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Korea-Gipfel: Kim Jong Un empfängt seinen (Ex-) Feind Moon Jae In bombastisch

Beim ersten Besuch eines südkoreanischen Präsidenten in Pjöngjang seit elf Jahren geht es darum, die stockenden Verhandlungen zwischen den USA und Nordkorea wieder in Gang zu bringen. Kim Jong Un organisierte einen grossen Empfang für den seltenen Gast.

Kim und seine Frau begrüssten Moon Jae In und dessen Gattin am Dienstag persönlich am Flugzeug, als beide die Rolltreppe herabstiegen. Nordkoreas Machthaber umarmte den südkoreanischen Präsidenten dreimal herzlich.

Hunderte von Nordkoreanern – ausgestattet mit Plastikblumen, nordkoreanischen Nationalfahnen und Wiedervereinigungsflaggen – bejubelten die Begegnung am Flughafen, während eine Militärkapelle schmissige Marschmusik spielte. Auf dem Weg vom Flughafen waren dann Zehntausende Menschen mobilisiert worden, um die Strassen für den Konvoi mit Moon und Kim zu säumen.

Frauen in farbenfrohen traditionellen Gewändern, Männer in den für Nordkorea typischen dunklen Anzügen und Kinder mit Papier- und Plastikblumen sowie Fähnchen jubelten der Fahrzeugkolonne zu, die von einer Motorradstaffel angeführt wurde. Kim und Moon fuhren einen Teil des Weges stehend in einem offenen Mercedes und winkten den Massen zu.

Der Besuch Moons in Pjöngjang ist Teil der Vereinbarungen, die er mit Kim beim wegweisenden Gipfeltreffen im April im Grenzort Panmunjom getroffen hat.

Der dreitägige Korea-Gipfel bietet Moon die Gelegenheit, seine Rolle als Vermittler auszufüllen. Mehr noch: Trump habe Moon gebeten, «ein Hauptverhandler» zu sein, sagte Moons Stabschef Im Jong Seok. Moon sei in der besten Position, den Standpunkt der USA zu vermitteln.

Der Gipfel mit Kim geht einem geplanten Treffen zwischen Moon und Trump am Rande der UN-Vollversammlung noch in diesem Monat in New York voraus. (sda/dpa)

Kim Jong Uns Gefolgsleute machen Notizen

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Wars das? Nordkorea überdenkt Atomgespräche mit den USA

Nach dem gescheiterten Gipfel mit den USA vor zwei Wochen stellt Nordkoreas Führung nach Medienberichten weitere Verhandlungen über ihr Atomwaffenprogramm infrage. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un werde bald eine Erklärung zu seinem künftigen Kurs abgeben.

Nordkorea habe nicht die Absicht, vor den Forderungen der USA, die diese beim Gipfel in Hanoi vorgebracht hätten, einzuknicken, sagte Vize-Aussenministerin Choe Son Hui laut der russischen Agentur Tass am Freitag in Pjöngjang.

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