International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
fayez, libanon, bekaa, flüchtlingsfamilie

Warten – auf den Winter, auf Hilfe, auf Arbeit oder auf das Ende des Krieges.  Bild: watson/rafaela roth

«Warten, bis der Himmel keine Bomben mehr spuckt» – vom Elend syrischer Flüchtlinge im Libanon



Der Libanon – einst als «Schweiz des Nahen Ostens» bekannt – wird seit dem Krieg von Syrern überrannt. Mittlerweile ist jeder vierte Bewohner des Landes ein Flüchtling. Nur die, die nichts haben, bleiben. Ein Besuch in der Bekaa-Ebene. 

Fayez Mhammed lacht hilflos, zeigt ins Leere, legt seine Hände wieder auf den Oberschenkeln zusammen. «Was sollen wir schon tun? Wir streiten uns! Wir sitzen rum, schauen uns an und beginnen zu streiten», sagt er und das bittere Lachen erreicht seine Augen nicht. Sie glänzen. Gross, dunkel, traurig.

fayez, libanon, bekaa, flüchtlingsfamilie

Fayez im Wohn- und Schlafzimmer seiner Hütte im Bekaa-Tal. Bild: watson/rafaela roth

Fayez sitzt auf Knien auf dem mit Teppichen ausgelegten Boden seines rund zehn Quadratmeter grossen Wohnzimmers. Wenn es Nacht wird, betten er und 15 weitere Mitglieder der Grossfamilie sich Körper an Körper zum Schlafen darauf. Die Wände des Raumes bestehen aus Plastikplanen. Die Plache am hinteren Ende reicht nicht bis ganz zum Boden. Ein kühler Wind weht durch das Tal direkt in Fayez' Hütte. Er kündigt den Winter an. Bald wird es schneien auf der libanesischen Bekaa-Ebene. Es wird bis zu minus 10 Grad. Wir sind auf 1000 Meter über dem Meer.

«Die ersten beiden Winter haben wir von der Flüchtlings-Registrierungsstelle einen Schutz für das Dach bekommen. Dieses Jahr war noch niemand hier», sagt Fayez. Der 37-Jährige hat die Holz-Behausung mit behelfsmässiger Küche und zwei Zimmern selber gebaut, das Dach mit Pneus befestigt. Fayez' Eltern verkaufen stückchenweise sein Land in Syrien. Er braucht Geld. 180 Dollar monatlich alleine für die Miete. Arbeit gibt es im Winter kaum, im Sommer kann er bei einem Bauern aushelfen – schwarz und für nicht mal 1.50 Franken pro Stunde. «Wir werden den ganzen Winter Schnee vom Dach schaufeln. Wenigstens etwas zu tun.»

Und: «Hauptsache weit weg von den Bomben.»

libanon, bekaa, flüchtlinge

Wassertank im Innenhof der Behausung von Fayez' Familie. Bild: watson/rafaela roth

Fayez Mhammeds 6-jährige Tochter hätte gern ein paar Spielsachen. Sie sitzt neben ihm auf dem Teppich, stützt den Ellbogen auf, legt den Kopf in die Hand, starrt ins Leere. «Meine Kinder gehen nicht zur Schule», sagt Fayez. «Und auf der Strasse lernen sie bloss Dinge, die nicht gut für sie sind, sich prügeln oder stehlen. Ich will sie nicht auf die Strasse lassen.» Draussen im Hof jagen sich die anderen. Auf dem öden Platz wirbelt der Wind Abfall in die Luft.

Aber: «Hauptsache weit weg von den Bomben.»

Eingeklemmt zwischen Mittelmeer und Krieg

Die Familie Mhammed ist eine von Tausenden, die seit 2011 vor dem Krieg in Syrien in die libanesische Bekaa-Ebene geflüchtet sind. Die UN-Flüchtlingsagentur UNHCR zählt in dieser Region über 500'000 Flüchtlinge. In ganz Libanon sind 1,2 Millionen Flüchtlinge registriert, inoffiziellen Schätzungen zufolge sind es fast 2 Millionen. Jeder vierte Einwohner im Land ist Flüchtling. Womit die Rechte in Europa zuweilen ihr politisches Süppchen kocht, ist hier Realität: Das Land platzt vor Flüchtlingen. Vor Syrern, aber auch Palästinensern.

Im Gegensatz zu europäischen Ländern hat der Libanon keine handlungsfähige Regierung. Seit mehr als einem Jahr kann sie sich nicht auf einen neuen Präsidenten einigen, die als korrupt verschrienen Parlamentarier haben sich die Legislaturperiode selbst verlängert. Das Land, eingeklemmt zwischen Mittelmeer und Krieg, lässt die Flüchtlinge einreisen und Zelte bauen. Weitere Hilfe gibt es nicht. In einem Land, das mit sich selbst genug zu tun hat, sind auch die Flüchtlinge auf sich allein gestellt.

libanon, bekaa, fayez, flüchtlinge

Zelteingang. Bild: watson/rafaela roth

Die Syrer hier halten sich mit Aushilfsjobs bei Bauern über Wasser, zapfen illegal Strom von den bestehenden Leitungen, mieten sich in den Garagen der Libanesen ein oder zahlen den Besitzern eine Zeche, wenn sie am Rand eines Feldes eine Hütte aufbauen dürfen. So entstanden rund 655 inoffizielle Flüchtlingscamps. Die meisten erhalten Hilfe von einer der im Tal aktiven NGOs, 53 an der Zahl. Auch das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) ist hier präsent. Ab 2016 will das SRK im neuen Cashcard-Projekt 500 Familien mit monatlichem Bargeld unterstützen. Schon länger verteilt das SRK zusammen mit dem Libanesischen Roten Kreuz Nahrungspakete an die Bedürftigsten unter den Flüchtlingen.

Hilfe vor Ort

watson und das Schweizerische Rote Kreuz sammeln eine Woche lang Spenden für syrische Flüchtlinge im Libanon. Mach mit!

Hier spenden >>

Zu ihnen gehört Aisha. Die 47-Jährige wohnt in Camp 026. Sie lacht laut und ständig, hastet zu ihrem Zelt, gibt unterwegs ein paar Kindern lautstarke Anweisungen, präsentiert das neue Plumpsklo, das eine NGO hingestellt hat, erläutert den Inhalt ihres Nahrungspakets und bricht plötzlich in Tränen aus.

Auslöser war die Frage nach ihrem Leben in Syrien, ihrem Hof in Aleppo, ihrem Land, ihren Tieren. «Ich bin nicht glücklich hier», sagt Aisha und wischt sich schnell übers Gesicht. Und während die Feuchtigkeit langsam durch den mit Teppichen ausgelegten Zeltboden in unsere Socken einzieht, erzählt sie von ihrem kranken Mann, vom Geld, das nicht für die Miete reicht, von der Angst vor dem Landbesitzer, dem nicht vorhandenen Ofen, den vielen Schulden, dem kommenden Winter und ihren acht Kindern. «Gott wird sich um uns kümmern, Inschallah.»

libanon, bekaa, flüchtlinge

Aisha zeigt die Camp-Toilette. Bild: watson/rafaela roth

libanon, flüchtlinge, bekaa

Aishas Zelt: Ein Teppich als Fussboden. Bild: watson/rafaela roth

In der Bekaa-Ebene leben die Ärmsten der Armen. 70 Prozent der syrischen Flüchtlingshaushalte hier liegen weit unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Die Menschen kaufen Essen auf Kredit und müssen ihre Kinder betteln lassen. In den nahen Grenzdörfern, vor allem auch im Norden, übersteigt die Zahl der Flüchtlinge 50 Prozent der Einwohner. In jeder Bauruine, in jeder Garage, in jedem Kämmerchen leben Menschen. 

libanon, bekaa, flüchtlinge

Majdal Anjar, an der Grenze zu Syrien. Bild: watson/rafaela roth

Vor diesem Hintergrund hat der Libanon Anfang 2015 die Grenzen geschlossen. Der Grenzwächter bei Al Masnaa, im Grenzort Majdal Anjar will das zwar nicht so recht bestätigen: «Die Grenzen sind offen», sagt er, «Syrer mit Visa, hoher Ausbildung, Bürgschaft eines Libanesen oder Hotelreservation dürfen einreisen.» Das trifft auf einen Bruchteil der Syrer zu. Diejenigen, die hier gestrandet sind, können ihre zurückgelassenen Verwandten nicht mehr besuchen. Dabei liegt Damaskus nur 50 Kilometer entfernt. 

«Ich telefoniere mit meinen Geschwistern und mein Herz weint. Das ist das Schwierigste für mich, dass ich sie nicht sehen kann», sagt eine Syrerin, die mit ihrer Familie in einer behelfsmässigen Behausung in Majdal Anjar wohnt. «Wir sitzen hier wie Gefangene fest.»

Ihre Schwiegermutter sitzt neben ihr am Boden und rührt auf einem Gaskocher Milchreis an. Der Strom in den zwei Räumen im Erdgeschoss fällt immer wieder aus. Warum sie in den Libanon gekommen sind? «Wir hätten mit Problemen leben können, aber nicht mit Bomben», sagt die Frau. Ihre Namen will die 10-köpfige Familie nicht nennen.

libanon, bekaa, flüchtlinge

Haben eine Wohnung gefunden. Bild: watson/rafaela roth

In Damaskus gehörte ihr eines der bekanntesten Brautmodegeschäfte der Stadt. «Wir hatten ein wunderschönes Leben. Es hat uns an nichts gefehlt. Meine Kinder gingen in die beste Schule», sagt sie. «Jetzt ist es halt so, wie es ist.» Das 12-stöckige Haus in Damaskus gibt es nicht mehr, die Söhne arbeiten schwarz, drei schulpflichtige Kinder tun nichts. Wer sich als Flüchtling registrieren lässt, verliert das Recht auf Arbeit. «Ich würde lieber heute als morgen zurück nach Syrien», sagt die Mutter, «wir sitzen hier und warten.»

Von diesem unterträglichen Warten reden hier viele. Warten, bis der Winter vorbei ist. Warten, bis das Geld ausgeht. Warten bis das Dach kommt. Warten, bis jemand Arbeit hat. Warten, bis ein Schlepper hält, was er verspricht. 

Warten, bis der Himmel über Syrien aufhört, Bomben zu spucken. 

Hilfe vor Ort: Mehr zum Libanon

Die syrischen Kriegsflüchtlinge und die Angst, das «Paris des Ostens» könnte untergehen

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Drogen, Krätze, Gewalt: Wenn die palästinensischen die syrischen Flüchtlinge aufnehmen

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

«Es platzt aus allen Nähten!» – Videotagebuch aus dem Palästinenser-Camp in Beirut

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Syrer auf der Flucht – warum Fatma bettelt, Bashar sich umbringen will und Ismail nicht schlafen kann

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Videotagebuch 1 aus einem libanesischen Flüchtlingslager: «Das hält man im Kopf nicht aus!»

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

«Warten, bis der Himmel keine Bomben mehr spuckt» – vom Elend syrischer Flüchtlinge im Libanon

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

SRK-Mann Thalmann im Libanon: «Grundsätzlich gibt es immer zu wenig Hilfe»

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

watson und das Schweizerische Rote Kreuz sammeln Spenden für syrische Flüchtlinge im Libanon

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

«Was ist mit Beirut?»: Viele Tote ≠ viel Berichterstattung – es kommt darauf an, wo es passiert

Link to Article

Doppelanschlag galt Hisbollah-Hochburg in Beirut  ++ 43 Tote, 239 Verletzte ++ Terrormiliz IS bekennt sich

Link to Article

Abfallkrise in Beirut: Aktivisten der «Ihr stinkt»-Kampagne besetzen stundenlang das Ministerium

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

17
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • thompson 30.11.2015 16:30
    Highlight Highlight Es wird Zeit, alle wehrfähigen Flüchtlingsmänner,die keine eigene Familien haben, einzuziehen . Von Nato Partner in der Türkei ausbilden zu lassen. Und dann für die Freiheit vom Terror in den Krieg zu ziehen. Was wir Kroaten geschafft haben, dass packt ihr auch liebe Syrer. Feige in Europa zu sitzen ist nicht männlich
    16 29 Melden
    • Tepesch 30.11.2015 19:24
      Highlight Highlight Wir zwingen Flüchtlinge zum Militärdienst???
      Tolle Idee...
      Am besten wir machen noch einen Deal mit Eritrea, die haben darin viel Erfahrung und können uns auch beibringen, wie man mit Deserteuren umgeht...
      13 9 Melden
  • zombie woof 30.11.2015 13:21
    Highlight Highlight Wenn ich Beiträge wie die von Sverige lese, habe ich manchmal Mühe, an das Gute im Mensch zu glauben. Behauptungen aufstellen, obwohl man scheinbar vom Ganzen Null Ahnung hat, das passt zu solchen Zeitgenossen. Wahrscheinlich noch nie im Ausland gewesen, schon gar nicht in einem Krisengebiet aber einen auf dicke Hose machen. Solchen Leuten wünsche ich, dass sie einmal, nur ein einziges mal, in die Situation kommen, wo sie auf Hilfe anderer angewiesen sind und die anderen dann sagen, f*** you!
    38 8 Melden
  • ferox77 30.11.2015 12:43
    Highlight Highlight Syrienflüchtlinge gehen in die Türkei, in den Libanon oder nach Jordanien, wenn ihnen die Geldmittel für eine Schleusung nach Europa fehlen. Die Vermutung, 1 Million zusätzliche Flüchtlinge in Europa erwarten zu müssen, scheint realistisch.
    Die Türkei, der Libanon und Jordanieen werden sich früher oder später gegen diesen Ansturm wehren müssen, da man nicht auf das Ende des Bürgerkrieges in Syrien warten kann.
    Es werden notwendigerweise Mittel und Wege ersonnen, die Flüchtlinge loszuwerden.
    Das Chaos kommt, denn man ist jetzt schon völlig überfordert.
    8 1 Melden
  • Gondeli 30.11.2015 12:29
    Highlight Highlight Langsam als leicht störend empfindend, dieses ewige pro-Syria, pro-IS, pro-Islamisierung von Watson...
    In Anbetracht der Schwerpunkte dieser Berichte ist mir nicht ganz wohl. Auf was will uns Watson hier unterschwellig vorbereiten? Nur so ein Gedanke...
    15 62 Melden
    • herschweizer 30.11.2015 14:36
      Highlight Highlight ist doch noch angenehm wenn sich die lieben Trolle selber enttarnen ;-)
      11 5 Melden
    • Anam.Cara 30.11.2015 14:59
      Highlight Highlight @Gondeli
      Es ist bestimmt im Moment nicht einfach, sich im Chaos des Nahen Ostens einen Überblick zu verschaffen. Aber der Artikel war nicht pro-IS und auch nicht pro-Syria.
      Und wo Du pro-Islamisierung gelesen hast, ist mir auch nicht ganz klar.
      Der zitierte Begriff "Inschallah" ist wohl der letzte Funke Hoffnung, den sich die Flüchtlinge im Libanon noch leisten können...
      17 3 Melden
    • Tepesch 30.11.2015 15:51
      Highlight Highlight Don't feed the troll
      9 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sverige 30.11.2015 11:38
    Highlight Highlight Das sind echte Flüchtlinge, im Libanon, die kein Geld für organisierte kriminelle Schlepperbanden haben und müssen dort ausharren. Diejenigen die zu uns kommen sind zu mindestens 98% Migranten, heisst, keine Flüchtlinge. Wann begreift das der letzte naive Schweizer?
    29 80 Melden
    • boexu 30.11.2015 11:57
      Highlight Highlight Mich würde interessieren, woher Sie diese Zahlen haben (mindestens 98% Migranten)? Und wer sagt denn, dass "echte" Flüchtlinge kein Geld haben dürfen?
      47 11 Melden
    • Nicholas Fliess (1) 30.11.2015 12:13
      Highlight Highlight Müssen echte Flüchtlinge denn arm sein? Meine Grosseltern waren echte Flüchtlinge, arm waren sie nicht... Hätten sie also nicht vor den Nazis fliehen dürfen?
      45 6 Melden
    • strieler 30.11.2015 12:37
      Highlight Highlight "Wann begreift das der letzte" - naja mal ein Denkanstoss - ein Flüchtling definiert sich / soll NICHT über das Portemonnaie / definiert werden. Was nützt es einem erfolgreichen Arzt / Kaufmann / Cafee-Betreiber, wenn das Spital / die Einkaufsmeile/ das Quartier in Schutt und Asche liegt und er nicht mehr seinen Lebensunterhalt verdienen kann? Was haben sie nur für ein Weltbild? Oder werden sie dann auch einfach zum Selbstversorger aus der Natur wenn sie mal ihren Job verlieren weil ihr Arbeitsplatz abbrennt? (bei uns fallen zum Glück ja keine Bomben)
      29 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dä Brändon 30.11.2015 11:37
    Highlight Highlight Oh Mann, welch furchtbares Schicksal diese Menschen erleiden müssen. Auf der einen Seite die IS auf der anderen die NATO. Türkei gegen Kurden, Kurden gegen IS, NATO Länder teilweise für IS dann manche gegen IS, Russland gegen IS, Türkei für IS und gegen Russland, EU gegen Flüchtlinge..... ach f**** euch doch Alle, in was für einen kranken Welt leben wir den eigentlich?!!!
    47 6 Melden
    • Suurchruut 30.11.2015 12:45
      Highlight Highlight Jup die Welt ist krank😖
      12 1 Melden

Gestrandet im Terminal – diese Kurden leben seit 49 Tagen im Transit des Flughafens Zürich

Vier kurdische Familien wollen in der Schweiz Asyl beantragen. Unbemerkt von der Öffentlichkeit stecken sie in der Transitzone des Flughafens Zürich fest – teilweise seit sieben Wochen. watson hat sie vor Ort besucht.

«I am going home» – «Ich gehe nach Hause», sagt Tom Hanks in seiner Rolle als Viktor Navorski am Ende des Hollywood-Blockbusters  «Terminal» von Steven Spielberg. Er spielt einen im New Yorker Flughafen JFK gestrandeten Touristen aus Osteuropa. Als in seiner Heimat ein Bürgerkrieg ausbricht, wird Navorskis Pass ungültig. Er harrt neun Monate im Transitbereich aus, bevor er endlich wieder nach Hause darf.

Die Realität der acht kurdischen Kinder und Jugendlichen, vier Frauen und acht Männer, …

Artikel lesen
Link to Article