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A man pours crude oil into a tank inside a make-shift refinery in the Aleppo countryside January 13, 2015. Residents of Kafr Hamra, a town in the rural Aleppo countryside, refine crude oil in makeshift cottage refineries in warehouses and backyards for heating, operating bakeries and even running cars, just like most locals across rebel-held areas of Syria. The state no longer pumps gasoline to areas in rebel hands, and civilians have resorted to buying crude oil from armed groups who have taken over major oil producing areas in the east since 2012. Islamic State is currently in control of oil wells, and civilian middlemen now buy crude from the group before reselling it to locals, but the practice predates Islamic State's capture of oil wells from rival groups.   REUTERS/Nour Kelze(SYRIA - Tags: BUSINESS COMMODITIES ENERGY POLITICS CIVIL UNREST CONFLICT) 

ATTENTION EDITORS: PICTURE 05 OF 18 FOR WIDER IMAGE PACKAGE 'FUELLING THE ISLAMIC STATE ECONOMY'

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Bild: X03123

1,53 Millionen Dollar pro Tag: Das schwarze Gold ist immer noch die IS-Haupteinnahmequelle 



Das Gebiet des Islamischen Staats umfasst knapp 80'000 Quadratkilometer. Die Dschihadisten kontrollieren einen Grossteil des syrischen Ostens und Gebiete im Norden Iraks. Um die Kampfkraft und die Infrastruktur aufrechtzuerhalten, ist der IS auf Einnahmen aus dem Ölgeschäft angewiesen. Die amerikanische Zeitung «Financial Times» hat nun in einer umfassenden Recherche nachgewiesen, woher das Öl kommt, wohin es fliesst, welche Vertriebskanäle dafür benutzt werden und wer davon profitiert. 

Ein Grossteil der IS-Ölquellen befindet sich in der ostsyrischen Provinz Deir ez-Zor. Gemäss Schätzungen fördern die Gotteskrieger hier täglich zwischen 34'000 und 40'000 Barrel Öl (ein Barrel entspricht knapp 159 Litern).

Ölfelder im IS-Besitz

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bild: screenshot/financialtimes

Das Rohöl wird entweder an Zwischenhändler verkauft oder direkt in Raffinerien auf IS-Territorium transportiert, wo es zu Heizöl oder Dieselkraftstoff verarbeitet und dann weiterverkauft wird. 

Öl-Raffinerien in Syrien

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bild: screenshot/financialtimes

Der Verkauf von Rohöl und verfeinertem Öl bringt dem IS nach Angaben der «Financial Times» täglich einen Erlös von 1,53 Millionen Dollar. Dies, obwohl den Dschihadisten das Know-how für den Raffinerie-Betrieb oftmals fehlt und ausgebildetes Personal Mangelware ist. 

epa04336674 A picture made available on 31 July 2014, shows smoke rising from the Baiji oil refinery during the clashes between the fighters of jihadist Islamic State in Iraq and the Levant (ISIL) and Iraqi forces in Baiji city, northern Iraq, on 30 July 2014. The UN Security Council expressed 'grave concern' over reports that radical militant groups the Islamic State and Jabhat al-Nusra have seized oil fields in Iraq and Syria and called on all states to refrain from engaging in oil trade with them. The council said both the Islamic State, formerly known as ISIL, and Jabhat al-Nusra, an al-Qaeda affiliate also known as al-Nusra Front, are listed as terrorist groups and engaging in oil sales with them would mean providing financial support to them.  EPA/STR

Aufnahme einer brennenden Öl-Raffinerie im Nordirak.
Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Die von den USA angeführte internationale Koalition hält sich mit Angriffen auf die Transportrouten des IS-Öls zurück. Denn das Öl kommt nicht nur dem IS zugute: Auch in von Anti-Assad-Rebellen kontrollierten Gebieten fliesst Öl. Die unter prekären Bedingungen lebenden Einwohner sind auf das schwarze Gold aus IS-Quellen angewiesen. 

So wird das Öl über die Grenzen geschmuggelt

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bild: screenshot/financialtimes

Ein Teil des IS-Öls wird auch ausser Landes geschmuggelt. Die beliebteste Route führte lange über die Türkei. Seit Ankara aber verschärft gegen IS-Nachschubrouten vorgeht, haben sich die Schmuggelrouten in den Süden verschoben. Per Boot, zu Fuss, mittels behelfsmässigen unterirdischen Leitungen oder auf dem Rücken von Pferden und Maultieren verschieben die Schmuggler das Öl ins Ausland.

A street vendor fills a jug with diesel for sale along a street in the Islamic State's stronghold of Raqqa September 30, 2014. Activists said that the price of the diesel and gasoline has increased since the begining of the air raids believed to have been carried out by U.S.-led forces against Islamic State (IS) militants. Air strikes believed to have been carried out by U.S.-led forces hit three makeshift oil refineries in Syria's Raqqa province early on Sunday as part of an assault to weaken Islamic State (IS) militants, a monitoring group said. REUTERS/Stringer  (SYRIA - Tags: POLITICS CIVIL UNREST ENERGY)

Diesel-Verkauf in der IS-Hochburg Rakka: Ein fliegender Händler füllt Diesel in ein Gefäss ab. 
Bild: STRINGER/REUTERS

Die Dschihadisten sind daran aber kaum beteiligt, das Geschäft wird mehrheitlich von Zwischenhändlern betrieben, die keine politische Zugehörigkeit haben. (wst)

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