International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05093203 Egyptian security services outside the entrance to Bella Vista Hotel in Red Sea resort of Hurghada, Egypt, 08 January 2016. Gunmen opened fire on the hotel in the injuring two foreign tourists media reports state.  EPA/STRINGER

Polizisten vor dem angegriffenen Hotel in Hurghada.
Bild: STRINGER/EPA/KEYSTONE

Verletzte bei Angriff auf Hotel im Badeort Hurghada



Bei einem Angriff auf ein Hotel im ägyptischen Badeort Hurghada sind nach neuen Angaben mindestens drei Touristen verletzt worden. Zwei der Opfer seien Österreicher, das dritte stamme aus Schweden, teilte das ägyptische Innenministerium am Freitagabend mit.

Die verletzten Touristen seien in einem «stabilen Zustand», teilte das Gesundheitsministerium mit. Es handle sich um «leichte Verletzungen». Erste Berichte unter Berufung auf Angaben aus ägyptischen Sicherheitskreisen, denen zufolge ein Deutscher und ein Däne verletzt worden seien, bestätigten sich zunächst nicht.

Dem Innenministerium zufolge wurde ein Angreifer, ein 21 Jahre alter Student, von Sicherheitskräften getötet und der zweite schwer verletzt. Die beiden griffen das Hotel Bella Vista am Roten Meer über ein an einer Strasse gelegenes Restaurant an. Sie hätten die Touristen mit Messern bedroht, hiess es.

Augenzeugen berichteten, die Angreifer seien vom Meer aus gekommen und in das Restaurant eingedrungen, wo die Touristen gerade beim Abendessen waren. Einer von ihnen habe einen Touristen in seine Gewalt bringen können und versucht, ihn zu töten. Sicherheitskräfte konnten die beiden Terroristen demnach stoppen.

Regelmässig Anschläge

Hurghada liegt am Westufer des Roten Meeres und ist vor allem in den Wintermonaten und bei Tauchern beliebt. Doch die Buchungen gingen zuletzt zurück, weil es in Ägypten seit Monaten regelmässig zu Terroranschlägen kommt. Die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») hat sich zu zahlreichen Angriffen bekannt.

Im Oktober stürzte über der Sinai-Halbinsel ein russisches Passagierflugzeug nach dem Start im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich ab, alle 224 Menschen an Bord kamen ums Leben. Der russische Geheimdienst geht von einem Terroranschlag aus. Der «IS» bekannte sich dazu. Die Extremisten haben ihre Hochburg im Sinai.

Der Flugzeugabsturz versetzte der ägyptischen Tourismusindustrie, einem der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes, einen schweren Rückschlag. Mehrere europäische Luftlinien setzten ihre Flüge nach Scharm el Scheich aus. Auch in anderen ägyptischen Tourismusregionen gingen die Touristenzahlen deutlich zurück.

Ägypten ist aber nicht das einzige nordafrikanische Land, das unter dem Terror leidet. Im vergangenen Sommer hatte ein Student in dem tunesischen Badeort Sousse 38 Touristen erschossen, bevor er selbst getötet wurde. Er hatte am Strand das Feuer auf die Touristen eröffnet.

Die meisten Opfer waren Briten, zwei Deutsche kamen ebenfalls ums Leben. Bei einem Angriff auf das Bardo-Museum in der tunesischen Hauptstadt Tunis hatten Bewaffnete im März 2015 ebenfalls überwiegend ausländische Urlauber erschossen.

(rar/kub/sda/reu/afp)

Flugzeugabsturz Metrojet im Sinai

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

13
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mrmouse 09.01.2016 10:15
    Highlight Highlight noch was:
    Benutzer Bild
    • Tomlate 09.01.2016 10:47
      Highlight Highlight Wie schaut man eigentlich diese Screenshots in den Kommentaren an? Die sind so klein auf meinem Smartphone. Bin wohl zu blöd...
    • sheshe 09.01.2016 12:24
      Highlight Highlight Danke für die zwei Links. Ich habe sie heute morgen auch schon von meinen Freunden gesehen. Habe selbst 2 Jahre in Ägypten gelebt und hasse dieses media-bashing gegen Ägypten. Viele meiner Freunde leiden und wissen nicht, wie sie die Familie ernähren sollen...
      @watson, nehmt doch das auf!
  • mrmouse 09.01.2016 10:09
    Highlight Highlight Leute, Ball flach halten. Wieder wird von den Medien aufgebauscht, was vermutlich nix mit Terror zu tun hat.
    Bericht von Freunden:

    http://www.blue-water-dive.com/wahrscheinlich-streit-statt-anschlag/
  • ferox77 09.01.2016 09:30
    Highlight Highlight Dieser Anschlag dürfte nun endgültig das Aus für den ägyptischen Tourismus bedeuten. Wahrscheinlich für eine lange Zeit, denn die Terroristen des Daesh (IS) werden nicht aufhören sämtliche Staaten in der Region dort zu schädigen wo es am meisten weh tut. Der Daesh kennt keine Grenzen und versteht nur eine Sprache; die der militärischen Entschlossenheit. Aber genau diese Entschlossenheit fehlt der Anti-Daesh Koalition derzeit noch.
  • yaani_zh 09.01.2016 08:46
    Highlight Highlight War auch im Frühjahr in Hurghada, total geschockt...
  • giguu 08.01.2016 21:22
    Highlight Highlight was mir am meisten leid tut ist die zivilbevölkerung. diese barbaren bombardieren ihr land in die steinzeit zurück und zwingen eine mehrheit dazu, im ausland als extremisten zu gelten...
    • Marc Mueller 08.01.2016 21:47
      Highlight Highlight Mir tun am meisten die Opfer leid!
    • Baba 09.01.2016 02:00
      Highlight Highlight Marc Mueller, die Zivilbevölkerung sind Opfer!
  • DerWeise 08.01.2016 20:55
    Highlight Highlight Ich möchte mich an dieser Stelle bei Friedennobelpreisträger Barack Obama bedanken, der Bush s Dreckspolitik (Regime Change) mit seinen Saudischen Freunden in Syrien fortgesetzt hat und somit indirekt meinen Lieblingsferien- und Kiteort mit den nettesten Menschen ever zerstört hat.

    Das, zusätzlich zu den 100 000 Toten und Mios von Flüchtlingen. Danke Obama. Oder war es Putin, Löpfe?

    Play Icon
    • DerWeise 08.01.2016 22:07
      Highlight Highlight ja und nein. ziemlich sicher, dass er die Bewaffnung von "moderaten" Islamisten stoppen und Druck auf das paralell laufende Unterstützungsprogramm der Türken für die Al Kaida machen hätte können. Naja same old story, history repeats itself.... gute Songs
    • 足利 義明 Oyumi Kubo 08.01.2016 23:20
      Highlight Highlight @derwaise: was sind "moderate" Islamisten? Sind sie nicht alle verpflichte die Ungläubigen zu überzeugen oder umzubringen?
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 09.01.2016 02:35
      Highlight Highlight @DerWeise: ich war drei mal in Ägypten und ganz ehrlich: es ist nah und günstig aber definitiv kein Geheimtipp und kaum mehr als einfach Touristenabzocke.

      Als Tourist wurde so behandelt wie es nötig ist, um möglichst viel Geld rauszuholen. Im Vergleich zu Florida, Bali und Malaysia hat es bei mir schlecht abgeschnitten.

      Tipp: Reise mal ein bisschen mehr rum und öffne deinen Horizont: weder hast eine besonders gute Feriendestination verloren, noch ist Obama an allem schuld dass du nicht verstehst ;-)

Diese 23 Bilder und Videos zeigen das Ausmass der Katastrophe in Beirut

Im Hafen von Libanons Hauptstadt ereignete sich am Dienstag eine riesige Explosion. Mehr als 100 Menschen verloren dabei ihr Leben, über 4000 Personen sind verletzt. Die folgenden Bilder und Videos zeigen das Ausmass der Katastrophe.

(jaw)

Artikel lesen
Link zum Artikel