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Pakistan richtet 9 Menschen hin – unter ihnen 4 Brüder



Die pakistanische Regierung hat vier Brüder wegen Mordes hinrichten lassen. Die Häftlinge gehörten zu insgesamt neun Menschen, die am Dienstag in der ostpakistanischen Provinz Punjab gehängt worden seien, hiess es aus dem Innenministerium.

epa04971825 Human rights activists hold placards during a rally against death penalty, in Peshawar, Pakistan, 10 October 2015. International rights groups and local activists have been pushing the government to reintroduce the moratorium, calling capital punishment a breach of fundamental rights. Government of Pakistan resumed hangings in December after the Taliban stormed a school and killed 150 people, mostly students. Around 240 convicts have been executed since then, the Human Rights Commission of Pakistan said. The country for years had a moratorium on executions, leaving over 8,000 death row prisoners according to the Interior Ministry.  EPA/ARSHAD ARBAB

Aktivisten protestierten am 10. Oktober in Peshawar gegen die Todesstrafe.
Bild: ARSHAD ARBAB/EPA/KEYSTONE

Die Regierung hatte Ende vergangenen Jahres ein Moratorium auf die Todesstrafe aufgehoben. Sie reagierte damit auf einen Angriff der pakistanischen Taliban (TTP) auf eine Schule in der Stadt Peshawar im Nordwesten des Landes. Dabei waren mehr als 150 Menschen ums Leben gekommen, die meisten davon Kinder.

Seit der Wiederaufnahme der Hinrichtungen sind mehr als 250 Häftlinge gehängt worden. Die meisten davon waren wegen Mordes und nicht wegen Terrorismus verurteilt worden. Nach Regierungsangaben sind rund 8500 zum Tode verurteilte Häftlinge in pakistanischen Gefängnissen. Trotz internationaler Proteste sollen die Urteile vollstreckt werden.

(sda/dpa)

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