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A red cross official walks at the site of a bomb explosion in Maiduguri, Nigeria, Friday, July 31, 2015. A woman suicide bomber killed many people at a crowded market early Friday in a blast that thundered across the northeastern Nigerian city of Maiduguri, witnesses said. (AP Photo/Jossy Ola)

Bei einem Anschlag auf einen Busbahnhof im Nordosten Nigerias starben mindestens fünf Personen Bild: Jossy Ola/AP/KEYSTONE

Nigeria: Junge Attentäterin sprengt sich in die Luft und reisst mehrere Menschen mit in den Tod

Ein Mädchen hat sich in Nigeria in die Luft gesprengt – und dabei mehrere Menschen getötet. Hintermänner haben sich bislang nicht zu der Tat bekannt. Zuletzt hatte Boko Haram junge Frauen für Attentate eingesetzt.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Eine junge Selbstmordattentäterin hat im Nordosten Nigerias mehrere Menschen mit in den Tod gerissen. Wie verschiedene Nachrichtenagenturen unter Berufung auf die Polizei berichten, wurden ausserdem Dutzende Personen bei dem Anschlag vor dem Busbahnhof in Damaturu verletzt. Die Angaben über die Zahl der Opfer gehen jedoch auseinander. AFP schreibt von bis zu sechs Toten und über 40 Verletzten, Reuters berichtet über fünf Tote und 30 Verletzte.

Nach Angaben eines Zeugen betrat die junge Frau den Busbahnhof am frühen Morgen. Ihr sei aber der Zutritt verwehrt worden, weil sie sich geweigert habe, sich am Eingang durchsuchen zu lassen. Die Täterin habe den Ort daraufhin verlassen. Neben einem Taxi zündete sie den Angaben zufolge ihren Sprengsatz.

Ein Busfahrer sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg News, die Attentäterin sei etwa zwölf Jahre alt gewesen. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Allerdings erinnert der Anschlag an das Vorgehen von Boko Haram. Die islamistische Terrorgruppe hatte zuletzt vermehrt junge Frauen für Selbstmordanschläge im unruhigen Nordosten des Landes eingesetzt.

Bei einem zweiten Anschlag in einem Aussenbezirk von Damaturu sprengte sich am Dienstag ein Mann in die Luft, wie die Polizei und Zeugen berichteten. Ausser dem Attentäter gab es demnach keine weiteren Toten, ein Mann wurde leicht verletzt.

Neue Offensive gegen Boko Haram

Im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias kämpft Boko Haram seit dem Jahr 2009 gegen den Staat. Allein seit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Muhammadu Buhari Ende Mai wurden in dem Konflikt mehr als tausend Menschen getötet. Insgesamt gab es mindestens 15'000 Todesopfer. In Kürze soll eine multinationale Truppe bestehend aus 8700 Soldaten aus Nigeria, Niger, Kamerun, Benin und dem Tschad den Kampf gegen Boko Haram aufnehmen.

Frankreichs Präsident François Hollande sagte den vom Terror betroffenen Ländern am Dienstag seine Unterstützung zu. Er werde Nigerias Staatschef Buhari in den kommenden Tagen in Paris empfangen, so Hollande bei einem Treffen mit Botschaftern in der französischen Hauptstadt. Er kündigte an, Buhari und seine Kollegen aus Kamerun, Niger und dem Tschad zu einer internationalen Konferenz einzuladen, um über das gemeinsame Vorgehen gegen Boko Haram zu beraten. Hollande weiter: «Wir schulden diesen Ländern unsere unerschütterliche Solidarität, weil es sich um befreundete Staaten handelt und weil es um die Stabilität in ganz Westafrika geht.»

kev/AFP/dpa/Reuters

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