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Palästinenserpräsident Abbas kündigt angeblich Osloer Friedensprozess auf

Die Palästinenser wollen sich angeblich nicht mehr an den 1993 vereinbarten Nahost-Friedensprozess von Oslo halten. Er fühle sich nicht mehr an die Vereinbarung gebunden, sagte Palästinenserpräsident Abbas.



Ein Artikel von

Spiegel Online
Palestinian President Mahmoud Abbas addresses attendees during the 70th session of the United Nations General Assembly at the U.N. headquarters in New York, September 30, 2015.     REUTERS/Carlo Allegri

Bild: CARLO ALLEGRI/REUTERS

Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas hat den Osloer Nahost-Friedensprozess von 1993 aufgekündigt. Solange Israel die Einigung ständig verletze, wollten die Palästinenser nicht die einzigen sein, die sich an das Abkommen hielten, sagte Abbas am Mittwoch in der UNO-Vollversammlung in New York.

«Wir erklären, dass solange Israel nicht die mit uns getroffenen Vereinbarungen umsetzt und solange Israel sich weigert, die Besiedlung der besetzten Gebiete zu stoppen und palästinensische Gefangene freizulassen, dass sie uns keine Wahl lassen, als darauf zu bestehen, dass wir nicht die einzigen sind, die sich an das Abkommen halten, welches Israel ständig verletzt», sagte Abbas. «Wir erklären deshalb, dass wir uns nicht weiter an das Abkommen gebunden fühlen.»

Das Osloer Abkommen, das den Palästinensern einen eigenen Staat und Israel Frieden bringen sollte, gilt allerdings schon lange als gescheitert.

Zwischen Israel und den Palästinensern kommt es immer wieder zu Konfrontationen. So attackierte die israelische Luftwaffe in der Nacht zum Mittwoch mehrere Ziele im Palästinensergebiet – als Reaktion auf einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen. Wie die Armee mitteilte, richteten sich die Luftangriffe gegen vier «Terroreinrichtungen». Aus palästinensischen Sicherheitskreisen hiess es, es handele sich um Ausbildungslager der Essedin-al-Kassam-Brigaden, dem bewaffneten Arm der im Gazastreifen herrschenden Hamas, in Gaza-Stadt und im Norden des Palästinensergebiets. Während der Angriffe habe sich aber niemand dort aufgehalten. Verletzte habe es daher nicht gegeben.

als/dpa

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    Alle Leser-Kommentare
  • rolf.iller 30.09.2015 19:50
    Highlight Highlight Der Friedensprozess ist doch eh schon lange tod. Die 'Rodmap' wurde doch nur von der israelischen Regierung als Vorwand gebräucht. Während man munter weiter Siedlungen baut, konnte man auf dan Plan verweisen. Es würde alles gut, aber dann findet man doch immer noch einen steinewerfenden Palästinenser, wegen dem man Leider nochmals etwas länger warten muss.
  • TheMan 30.09.2015 18:58
    Highlight Highlight Israel isch ja allei a allem Schuld. Anstatt zäme Sitze und säge das beidi Schuldig sind und zäme Lösige sueche. Aber Palästina isch demfall für das nöd bereit. (Anmerkung der Redaktion: Bitte künftig in Standarddeutsch, Merci.)

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