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Der Walhai ernährt sich von Plankton und anderen Kleinstlebewesen. Auch er ist vom drastischen Rückgang der Planktonproduktion betroffen.  Bild: shutterstock

Das Nahrungsnetz der Ozeane droht zu kollabieren – Forscher stehen vor einem Rätsel



Um das Nahrungsnetz der Ozeane steht es nicht gut. Kanadische Forscher haben festgestellt, dass die Planktonproduktion in den letzten vier Jahren massiv abgenommen hat. Über mögliche Ursachen konnten noch keine Erkenntnisse gewonnen werden, wie CBS News berichtet.

Phytoplankton und Zooplankton – pflanzliches und tierisches Plankton – sind zwar nur extrem winzige Pflanzen und andere Organismen, aber ihr Einfluss auf die Meere ist gewaltig. Sie bilden die Grundlage des Nahrungssystems. Sämtliche Lebewesen in den Ozeanen sind von ihnen abhängig. 

Pierre Pepin, ein Forscher vom kanadischen Ministerium für Fischerei und Ozeane (DFO), ist besorgt: «[Das Plankton] bestimmt tatsächlich, was passieren wird, wie viel Energie für den Rest der Nahrungskette zur Verfügung steht.» 

Fast 50 Prozent weniger Planktonproduktion

Messungen zum Planktongehalt in den Gewässern rund um Neufundland und Labrador haben einen Rückgang von fast 50 Prozent der Biomasse ergeben. Die Abnahme ist aber nicht nur in Kanada, sondern auch weltweit zu beobachten. 

«Wenn das so weitergeht, in unserem Fall schon drei oder vier Jahre, dann fangen zumindest kleine Alarmglocken an zu läuten», sagt Pepin. Zu den Ursachen ist bislang nichts bekannt. Eines ist aber sicher: Das Nahrungsnetz in den Ozeanen wird sich grundlegend verändern. Gemäss dem Forscher lässt es sich nur schwer abschätzen, wie lange es dauert, bis die Auswirkungen erkennbar sind.

Das Ministerium für Fischerei und Ozeane (DFO) ist unter anderem zuständig für die Bewirtschaftung von Fischbeständen und den Schutz der Meere. Ohne die Ursachen des Planktonrückgangs zu kennen, ist es allerdings schwierig, konkrete Massnahmen zu ergreifen. «Es ist eine echte Herausforderung», sagt Pepin. (vom)

Plastikmüll im Meer:

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77Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Johnn 24.12.2018 16:03
    Highlight Highlight Das Problem ist schon mehrere Jahrzehnte bekannt! Wenn alles kollabiert ist, kommen wir gezwungenermassen zur Vernunft!
  • Toerpe Zwerg 24.12.2018 14:00
    Highlight Highlight Wozu braucht es Wissenschaft? Die Kommentarspalte von Watson leistet das per Bauchgefühl.
  • Joe Frangelico 24.12.2018 13:33
    Highlight Highlight Die Evolution war mit der Spezie Mensch total daneben.
    • Toerpe Zwerg 24.12.2018 17:17
      Highlight Highlight Inwiefern?
    • Joe Frangelico 24.12.2018 18:30
      Highlight Highlight Verfolge die Geschichte seit Anfang.
    • Maranothar 24.12.2018 20:13
      Highlight Highlight Daneben würd ich nicht sagen. Es war ein Versuch der fehlschlug und sich nicht nur umständlich beenden lässt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 24.12.2018 11:18
    Highlight Highlight 50%?
    Wenn der Bestand nicht schnell wieder Hochkommt gibts:
    a. Massive Hungersnöte in jenen Gebieten der Erde wo Fisch Grundnahrungsmittel ohne Grosse Alternativen ist (oftmals 3. Welt)
    b. Sauerstoff sinkt da Zusätzlich der Amazonas gerodet wird was mit dem Brazil Trump noch schlimmer wird
  • Töfflifahrer 24.12.2018 10:33
    Highlight Highlight Verschmutzung, Klimaveränder, Übernutzung! Wenn nicht direkt, dann indirekt. Ich würde mal sagen die Wahrscheinlichkeit liegt da bei über 50%.
    Wir scheinen da aktiv auf ein Massenaussterben hinzuwirken, dass wir uns auch gleich mitabschaffen, ist wohl auch zu vermuten. Aber Hauptsache freie Märkte, Gewinnstreben und Boni. Das wirk unsere Enkel sicher freuen.
    • RETO1 24.12.2018 14:20
      Highlight Highlight Dringend nötig wäre eine sofortiger Stopp des explosionsartigen Bevölkerungswachstums
    • lily.mcbean 24.12.2018 14:53
      Highlight Highlight Das der Mensch sich selber ausrottet ist nur zu begrüssen.
      Wir sind der grösste Parasit auf diesem wunderbaren Planeten.
  • Idealist3000 24.12.2018 10:30
    Highlight Highlight Die Wissenschaft lehrt uns,dass solche Prozesse leider nicht linear verlaufen...sondern exponentiell. Das heisst, dass wir damit rechnen müssen, dass die weitere Abnahme brutal schnell sein wird.
  • Jungleböy 24.12.2018 10:29
    Highlight Highlight Wenn man bedenkt wieviele "zufälle" es brauchte um leben auf diesen planeten überhaupt ermöglichen zu können und dann sieht, wie die menschen mit der erde umgehe, fragt man sich was psychologisch gesehen bei uns falsch läuft.
    • Töfflifahrer 24.12.2018 12:04
      Highlight Highlight Gier und Macht sind hier wohl einige Schlüss elworte
    • Toerpe Zwerg 24.12.2018 13:59
      Highlight Highlight Diese Frage ist falsch herum gestellt. Noch nie hat sich ein Lebewesen um die Umwelt geschert.
    • trio 24.12.2018 14:22
      Highlight Highlight @Toerpe Zwerg
      Dann sollten wir aber aufhören, uns so verdammt wichtig zu nehmen! Wenn wir uns nicht um unsere Umwelt kümmern, sind wir nicht besser als irgendeine Haselmaus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • My Senf 24.12.2018 09:48
    Highlight Highlight Ich fragte mich schon ob es wirklich besinnlich wird Ende Jahr. Nein, wir haben da ein neues Weltproblem gefunden.
    Und wer ist schuld? Der Mensch!

    Da wurde letzte Woche für paar Tage der Astroalex in D gefeiert, weil er sich bei seinen ungeborenen Enkel für den Schlamassel den wir anrichten, entschuldigte. Schon vergessen!
    Weiter machen. Tonnen CO2 raushauen. Dieselmotoren verkaufen. Raketen 🚀 mit tausenden Tonnen von Treibstoff ins All schiessen um functional underwear (aus Kunststoff) zu testen. Ach ja, nicht vergessen Böller 🧨 am 1. abzufeuern die Umwelt wird’s uns danken
    En schöne zäme
    • Safado 24.12.2018 16:10
      Highlight Highlight Absolut deiner Meinung. Nur das mit den Böllern am 1. Gbgesehen, dass ich diese auch nicht vermissen würde (geschweige denn; brauch). Aber: 1. denke ich, dass diese nicht ein wesentlicher Faktor vom Problem sind. 2. Viele haben Freude daran. Und 3. Soll diese Sparte in der Herstellung vielen eine Arbeit ermöglichen.
    • My Senf 24.12.2018 21:44
      Highlight Highlight Ebe das ist es ja
      1. es ist kein wesentlicher Faktor
      2. viele haben Freuden daran ..

      Die Welt geht mit unwesentlichen kleinen Dingen und mit Freuden unter 🤪
    • My Senf 25.12.2018 10:14
      Highlight Highlight Und der 3. Punkt ist DAS killerargument!

      So viele Leute (in China 🇨🇳) haben nur deswegen eine Arbeit. Wollen wir wirklich den Planeten retten und dabei Menschen arbeitslos machen?
      Das erzählen ja VW & co. aus dem Nachbarland schon seit Jahrzehnten. Und die Arbeitsplätze bei denen gehen trotzdem zurück und dafür in den USA und China nach oben...
  • Redback 24.12.2018 09:20
    Highlight Highlight Was mich stört ist das der Plastik für alles verantwortlich gemacht wird. Dafür kann der gar nichts dafür. Schuld sind die Menschen die den Abfall achtlos auf die Strasse und ins Meer werfen. Diese sollten auf der Stelle geteert und gefedert werden. Solange der Abfall richtig entsorgt wird, sehe ich da kein so gravierendes Problem.
  • Der kleine Finger 24.12.2018 09:18
    Highlight Highlight Ein Rückgang von fast 50 % und es läuten erst kleine Alarmglocken?
    • _kokolorix 24.12.2018 11:16
      Highlight Highlight Ja, erstaunlich der Gleichmut bei so einem drastischen Ereignis. Man stelle sich vor, die Hälfte der Menschen sterben. Der 2.WK forderte um die 100 Mio Opfer und ist kollektiv als allumfassende Katastrophe in Erinnerung geblieben. Damals gab es rund 3 Mia Menschen.
  • #Technium# 24.12.2018 07:42
    Highlight Highlight Diese Angstmacherei ist ja nichts neues. Auch beim Klima hören wir dies schon ständig. Oft wird völlig unnötig Panikmache gemacht und übertrieben.
    • Klaus07 24.12.2018 09:06
      Highlight Highlight also ist der Rückgang aller Insekten von 75%, der Rückgang des weltweiten Plankton um 50% nur übertrieben und Panikmache?

      1979 veröffentlichte Franz Hohler sein Lied der Weltuntergang. Hab nie gedacht, das dieses Lied einmal real wird. Aber genau das passiert nun.
      Sobald der Nachschub ab Nahrung in der Westlichen Welt einbricht, wird es für die Menschheit sehr ungemütlich.
    • Vergugt 24.12.2018 09:27
      Highlight Highlight Genau! Dann trocknet der Rhein halt nächsten Sommer komplett aus, wieso sollte uns das kümmern?
    • Out of Order 24.12.2018 09:41
      Highlight Highlight Ich hoffe das war pure Ironie. Anonsten empfehle ich Dir einmal zu recherchieren woher unser Sauerstoff kommt und wie das alles zusammenspielt (Plankton, Nahrungskette im Meer, Algen, etc.).

      Wenn du nachher noch der gleichen Ansicht bist, dann bist Du entweder ein ziemlicher Ignorant oder einfach nur dumm.

      Frohe Weihnachten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 24.12.2018 06:18
    Highlight Highlight Und das meinen die wirtschaftsfreundlichen Rechtspopulisten von SVP bis Trump dieser Welt dazu.

    "Fake-News! Lüge! Wir brauchen eine Mauer!" und die Anderen "Was kümmert uns das Meer im Ausland, wenns in St. Gallen einen Bettler auf der Strasse hat!".

    • Julian Roechelt 24.12.2018 07:54
      Highlight Highlight Mein Gott, habt ihr wirklich nichts anderes zu bieten, als diese ewigen "aber die SVP" Reflexe?
      Leute, die keine andere nennenswerte Eigenschaften haben ausser kein SVP-Wähler zu sein, sind keine besondere Bereicherung irgendwelcher Diskussionen.
    • Cédric Wermutstropfen 24.12.2018 08:21
      Highlight Highlight Und was meinst Du dazu?
    • banda69 24.12.2018 08:49
      Highlight Highlight @julian

      Man kann nicht oft genug wiederholen welche Gesinnung die SVP vertritt und dass diese Partei unserem Land und der gemeinen Bevölkerung schadet.

      @wermut
      Mich machen solche Meldungen traurig und ich fühle mich hilflos. Ich finde es aber wichtig darauf hinzuweisen, dass Parteien wie die SVP oder Donald Trump mit ihrer geldgierigen, ignoranten, umwelt- und menschenfeindlichen Politik der Welt schaden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • malu 64 24.12.2018 04:35
    Highlight Highlight Der ach so intelligente und vorausschauende Mensch, zertört die eigene Kugel im Rekordtempo. Aber ändern will niemand etwas, könnte ja unbequem werden.
    • Hades69 24.12.2018 04:59
      Highlight Highlight Iss kein Fisch mehr. Na?
    • Bynaus @final-frontier.ch 24.12.2018 08:02
      Highlight Highlight @Hades69: der meiste Fisch (bei uns) stammt heute aus der Zucht. Aber selbst wenn alles wildfang wäre, wie soll das einen Einfluss auf das Plankton haben?
    • aglio e olio 24.12.2018 08:30
      Highlight Highlight "der meiste Fisch (bei uns) stammt heute aus der Zucht."

      Randinfo: Zuchtfisch wird mit Wildfisch ernährt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 24.12.2018 04:04
    Highlight Highlight Es wird nichts mit der starken Erwärmung und dem vergiften der Meere zu tun haben nehme ich an? Ist jetzt nur so geraten..

    Wie immer wird das Problem komplex sein und alle Besitzstandswahrer werden immer irgendwo einen kleinen ungeklärten Punkt finden um jede Massnahme zu verhindern, die das Problem eindämmen würde. Ein weiteres mal bin ich froh, dass ich keine Kinder in die Welt gesetzt habe.

    Btw, kennt nich jemand den Film Soilent Green?
    • Alienus 24.12.2018 08:17
      Highlight Highlight Ja.

      Bon appétit! !!!!!!!
    • Gubbe 24.12.2018 09:41
      Highlight Highlight Ja. Smaklig måltid. Es könnte fast das heutige fleischähnliche Toffu gewesen sein. Selbst esse ich nichts, was vorher im Wasser lebte. Soll ich jetzt über die Fischesser herziehen?
    • Dogbone 24.12.2018 09:50
      Highlight Highlight Besitzstandwahrer passt! Sie sind das grösste Übel. Lieber soll rundum alles verrecken als dass sie einen Stutz weniger auf dem Konto haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Astrogator 24.12.2018 02:37
    Highlight Highlight SVP-Zanetti wird dazu wohl sagen, das spiele keine Rolle weil er seinen Fisch nicht aus dem Meer holt sondern in der Migros kauft.
    • E7#9 24.12.2018 07:25
      Highlight Highlight Im Gegensatz zu Astrogator, der uns mitteilen möchte: Es spielt keine Rolle was die Ursache ist, aber Zanetti hat Schuld.

      Kleine Frage: Gibt es bei dir ein vegetarisches Weihnachten? Nicht? Ach so, du darfst, weil bei dir ist es etwas anderes. Ok.
    • Astrogator 24.12.2018 07:58
      Highlight Highlight @E7#9: Wo habe ich geschrieben Zanetti sei Schuld? Immer das jammern auf Vorrat von den Rechtspopulisten, so wenig Selbstvertrauen?
    • Bynaus @final-frontier.ch 24.12.2018 08:06
      Highlight Highlight @E7#9: nicht Zanetti allein, sondern die Gruppe von Menschen und ihre Einstellung, die er vertritt: alles ist gut, der Natur gehts gut, wir müssen unseren Lebensstil nicht ändern, Erdöl gibts bis in alle Ewigkeit, nur Bettler und Ausländer machen Probleme. Aber es ist natürlich auch die Mutlosigkeit der politischen Mitte, die Veränderungen verhindert, wie man eben wieder beim CO2 Gesetz gesehen hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triple A 24.12.2018 01:35
    Highlight Highlight Kaum Plankton, kaum Lebewesen im Meer, kaum Nahrung aus dem Meer,... - Der Anfang vom Ende. Mist.
    • Balois 24.12.2018 09:19
      Highlight Highlight Und dann noch das Bienensterben. Scheisse, macht mir schon Angst.
  • redeye70 24.12.2018 01:10
    Highlight Highlight Sicher ist auch hier der Mensch die Ursache dafür.
    • Pisti 24.12.2018 01:44
      Highlight Highlight Und was willst du jetzt damit sagen?
    • Froggr 24.12.2018 04:20
      Highlight Highlight Ist das jetzt nicht reine Spekulation. Aber eben, solange man damit seine eigene Meinung stützt, ists kein Problem gell?
    • Schnurri 24.12.2018 06:43
      Highlight Highlight @Froggr es ist auch reine Spekulation wenn man sagt das es nicht der Menschen wegen ist. aber eben, solange man damit seine eigene Meinung stützt....
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