im Gesicht oder an den Geschlechtsorganen». In den Krankenhäusern hätten sie Verletzungen festgestellt, die durch Gummigeschosse im Gesicht und am Kopf verursacht worden seien.

Der Libanon wird seit Mitte Oktober von beispiellosen Protesten gegen Korruption und Misswirtschaft erschüttert. Die Wut der Bevölkerung hat in den vergangenen Wochen noch zugenommen, weil sich ihre wirtschaftliche Lage weiter verschlechtert und es mehr als zwei Monate nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Saad Hariri noch immer keine neue Regierung gibt. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Iran erlässt Haftbefehl gegen Trump

Der Iran hat laut Medienberichten einen Haftbefehl gegen US-Präsident Trump und weitere Personen ausgestellt. Insgesamt soll es um 36 Personen aus den USA und anderen Ländern gehen. Staatsanwalt Ali Alkassimehr sagte am Montag laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna, Trump und den anderen Personen werde «Mord und Terrorverbrechen» vorgeworfen. Die iranischen Behörden hätten Interpol um Hilfe bei der Festnahme gebeten. Die internationale Polizeibehörde, die ihren Sitz in …

Artikel lesen
Link zum Artikel