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epa07656805 British singer and actor Ed Sheeran poses on the red carpet at the UK premiere of 'Yesterday' at the Odeon Luxe Leicester Square in London, Britain, 18 June 2019. The film is released nationwide in Britain on 28 June 2019.  EPA/VICKIE FLORES

Ed Sheeran bei einer Filmpremiere in London am 18. Juni 2019. Bild: EPA/EPA

People-News

Ed Sheeran ist auf bestem Weg, einen krassen Rekord zu brechen



Gemäss dem Wall Street Journal ist der britische Popstar Ed Sheeran nahe dran, die finanziell erfolgreichste Konzerttournee abzuschliessen. Speziell ist, dass er für seinen Erfolg ganz anders vorgeht als die meisten anderen grossen Künstler.

Die Ticketpreise

Erfolgreiche Musiker wie der Rapper Drake oder der Sänger Justin Timberlake verlangen mit $116 respektive $126 pro Ticket sehr hohe Preise. Sheeran hingegen verlangt mit $89 verhältnismässig wenig für einen Eintritt.

Die tiefen Preise helfen ihm dabei, ein grösseres Publikum anzusprechen. Auf diese Art werden die Merchandise-Verkäufe unterstützt, da die Fans eher gewillt sind, Zusatzausgaben zu tätigen. Es ist zudem in seinem Fall so, dass ein Grossteil seiner (meist weiblichen) Fans jünger als 35 Jahre sind – entsprechend tiefer ist ihr durchschnittliches Einkommen. Im Vergleich: Taylor Swift kann mehr Fans im Alter von 45–64 Jahren aufweisen.

Sein Management schaut zudem darauf, dass Tickets nicht auf dem Schwarzmarkt landen. Mit Hilfe eines Algorithmus werden Tickets bei Verdacht von Käufen durch Schwarzmarkthändler kurzerhand wieder zurückgekauft. So verhindert sein Team den inflationären Anstieg der Ticketpreise. Die Fans wissen es zu schätzen.

Die Anzahl verkaufter Tickets

Die humanen Ticketpreise pushen anscheinend auch die Anzahl der Verkäufe. Seit Beginn der Tour verkaufte Sheeran 8,8 Millionen Tickets. Die bisher erfolgreichste Tour aller Zeiten – U2s 360˚-Tour – schaffte es auf 7,2 Millionen Eintritte. Diesen Rekord hat Sheeran folglich schon gebrochen.

Die Shows

Sheeran gibt sich als der nette Typ von nebenan. Genau so inszeniert er auch seine Shows. Er verzichtet auf Tänzer*innen, aufwendige Bühnenbilder, Feuershows und was es sonst noch alles gibt. Er bleibt seiner Linie seit Anfang an treu: Sheeran, ein Mikrophon und natürlich die Akustik-Gitarre. That's it – und hält die Kosten tief und die Marge höher.

Die Anzahl Konzerte

Letztes Jahr absolvierte der Brite insgesamt 94 Konzerte auf seiner Tournee. Das heisst, dass er rund jeden vierten Tag auf der Bühne stand – in immer anderen Ländern. Das klingt nicht nur anstrengend, sondern ist es mit Sicherheit auch.
Kommen wir nochmals auf Taylor Swift zu sprechen, sie absolvierte mit 53 Konzerten knapp die halb so viele Auftritte im 2018.

Fazit

Man muss kein Ökonom sein, um zu verstehen, wie Sheeran sein Geld verdient – nicht über den Preis, sondern über das Volumen. Er verkauft viele Tickets für viele Shows zu einem verhältnismässig tiefen Preis.

In Zahlen ausgedrückt: Die Divide-Tour spülte zwischen März 2017 und Dezember 2018 rund $555 Millionen in die Kassen. Die Prognosen seines Teams sehen den Endstand der Tour bei $750 Millionen und mehr. Die 360˚-Tour von U2 landete bei $735 Millionen – damit würde Sheeran die Krone endgültig zustehen. (mim)

Sie machen noch mehr Geld als Ed Sheeran:

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • geissenpetrov 21.06.2019 00:30
  • Gubbe 20.06.2019 23:13
    Highlight Highlight "Man muss kein Ökonom sein, um zu verstehen, wie Sheeran sein Geld verdient – nicht über den Preis, sondern über das Volumen." Und ich hatte geglaubt, er sei ein knuddeliger Sänger.
  • Mova 20.06.2019 23:01
    Highlight Highlight Eine der letzten dieser Art Musiker, Komponierer, Singer, allinone. Wobei, diese Gitarren loop Geschichte läuft irgendwann Gefahr wiederholend (!!) zu werden. Er macht es gut!
  • Domino 20.06.2019 22:12
    Highlight Highlight U2 ist meiner Ansicht eh völlig überbewertet. Da ist mir Ed echt sympathischer.
  • Bio Zitronensaft 20.06.2019 22:08
    Highlight Highlight Was sprach gegen „Tänzerinnen und Tänzer“?
    • mrgoku 20.06.2019 23:43
      Highlight Highlight die kosten haha
  • Lümmel 20.06.2019 22:06
    Highlight Highlight Naja, der leistet wenigstens etwas fürs Geld.
  • no-Name 20.06.2019 21:51
    Highlight Highlight Und btw. wohl verhältnismässig grandiose energiebilanz...
    Mikrofon Gitarre und eine Handvoll Scheinwerfer benötigen wohl kaum 12 LlKW‘s und vierundfünfzigtrilliarden Kilowatts.

    • AnotherSwissGuy 21.06.2019 05:48
      Highlight Highlight Passt fast ins Handgepäck ;D
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 20.06.2019 21:39
    Highlight Highlight Und die armen U2-Bandmitglieder mussten auch noch teilen... 😢
    • Dovakhiin 20.06.2019 23:19
      Highlight Highlight Mademyday.. Köstlich.. 😂
  • P. Zwackelmann 20.06.2019 21:25
    Highlight Highlight Nicht zu vergessen jetzt auch das Edchup💵🤑💵
    Benutzer Bild
  • RASL 20.06.2019 21:23
    Highlight Highlight Kann man ungefähr abschätzen, wie viel von den 750 mio effektiv auf dem Konto von Ed landen?
    • Dominik Treier 20.06.2019 22:30
      Highlight Highlight Da müsste man natürlich die Kosten und Aufwände kennen, aber ich denke die Hälfte wird er schon einstecken...
    • Atheist1109 20.06.2019 23:42
      Highlight Highlight Schätze eher ein Viertel? Die Hälfte dürften schon mal Steuern sein.
    • rodman 21.06.2019 00:13
      Highlight Highlight Alsp von der Hälfte gehen dann nochmals irgendwo zwischen 40%-60% steuern und Soz. Versicherung weg. Also bleibt ihm dann vielleicht noch 1/4.
  • Chääschueche 20.06.2019 21:20
    Highlight Highlight "Mit Hilfe eines Algorithmus werden Tickets bei Verdacht von Käufen durch Schwarzmarkthändlern kurzerhand wieder zurückgekauft"

    Und wie funktioniert das? Er verkauft seine Tickets ja auch über die Normalen Ticketanbieter und somit würde doch der Ticketanbieter diesen Algorythmus einsetzen? Somit ja dann auch bei anderen Künstlern?
    • El Mac 20.06.2019 23:01
      Highlight Highlight Es macht vorne und Hinten keinen Sinn. Zum etwas kaufen, muss es auch einen Verkäufer geben. Dies wird nur der Fall sein, wenn dabei etwas rausspringt und somit würde es die Inflation natürlich begünstigen. Mal abgesehen davon, würde es heissen, dass ja Ed Sheeran‘s Management die Tickets bezahlen müssten und somit einfach Geld rausschleudern würden.

      Aber solche Artikel sind sowieso fragwürdig...
    • Miriam Pegoraro 21.06.2019 00:41
      Highlight Highlight Indem man sich mit Namen und Geburtsdatum "anmelden" muss. Gut für die Preise, mühsam beim Einlass (Überprüfung ID, umschreiben lassen, wenn jemand anderes mitkommt, etc.).
    • DK81 21.06.2019 05:44
      Highlight Highlight Würde mich auch interessieren, wie das funktioniert.

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