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Medien: Halbbruder von Kim Jong Un war CIA-Informant

Der in Malaysia ermordete Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un war einem Zeitungsbericht zufolge CIA-Informant. Das «Wall Street Journal» berichtete das am Dienstag unter Berufung auf eine «gut unterrichtete» Quelle.



FILE - This May 4, 2001, file photo shows Kim Jong Nam, exiled half brother of North Korea's leader Kim Jong Un, in Narita, Japan. A U.S. media report says the slain half brother of North Korean leader Kim Jong Un had been a source for the Central Intelligence Agency and traveled to Malaysia to meet his CIA contact before his assassination in Kuala Lumpur International Airport in February 2017. (AP Photos/Shizuo Kambayashi, File)

Der in Ungnade gefallene Halbbruder des Diktators: Kim Jong Nam wurde 2017 in Malaysia ermordet. Bild: AP/AP

Kim Jong Nam habe sich vor seinem Tod mehrfach mit Agenten des US-Auslandsgeheimdienstes getroffen. Kim Jong Nam, der lange als Nachfolger seines Vaters Kim Jong Il galt, war im Februar 2017 am Flughafen von Kuala Lumpur mit dem Nervengift VX verseucht worden und gestorben.

Laut der Quelle des «Wall Street Journal» gab es eine «Verbindung» zwischen Kim Jong Nam und der CIA. Viele Einzelheiten dieser Verbindung seien aber unklar. Dem Bericht zufolge war Kim Jong Nam im Februar 2017 nach Malaysia gereist, um seine CIA-Kontaktperson zu treffen. Möglicherweise sei dieses Treffen aber auch nicht der einzige Zweck der Reise gewesen.

Nach dem Mord waren zwei junge Frauen aus Vietnam und Indonesien festgenommen und vor Gericht gestellt worden. Beide beteuerten, mit einer List von nordkoreanischen Spionen zu dem Angriff gebracht worden zu sein: Sie glaubten demnach, es handele sich um einen Scherz für eine Fernsehsendung. Mittlerweile hat die malaysische Staatsanwaltschaft die Mordvorwürfe fallengelassen und beide Frauen freigelassen.

Der Mord ist bis heute rätselhaft. Vier verdächtige Nordkoreaner flohen kurz nach der Tat aus Malaysia. Südkorea macht Nordkorea für den Mord an Kims Halbbruder verantwortlich, was Pjöngjang zurückweist.

Kim Jong Nam war bei der nordkoreanischen Führung in Ungnade gefallen - vermutlich nachdem er 2001 mit falschem Pass nach Japan eingereist war, um das Disneyland in Tokio zu besuchen.

Seitdem lebte er im Ausland, die meiste Zeit davon in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao. 2011 kritisierte er im Interview mit einer japanischen Zeitung die dynastisch geprägte Nachfolge an der Spitze Nordkoreas.

Das «Wall Street Journal» schrieb unter Berufung auf mehrere frühere US-Regierungsvertreter, Kim Jong Nam sei vermutlich nicht in der Lage gewesen, der CIA Einzelheiten über die «inneren Abläufe» Nordkoreas zu verraten. Er habe zu lange im Ausland gelebt und vermutlich auch keine «Machtbasis» in Nordkorea gehabt. (bzbasel.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Namenloses Elend 11.06.2019 15:53
    Highlight Highlight Da stellt sich die Frage welche Regierung den Typen wohl loswerden wollte? Die Amis oder der dicke Kim?

    • dä dingsbums 11.06.2019 16:13
      Highlight Highlight Keine Frage, Kim.

      So machen das Despoten. Jede Gefahr für die eigene Macht muss ausgeschaltet werden, sei sie noch so klein oder weit weg. Siehe Stalin und Trotzki.
    • Markus97 11.06.2019 16:36
      Highlight Highlight Man kann die Amis für dämlich halten. Aber Nervengas auf einem Öffentlichen Flughafen ist einfach zu bescheuert. Das traue ich ihnen nicht zu.
    • Liselote Meier 11.06.2019 17:21
      Highlight Highlight Der Vergleich hinkt gewaltig ein Trotzki hatte einen ziemlichen Einfluss auf die Sowjetunion und die Komintern, alleine durch seine Schriften. Der war eine ernsthafte Gefahr für die sowjetische Bürokratie.

      Der Einfluss eines Kim Jong Un ist im Vergleich, nicht vorhanden.


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