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epa07514039 US soldiers stand guard during a meeting of General Scott Miller, the top NATO and US commander in Afghanistan, with Afghan officials to discuss issues of mutual interest and regional security in Ghazni, Afghanistan, 18 April 2019. The US, Afghanistan and Taliban are currently engaged in peace talks to end decades long conflict in Afghanistan.  EPA/SAYED MUSTAFA

Die meisten toten Zivilisten gehen auf das Konto von internationalen Streitkräften der Nato, USA, Deutschland und Grossbritannien. Bild: EPA/EPA

Mehrheit der getöteten Zivilisten in Afghanistan geht nicht auf das Konto der Taliban

Ein Bericht enthüllt, dass internationale Streitkräfte in Afghanistan mehr Zivilisten töten als die Taliban und der «IS» zusammen.



Am Mittwoch legte die UNO in einem Bericht offen, dass von den USA unterstützte Kriegstruppen im laufenden Jahr mehr afghanische Zivilisten getötet haben als die Taliban und andere bewaffnete Anti-Regierungsgruppen.

Laut dem Bericht der Hilfsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) haben die «regierungsfreundlichen Kräfte», darunter die Nato, afghanische und internationale Truppen, in den ersten drei Monaten dieses Jahres 305 Zivilisten getötet. Im Vergleicht dazu kamen 227 Zivilisten durch «regierungsfeindliche Kräfte» wie die Taliban oder den «IS» zu Tode.

Tadamichi Yamamoto, der Leiter der UN-Hilfsmission in Afghanistan, sagte: «Eine schockierende Zahl von Zivilisten wird weiterhin jeden Tag getötet und verstümmelt.» Er forderte alle Parteien ausdrücklich auf, die Zivilbevölkerung aus dem Visier zu nehmen. Um die Zahl der Todesopfer zu minimieren, brauche es jetzt Sofortmassnahmen bei Luftangriffen, so Yamamoto.

Denn die meisten zivilen Opfer sterben durch Luftoperationen. Im Bericht heisst es, dass im ersten Quartal des laufenden Jahres 43 Luftoperationen durchgeführt wurden. Diese haben 145 Zivilisten das Leben gekostet. Bei der Hälfte der zivilen Opfer handelte es sich um Frauen und Kinder.

epa07458602 People carry the bodies (in truck) of the civilians who they claim have been killed by airstrikes in Kunduz, Afghanistan, 23 March 2019. At least 13 civilians including women and children were killed in the incident. Civilian casualties in airstrikes by NATO's combat mission in Afghanistan or by the Afghan forces have sparked strong criticism among the people of a country ravaged by war since 2001.  EPA/STRINGER

Bewohner von Kunduz fahren Ende März 2019 in einem Truck die Leichen von 13 Zivilisten durch die Stadt, die bei einem Nato-Luftangriff ums Leben kamen. Bild: EPA/EPA

Weiter starben bei Suchaktionen 102 Zivilisten. Die Mehrheit dieser Suchaktionen wurde vom afghanischen Geheimdienst durchgeführt, der von den USA, Grossbritannien und Deutschland finanziert wird. Im UNO-Bericht wurde die Besorgnis darüber geäussert, dass diese Kräfte ausserhalb ihrer Befehlskette und ungestraft zu handeln scheinen.

Der Sprecher der US-Streitkräfte in Afghanistan, Dave Butler, sagte gegenüber dem Nachrichtensender Al Jazeera: «Wir behalten uns das Recht auf Selbstverteidigung unserer Streitkräfte sowie der afghanischen Sicherheitskräfte vor. Der beste Weg, das Leiden von Zivilisten zu beenden, ist, die Kämpfe durch eine vereinbarte Reduzierung der Gewalt auf allen Seiten zu beenden.»

Für einige enthüllt der UNO-Bericht nichts Überraschendes. Emran Feroz, ein österreichisch-afghanischer Journalist, schrieb auf Twitter: «In Afghanistan töten Luftangriffe, Drohneneinsätze und brutale Nachtangriffe in diesen Tagen mehr Zivilisten als jede aufständische Gruppe. Für diejenigen, die schon länger auf diesem Feld recherchieren, ist das keine Überraschung.»

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107Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kampfsalami 25.04.2019 13:33
    Highlight Highlight Anstatt Bomben, könnte man doch einfach mal Spielsachen Kleider Saatgut etc. abwerfen. Auch ein gedrillter Kindersoldat wird der Versuchung nicht widerstehen, können in einen rumliegenden Ball zu treten.
    Der Bauer wird das Saatgut dankend annehmen.
    Natürlich, die Bösen verschwinden nicht einfach so.
    Aber wie wirkt es sich aus, wenn man seinen Kindern erzählt, es seine Hilfsgüter vom Himmel gefallen, anstatt Bomben? Ja ja ich weiss, ich bin ein Utopist und vielleicht auch ein wenig Naiv. Aber Krieg ist Scheisse! So richtig richtig fest! Es MUSS doch irgendwie auch anders gehen!
    • Basti Spiesser 25.04.2019 14:18
      Highlight Highlight Muss ja, nur will das niemand. Krieg bringt Geld und Wachstum.
    • Dr no 25.04.2019 16:57
      Highlight Highlight dir ist aber schon klar, dass von den Sowets als Bomben getarnte Spielsachen abgeworfen worden sind in Afghanistan ?
    • Saraina 25.04.2019 17:48
      Highlight Highlight Spielsachen haben damals die Russen abgeworfen. Die waren aber verkappte Minen, die bei Berührung explodierten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • malu 64 25.04.2019 12:53
    Highlight Highlight Generationen wird dadurch der Hass gegen den Westen eingeimpft. Die Taliban freust!
  • Wander Kern 25.04.2019 12:28
    Highlight Highlight Die Zahlen erschrecken mich weniger, als die Tatsacht, dass viele Menschen noch immer glauben, man könne einen sauberen Krieg ohne zivile Opfer führen.
  • Nik G. 25.04.2019 11:29
    Highlight Highlight Ich veruteile den Drohnenkrieg usw. trotzdem muss man dies immer auch relativ betrachten. Terroristen verstecken sich häufig bei den Zivilisten oder in schützenswerten Gebäuden, sodass bei einem Angriff genau Zivilisten oder solche Gebäude getötet oder zerstört werden. Wir durch die Hamas schon seit Jahren praktiziert und von der IS seit kurzen. Die Taliban sind vermutlich kein Deut besser.
    • Basti Spiesser 25.04.2019 11:44
      Highlight Highlight Kann auch eine Propaganda Ausrede sein, um die Opfer zu beschönigen. Der Westen hat in Afghanistan nichts verloren Punkt.
    • Nik G. 25.04.2019 13:30
      Highlight Highlight Das ist ein anderes Thema. Ob ein Einmischen in Kriegsländer durch den Westen, Russland China oder wer auch immer gut ist oder nicht.
      Ich möchte nicht irgendwas beschönigen sondern nur damit sagen, dass im Krieg immer dreckig gespielt wird und solche Zahlen meist eine Seite als böse darstellen.
    • Basti Spiesser 25.04.2019 14:17
      Highlight Highlight @Nik stimmt, die Pressecist aber grundsätzlich auf der Seite der „Guten“.
    Weitere Antworten anzeigen
  • just sayin' 25.04.2019 11:28
    Highlight Highlight "Ein Bericht enthüllt, dass internationale Streitkräfte in Afghanistan mehr Zivilisten tötet als die Taliban und der IS zusammen."

    hmmm... irgendetwas stimmt hier nicht.

    liest man den unama report kommt man nicht zu diesem schluss. so beschreibt die folgende statistik (aus dem unama report), dass internationale streitkräfte 146 zivilisten getötet haben - daesh/is/taliban 216 zivilisten getötet haben.

    @watson?
    klärung bitte?

    Benutzer Bild
    • Pablo Escobar 25.04.2019 14:24
      Highlight Highlight @just sayin'

      Kannst du mir sagen wer diesen Report gemacht hat? Ist er wirklich unabhängig?
    • just sayin' 25.04.2019 21:13
      Highlight Highlight der report kommt von der un
    • Pablo Escobar 26.04.2019 09:21
      Highlight Highlight Ist das diese Organisation, bei der 5 Nationen (unteranderem USA, UK und Frankreich) mehrbesser sind als die anderen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • HansHoni 25.04.2019 10:59
    Highlight Highlight Ich verstehe die Relativierungen in den Kommentaren nicht. Ich finds gut, wenn das so thematisiert wird. Der Anspruch des Westens muss sein, keine (!) zivilen Opfer zu verursachen. Hier wird offensichtlich zu leichtfertig gehandelt. Gut, dass das jemand betont. Hier einfach die eine gegen die andere Seite aufzurechnen (und noch den Anteil der Bösen (sic!) die man erwischt hat, als weitere Grösse hinzuzunehmen), ist einfach achli blöd.
  • Bangarang 25.04.2019 09:55
    Highlight Highlight Jedes Mädchen dass aufgrund der Taliban nicht in die Schule kann, ist ein totes Mädchen.

    Das sind Hunderttausende ...
    • Wander Kern 25.04.2019 11:38
      Highlight Highlight Du setzt Tötung mit der Verweigerung von Bildung gleich?
  • Ich_bin_ich 25.04.2019 09:14
    Highlight Highlight Dann könnte man ja alle Truppen abziehen, Gelder streichen und die Taliban wieder machen lassen...
    Die waren ja eher weniger für Terroranschläge bekannt und die ein zwei neuen Terrorcamps in den Bergen wird die Welt auch verkraften...

    Das wollen die Kritiker ja oder nicht?
    Verstehe das Problem nicht wenn die Lösung so einfach wäre...
    • PaLve! 25.04.2019 11:07
      Highlight Highlight Wann haben denn die Terroranschägr begonnen?
      Vor oder nach dem Eingriff ausländischer Mächte?
    • Ich_bin_ich 25.04.2019 12:30
      Highlight Highlight @PaLve
      Na also, dann sollte sofortiger Truppenabzug und Einstellung sämtlicher Zahlungen kein Problem sein sondern die Lösung des Problems...
    • PaLve! 25.04.2019 14:55
      Highlight Highlight Ja, genau so ist es. Die Finger draus halten, die Alternativen konnten wir jahrelang beobachten
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 25.04.2019 08:44
    Highlight Highlight Abgesehen davon, dass der Bericht nichts enthüllt was man nicht schon seit über 10 Jahren wissen konnte, wenn man wollte, nervt mich folgendes unglaublich. Immer liest man „Bei der Hälfte der zivilen Opfer handelte es sich um Frauen und Kinder.“ Sind also alle Männer sofort Kombattanten? Alle Freiwild, weil es Männer sind? Damit übernehmt ihr letzten Endes die Regel der Friedensmacht USA, wonach alle Männer ab 16 Jahren automatisch als Kämpfer gelten, wenn in der Nähe eine Bombe einschlängt.

    Unfassbar Menschenverachtend, findet ihr nicht liebes Watson Team?
    • Fandall 25.04.2019 11:59
      Highlight Highlight Männer werden schon seit jeher als das entbehrliche Geschlecht.
      "Frauen und Kinder zuerst" kommt nicht von ungefähr. Ist durch 2 verbundene Hauptgründe erklärt: Männer können in kurzer Zeit mehrere Frauen schwängern, somit "braucht" es weniger Männer als Frauen um die Spezies zu erhalten, also sind Frauen rein biologisch wertvoller. Zweitens gehen Männer überdurchschnittlich mehr tödliche Risiken ein als Frauen (Extremsport, gefährliche Arbeiten, Militär, Motorradfahren, etc.), zeigen also auch von sich aus mehr Verachtung vor dem Tod, was wiederum deren Leben weniger Wert erscheinen lässt.
    • Wander Kern 25.04.2019 13:48
      Highlight Highlight Du machst einen logischen Fehlschluss. Von Frau/Kind -> Nichtkämpfer kann man nicht auf Mann->Kämpfer schliessen, sondern auf Kämpfer->Mann.
  • Dr no 25.04.2019 08:35
    Highlight Highlight "Weiter starben bei Suchaktionen 102 Zivilisten. Die Mehrheit dieser Suchaktionen wurden vom afghanischen Geheimdienst durchgeführt," Was genau ist nun der Fehler des "Westens" dabei?
    • Basti Spiesser 25.04.2019 10:09
      Highlight Highlight Der beginnt irgendwo vir dem Kolonialzeitalter...
  • Edward Espe Brown 25.04.2019 07:58
    Highlight Highlight Wie sieht denn die “Feind töten/Zivilist töten” Ratio aus?
    Auf wieviel getötete Böse kamen denn diese Anzahl zivilen Opfer.
    Waren es „Zivilisten“ die sich im Umfeld von „Bösen“ aufhielten.
    227 bei den einen zu 305 bei den anderen ist jetzt nicht ein so großer Unterschied. Zumal noch 49 zu verteilen wären, bei denen nicht klar ist, von wem sie getötet wurden.
  • borael 25.04.2019 07:55
    Highlight Highlight Zählen da nur die grossen Anschläge oder ist da mit eingerechnet, wenn die Taliban oder Daesh in ein Dorf kommen und einfach mal ein paar Leute mitnehmen, foltern oder umbringen? Solche Vorfälle schaffen es ja selten in die Medien.
    Die Regierung und das Militär schaffen es nicht die Bevölkerung zu schützen, im Gegenteil...
    Jeder Tote ist einer zu viel, egal wer der Mörder war.

  • Max Dick 25.04.2019 07:43
    Highlight Highlight Ich traue nur den Statistiken, die ich selber gefälscht habe. Ist denn die Statistik Januar-April 2019 ein statistischer Ausreisser, oder ist es regelmässig so? Wie wird Zivilist definiert? Zählen die 7 Frauen eines Taliban-Kdt, die bei einem Drohnenangriff mitgetötet werden, als Zivilisten oder nicht? Wieviele Zivilisten würden denn die Taliban töten, wenn die internationalen Streitkräfte gar nicht vor Ort wären?
  • Quecksalber 25.04.2019 07:34
    Highlight Highlight Bevor ich mich empöre: gibt es Vergleichszahlen, wenigstens von 2018? Die Zahl scheint eher tief zu sein und spricht mehr für eine Beruhigung der Konflikte als für Terror durch den Westen. Vermutlich gab es mehr Verkehrstote und Opfer von Gewaltverbrechen.
  • Asmodeus 25.04.2019 07:03
    Highlight Highlight Ich bin überrascht und schockiert und in erster Linie sarkastisch.

    Der Bericht bestätigt nur, was man schon lange wusste.

    Und genau durch das Ermorden dieser Zivilisten basteln wir uns die nächsten Terroristen.
    • Herr J. 25.04.2019 11:08
      Highlight Highlight Was ist denn die Alternative? Die Radikalen einfach machen lassen, damit sie das Land wieder in die Steinzeit zurückführen können wie vor 2001? Ohne Schulbildung für Mädchen, ohne irgendwelche Freiheiten?
      Die Haltung, man bastle sich neue Terroristen durch Eingreifen in einen Konflikt ist sowas von hanebüchen. Haben die Briten und Amis in D 1945 etwa neue Nazi-Terroristen gezüchtet?
    • Asmodeus 25.04.2019 11:32
      Highlight Highlight Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Amis auch 1960 noch deutsche Städte bombardiert oder Deutsche über den Haufen geschossen hätten.
    • Basti Spiesser 25.04.2019 11:46
      Highlight Highlight @herr J. Wurde es durch den Eingriff des Westens besser?
  • no-Name 25.04.2019 07:03
    Highlight Highlight Ach nee jetzt. Ich dachte immer ein paar frustrierte radikalisierte ex Hauptschüler seien an gestohlenen Waffen, Messer und rostigen Karabiner viel effizienter als hochmodern ausgerüstete Spezialeinheiten.

    Ob Zivile Opfer oder militärische ist bis heute nicht relevant. Nicht das ich das gut fände. Wird halt unter Colateralschaden abgebucht.

    Wie schön. Zu Radiohead auf der Kommentarspalte von Watson über menschen schreiben als wären es PET-Flaschen. Am morgen früh. Wird ein toller Tag heute. 😒
  • Nelson Muntz 25.04.2019 06:45
    Highlight Highlight Wobei die Terroristen wohl gezielt Zivilisten töten...
    • Basti Spiesser 25.04.2019 10:11
      Highlight Highlight Und die Streitkräfte haben, seit Chelsea Manning die veröffentlicht hat, natürlich damit aufgehört.
  • Ichwillauchwassagenbitte 25.04.2019 06:43
    Highlight Highlight Diese Tatsachen als”pikant” zu bezeichnen hört sich zynisch an. Da geht es ja immerhin um Menschenleben. Ich bin sicher das war so nicht beabsichtigt und vermute falsche Wortwahl.
  • covfefe2go 25.04.2019 06:38
    Highlight Highlight Und dann wundern wir uns wenn sich die Bevölkerung gegen uns stellt und zum IS konvertiert...
    • Dr no 25.04.2019 12:09
      Highlight Highlight genau. die Bevölkerung will ja viel lieber unter dem Regime der Taliban oder des IS leben
  • Triple A 25.04.2019 06:32
    Highlight Highlight ... und ich Idiot dachte, die USA seien dort, um die Zivilbevölkerung zu schützen! Wieder etwas gelernt.
    • Asmodeus 25.04.2019 07:05
      Highlight Highlight Du hast "politische Interessen" und "Öl" falsch geschrieben.
    • Max Dick 25.04.2019 07:45
      Highlight Highlight War nie das erklärte Ziel. USA sind nach 9/11 reingegangen um zu verhindern, dass von dort aus weitere Anschläge gegen die USA orchestriert werden.
    • Pablo Escobar 25.04.2019 08:35
      Highlight Highlight @Max Dick
      Die Attentäter von 9/11 kommen aber nicht aus Afghanistan.

      Länder bombardieren Terrorismus zu bekämpfen ist meiner Meinung nach nicht wirklich Sinnvoll. Durch die vielen toten Familienangehörigen durch US-Bomben entstehen eher neue Terroristen, als sie verschwinden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skeptischer Optimist 25.04.2019 06:27
    Highlight Highlight Imperien auf dem Abstieg sind immer brutal.
    • obk 25.04.2019 07:39
      Highlight Highlight Im Gegensatz zu denen die aufsteigen? Das hat viel mehr mit gesellschaftlich/kulturellen Zusammenhängen zu tun. Und immer gleich vom Abstieg und Kollaps der USA (so interpretiere ich Ihren Kommentar) auszugehen ist auch reine Polemik.
    • Saraina 25.04.2019 07:55
      Highlight Highlight Imperien auf dem Aufstieg allerdings auch.
  • AquaeHelveticae 25.04.2019 06:21
    Highlight Highlight Eine kleine, aber nicht irrelevante, Ergänzung: Die aktuelle Statistik ist die erste, in welcher die Afghanische Regierung und seine Verbündeten mehr Zivilisten auf dem Gewissen haben als die Terroristen.
    Das macht die Sache nicht besser. Beim lesen des Artikels könnte man jedoch den Eindruck gewinnen, dass dies der Standard ist und die Terroristen das kleinere Übel für die Bevölkerung darstellen.
    • loquito 25.04.2019 07:47
      Highlight Highlight Terroristen gibt es hauptsächlich wrgen der westlichen Invasion....
    • AquaeHelveticae 25.04.2019 09:56
      Highlight Highlight Einen positiven Einfluss haben Interventionen wohl tatsächlich selten.
      Aber die Schuld nur dem Westen zuzuschieben ist zu einfach. Man denke nur mal an den Iran. Auch wenn der Schah ohne Zweifel ein vom Westen gestützter Diktator war kamen die Terroristen erst nach der Islamischen Revolution.
    • Perpetual 25.04.2019 10:48
      Highlight Highlight Eine kleine, aber nicht irrelevante, Ergänzung: Das grösste Übel begann mit dem Einmarsch der Amerikaner in Afghanistan welches hundertausende von Opfern forderte und mindestens genausoviele Leute von Ihrer Heimat vertrieben hat. Und nebenbei hat man noch in den Internierungslagern mit Misshandlungen und lebensverachtenden Umständen die perfekte Brutstätte für extremisten geboten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wasihrnichtsagt 25.04.2019 06:13
    Highlight Highlight Chirurgische Kriegsführung... no comment, aber gut, dass so was mal ausgewiesen und diskutiert wird.
  • Seraphino 25.04.2019 05:48
    Highlight Highlight So produziert man Terrorismus um noch mehr Waffen verkaufen zu können. Ein grausames Geschäftsmodell 😢
  • Dirk Leinher 25.04.2019 05:35
    Highlight Highlight Das nennt man dann die "Verteidigung westlicher Werte" und ist noch stolz darauf.
    • Herr J. 25.04.2019 11:35
      Highlight Highlight Und was ist die Alternative? Nichtstun und zugucken wie die Werte der Taliban sich durchsetzen?
      Der Selbsthass des Westens ist bei manchen schon fast pathologisch.
    • Saraina 25.04.2019 13:17
      Highlight Highlight Na ja die Werte der Chinesen sind ja auch nicht unsere. Aber dort marschiert niemand ein, und fliegen keine Drohnen um die Tibeter, Uiguren und ausgebeuteten Billiglöhner zu beschützen..,
  • Astrogator 25.04.2019 05:21
    Highlight Highlight Ich habe mal gelesen, dass es mit dem monatlichen Budget der USA alleine für Afghanistan möglich wäre der gesamten Erdbevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Ob der Rückhalt für Terrorismus gegen die USA und andere westliche Länder auch so gross wäre?

    Die Frage kann jeder für sich selbst beantworten. Und wer sich über Flüchtlingsströme aufregt sieht hier einen gewichtigen Grund dafür.

    • mrmikech 25.04.2019 07:03
      Highlight Highlight In viele Amerikanische städte gibt es sogar kein sauberes trinkwasser. Für die USA war krieg schon immer wichtiger. Ist halt die grösste industrie = $$$.
    • Dr no 25.04.2019 08:33
      Highlight Highlight Quelle ? Ist immer etwas schwierig mit "ich habe mal gelesen"
      Also du meinst wenn alle sauberes Trinkwasser haben, dann werden die Terroristen aufhören Anschläge zu machen ?
    • Astrogator 25.04.2019 10:06
      Highlight Highlight @Dr. No: Ich weiss die Quelle nicht mehr.

      Ich denke nicht, dass Terrorismus ganz aufhören würde. Aber als Familienangehöriger von unschuldig getöteten tendierst du wohl eher dazu Terrorismus wenigstens zu dulden als ein Familienangehöriger dessen Kinder gesund aufwachsen weil ihnen die USA im Dorf einen Brunnen mit sauberem Wasser gebohrt haben.
  • Mad Heidi 25.04.2019 05:20
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, was ich für eine Meinung zu Afghanistan haben soll. Ich bin gegen jeden Krieg, aber Taliban oder IS darf auch kein Vorschub gewährt werden. Item. Bei diesem Artikel tauchen bei mir doch einige Fragen auf:

    - "internationale Streitkräfte" (Lead) sind nicht dasselbe wie "pro government forces" (Afghan National Security Forces: 400'000 pax, NATO: 16'000 pax).

    - Wenn 145 von 581 Zivilisten bei Luftangriffen sterben, sind es dann "die meisten"? Nur, wenn man plötzlich grosszügig die Taliban-Opfer ausblendet, weil's grad in den Kram passt.

    Mit Zahlen lässt sich leicht lügen ...

    • bcZcity 25.04.2019 07:12
      Highlight Highlight Vor allem setzten die gemäss Berichten, gezielt Kinder als Schutzschilde ein! Die opfern also Kinder um danach mit deren Leichen für ihre Sache anzustacheln. Liebe Leute, der Westen hat viel, sehr viel Dreck am Stecken. Aber alles hat immer zwei Seiten!
    • Zingoo 25.04.2019 08:35
      Highlight Highlight Taliban und IS sind aber durch die Amerikaner und deren Verbündeten gegründet worden!!
    • Jein 25.04.2019 08:37
      Highlight Highlight Der Vergleich zu 2018 ist auch interessant, 6% der zivilen Opfer wurden von int. Streitkräften verursacht, im Vergleich zu 63% durch Taliban & Daesh.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerRaucher 25.04.2019 05:03
    Highlight Highlight Überrascht wenig. Die Meinung gegenüber dem Westen dort kommt nicht von ungefähr.
  • Militia 25.04.2019 04:58
    Highlight Highlight Aber der Westen gehört doch zu den Guten!? Machen wir uns doch nichts vor, es ist ein Teufelskreis. Solche Sachen geschehen, wenn sich ausländische Kräfte einmischen. Zuschauen andererseits kann es oftmals auch nicht sein, wie div. Beispiele aus Afrika zeigen. Ist halt geopolitisch nicht so spannend.
    Wäre noch interessant zu wissen, wie hoch die Zahl während Obamas Drohnenkrieg war.
    • Nick Name 25.04.2019 08:58
      Highlight Highlight Krieg ist grausam. Und jede Handlung ist ein Abwägen von Ungewissem.

      Ist es besser (für wen? ...), eine Region einem menschenverachtendem und grausamen Regime zu überlassen oder zu versuchen einzugreifen?

      Oder auf die Aussage «solche Sachen geschehen, wenn sich ausländische Kräfte einmischen» bezogen:
      Welche Sachen geschehen denn, wenn sich niemand einmischt?
    • Eh Doch 25.04.2019 09:00
      Highlight Highlight Mit Afrika meinst du das Massaker in Uganda?
      Falls ja, Afrika wurde so lange kolonialisiert, ethnische Gruppen plötzlich bevorzugt, dass die Krise logisch scheint. Trotzdem hat man sich dort ja eben durch Kolonialisierung eingemischt..
    • Militia 25.04.2019 13:20
      Highlight Highlight Genau das ist die Frage. Mischt man sich in fremde Angelegenheiten ein ist es sicher nicht ok, wenn man zuschaut riskiert man unter Umständen einen Völkermord wie in Ruanda. Die Sache ist eben nicht so eindeutig wie manche es gerne hätten.
    Weitere Antworten anzeigen

«IS»-Terroristen nutzen Chaos nach türkischer Invasion

In Nordsyrien mehren sich seit Beginn der türkischen Offensive Berichte von Aktionen der Terrormiliz «IS». Mehrere Extremisten sollen aus einem Gefängnis ausgebrochen sein, zwei Bombenanschläge wurden gemeldet.

Experten und Beobachter hatten vor diesem Szenario gewarnt: Wenn die Amerikaner aus Nordsyrien abziehen und die Türkei gegen die syrischen Kurden vorrückt, droht die Terrormiliz «IS» wieder an Stärke zu gewinnen. Nun scheint es, als könnten diese Befürchtungen wahr werden.

Seit dem Beginn der türkischen Militäroffensive gegen die kurdische Miliz YPG im Nordosten Syriens mehren sich Berichte, wonach die Dschihadisten die Gunst der Stunde zu nutzen versuchen. In der Stadt Kamischli an der …

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