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Sharbat Gula, an Afghan woman, is seen in this undated handout picture in Peshawar, Pakistan released on October 26, 2016. Pakistan Federal Investigation Agency (FIA)/Handout via Reuters ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. FOR EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVE.

So sieht das «Mädchen mit den grünen Augen» heute aus: Sharbat Gula in Peshawar, Pakistan. Bild: HANDOUT/REUTERS

Pakistan schiebt das «Mädchen mit den grünen Augen» ab



Die pakistanischen Behörden haben die durch ein Pressefoto weltberühmt gewordene Afghanin Sharbat Gula in ihre Heimat abgeschoben. Die 45-Jährige wurde nach kurzer Inhaftierung wegen falscher Ausweispapiere in der Nacht zum Mittwoch nach Afghanistan gebracht.

Gula sei von ihren vier Kindern begleitet worden, sagte ein Beamter in der Grenzstadt Torkham.

Als «Mädchen mit den grünen Augen» war Gula vor drei Jahrzehnten durch ein Titelbild des Magazins «National Geographic» bekannt geworden. Die pakistanischen Behörden hatten sie im vergangenen Monat beschuldigt, unter einem falschen Namen illegal pakistanische Ausweispapiere erworben zu haben.

«Afghanistan war nur mein Geburtsland, aber Pakistan ist meine Heimat.»

Sharbat Gula

Gula hatte vergangene Woche gesagt, die bevorstehende Abschiebung breche ihr das Herz. «Afghanistan war nur mein Geburtsland, aber Pakistan ist meine Heimat», sagte sie. «Ich will in Pakistan leben und sterben.» Die Abschiebung sei für sie «die schlimmste Sache». Nach eigenen Angaben kam sie als Kind Anfang der 80er Jahre nach Pakistan.

Das Foto des damals zwölfjährigen «Mädchens mit den grünen Augen» war um die Welt gegangen. Ihr Bild stand für die Not afghanischer Flüchtlinge, die in Pakistan eine freundliche Aufnahme fanden. Gula war 1984 während der sowjetischen Besetzung Afghanistans von dem Fotografen Steve McCurry in einem Flüchtlingslager in Pakistan fotografiert worden.

Insgesamt sind nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks 1.4 Millionen afghanische Flüchtlinge in Pakistan registriert. Hinzu kommen schätzungsweise eine Million nicht registrierter Flüchtlinge. Die Regierung in Islamabad versucht seit Jahren den Druck auf die Flüchtlinge zu erhöhen, in ihre Heimat zurückzukehren. (gin/sda/afp)

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