International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A man holds up the Palestinian national flag during a demonstration in support of Palestine, in the Andalusian capital of Seville July 24, 2014. Gazan authorities said Israeli forces shelled a shelter at a U.N.-run school on Thursday, killing at least 15 people as the Palestinian death toll in the conflict climbed over 760 and attempts at a truce remained elusive. The Israeli military said it was investigating the incident.   REUTERS/Marcelo del Pozo (SPAIN - Tags: POLITICS CIVIL UNREST)

Weht bald in New York: Die Flagge der Palästinenser in den panarabischen Farben schwarz, weiss, grün und rot.
Bild: Marcelo del Pozo/REUTERS

Symbolischer Erfolg: Palästinensische Flagge darf vor UNO-Sitz gehisst werden



Die Palästinenser haben im Bemühen um die internationale Anerkennung ihrer nationalen Souveränität einen symbolischen Erfolg errungen: Die UNO-Vollversammlung stimmte am Donnerstag in New York dafür, dass auch die palästinensische Flagge vor dem UNO-Sitz gehisst wird.

Für die Resolution stimmten 119 Länder. Zu den acht Staaten, die mit Nein stimmten, zählten Israel, die USA, Kanada und Australien. 45 Mitglieder enthielten sich, darunter war auch die Schweiz.

Gemäss der Resolution sollen künftig die Flaggen der Palästinenser und des Vatikan neben den Fahnen der 193 UNO-Mitgliedstaaten vor dem Hauptquartier am East River wehen. Der Vatikan und Palästina sind keine UNO-Mitglieder, sondern haben dort den Status von Beobachterstaaten ohne Stimmrecht.

FFILE - In this Sept. 18, 2007 file photo, the flags of member nations fly outside of the United Nations headquarters. In a move likely to upset Israel's government, the Palestinians and the Vatican are seeking to raise their flags at the U.N., just in time for Pope Francis' visit in September 2015. (AP Photo/Mary Altaffer, File)

Vor dem UNO-Hauptsitz in New York wehen derzeit nur die Flagge der Vollmitglieder. Beobachterstaaten wie Palästina sollen nun aber auch ihre Flaggen hissen dürfen.
Bild: Mary Altaffer/AP/KEYSTONE

Widerstand von Israel

Die UNO hat nun 20 Tage Zeit, die Entscheidung umzusetzen. Die in den panarabischen Farben schwarz, weiss, grün und rot gehaltene Fahne kann also pünktlich gehisst werden, wenn Palästinenserpräsident Mahmud Abbas am 30. September den UNO-Sitz besucht, um dort bei der Generaldebatte eine Rede zu halten.

Im Vorfeld hatte der palästinensische Gesandte bei den Vereinten Nationen, Rijad Mansur, eingeräumt, es handle sich nur um einen symbolischen Schritt. Dieser bestärke aber die Hoffnung seines Volkes, «dass die internationale Gemeinschaft immer noch die Unabhängigkeit des Staates Palästina unterstützt», sagte Mansur vor Reportern.

Der israelische UNO-Botschafter Ron Prosor hatte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und den Präsidenten der UNO-Vollversammlung, Ron Kutesa, vergangene Woche erfolglos aufgefordert, die Abstimmung über ein Hissen der palästinensischen Flagge zu verhindern. Er nannte das Ansinnen einen «unverhohlenen Versuch, die UNO zu missbrauchen» und dort «auf billige Weise bedeutungslose Punkte zu sammeln».

Die Aufwertung der Palästinenser zum UNO-Beobachterstaat ohne Stimmrecht im November 2012 war eine wichtige symbolische Etappe in ihrem Streben nach Eigenstaatlichkeit. (trs/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Betroffene aus Bergamo erzählen: «Dieses Trauma wird mich ein Leben lang begleiten»

Der Tod ist sein Geschäft. Nicolas Facheris ist Direktor eines Bestattungsinstituts. Die Corona-Pandemie in seiner italienischen Heimat war aber selbst für ihn zu viel.

Der 29-Jährige kommt aus Bergamo, der Provinz, die zum Inbegriff einer aus der Kontrolle geratenen Epidemie mit vielen Toten und furchtbaren Bildern geworden ist. «Wuhan Italiens» nennen einige die Provinz nordöstlich der Millionenstadt Mailand.

>>> Alle News zum Coronavirus im Liveticker.

«Ich hatte innerhalb von nur 20 …

Artikel lesen
Link zum Artikel