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Die Golfstaaten rüsten massiv auf – diese Gefahren birgt der tödliche Wettstreit

Die arabischen Golfstaaten sind auf Shopping-Tour: So viel wie nie geben Saudi-Arabien und Co. für westliche Raketen und Kampfjets aus. Die Waffen werden immer ausgefeilter – und befeuern die Konflikte in der Region. 

Raniah Salloum



Ein Artikel von

Spiegel Online
A missile is fired from a naval vessel during the test-firing of a new type of anti-ship cruise missile to be equipped at Korean People's Army (KPA) naval units in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) in Pyongyang February 7, 2015. REUTERS/KCNA (NORTH KOREA - Tags: POLITICS MILITARY) 
ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO THIRD PARTY SALES. NOT FOR USE BY REUTERS THIRD PARTY DISTRIBUTORS. SOUTH KOREA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN SOUTH KOREA

Bild: KCNA/REUTERS

Für die Rüstungsindustrie läuft es derzeit blendend im Nahen Osten. Kaum ein Monat vergeht ohne arabische Bestellungen. Vergleichsweise bescheiden klangen da noch die Wünsche aus Jordanien, Ägypten oder dem Irak an amerikanische Rüstungsfirmen, die das US-Verteidigungsministerium absegnete – ein Blackhawk-Helikopter, Munition, Hellfire-Raketen. Wert: knapp 500 Millionen Euro.

Wenn die ölreichen arabischen Golfstaaten einkaufen, geht es dagegen meist gleich um Milliarden. Katar unterzeichnete im April eine Bestellung über 24 französische Rafale-Kampfjets im Wert von rund 6,3 Milliarden Euro. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben im Februar auf der IDEX-Waffenmesse in Abu Dhabi im Wert von rund 4 Milliarden Euro eingekauft.

Diese Grosseinkäufe sind typisch, drei Trends zeichnen sich ab:

Iranian navy troops march in a parade marking National Army Day in front of the mausoleum of the late revolutionary founder Ayatollah Khomeini, just outside Tehran, Iran, Saturday, April 18, 2015. Iranian President Hassan Rouhani  harshly criticized Saudi Arabia Saturday, warning that the Saudi royal family in Riyadh will harvest the hatred it is sowing in Yemen through its airstrike campaign. (AP Photo/Ebrahim Noroozi)

Bild: Ebrahim Noroozi/AP/KEYSTONE

Warum die Golfstaaten aufrüsten:

Craig Caffrey, Rüstungsausgaben-Experte beim Fachverlag IHS Jane, vermutet vier Gründe hinter dieser Entwicklungen:

Geliefert werden die Rüstungsgüter an die Golfstaaten vor allem aus dem Westen. 2014 fiel die Hälfte der Ausgaben auf US-Rüstungsfirmen.

In this photo taken on April 20, 2015, Saudi soldiers with their weapons stand guard at the Yemen border in Jizan, Saudi Arabia. The country is now leading an offensive against the Shiite Houthi rebels in Yemen, who are supported by its arch-rival Iran. Much of the kingdom, however, continues on its prosperous way, as reflected in interviews by The Associated Press with more than two dozen people. (AP Photo/Hasan Jamali)

Bild: Hasan Jamali/AP/KEYSTONE

Doch das Aufrüsten bringt erhebliche Risiken mit sich:

Trotz der Risiken halten die USA an der Aufrüstung der Golfstaaten fest. US-Präsident Barack Obama will so ein neues Gleichgewicht schaffen: Im Juni könnte ein internationales Atom-Abkommen mit Iran zustande kommen. Für den 13. und 14. Mai hat Obama die Mitglieder des Golf-Kooperationsrats ins Weisse Haus eingeladen. Auf dem Programm steht: ein modernes regionales Raketen-Abwehrsystem.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Openyourmind 12.05.2015 14:53
    Highlight Highlight 1. Ein bestehendes kleines Konflikt anheizen oder noch besser selber geheimdienstlich provozieren
    2. Verfeindete Parteien gegeneinander aufhetzen, verunsichern und abwarten bis es richtig brennt, ggf. selber eingreifen vorzugsweise aus der Luft
    3. Waffen an alle in der Umgebung verkaufen (oder gleich in das eigene Bündnis aufnehmen, was einem gezwungenem Waffenkauf gleich kommt)
    4. Nach der Zerstörung mit eigenen Firmen aufbauen und durch Kredite die finanzielle Abhängigkeit schaffen

    Wer macht wohl so was? Doch nicht wir aus dem Westen ;-)
  • Wandtafel 12.05.2015 14:40
    Highlight Highlight Mehr Waffen können auch Gefahren minimieren, wenn man in die Geschichte zurückblickt merkt man dass, das gegenseitige Aufrüsten der beiden Weltmächte UdSSR & USA bei beiden zu mehr Schiss führte, überhaupt ewas zu starten da die Angst vor Konsequenzen so gross war. Hoffen wir dass auch der arabische Raum sich so entwickelt, denn es ist ihr Recht als souveräner Staat ihr Militär so gestalten wie sie es wollen. Man bedenke dass der Iran in der Moderne noch nie einen Krieg gestartet hat.
  • flvv 12.05.2015 14:17
    Highlight Highlight "Zwischen 2011 und 2014 haben sich ihre Ausgaben fast verdoppelt – von rund 2,5 Milliarden Euro auf 4,5 Milliarden Euro..." – Stimmen diese Zahlen?? Und die kleine Schweiz hat ab nächstem Jahr 5 Mia. für die Armee budgetiert!

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