International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

70 Menschen bei Anschlag auf Schrein in Pakistan getötet



Pakistani hospital staff make arrangements outside an emergency ward for the victims of suicide bombing at a famous shrine in interior Sind province, in Karachi, Pakistan. Thursday, Feb. 16, 2017. An Islamic State suicide bomber targeted worshippers at a famous shrine in southern Pakistan on Thursday, killing dozens of people and wounding others, officials said. (AP Photo/Shakil Adil)

Spitalbetten werden bereit gestellt. Bild: Shakil Adil/AP/KEYSTONE

Bei einem der schwersten Terroranschläge in der Geschichte Pakistans sind mindestens 72 Menschen getötet worden. Ein Selbstmordattentäter hatte sich nach Polizeiangaben inmitten eines grossen Schreins liberaler Sufi-Muslime in die Luft gesprengt.

Bis zu 250 weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete der Sender Geo TV am Donnerstag unter Berufung auf den Polizeichef der Provinz Sindh, Allahdino Khawaja. Dieser sprach von einem Selbstmordanschlag. Die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») reklamierte den Angriff für sich.

Zunächst rief ein «IS»-Kommandant pakistanische Journalisten an, kurze Zeit darauf veröffentlichte die «IS»-Propagandaagentur Amak eine schriftliche Stellungnahme. In der hiess es, ein Selbstmordattentäter des «IS »habe seine Sprengstoffweste inmitten einer schiitischen Menschenmenge in die Luft gesprengt.

Die sunnitische «IS»-Miliz ist früher bereits ähnlich vorgegangen. Manchmal haben allerdings auch andere Extremistengruppen die vom «IS »reklamierten Anschläge für sich beansprucht.

Laut pakistanischer Regierung hat der «IS »im Land keine Organisationsstruktur. In einer Erklärung der Armee hiess es, «feindliche Mächte» ordneten Terroranschläge in Pakistan an, die dann von sicheren Häfen in Afghanistan aus durchgeführt würden.

Zu liberal für Islamisten 

Der bekannte, im 14. Jahrhundert erbaute Lal Shahbaz Qalandar-Schrein in Sehwan ist jede Woche ein Anziehungspunkt für Tausende Gläubige. Die Bombe soll während eines traditionellen Sufi-Tanzes im Hof des Schreins explodiert sein. Die Zeitung «Dawn» berichtete, der Tempel sei donnerstags besonders gut besucht.

Der Sufi-Zweig im Islam ist sunnitischen islamistischen Gruppen ein Dorn im Auge. Es gibt in Pakistan regelmässig Anschläge auf Sufi-Stätten. Zuletzt waren im November bei einem Anschlag auf einen Schrein in Baluchistan mindestens 52 Menschen getötet worden.

Der Anschlag war der jüngste in einer ganzen Serie. Allein seit Montag sind nun mindestens 94 Menschen als Folge von Anschlägen getötet worden. Die meisten hat die Gruppe Jamaat ul-Ahrar für sich reklamiert. Sie kündigte weitere Anschläge an.

Nach zwei relativ ruhigen Jahren ist diese neue Gewaltwelle ein Schock für Pakistan. Nach massiven Militäroffensiven gegen Taliban und andere Terrorgruppen ab 2014 war die Zahl der Anschläge und ihrer Opfer in Pakistan für eine Weile stark zurückgegangen. (sda/dpa)

«Islamischer Staat»

USA schicken 400 Soldaten in die Schlacht um die IS-Hochburg Rakka

Link zum Artikel

Dutzende Tote: Terrormiliz Fateh al-Scham bekennt sich zu Anschlägen in Homs

Link zum Artikel

Über 100 Beamte im Tessin im Einsatz – und sie fassen EINEN mutmasslichen Islamisten

Link zum Artikel

«IS» verkündet Tod ihres Sprechers Abu Mohammed al-Adnani

Link zum Artikel

Nein, Herr Trump, Obama ist NICHT der Gründer des «IS» – aber ganz unschuldig ist er auch nicht

Link zum Artikel

«IS»-Vorwurf gegen muslimische Schüler in Therwil fällt in sich zusammen

Link zum Artikel

US-Soldaten in Syrien: Obama will Kontingent versechsfachen

Link zum Artikel

«IS» soll syrischen Piloten nach Kampfjet-Abschuss gefangen genommen haben

Link zum Artikel

Der «IS» funktioniert wie eine Sekte – das erklärt auch, warum die Terroristen so grausam sind

Link zum Artikel

Der «Islamische Staat» wirbt im Darknet – zu Besuch bei der Terror-Propaganda-Abteilung

Link zum Artikel

ETH-Sicherheitsexperte: «Es bringt dem ‹IS› nichts, Schweizer zu töten»

Link zum Artikel

Die derzeit 6 populärsten Antworten auf den Terror – und warum sie alle in die Sackgasse führen

Link zum Artikel

6 Indizien dafür, dass der IS schwächer ist, als wir dachten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Hier versteckte sich Taliban-Gründer Mullah Omar – gleich neben dem US-Militär

Auf seinen Kopf setzten die Amerikaner nach den Anschlägen vom 11. September 10 Millionen Dollar. Doch Mullah Omar, der Gründer und langjährige Führer der Taliban, wurde nie gefasst. Und das, obwohl der Feind quasi der Nachbar war.

Das jedenfalls enthüllt ein aufsehenerregender Bericht einer niederländischen Journalistin für das New Yorker Zomia Center. Die Journalistin hat über Jahre hinweg in Afghanistan recherchiert und schreibt, dass Mullah Omar Afghanistan nie verlassen habe.

Laut der am …

Artikel lesen
Link zum Artikel