International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

180'000 Menschen verfolgten die erste Messe eines Papstes auf der arabischen Halbinsel

Mehr «International»



epa07344804 Pope Francis, head of Catholic Church, arrives to lead a Pope Francis Papal mass at Zayed Sports City, United Arab Emirates, 05 February 2019. Pope Francis is on three-day visit to the UAE, making him the first pontiff to visit an Arab Gulf state.  EPA/ALI HAIDER

Papst Franziskus kommt im Said-Sports-City-Stadion an. Bild: EPA/EPA

Papst Franziskus hat zusammen mit 130'000 Gläubigen auf seinem historischen Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Messe gefeiert. Katholiken aus der ganzen Region kamen am Dienstag im Stadion der Said-Sports-City in Abu Dhabi zusammen.

Die Menge jubelte dem Pontifex zu, als er mit dem Papamobil durch die Menge fuhr. Es ist die grösste christliche Messe, die jemals auf der Arabischen Halbinsel zelebriert wurde. Nach Angaben der lokalen Kirche verfolgten bis zu 180'000 Menschen im Stadion und ausserhalb die Feier.

Noch nie zuvor war ein Katholiken-Oberhaupt zu Besuch auf der Arabischen Halbinsel, die als Wiege des Islam gilt. Zu der Messe kamen laut Veranstalter Katholiken 100 verschiedener Nationalitäten und rund 4000 Muslime. Sie schwenkten Flaggen des Vatikans und hielten Plakate in die Höhe.

epa07344823 UAE women attend Pope Francis' Papal mass at Zayed Sports City, United Arab Emirates, 05 February 2019. Pope Francis is on three-day visit to the UAE, making him the first pontiff to visit an Arab Gulf state.  EPA/ALI HAIDER

Nicht nur Christen verfolgten die Messe. Bild: EPA/EPA

Während der Fahrt mit dem Papamobil rannte ein Mädchen aus der Menge auf den Papst zu, um ihm ein Papier - möglicherweise ein Bild oder einen Brief - zu geben. Nachdem Sicherheitsleute versuchten, sie aufzuhalten, stoppte der Papst jedoch und wandte sich dem Mädchen zu.

Papst Franziskus in den Emiraten

Rund eine Million Katholiken

Rund 80 Prozent der Bevölkerung der Emirate sind Gastarbeiter. Die meisten Katholiken der rund einer Million Katholiken kommen aus Asien, beispielsweise aus Indien oder von den Philippinen. Sie waren in mehr als 2000 Bussen aus dem gesamten Land nach Abu Dhabi gebracht worden.

«Für euch ist es gewiss nicht einfach, weit weg von zu Hause zu leben und vielleicht über das Fehlen der Zuneigung eurer Liebsten die Ungewissheit der Zukunft zu verspüren», sagte der Papst in seiner Predigt. «Ihr seid ein Chor, der eine Vielfalt an Nationen, Sprachen und Riten umfasst», sagte der Papst.

Erster Besuch eines Papstes

Franziskus war am Sonntagabend zu seinem historischen Besuch in den Emiraten eingetroffen. Er ist das erste Oberhaupt der katholischen Kirche, das die arabische Halbinsel und damit die Wiege des Islam besucht.

Die Vereinigten Arabischen Emirate gelten als vergleichsweise liberal. Sie haben 2019 zum «Jahr der Toleranz» gekürt, stehen aber auch wegen der Unterdrückung von Andersdenkenden in der Kritik.

Im Gegensatz zu anderen arabischen Staaten wie dem ultrakonservativen Saudi-Arabien gibt es christliche Kirchen, öffentliche Messen sind allerdings verpönt. Dass der Papst in Abu Dhabi eine Messe unter freiem Himmel feiern durfte, gilt als Ausnahme.

Der Dialog mit dem Islam zählt für Franziskus zu den Schwerpunkten seines Pontifikats. Nach der Messe brach der Papst zurück nach Rom auf. Seine nächste Auslandsreise führt ihn Ende März nach Marokko, wo auch der Islam Staatsreligion ist. (sda/dpa/afp)

Der Papst wird bei seinem Besuch in der Schweiz gefeiert

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Flugzeug bei Landung in Indien verunglückt

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Diese 23 Bilder und Videos zeigen das Ausmass der Katastrophe in Beirut

Im Hafen von Libanons Hauptstadt ereignete sich am Dienstag eine riesige Explosion. Mehr als 100 Menschen verloren dabei ihr Leben, über 4000 Personen sind verletzt. Die folgenden Bilder und Videos zeigen das Ausmass der Katastrophe.

(jaw)

Artikel lesen
Link zum Artikel