DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Erneut Verletzte bei Zusammenstössen auf dem Tempelberg

29.04.2022, 10:11

Bei neuen Zusammenstössen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften auf dem Tempelberg in der Jerusalemer Altstadt sind zahlreiche Menschen verletzt worden. Am letzten Freitag des muslimischen Fastenmonats Ramadan meldete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa 42 Verletzte.

Seit zwei Wochen kommt es auf dem Tempelberg / Haram al-Scharif immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen israelischen Sicherheitskräften und mutmasslichen moslemischen «Randalierern». Die Sicherheitslage bleibt nach einer Terrorwelle in den vergangenen Wochen angespannt.

Palästinenserinnen sprechen an einem Checkpoint auf dem Weg zum Gebet in die al-Aqsa-Moschee mit einer israelischen Sicherheitskraft, 29. April 2022.
Palästinenserinnen sprechen an einem Checkpoint auf dem Weg zum Gebet in die al-Aqsa-Moschee mit einer israelischen Sicherheitskraft, 29. April 2022.Bild: keystone

Nach Angaben der Polizei waren mehrere Hundert Menschen, darunter auch Vermummte, beteiligt. Es seien Steine und Feuerwerkskörper in Richtung Klagemauer geworfen worden. Die Polizei sei gezwungen gewesen, den Bereich zu betreten und die Unruhen zu beenden. Muslimische Gläubige hätten teilweise den Tempelberg verlassen.

Der Tempelberg / Haram al-Scharif mit dem Felsendom und der al-Aqsa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. Sie ist aber auch Juden heilig, in vorchristlicher Zeit dort früher zwei jüdische Tempel standen.

Der Tempelberg steht unter muslimischer Verwaltung, während Israel für die Sicherheit zuständig ist. Nach einer Vereinbarung mit den muslimischen Behörden dürfen Juden die Anlage besuchen, dort aber nicht beten. Die Palästinenser werfen Israel vor, es wolle Rechte gläubiger Juden auf der heiligen Stätte ausweiten.

(yam/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Wie entstand der Konflikt im Nahen Osten?

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Babynahrungs-Krise: Militärmaschine fliegt Schweizer Milchpulver in die USA
Mit einer amerikanischen Militärmaschine wurde am Wochenende Nestlé-Babymilchpulver in die USA transportiert. Mit dieser Luftbrücke will US-Präsident Joe Biden Versorgungsengpässe überwinden.

Mit Säuglingsnahrung aus dem bernischen Konolfingen hofft der amerikanische Präsident Joe Biden die Babymilchpulver-Versorgungskrise zu überwinden, die amerikanischen Eltern seit Wochen Schlaf kostet.

Zur Story