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Jüdisch-arabisches Kuss-Video als Antwort auf Rassismus im israelischen Lehrplan



Mit einem Video von küssenden jüdisch-arabischen Paaren hat ein israelisches Magazin auf eine als rassistisch kritisierte Entscheidung des Erziehungsministeriums in Israel reagiert. Das Ministerium hatte das Buch «Borderlife» der Autorin Dorit Rabinyan über eine jüdisch-arabische Liebe nicht in die Bücherliste für Oberschulen aufgenommen.

Zur Begründung für die Entscheidung hatte es vergangene Woche unter anderem geheissen: «Intime Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden bedrohen die getrennten Identitäten.»

Das Szene-Magazin «Time out Israel» veröffentlichte am Donnerstag das Zwei-Minuten-Video, in dem sich sechs homo- und heterosexuelle Paare küssen. Zu der Entscheidung des Ministeriums schrieb das Magazin: «Das ist skandalös, das ist abscheulich, das ist beunruhigend.»

«Intime Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden bedrohen die getrennten Identitäten.»

Israelisches Erziehungsministeriums 

Es verwies zudem auf die Diskriminierung von Arabern in den sozialen Netzwerken nach dem Anschlag mit zwei Toten vor einer Woche in Tel Aviv, für den die Behörden einen flüchtigen arabischen Israeli verantwortlich machen.

In dem Buch mit dem hebräischen Titel «Gader chaja» (etwa: lebender Grenzzaun) geht es um die schwierige Liebe zwischen einer jüdischen Israelin und einem Palästinenser. Es soll nicht in die Bücherliste aufgenommen werden, obwohl unter anderem ein Expertenausschuss dies ausdrücklich empfohlen hatte. (whr/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Donalf 09.01.2016 00:01
    Highlight Highlight Israel hätte in Sachen Erziehung noch viel wichtigeres zu tun. Was ist Toleranz gegenüber anders Denkende, ist das Judentum nicht auch fast eine Sekte wie viele Religionen, was ist Weltoffenheit, wann lernen wir zu Reden anstatt zu Hassen? Ich könnte eine ganze Seite füllen. Religiöse Politik ist der Untergang der echten Menschlichkeit.
  • URSS 08.01.2016 22:00
    Highlight Highlight Leider ist das israelische Erziehungsministerium auch schon ziemlich unterwandert von religiösen Juden die der säkularen Mehrheit ihren religiösen Willen aufzwingen will...
    Es geht schon soweit ,wie in muslimischen Ländern ,das säkulare Frauen angespuckt werden .Oder in Bussen werden junge Frauen von Mitreisenden gezwungen vorne zu sitzen...
  • URSS 08.01.2016 21:50
    Highlight Highlight So eine Aktion gibt es nur in Israel. Wenn das ein Araber gemacht hätte, läge der mit abgeschnittenem Kopf am Strand ...
  • Piperli 07.01.2016 15:18
    Highlight Highlight Da hat ein Volk aus seiner Geschichte absolut nichts gelernt
    • giguu 07.01.2016 15:23
      Highlight Highlight trifft es auf den punkt. mehr gibt es dazu nicht zu sagen!!
    • Fackallja 07.01.2016 19:48
      Highlight Highlight Weniger das Volk, mehr die Staatsangestellten. Aber leider altbekannt, wenn es um den Israel-Nahost-Konflikt geht...
    • Semper 08.01.2016 20:11
      Highlight Highlight Beide Völker verhalten sich intolerant. Ich verstehe nicht wieso die einfach ohne Probleme miteinander leben können...

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