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Aus Syrien in den Libanon geflüchtet: Achmad, Bashar, Fatma und Shog.  Bild: watson/rafaela roth

Syrer auf der Flucht – warum Fatma bettelt, Bashar sich umbringen will und Ismail nicht schlafen kann



Der kleine Libanon, eingeklemmt zwischen Krieg und Mittelmeer, hat für mehr als eine Million Syrer die Grenzen geöffnet. Mehr Hilfe können die Flüchtlinge vom libanesischen Staat aber nicht erwarten. Sieben Einzelschicksale aus einem Land, aus dem ein grosses Flüchtlingscamp geworden ist. 

Shog (45)

Lebt in einem selbstgebauten Zelt in der Bekaa-Ebene bei Qabb Ilyas.

«Ich habe keine Hoffnung, dass ich mein Heimatland oder meine Eltern in diesem Leben noch einmal sehen werde.»

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Shog vor dem Eingang ihres Zeltes. Bild: watson/rafaela roth

«Manchmal hadere ich mit dem Schicksal und frage mich: ‹Warum passiert mir das?› Wir haben noch nichts vom Leben gesehen! Langsam, langsam hatten wir uns etwas aufgebaut – dann kam der Krieg. Jetzt ist alles verloren. Ich glaube nicht mehr an eine Rückkehr. Ich habe keine Hoffnung, dass ich mein Heimatland oder meine Eltern in diesem Leben noch einmal sehen werde. Das hier ist kein Leben, ich fühle mich wie gefangen. Es tut mir weh zu sehen, dass meine Kinder nicht zur Schule gehen und Spass haben können. Sie müssen betteln. Meine Mädchen waren 15 Jahre alt, als sie geheiratet haben. Das ist immer noch besser, als wenn jemand sie entführt. Man hört von Mädchen, die einfach so verschwinden. Also geben wir sie zu einem Mann, dann sind sie versorgt.»

HINTERGRUND 

Fast zwölf Millionen Syrer haben durch den Krieg in Syrien ihr Zuhause verloren. Mehr als die Hälfte davon sind innerhalb von Syrien auf der Flucht. Vier Millionen sind als Flüchtlinge in der Region registriert. 

Derzeit kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Krieg in Syrien bald enden wird. Zu komplex ist die Situation zwischen Gegnern und Unterstützern von Syriens Präsident Baschar al-Assad. Es kämpfen die syrischen Regime-Truppen, hunderte unterschiedliche Rebellenmilizen und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).​

Seit dem Krieg blüht der Menschenhandel. Menschen verschwinden spurlos. 

Bashar (19)

Lebt mit seiner Familie nahe des libanesischen Grenzortes Majdal Anjar.

«Für Syrer gibt es im Libanon keine Würde.»

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Bashar an der Grenze zu Syrien. Bild: watson/rafaela roth

«Schau dir meine vernarbten Arme an, ich habe schon drei Mal versucht, mir das Leben zu nehmen. Das Leben hier im Libanon ist dreckig. Es ist ein Leben, das man nicht aushalten kann. Ich weiss nicht, was ich sagen soll; Geld haben wir keins, wir haben nichts zum Leben, kein Essen, zu Hause haben wir nichts. Ich bin zum Arbeiten hergekommen. Ich arbeite als Maler, verdiene 30'000 libanesische Pfund pro Tag, 20 Franken, für die ganze Familie. Für ein Stück Brot reicht das nicht! Soll ich stehlen? Nein, in meinem ganzen Leben habe ich noch nie gestohlen. Ich muss nach Europa. Dort gibt es Arbeit und Respekt vor der Menschenwürde. Für Syrer gibt es im Libanon keine Würde.»

HINTERGRUND

Seit Beginn des Krieges in Syrien hat der angrenzende Libanon weit mehr als eine Million syrische Flüchtlinge aufgenommen. Weitere Unterstützung bietet der libanesischen Staat nicht.

1,2 Millionen Geflüchtete liessen sich von der UN-Flüchtlingsagentur UNHCR registrieren und erhielten so den Flüchtlingsstatus. Damit haben sie Anrecht auf Hilfe von Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO's).

Ein registrierter Flüchtling darf im Libanon aber nicht arbeiten.

Ismail (30)

Lebt in der Garage eines Libanesen im Grenzort Majdal Anjar monatliche Miete: 500 Dollar.

«Ich habe Angst vor dem Meer. Das Meer bringt den Tod.»

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Ismail im libanesischen Grenzort Masnaa.  Bild: watson/rafaela roth

«Ich stand mit dem Rücken zu meinem Haus, als ein lauter Knall mir fast das Trommelfell zerriss. Als ich mich umdrehte, war alles weg, was ich jemals besass. Mein Bruder war auch im Haus. Er war damals ein Jahr jünger als ich jetzt. Es war eine Bombe der syrischen Armee, die ihn tötete. Ich habe mein Auto gestartet, meine Frau, mein Kind, meine Schwester und meine Mutter reingesetzt und bin geflüchtet. Wir lebten bei Damaskus, nicht mal 50 Kilometer von hier. Das ist jetzt vier Jahre her. Als registrierter Flüchtling darf ich nicht arbeiten, nur schwarz. Seit der Bombe kann ich nicht mehr schlafen. Vor einigen Wochen war ich für fünf Tage in der Türkei. Ich wollte versuchen, die Reise nach Europa zu planen. Doch ich habe Angst vor dem Meer. Das Meer bringt den Tod. Ich will es auf dem offiziellen Weg versuchen.»

HINTERGRUND 

Der Libanon ist praktisch vom Krieg eingekesselt. Das kleine Land, ungefähr ein Drittel so gross wie die Schweiz, teilt rund 400 Kilometer Grenze mit Syrien, im Süden grenzt Israel, im Westen das Mittelmeer. 

Von hier aus flüchten die Menschen in die Türkei, um von da aus mit dem Boot nach Griechenland oder zu Fuss über die Balkanroute nach Europa zu gelangen. 

Weiterflüchten kann nur, wer genug Geld hat. An der Grenze und im Bekaa-Tal stranden die Ärmsten der Armen.​

Hilfe vor Ort

watson und das Schweizerische Rote Kreuz sammeln eine Woche lang Spenden für syrische Flüchtlinge im Libanon. Mach mit!

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Zeinab (40)

Lebt mit ihren 8 Kindern in Beirut.

«Mein Mann ist im Gefängnis. Sie haben ihn ohne Grund abgeholt.»

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Zeinab auf der Strasse in Beirut. Bild: watson/rafaela roth

«Unser Haus war weg, unser Land war weg, was sollten wir da noch tun? Ich habe meine Kinder gepackt und bin gegangen. Mein Mann ist im Gefängnis. Sie haben ihn eines Tages ohne Grund abgeholt. Seither habe ich nichts mehr von ihm gehört. Nun liegt alle Verantwortung bei mir. Keines meiner Kinder geht zur Schule. Ich habe sie hingebracht, aber die wollten zu viel Geld von mir, dann habe ich sie wieder mitgenommen. Jetzt verkaufen wir Kleenex auf der Strasse. Davon leben wir. Mein 16-Jähriger Sohn arbeitet zusätzlich auf dem Gemüsemarkt. Uns geht es soweit gut. Ich habe Hochachtung für alle Libanesen. Ohne sie gäbe es uns schon lange nicht mehr. Sie haben uns sehr viel geholfen.»

HINTERGRUND 

Gemäss UNHCR gehen mindestens 200'000 der 400'000 syrischen Flüchtlingskinder im Libanon nicht zur Schule.

Im Libanon gibt es eine Schulpflicht, die Schulen sind aber weder für Libanesen noch für Flüchtlinge kostenlos, auch nicht die öffentlichen.

Viele Flüchtlinge haben keine andere Wahl, als ihre Kinder von der Schule zu nehmen und zur Arbeit zu schicken oder betteln zu lassen. 

Fatma (20) mit Sidrah (8 Monate)

Leben mit Fatmas Mutter in Beirut.

«Dieses Leben ist ermüdend. Ich bin jeden Tag so unendlich müde.»

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Fatma bettelt vor einem Schuhladen in Beiruts Einkaufstrasse. Bild: watson/rafaela roth

«Ich stille noch, ich kann nicht arbeiten. Wer sollte sich um mein Baby kümmern? Also sitze ich hier in der Hamra-Street und öffne meine Hände vor den Leuten. Jeden Tag, viele Stunden. Es fällt mir schwer, zu betteln. Einige sind nett und geben mir gleich 2000 libanesische Pfund, 1.30 Franken. Andere kaufen mir essen. Wieder andere jagen mich zum Teufel. Wenn es gut läuft, verdiene ich 10 Franken pro Tag. Der Libanon ist teuer. Das schlimmste ist, wenn jemand krank wird. Mein Mann war Polizist, er kämpfte in der syrischen Armee. Der Kontakt zu ihm ist abgebrochen, ich weiss nichts von ihm. Dieses Leben ist ermüdend. Ich bin jeden Tag so unendlich müde.»

HINTERGRUND 

Auch der Libanon leidet unter dem benachbarten Bürgerkrieg. Nicht nur wegen der Gewalt, die keine Landesgrenzen kennt, auch wirtschaftlich. Touristen kommen kaum noch, Hilfsarbeiter-Jobs machen die Syrer, die Preise steigen seit Jahren, die Inflationsrate ist hoch. 

​Längst ist die Stimmung unter den Libanesen gekippt, die Solidarität nimmt ab. 

Achmad

Lebt ihn einem inoffiziellen Camp im Bekaa-Tal.

«Im Moment fürchten sich alle vor dem Winter.»

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Achmad zeigt ein Foto aus gücklichen Tagen. Bild: watson/rafaela roth

«Ich bin der Chef in diesem Camp. Hier leben etwa 54 Familien in 35 Zelten. Die Leute haben mich gewählt, weil ich gut reden kann. Ich bin jetzt seit zwei Jahren hier. Jeden Monat muss ich in allen Zelten die Miete einziehen und sie dem Bauer übergeben, dem dieses Land gehört. Letztes Jahr wollte er uns plötzlich wegschicken, dann durften wir doch bleiben. Auch dieses Jahr wird es wieder Probleme geben. Die Menschen hier haben einfach nicht genug Geld. Wenigstens haben wir vor kurzem Toiletten vom libanesischen Roten Kreuz erhalten. Im Moment fürchten sich alle vor dem Winter, einige haben keine Öfen oder kein Geld für das Öl. Aber wir sind froh, hier zu sein. Ich bin den Libanesen dankbar. Mein einziger Wunsch ist, irgendwann nach Syrien zurückzukehren. Auch wenn es mein Zuhause nicht mehr gibt.» 

HINTERGRUND 

Die meisten syrischen Flüchtlinge im Libanon leben in der Bekaa-Ebene, mindestens 400'000. Offizielle Camps gibt es keine. Die Syrer mieten sich bei Libanesen ein oder zahlen dem Bauern, dem das Land gehört Miete, um Zelte darauf aufzubauen.

Die UNHCR koordiniert die im Tal aktiven NGOs. Ihre Flüchtlingsprogramme sind stark unterfinanziert. Insgesamt sind 53 NGOs aktiv. In monatlichen Sitzungen werden Gebiete aufgeteilt, um Doppelungen zu verhindern. 

​Nicht alle Flüchtlinge profitieren von humanitärer Hilfe.

Zainab (50)

Lebt in einem Zelt in einem inoffiziellen Flüchtlingscamp im Bekaa-Tal.

«Unser Glück liegt nicht mehr in unseren Händen.»

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Zainab mit ihren Enkeln im Zelt. Bild: watson/rafaela roth

«Schau dir das an, wir wohnen in diesem Zelt zu zehnt, drei Familien! Meine Tochter ist schwanger. Wir bräuchten dringend mehr Platz. Uns fehlt es an allem. Im Sommer konnten ich und mein Sohn sieben Tage lang einem Bauern bei der Kartoffelernte aushelfen. Jetzt gibt es keine Kartoffeln mehr. Der Winter kommt und mein Mann findet keine Arbeit. Unser Ofen ist kaputt und für Öl haben wir sowieso kein Geld. Wir gehen in den Laden im Dorf und lassen alles anschreiben, unsere Schulden häufen sich. In Syrien waren wir Bauern, wir hatten Schafe und lebten selbstständig. Jetzt sind wir von anderen abhängig. Unser Glück liegt nicht mehr in unseren Händen. Das ist unerträglich.»

HINTERGRUND 

70 Prozent der syrischen Flüchtlingshaushalte im Libanon leben weit unterhalb der nationalen Armutsgrenze. 

Die Verhältnisse in den inoffiziellen Flüchtlingslagern sind teilweise prekär. Die Mehrheit der Flüchtlinge im Bekaa-Tal haben aber nicht die finanziellen Ressourcen, um die kostspielige und gefährliche Reise nach Europa überhaupt in Betracht ziehen zu können. Aussicht auf baldige Rückkehr nach Syrien gibt es ebenfalls nicht. Viele fühlen sich hier wie gefangen. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • karl_e 02.12.2015 00:31
    Highlight Highlight Anam.cara: ich antwortete auf dnsd.
    0 1 Melden
  • Hope for a better future 01.12.2015 16:29
    Highlight Highlight Für die libanesische Bevölkerung ist der Alltag schon hart. Wir haben hier vor Ort Mühe den Alltag zu meistern. Wir haben Strom, Wasser und Müllprobleme. Aber dies sind alles nur noch Problemchen, wenn man die Sitiation der syrischen Flüchtlingen sieht. Wir hören sehr viele Geschichten. Einige bringen einem zum Weinen. Bei vielen ist es ein täglicher Überlebenskampf. Der Winter steht vor der Tür!!! Letztes Jahr sind Babys erfroren und dieses Jahr?
    18 9 Melden
  • dnsd 01.12.2015 16:25
    Highlight Highlight Ja im Moment liegt der Fokus der Linken Gutmenschen bei den Syrern. Es verhungern aber deshalb nicht weniger Kinder in Afrika. Gegen Armut gibt es nur ein Mittel - nicht unsere pseudo Entwicklungshilfe, nicht Sozialleistungen, keine Hilfsgüter nur eines Hilft: Business! Gebt den Leuten nachhaltige Arbeit am besten in Ihrem Kulturkreis, wo ihr wirtschaftliches Potential am grössten ist. Ein Syrischer Arzt (sein Diplom) ist in der Schweiz nichts wert - in Syrien Unschätzbar wertvoll...
    35 36 Melden
    • Der Bademeister 01.12.2015 16:43
      Highlight Highlight Unter Business versteht der Westen Gewinnmaximierung z.L. der Ärmsten.
      42 13 Melden
    • Tanea 01.12.2015 16:44
      Highlight Highlight Ich, als linker Gutmensch, denke sehr wohl an das Leid, das in Afrika und sonst wo auf der Welt herrscht. Aber du kannst doch nicht afrikanische Kinder gegen syrische Flüchtlinge, Rentner_innen, Obdachlose oder Waisen etc. ausspielen!
      Jede, dieser Gruppen bedarf es an Hilfe, aber mir müssen auch hinschauen und dementsprechend handeln. Das funktioniert nur, in dem man darüber berichtet!
      37 13 Melden
    • Sapere Aude 01.12.2015 16:48
      Highlight Highlight Gutmenschen machen kein Unterschied zwischen Menschen, Länder oder Kontinenten. Ihnen ist bewusst, dass überall auf der Welt Leid und Elend herrscht. Mit welchem gutes Buisness gemacht wird. Wenn Buisness die Lösung wäre, weshalb haben wir jetzt diese Situationen? Meinen Sie das Milliardenbuisness mit Waffen oder Ausbeutung? Oder Rohstoffen?
      31 16 Melden
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