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bild: Khaled Akil/AFP

Spass ist anders: Pokémon im Kriegsgebiet

Khaled Akils Pokémon inmitten der Kriegsruinen in Syrien erinnern uns daran, dass das Leiden und Sterben weitergeht, während wir den Krieg längst aus unseren Köpfen verdrängt haben.



Seit vier Jahren ist Khaled Akils Heimatstadt Aleppo ein Zentrum des syrischen Bürgerkriegs. Längst liegt die Stadt in Schutt und Asche. Akil, ein 30 Jahre alter syrischer Photograph, fragte sich daher, wie es wäre, in den Ruinen der einst wunderschönen Altstadt Pokémon zu jagen.

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«Ich will nicht mit dem Finger auf Menschen zeigen, weil sie nicht mehr an das Elend in Syrien denken. Die Bilder sollen einfach in Erinnerung rufen, was dort gerade passiert», sagte Akil gegenüber Aljazeera. bild: khaled akil/afp

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«Leider geht auch der Krieg in Syrien vergessen, wie jeder andere Krieg. Nach einer Weile langweilen die täglichen Kriegsnachrichten die Menschen oder sie gewöhnen sich an die Meldungen über Tote und Zerstörung. Also verlieren sie das Interesse und leben ihr Leben weiter. Meine Bilder sind vielleicht eine subtile Erinnerung.»
bild: khaled akil/afp

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Der Bürgerkrieg hat bislang über 250'000 Leben gefordert. Millionen sind auf der Flucht, die allermeisten sind in die Türkei, nach Jordanien und in den Libanon geflohen.  bild: khaled akil/afp

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Seit 2012 lebt Akil in Istanbul. Ein Grossteil seiner Familie ist immer noch in Aleppo. bild: khaled akil/afp

A Syrian boy walks with his bicycle in the devastated Sukari district in the northern city of Aleppo on November 13, 2014, after more than three years of fighting and shelling. Syrians are increasingly unable to escape their country's war as tougher policies in potential host nations are preventing them from taking refuge in the region and beyond. AFP PHOTO / BARAA AL-HALABI        (Photo credit should read BARAA AL-HALABI/AFP/Getty Images)

«Ich wünsche mir nichts mehr, als irgendwann wieder durch Strassen der einst wunderschönen Stadt flanieren zu können – am besten ganz ohne Handy und Pokémon.»
bild: khaled akil/afp

So sah die Altstadt von Aleppo vor Kriegsbeginn aus

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bild: Craig Jenkins/wikimedia

(oli via tnw)

Diese 23 Bilder aus Syrien beweisen, dass gerade was komplett falsch läuft

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    Alle Leser-Kommentare
  • wydy 28.07.2016 17:50
    Highlight Highlight Natürlich denke ich nicht täglich an den Krieg in Syrien, ansonsten hätte ich schon längst Selbstmord begangen. Es ist korrekt, dass es dort schrecklich ist und täglich Leute sterben. Aber ich will das Leben geniessen und nicht andauernd über die globale Erwärmung, Kriege, Hungersnöte etc. nachdenken. Das wäre viel zu deprimierend. Auch kann ich nicht nach Syrien reisen und den Krieg dort von heute auf morgen beenden. Ich kann nur bedingt dort helfen und andauernd an den Krieg erinnert zu werden, ändert nichts an der Situation.
  • Ratert 28.07.2016 17:14
    Highlight Highlight Zum einten finde ich die Fotos doof, weil es Pokemon als clickbait benutzt, zum anderen weil es ein Glurak auf einen IS panzer positioniert (Glurak hätte die Terroristen längst gebraten/gegessen) und die Proportionen nicht stimmen.
    Interessanter Gedanke, mit dem Hype Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken, aber meiner Meinung nach schlecht ausgeführt.
    Auch verstehe ich nicht ganz, warum ich mir den Krieg und das Leiden noch präsenter im Kopf halten soll, als er eh schon ist.
    • S.Fischer 28.07.2016 17:48
      Highlight Highlight 1. Ob man in dieser Situation den Pokémon-clickbait verachten sollte, bezweifleich doch sehr. Hier wird es schlussendlich eingesetzt, um Aufsehen für einen Missstand zu erregen und nicht einfach um mehr Klicks/Geld zu generieren.

      2. Wieso bitte nicht auf einem IS-Panzer? Falls es dir nicht aufgefallen ist, das ist in Syrien bitterer Alltag.

      3. Was hat hier die Grösse eines Pokémons für eine Bedeutung? Hier geht es darum, die Pokémons in einer Art Pokémon-Go Stil erscheinen zu lassen, um eine Kontroverse zu unserer Welt zu schaffen, nicht darum reelle Proportionen zu kreieren.
    • Tierra Y Libertad 28.07.2016 17:56
      Highlight Highlight Diese Bilder sind für Leute gedacht, die den Krieg in Syrien ganz vergessen haben oder sich einfach nicht dafür interessieren. Ausserdem handelt es sich um eine al-nusra Flagge. Glurak hätte sie hoffentlich trotzdem gebraten. :)

«Es ist eben nicht nur toter Stein»: Warum uns der Brand der Notre-Dame so beschäftigt

In Paris ging am Montag die berühmten Notre-Dame-Kathedrale in Flammen auf. Noch am selben Abend werden mehrere Hundert Millionen Euro für den Wiederaufbau gespendet und es treffen Beileidsbekundungen aus der ganzen Welt in Frankreich ein. Doch warum löst die Zerstörung alter Gebäude bei uns eine solch tiefe Bestürzung aus? Archäologe Urs Niffeler gibt Antwort.

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