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epa05018869 Palestinian children hold portraits of former Palestinian President Yasser Arafat and current Palestinian President Mahmoud Abbas, during a rally to commemorate the 11th anniversary of the death of Yasser Arafat, held in the West Bank city of Hebron, 10 November 2015.  EPA/ABED AL HASHLAMOUN

Kinder an der Kundgebung zum Gedenken Yassir Arafats.
Bild: ABED AL HASHLAMOUN/EPA/KEYSTONE

Zum 11. Todestag: Palästinenser werfen Israel erneut Mord an Arafat vor

Palästinensische Ermittler haben erneut Israel vorgeworfen, Palästinenserführer Jassir Arafat ermordet zu haben. Dies sagte der für die Ermittlungen verantwortliche palästinensische Beamte Taufik Tiraui am Dienstag.



Das Ermittlungs-Komitee habe den Verantwortlichen für den Tod Arafats identifiziert. «Israel ist verantwortlich.» Allerdings werde es noch einige Zeit dauern, um die genauen Umstände des Todes von Arafat zu klären, fügte Tiraui hinzu. Zu Details äusserte er sich nicht.

Arafat war am 11. November 2004 in einem Militärkrankenhaus bei Paris mit 75 Jahren gestorben. Zuvor hatte sich sein Gesundheitszustand in kurzer Zeit dramatisch verschlechtert. Da seine Witwe Suha damals eine Obduktion ablehnte, blieb die Todesursache unklar.

Als Schweizer Experten aber berichteten, sie hätten in Proben aus Arafats persönlichen Sachen eine erhebliche Konzentration des hochgiftigen Stoffs Polonium nachgewiesen, erstattete sie 2012 in Frankreich Anzeige wegen Mordes.

Mordermittlungen in Frankreich wurden zu den Akten gelegt

Arafats Leichnam wurde daraufhin exhumiert und drei getrennte Expertenteams untersuchten Gewebeproben. Anfang September dieses Jahres wurden die Mordermittlungen allerdings zu den Akten gelegt. Die zuständigen Richter sahen keine Beweise für eine Vergiftung Arafats.

Die palästinensische Autonomiebehörde kündigte weitere eigene Ermittlungen an. Viele Palästinenser machten bereits damals Israel für den Tod Arafats verantwortlich.

11.11. Todestag Arafats

Anlässlich des Todestages am Mittwoch übergab unterdessen die radikalislamische Hamas das Haus von Arafat im Gazastreifen sowie persönliche Dinge des früheren Palästinenserführers der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO).

Palestinians take photos of the clothes of late Palestinian President Yasser Arafat, in the bedroom of his house, after Gaza's Hamas rulers handed over the house to officials from his Fatah party, with the intention of turning it to a museum for the iconic leader, Tuesday, Nov. 10, 2015, Gaza City. The house has been closed since the Islamic militant group Hamas took over Gaza in 2007 after routing the Palestinian Authority's forces and ousting Fatah under the leadership of Arafat's successor, Mahmoud Abbas. (AP Photo/Adel Hana)

Die Habseligkeiten Arafats in dessen Haus im Gazastreifen.
Bild: Adel Hana/AP/KEYSTONE

Die von der Fatah dominierte PLO wertete dies als Symbol der Annäherung zwischen beiden Palästinensergruppen. Zu den persönlichen Dingen gehören eine Waffe, Kleidung und Fotos. In dem Haus lebte Arafat mit seiner Familie nach seiner Rückkehr aus dem Exil im Jahr 1994. (dwi/sda/afp)

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