DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Dec. 4, 2017, file photo, Houthi Shiite fighters guard a street leading to the residence of former Yemeni President Ali Abdullah Saleh, in Sanaa, Yemen. A senior leader from Yemen’s Houthi rebels says that for the sake of peace efforts the group will halt rocket fire into Saudi Arabia, its larger northern neighbor who is leading a U.S.-backed Arab coalition to restore Yemen’s internationally recognized government. (AP Photo/Hani Mohammed, File)

Huthi-Rebellen sind bereit für Friedensgespräche. Bild: AP/AP

Friedenssignale von den verfeindeten Parteien im Jemen



Neue Bewegung in den Friedensbemühungen für den Jemen: Die Regierung des Bürgerkriegslandes und die Huthi-Rebellen signalisierten am Montag ihre Unterstützung für neue Friedensgespräche unter Uno-Vermittlung.

Während das jemenitische Aussenministerium ankündigte, eine Delegation zu den geplanten Verhandlungen nach Stockholm zu schicken, stellten die Rebellen einen Waffenstillstand in Aussicht. Grossbritannien verlangte in einem Uno-Resolutionsentwurf ein sofortiges Ende der Gefechte in der umkämpften Hafenstadt Hodeida.

(FILES) - A file picture taken on April 2, 2013 shows then Yemeni President  Abdrabuh Mansur Hadi speaking with his Russia's counterpart Vladimir Putin during their meeting in Putin's Novo-Ogaryovo residence outside Moscow. Hadi resigned on january 22, 2015 after Shiite militia failed to honour an agreement to withdraw from the presidential palace, adviser Sultan al-Atwani said. AFP PHOTO / POOL/  NATALIA KOLESNIKOVA

Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Bild: POOL

Die Regierung von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi sagte zu, eine Delegation zu den Friedensgesprächen zu entsenden, um «eine politische Lösung» für ein Ende des blutigen Konfliktes zu erreichen. Das jemenitische Aussenministerium rief die Uno auf, Druck auf die Rebellen auszuüben, damit sich diese «ohne Bedingungen» an den Verhandlungen in Schweden beteiligten.

Hier liegt die Hafenstadt Hodeida.

Ein hochrangiger Vertreter der Rebellen, Mohammed Ali al-Huthi, hatte seine Kämpfer zuvor aufgerufen, «den Beschuss durch Raketen und Drohnen» auch gegen Saudi-Arabien einzustellen. Er sprach sich dafür aus, «alle Militäroperationen an allen Fronten einzustellen, um Frieden zu schaffen».

Machtkampf im Jemen:

1 / 20
Machtkampf im Jemen
quelle: x80002 / stringer
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Uno-Sondergesandter in Sanaa erwartet

Der Uno-Sondergesandte für den Jemen, Martin Griffiths, wird in dieser Woche zu einem Besuch in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa erwartet, um die Friedensgespräche in Stockholm endgültig zu vereinbaren. Er befürwortete die Ankündigung der Huthi-Rebellen und rief beide Seiten zur Zurückhaltung auf, um die Verhandlungen nicht zu gefährden.

epaselect epa07004855 Martin Griffiths, UN Special Envoy for Yemen, takes a question during a new press conference on the Geneva Consultations on Yemen, at the European headquarters of the United Nations in Geneva, Switzerland, 08 September 2018. A Yemeni Houthi delegation is still stranded in Yemen's capital Sana'a saying UN efforts to guarantee safe passage were not met in order to get peace talks going. A fresh round of UN-sponsored peace talks on the war in Yemen were scheduled to start on 06 September, a Yemeni government delegation is already present in Geneva.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Bild: EPA/KEYSTONE

Derweil bemühte sich die britische Regierung darum, auf internationaler Ebene den Druck auf die Kriegsparteien zu erhöhen. London brachte einen Resolutionsentwurf in den Uno-Sicherheitsrat ein, in dem eine sofortige Waffenruhe in der von den Rebellen kontrollierten Hafenstadt Hodeida gefordert wird. Die Kriegsparteien werden ausserdem dazu aufgerufen, innerhalb von zwei Wochen die Hürden für humanitäre Lieferungen zu beseitigen.

Stellvertreterkrieg

Im Jemen herrscht seit 2014 ein Krieg zwischen den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen und den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Die Kämpfe intensivierten sich Anfang November, als die von Riad angeführte Militärkoalition eine neue Offensive auf Hodeida startete.

epa07177245 A handout photo made available by the Saudi Royal Palace shows Saudi King Salman bin Abdulaziz Al Saud saluting upon arrival to inaugurate the Shura Council new session, in Riyadh, Saudi Arabia, 19 November 2018. According to reports, King Salman condemned the Iranian interference in internal affairs of the regional countries and said the Kingdom would support a political solution to end the conflict in Yemen. The Consultative Assembly of Saudi Arabia, also known as Majlis Ash-Shura or Shura Council, is an advisory council with 50 members all of whom are appointed by the King.  EPA/BANDAR ALGALOUD HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

König Salman. Bild: EPA/SAUDI ROYAL PALACE

Angesichts des wachsenden internationalen Drucks stellten die Regierungstruppen ihre Angriffe in der vergangenen Woche vorerst ein – anders als die Militärkoalition, die nach eigenen Angaben weiter Stellungen der Rebellen ins Visier nimmt. König Salman von Saudi-Arabien erklärte aber, er unterstütze die Suche nach einer «politischen Lösung» im Jemen.

Wenn ein Baby in einem Bürgerkriegsland operiert werden muss:

Video: srf/SDA SRF

Scheitern in Genf

Im September waren Friedensgespräche zwischen den schiitischen Rebellen und der jemenitischen Regierung gescheitert, bevor sie überhaupt begonnen hatten. Anders als die Regierungsdelegation waren die Huthis gar nicht erst zu den Gesprächen in Genf angereist.

Sie warfen dem Regierungslager vor, ihre Bedingungen für eine Teilnahme nicht vollauf erfüllt zu haben. Dazu zählte auch eine Garantie, nach den Friedensgesprächen in Genf nach Sanaa zurückkehren zu können.

In dem Bürgerkrieg wurden nach Uno-Angaben bereits rund 10'000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. Infolge des Konfliktes leiden demnach acht Millionen Einwohner unter Lebensmittelengpässen, insgesamt 14 Millionen Menschen im Jemen sind den Angaben zufolge von Hungersnöten bedroht – also rund die Hälfte der Gesamtbevölkerung. (sda/afp)

«Der Krieg im Jemen droht eine ganze Generation zu töten»:

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Yemen Motorrad-Verbot:

1 / 12
Yemen Motorrad-Verbot
quelle: epa/epa / yahya arhab
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wenn du auf den längsten Strich der Welt gehen willst – eine Geografie-Reise des Grauens

Kann gut sein, dass Guy Bruneau als Kind stundenlang im Atlas herumstöberte. Als Erwachsener kam der Kanadier, der beruflich mit Geoinformationsdaten zu tun hat, jedenfalls auf eine unkonventionelle Idee – eine Idee, auf die wohl nur Karten-Freaks kommen. Bruneau suchte und fand die längste gerade Strecke, die man auf diesem Globus zu Land zurücklegen kann, ohne ein Meer oder ein grösseres Gewässer zu überqueren.

Das Resultat ist erstaunlich: Die Linie beginnt im Westen von Afrika am Atlantik …

Artikel lesen
Link zum Artikel